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Schweden
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Schweden und Norwegen - Fähre, Urlaub, Reisen & Meer

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 Betreff des Beitrags: Campingtour mit dem Rad
BeitragVerfasst: 8. Juli 2010 17:38 
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Beiträge: 58
Wohnort: Hohenwestedt
Hallo liebe Community,

ich wohne in dem beschaulichen Örtchen Hohenwestedt in Schleswig-Holstein und plane seit ein paar Tagen meine Fahrt nach Göteborg in Schweden. Mein treues Gefährt, nämlich mein Rennrad und meine Campingausrüstung sollen meine einzigen Begleiter sein. Es klingt vielleicht für den ein oder anderen etwas verrückt weit aus mehr als 1200 Kilometer mit dem Rad und Zelt etc. durch die "Pampa" zu fahren, aber motiviert durch ein Buch, dessen Autor 5000 Kilometer durch Kanada und Alaska gefahren ist, möchte ich dies wagen. In meiner Freizeit fahre ich selbst 200 Kilometer die Woche und betreibe vereinsmäßig Fussball (hochklassig). Vondaher denke ich, zumal ich nur 100 Kilometer Abschnitte genommen habe, sollte es fuktionieren.

Meine Ausrüstung liegt bereits parat, nun müssen nur noch die kömmenden 3-4 Wochen umgehen und dann geht es los. Was mich aber noch etwas wanken lässt ist die genaue Strecken Absteckung. Das heißt. Ob ich aus meinen zwei Wochen Urlaub wirklich soviel Zeit für die Schönen Dinge raushauen kann. Geplant ist folgende Route (http://www.bikemap.net/route/579687). Nur muss ich auch irgendwie zurück kommen.

Ich bin am zweifeln ob ich die gleiche Strecke zurück fahren soll oder ob ich von Göteborg runter nach Helsingborg, über Kopenhagen und dann weiter mit der Fähre nach Fehmarn fahren soll. Mal abgesehen davon, dass dies 200 Kilometer mehr sind, würde mir nicht mehr viel Zeit bleiben und ich müsste schnell durch schöne Städte wie zB. Göteborg fahren. Müsste also wieder früh aufbrechen und kann mir nicht bei Gefallen einen zusätzlichen Tag gönnen.

Euer Rat ist gefragt:
Ich möchte hier also um euren Rat und um eure Erfahrungen bitten. Unter den oben angegebenen Link seht ihr einige Campziele von mir zum Pausieren (Krusa, Vejle, Aarhus etc.), wobei ich mich um Sichherheit und Schläuniss frage.

Gerne nehme ich auch Tourenänderungen an. Wenn zum Beispiel Malmö, Kopenhagen und oder Helsingborg schöner sind, dann nehme ich eure Tipps, gerne entgegen.

Mit freundlichen Grüßen
Steven!


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 Betreff des Beitrags: Re: Campingtour mit dem Rad
BeitragVerfasst: 15. Juli 2010 21:36 
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Beiträge: 58
Wohnort: Hohenwestedt
So, ich habe die Strecke jetzt soweit ausgearbeitet.
Ich werde mir aber die Tage nochmal mehr Gedanken zu den Camping-Plätzen machen und daher die Karte geringfügig verändern.

Road Bike-Tour around the Kattegat


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 Betreff des Beitrags: Re: Campingtour mit dem Rad
BeitragVerfasst: 17. Juli 2010 11:44 
Hi,

ich kann dir nicht viel zu den meisten Städten sagen, nur zu Radtouren ansich. Ich bin letztes Jahr 660 km durch Dänemark gefahren. Da ich allerdings nicht so trainiert bin (und auch noch eine Frau :roll: ) haben wir (ich bin mit meinem Freund gefahren) uns nur 60 km pro Tag vorgenommen.
Für mich war das trotzdem hart, aber wenn man viel Sport macht, sollte das klappen.

Was uns einmal richtig den Tag vermiest hat, war das Wetter. Es war richtig stürmisch und wir kamen kaum vorran, also haben wir nur 30 km geschafft an dem Tag. Zum Schluss sind wir dann von der Nordseeküste mit Zug an die Ostsee gefahren und haben ein paar Tage in Aarhus verbracht (sehr schöne Stadt).
Ich fands etwas schade, dass wir eigentlich nur Fahrrad gefahren sind und kaum Zeit hatten überhaupt etwas von den Städten oder der Natur zu sehen. Für die nächste Fahrt haben wir uns vorgenommen mehr Zeit einzuplanen um auch richtig was zu erleben.

Ausserdem haben wir uns andere Ausrüstung gekauft: Kleineres, leichteres Zelt, was man in 2 Minuten aufbauen kann (hat vorher einfach zu viel Zeit in Anspruch genommen), GPS Gerät (muss nicht unbedingt), leichtere Luftmatratze, Benzinkocher, Tarp, Fahrräder mit breiteren Reifen und mehreren Gängen (eigentlich glaubt man ja, dass Dänemark so schön flach und geteert ist, aber wir hatten teilweise echt Probleme mit den dünnen Rennradreifen über Schotterpisten und Sanddünen zu kommen).

Vielleicht wäre es eine Option für dich ein paar Strecken mit dem Zug zufahren, dann musst du nicht so hetzen und kannst vielleicht auch einen Tag länger in Göteborg bleiben?

Ich kann zu Campingplätzen noch sagen, dass sie sehr teuer sind und uns das oft den Spaß verdorben hat. Wir hätten gerne wildgecampt (gibt auch eine Karte für Dänemark dafür), aber haben die richtigen Stellen nie gefunden oder sie waren besetzt...
Die Campingplätze waren meist okay, nur halt viele Dauercamper, manchmal Ameisen, keine Bäume (bei 35 °C im Schatten Zelt aufbauen, toll) oder direkt an der Straße...

Ich würds wieder machen (für nächstes Mal ist auch Schweden geplant), allerdings mit mehr Zeit, mehr Geld und weniger Campingplätzen ;)

Viel Spaß!


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 Betreff des Beitrags: Re: Campingtour mit dem Rad
BeitragVerfasst: 17. Juli 2010 14:03 
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Registriert: 20. Mai 2008 20:43
Beiträge: 58
Wohnort: Hohenwestedt
Hallo Ghwenny,
danke für deinen kleinen Bericht und deine Tipps beziehungsweise deiner gesamten Antwort. =)

Ich hatte eingeplant ein paar Tage in Göteborg zu bleiben. Was die Preise für die Erlaubnis zum Zelten auf Campingplätzen angeht habe ich gesehen, dass eine Nacht (30-150m²) 10-20 Euro kosten, was ich finde in Ordnung ist. Dafür hat man ja die Möglichkeit dort zu duschen und vieles weitere.

Wie habt ihr es mit Verpflegung gemacht?
Ich habe vor mir alles nötige für den jeweiligen Tag zusammen zu kaufen.

LG. Wolfi


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 Betreff des Beitrags: Re: Campingtour mit dem Rad
BeitragVerfasst: 19. Juli 2010 20:44 
Hi,

ja gut, man kann auf dem Campingplatz duschen, aber ich finds trotzdem etwas teuer, aber muss ja jeder selbst wissen ;)

Also wir haben einiges an Essen mitgenommen, war aber viel zu viel. Hauptsächlich hatten wir natürlich Dosenfutter usw. mit, aber man findet in jedem Ort einen Supermarkt und so haben wir uns auch für das nächste Mal überlegt hauptsächlich Getränke und Snacks für Zwischendurch mitzunehmen.

Viel Spaß :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Campingtour mit dem Rad
BeitragVerfasst: 20. Juli 2010 01:11 
Schwedenfreund
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Beiträge: 315
Wohnort: Göttingen
Hallo Wolfi,

ich bin absolut keine Profiradfahrerin und bin in den letzten Urlauben auch meist so zwischen 70 und 110 km am Tag gefahren (was andere Leute, die ich so kenne, eben mal so nach der Arbeit noch so machen). Vorletztes Jahr bin ich in NF auf dem Nordseeradwanderweg in einer Stunde nur fünf Kilometer weit gefahren - und das im ersten Gang; dann konnte ich nicht mehr und meine Freundin auch nicht und wir haben uns nicht weiter verausgabt - so viel Wind habe ich davor noch nie erlebt.

Ich möchte in meinem Urlaub nicht nur leiden und bin ziemlich untrainiert. Manchmal reichen mir daher auch schon wenige Kilomenter am Tag. Außerdem habe ich nun wirklich auch keine professionelle Radausrüstung ...

Wenn du auch sonst recht viel Rad fährst, dann kriegst du das bestimmt noch viel besser hin als ich.
Wolfi hat geschrieben:
Wie habt ihr es mit Verpflegung gemacht?
Ich habe vor mir alles nötige für den jeweiligen Tag zusammen zu kaufen.
Ich habe bisher meist den Großteil des Essens unterwegs/zwischendurch gekauft und keine große Vorratshaltung betrieben, eben auch, weil ich noch nicht irgendwo abseits der Zivilisation unterwegs war. Warmes Essen gab es eher nicht; ich kann darauf auch ein paar Tage verzichten. Ansonsten empfiehlt sich ein leichter Kocher und sättigendes Essen, das man in einem Topf kochen kann. Auch wenn ich ansonsten (im normalen Leben) Fertigsuppen nicht anrühren würde, nehme ich im Urlaub gerne Tütensuppen, die man gut mit Quellmaterial anreichern kann, das wenig Platz im Gepäck wegnimmt und direkt in der Suppe kochen kann (am schnellsten gehen meiner Erfahrung nach rote Linsen und Couscous). Und dann kann man ja immer noch Brot, Müsliriegel, Kekse, Studentenfutter, Äpfel, usw. essen.

Äh, und noch ein blöder Tipp - aber schon hundertfach angewendet: Jeder Friedhof hat einen Wasseranschluss :wink: .

Einen Gruß aus dem Süden in mein heimatliches Schleswig-Holstein
Berta
(die einen kennt, der demnächst mal einfach so nach Istanbul radelt...).


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 Betreff des Beitrags: Re: Campingtour mit dem Rad
BeitragVerfasst: 20. Juli 2010 10:23 
Hi Steven

viel "Luft" für Schlenker lässt du dir ja leider nicht - 1255km / 14 gibt 12,5 Tage radeln... ich glaube, ich würde an deiner Stelle versuchen, an einigen Tagen mehr Kilometer "draufzupacken", oder Teile (in Dänemark?) mit dem Zug zu machen denn sonst würden dir viele schöne Stellen entgehen.

z.B. ist es gleich oberhalb von Helsingborg "Pflicht", an der Küste entlang über Viken, Mölle, Kullaberg zu radeln und auch weiter oben (um Torekov bis nach Båstad) ist es superschön! Damit hast du allerdings gleich mehr Strecke, dein Routenplaner hat diese Abschnitte begradigt und z.B. Helsingborg-Ängelholm direkt gewählt.

Ausserdem, wenn du schon so nah dran bist, müsstest du auch nach Skagen, ist zwar echt überlaufen, aber dennoch eine echte Attraktion. Das ist die oberste Spitze in Dänemark, wo sich Skagerrak und Kattegat treffen.,

http://www.naturturist.dk/skagen/grenen_ty.htm

Das wäre meine Idee zur Route - schade dass du keine 3 Wochen Urlaub hast, aber ich bin sicher, das wird auch so superschön - wenn das Wetter hält :-)

Grüsse ausm Norden
Tina


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 Betreff des Beitrags: Re: Campingtour mit dem Rad
BeitragVerfasst: 22. Juli 2010 16:20 
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Beiträge: 58
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Hallo ihr drei,^^

erstmal danke an euch für eure Antworten, Tipps und Vorschläge.
Ich denke ich werde alleine schon um Gewicht zu sparen mir immer in dem jeweiligen Ort etwas zum Essen kaufen. Auf warmes Essen muss ich dann wohl diese Wochen verzichten bzw. auf große Mahlzeiten zumindestens. So mal irgendwo etwas warmes kaufen kann man ja immer irgendwo.
Den Tipp, dass jeder Friedhof einen Wasseranschluss hat kannte ich bisher noch nicht, mal schauen ob ich darauf zurück greiffen kann bzw. eventuell muss.^^

@Berta: Ja über den Weg nach Dänemark durch NF habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Soll da oben echt windig sein. Aber gut, werde ich schon schaffen. :) Danke für den Tipp!

@Tina: Ja es stimmt schon. Mehr Kilometer reißen würde mehr Zeit bringen. Es ist nur die Frage ob ich mit der Tasche auf dem Rücken meine 200 täglich fahren kann, wenn ich an "unbedeutende" Stellen vorbei fahre. Eingerechnet habe ich für 100 Kilometer maximal (da muss aber auch einiges Schiefgehen) 5 Stunden. Zeitlichgesehen fahre ich morgens früh los und werde dann Mittags schon in Schweden sein. Ob ich dann aber gleich durchpauern möchte entscheide ich dann spontan.
Momentan haben wir auf der Arbeit wenig zu tun und ich bin schon seit ein paar Tagen am überlegen ob ich meinen Chef nach einer weiteren Woche nach vorne fragen soll. Werde ich morgen wohl mal machen.

Deine Vorschläge werde ich mal miteinbauen bzgl. Viken, Mölle, Kullaberg, Torekov bis nach Båstad und Skagen. Ob ich allerdings die Zeit habe muss ich schauen. Je nachdem wie sich Chefe anstellt.^^

Also vielen Dank für eure Tipps und für weitere bin ich jederzeit offen. :)
Ich melde mich dann morgen mal.

Gruß Steven


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 Betreff des Beitrags: Re: Campingtour mit dem Rad
BeitragVerfasst: 5. August 2010 15:42 
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Registriert: 20. Mai 2008 20:43
Beiträge: 58
Wohnort: Hohenwestedt
Hallo liebe Community,

nach tagelanger Abwesenheit bin ich nun wieder da. Leider aber auch nur bis morgen Nachmittag. Dann nämlich fahre ich los zu Freunden und von dort geht es dann Samstag morgen auf die Piste in Richtung Dänemark und Schweden. Zwei Wochen habe ich Zeit die 1300 Kilometer zu reißen und dies - so hoffe ich doch - möglichst Verletzungsfrei zu überstehen. Nun bin ich aber noch spontan auf die Idee gekommen mir einen Fahrradkinderanhänger zu besorgen, weil das Tragen von Zelt etc. auf dem Rücken wohl schon nach 100 Kilometern sehr unangenehm werden sollte. Bisher habe ich aber noch nichts gefunden bzw. jemanden der mir eins leiht oder noch spontan verkauft. Mal schauen, bis Samstag Morgen habe ich ja noch Zeit. :lol:

Naja wie dem auch sei. Ich möchte diese Gelegenheit gleich mal nutzen um euch nach "Wild-Camping" in Dänemark und Schweden auszufragen. Habt ihr schonmal "wild" gecampt und wo bzw. wie ist es erlaubt? Ich habe mir zwar schon Camping-Plätze rausgesucht, aber wenn es die Möglichkeit gibt als Auszubildender kostenlos zu übernachten so sollte man dies nutzen.^^

Über Antworten würde ich mich sehr freuen.
Gruß Steven


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 Betreff des Beitrags: Re: Campingtour mit dem Rad
BeitragVerfasst: 6. August 2010 18:33 
Schwedenfreund
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Beiträge: 315
Wohnort: Göttingen
Hallo Steven,

die Kombination Rennrad und Fahrradkinderanhänger kommt mir wenig elegant vor. Wenn du irgendwo noch einen Anhängerverleih findest oder zufällig viel Geld besitzt, dann würde ich einen einspurigen Anhänger bevorzugen, sowas zum Beispiel: Bob Yak. Die gibt es auch als Billig-Nachbau (kann da aber die Qualität nicht beurteilen).

In Schweden war ich schon öfters "wild" zelten - du solltest dich an das Jedermannsrecht halten, keinen Müll hinterlassen, nicht in Sichtweite von Häusern eindringen und dich der Natur gegenüber insgesamt rücksichtsvoll verhalten. Wie die Lage in Dänemark aussieht, kann ich nicht beurteilen.

Einen Gruß
Berta.


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