Bundesrepublik profitiert von Auswanderung

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Skogstroll
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Re: Bundesrepublik profitiert von Auswanderung

Beitragvon Skogstroll » 22. Februar 2008 08:52

... nach dem Studium stehn die jungen Leute schon mal mit 100.000 skr Schulden da...


...was aber nicht heisst, dass die Ausbildung nur 100.000kr gekostet hat. Die jeweilige Hochschule wird natürlich direkt oder indirekt vom Gemeinwesen getragen.
Aber selbst innerhalb Deutschlands kann ich an einer sächsischen Uni studieren und dann in Bayern arbeiten (oder umgekehrt). Genauso wie qualifizierte Arbeitskräfte aus Deutschland auswandern, so wandern auch welche ein, u.a. aus Schweden.
Wenn etwas ein Armutszeugnis ist, dann wenn Deutschland sich furchtbat schwer tut, eine nichtdeutsche Ausbildung anzuerkennen. Das klappt - nichtbayrische Lehrer können ein Lied davon singen - ja nichtmal innerhalb Deutschlands richtig.

Skogstroll

bjoerkebo

Re: Bundesrepublik profitiert von Auswanderung

Beitragvon bjoerkebo » 22. Februar 2008 10:05

....tja Deutschland besteht ja auch in erster Linie aus Bayern,wenn man mal so unter ausländischen Bürgern fragt,was sie von D. wissen.
Deshalb heißt BRD ja auch= Bayern und derRest von Deutschland.
Schlimm genug das sich Deutschland schon intern nicht einig sein kann,was Ausbildungsabschlüsse angeht. :shock:

Also ich muß ganz erlich sagen,wenn ich nicht wirklich muß will ich nicht zurückwandern,weil ich als Erzieherin in D.mit 33 Jahren eh zu alt und zu teuer wäre und ich kein Bock hätte mein Leben als Putzfrau auf Nachtschicht auf Steuerkarte zu versauern.(so wie es die letzten zwei Jahre in D.war)
Und das weil es keine gute Betreuung für die Schulkinder gibt und ich mit einem 400 € Job nur für meine Krankenversicherung malocht hätte und auch da keine Schnitte gehabt hätte mit einem schulpflichtigen Kind,da man ja sooo flexibel ist.

......ne danke.Mein jetztiges Leben in Schweden gefällt mir.

nysn

Re: Bundesrepublik profitiert von Auswanderung

Beitragvon nysn » 22. Februar 2008 11:50

bjoerkebo hat geschrieben:....tja Deutschland besteht ja auch in erster Linie aus Bayern,wenn man mal so unter ausländischen Bürgern fragt,was sie von D. wissen.
Deshalb heißt BRD ja auch= Bayern und derRest von Deutschland.


Hej Björkebo,
also das mit "Bayern" verstehe ich - das hat ganz einfach damit zu tun, dass Bayern ein so gutes Marketing nach außen hat - Berge, Bier, Biergärten, Brezeln, den Eddi S. und weils dort halt einfach so schön ist ...
:)

Warum habt ihr Euch für eine Auswanderung nach Schweden entschieden - warum nicht z. B. Bayern oder ein anderes Bundesland, wo es evtl. bessere/größere Arbeitschancen gibt?

Wenn man hier in S die Zeitung so liest - in meinem Fall die GP "Göteborgs Posten" - dann hat man/frau immer den Eindruck, dass die Schweden sogar ziemlich stolz darauf sind, dass Leute so "wage"-mutig sind, auszuwandern oder für einige Zeit lang im Ausland zu arbeiten.
Unter der Woche werden auf den letzten beiden Seiten unter der Rubrik "Namn" immer "normale" Leute vorgestellt, was die so tun, wo die wohnen, arbeiten usw. aber an den Wo-Enden gibt es immer noch extra zwei Seiten, nur für die "Svenskar i världen"

Diese Seiten sind auch durchaus nicht neu - gibt es also schon viel länger als die Auswanderer-Soaps im deutschen Fernsehen.

Sie sind auch oft lesenswert - manchmal recht amüsant - und geben doch auch Anlass zum Nachdenken ... :roll:

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Imrhien
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Re: Bundesrepublik profitiert von Auswanderung

Beitragvon Imrhien » 22. Februar 2008 14:14

S-nina hat geschrieben:Warum habt ihr Euch für eine Auswanderung nach Schweden entschieden - warum nicht z. B. Bayern oder ein anderes Bundesland, wo es evtl. bessere/größere Arbeitschancen gibt?


Was soll ich denn da? Da bin ich doch nur Ausländer :)
Und auch wenn ich da ne Fremdsprache lerne, davon hab ich dann ja doch nix später... Oder meine Kinder. :wink:

Grüße
Wiebke

P.S: Ausserdem, so schwer wie in Bayern kann die Integration sonst kaum sein. Mein Onkel hat es, obwohl sehr sehr aufgeschlossen, als Jäger und Brauer (!) nicht geschafft in Bayern so richtig heimisch zu werden und mehr als Bekanntschaften zu finden. Jetzt nach einem halben Jahr Hunsrück hat er tiefergehende Freundschaften als nach 10 Jahren in Bayern. Obwohl sie sich da auch nie beschwert haben und gerne da gelebt haben.

Storstadstjej

Re: Bundesrepublik profitiert von Auswanderung

Beitragvon Storstadstjej » 22. Februar 2008 14:25

glada hat geschrieben:Dass die Menschen womöglich gar nicht frustriert Deutschland den Rücken kehren und das vollendete Glück in Schweden finden, sondern einfach nur den Auslandsaufenthalt als eine Bereicherung in ihrem Leben verstehen, um dann wieder in ihre Heimat zurückzukehren, will hier im Forum ja nun wirklich niemand hören... :wink:

Oliver


:finga: :finga: :finga:

Davon, dass Expats nach der Rückkehr auf Grund des höheren Gehalts auch noch mehr in das Steuersäckchen einzahlen will auch keiner wissen.

nysn

Re: Bundesrepublik profitiert von Auswanderung

Beitragvon nysn » 22. Februar 2008 15:11

Imrhien hat geschrieben:P.S: Ausserdem, so schwer wie in Bayern kann die Integration sonst kaum sein. Mein Onkel hat es, obwohl sehr sehr aufgeschlossen, als Jäger und Brauer (!) nicht geschafft in Bayern so richtig heimisch zu werden und mehr als Bekanntschaften zu finden.


Hej Wiebke,
also deinen Onkel - den kenn i jetzt net ....! Und die Details, an was es halt so hapert, dürfen wir wohl hier leider :cry: auch nicht weiter diskutieren ...

Wenn's aber magst, dann meld di doch, wenn du mal hier in der Gegend von Göteborg bist. Die Diskussionsrunde könnte dann hier ungefähr so aussehen - ein mal nach Bayern ausge- und zurückgewanderter Schwede, eine Bodensee-Schwäbin und andere, der bayerischen Sprache nicht akzentfrei "mächtige" ... Diskussionssprache: frei wählbar - evtl. nicht unbedingt Hochdeutsch (das beherrscht bei uns eigentlich nur der Schwede) ... :) :wink:


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