"Bullerbü-Syndrom" der Deutschen

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Re: "Bullerbü-Syndrom" der Deutschen

Beitragvon amarok » 24. Juni 2008 20:37

Sápmi hat geschrieben:Andererseits: Die einzige Gemeinsamkeit von Lindgren- und Lindström-Filmen besteht ja darin, dass beide auf schwedischem Boden spielen, der Rest ist krasser Gegensatz. :P


Nun beiss Dich mal nicht so an den Inga-Lindström-Filmen fest. In genanntem Artikel wurde auch überhaupt kein Vergleich zwischen Lindström-Filmen und Lindgren-Geschichten gezogen. Vielmehr sind die Lindström-Filme der sog. "Aufhänger" zum Thema.
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Re: "Bullerbü-Syndrom" der Deutschen

Beitragvon amarok » 24. Juni 2008 20:38

Sápmi hat geschrieben:Wieso ich? :P
Vermutlich Büllerbü? :roll:


Na warum werde ich wohl gerade Dich fragen?
"Bullerbü" ist übrigens ganz falsch. Einen Versuch hast Du noch.
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Re: "Bullerbü-Syndrom" der Deutschen

Beitragvon Sápmi » 24. Juni 2008 20:43

amarok hat geschrieben:In genanntem Artikel wurde auch überhaupt kein Vergleich zwischen Lindström-Filmen und Lindgren-Geschichten gezogen. Vielmehr sind die Lindström-Filme der sog. "Aufhänger" zum Thema.


Schon klar, aber es ging ja scheinbar auch darum, dass die Leute Schweden zunächst über Bullerbü und Co. kennengelernt haben. Und um die Frage, warum nun Lindström auch gut ankommt. Daher der Vergleich. :wink:
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Re: "Bullerbü-Syndrom" der Deutschen

Beitragvon Sápmi » 24. Juni 2008 20:43

amarok hat geschrieben:Na warum werde ich wohl gerade Dich fragen?
"Bullerbü" ist übrigens ganz falsch. Einen Versuch hast Du noch.


Aha, jetzt wird's spannend. Vielleicht irgendwo in Lappland?
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Re: "Bullerbü-Syndrom" der Deutschen

Beitragvon amarok » 24. Juni 2008 20:52

Sápmi hat geschrieben:Und um die Frage, warum nun Lindström auch gut ankommt.


Na weil es da so schön "heiapopeia" zu geht. Hübsche Menschen, tolle Gegend, super Autos, schicke Klamotten, Herz-Schmerz-Liebe-Happyend ... .
So, zu Inga Lindström sage ich jetzt lieber nichts mehr, sonst gibt es noch ... Bild.
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Re: "Bullerbü-Syndrom" der Deutschen

Beitragvon Imrhien » 24. Juni 2008 20:54

Hej,
ich habe so einen Film bei unserem letzten Deutschlandbesuch im April bei meinen Schwiegereltern gesehen. Die sind ganz große Fans. Für uns war das total lustig, zumal der Film damals auch noch im Raum Uppland spielte, also mehr oder minder in der Nachbarschaft. Die Orte waren wirklich nicht sooo weit weg. Das war schon merkwürdig. So wie die da waren, so gibt es hier keine Schweden :) Und irgendwie war es doch voll Klischee. An Klischees ist aber ja auch meist ein Fünkchen...
Was die Faszination der Filme ausmacht, naja ich denke das ist wirklich einfach die Entführung in eine heile Welt. Der Ort wäre austauschbar. Früher war es das Traumschiff oder ähnliches. Heute ist eben Schweden modern. Aber so schlimm finde ich das gar nicht. Ich habe mir auch schon Schund (wenn auch teils anderen) angesehen nur um mich zu entspannen und irgendwelchem Ärger oder Stress zu entziehen. Da meine Schwiegereltern Schweden lieben, schauen sie gerne die Filme an. Meine Schwiegermutter glaubt, glaube ich, schon ein bisserl, dass es hier so ist. Aber eigentlich geht es mehr um die Landschaft, zumindest für meinen Schwiegervater. Und die ist ja echt.
Aber warum soll man nicht auch so einen Film anschauen? Er bedient doch die Sehnsüchte nach Liebe, Schönheit, Spaß...
Ich kann das gut nachvollziehen. Allerdings würde das für mich mit den Filmen nicht funktionieren, mit der Entspannung. Es war aber einfach mal lustig zu sehen wie viele sich Schweden vorstellen. Ich glaube aber, dass meine Schwiegereltern ein klein wenig genervt waren, weil wir alles kommentieren mussten, vor allem, wenn es absolut so nicht sein kann :)
So eine Bäckerei wie damals in dem Film habe ich in Schweden noch nie nie nie gesehen. Das was dem am allernächsten kommt ist hier in Västerås und die Frau ist ganz schön beschäftigt und das sieht gar nicht so romantisch aus. Solche Brote würde auch kein mir bekannter Schwede kaufen, so wie sie da im Regal lagen, wie vom deutschen WOchenmarkt. Knusprig mit Mehl bestäubt *hm lecker*. Jetzt bin ich vor lauter Brot wieder vom Thema ab... sorry. Brot ist echt mein Ding :)

Liebe Grüße
Wiebke

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Re: "Bullerbü-Syndrom" der Deutschen

Beitragvon Sápmi » 24. Juni 2008 21:02

Imrhien hat geschrieben:Aber warum soll man nicht auch so einen Film anschauen? Er bedient doch die Sehnsüchte nach Liebe, Schönheit, Spaß...


Ööhm, diese Sehnsüchte sehen bei mir ein bisschen anders aus... :wink:
Aber Schund angucken kann schon auch ganz witzig sein, hast schon Recht. :D
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Re: "Bullerbü-Syndrom" der Deutschen

Beitragvon amarok » 24. Juni 2008 21:08

Sápmi hat geschrieben:Aha, jetzt wird's spannend. Vielleicht irgendwo in Lappland?


Der Padjelanta Nationalpark.
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Re: "Bullerbü-Syndrom" der Deutschen

Beitragvon Imrhien » 24. Juni 2008 21:12

Hehe, ich habe ja auch gesagt, dass das nicht meine Filme zum Entspannen sind. :)
Aber mal ehrlich, fast jeder hat so sein Mittel (oft für andere Schund) mit dem er entspannt. Der Eine liesst Liebesromane (igittigitt), der andere schaut diese Schnulzfilme an. Ich habe halt Remington Steel rauf und runter geschaut bis ich jeder Folge auswendig kannte. Oder Agentin mit Herz. Wenn das nicht Schund war, dann weiss ich auch nicht mehr... Ein Colt für alle Fälle ist ja wenigstens noch Kult :)
Aber manche stehen halt lieber auf solche Heileweltszenarien. SOll mir recht sein. Nur einen Nachteil hat es, die Leute daheim denken noch mehr, dass ich im Paradies lebe und glauben mir nicht, dass schwedische Uhren ebenfalls ticken und Wasser hier auch nicht mehr als 100°C hat wenns kocht. Und dass ich kaum Schweden kenne die überhaupt groß kochen, gehen doch alle zum Lunch...

Grüße
Wiebke

Sabine

Re: "Bullerbü-Syndrom" der Deutschen

Beitragvon Sabine » 24. Juni 2008 21:24

Ein weiterer Grund für mich "Komissar Beck" zu sehen! :D
Natürlich lässt man sich gerne auch mal einlullen(ich muß immer "Emil" sehen!!!
Aber die ganzen Inga Lindströms....uääh..
Es ist doch auch ein zutiefst menschliches Verlangen nach Friede-Freude-Eierkuchen zu suchen.Wem's gefällt.
Davon spreche ich mich davon auch nicht frei.
Und immer wenn ich zu Nisse und Sonja komme(die übrigens fast genauso wohnen wie in Katthult)freue ich mich zu sehen,das bei aller Arbeit auf dem Hof und im Wald doch noch genügend Zeit für Mußestunden am See bleibt.


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