Braucht man in Schweden eine Notstromversorgung

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Braucht man in Schweden eine Notstromversorgung

Beitragvon Alandur » 24. September 2014 09:24

Hejsan :)

Ich habe gehört, dass in Schweden des öfteren mal der Strom ausfällt. Nicht nur für ein paar Stunden, sondern ggf. auch mal ein paar Tage. Nun ist es ja so, dass die Pumpe für den Brunnen und die Pellet-Heizung ohne Strom keinen Mucks machen. Darum habe ich überlegt, wie sinnvoll es ist, sich eine Notstromversorgung zuzulegen.

Ein Bekannter hat mir seine USV angeboten (Endress 4500 ese Silent).

Jetzt die spannende Frage: Ist das überhaupt sinnvoll? Oder sind das nur alte Geschichten, von Leuten, die eigentlich noch nie in Schweden gelebt haben? Wie sind eure Erfahrungen?

Vielen Dank für eure Antworten und noch eine schöne Woche :)

:danke:

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Gottfried
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Re: Braucht man in Schweden eine Notstromversorgung

Beitragvon Gottfried » 24. September 2014 10:28

Hallo Thomas,
je nach Gegend ist das sehr zu empfehlen. In der Nähe der großen Bahnlinien sind die Stromausfälle überschaubar, aber weit ab davon…. Naja. Ich kenne bei jedem nennenswertem Gewitter Bild Stromausfälle. Das war normal. Dauer sehr unterschiedlich. Und—alle Verbraucher vom Netz trennen! Sonst wird es teuer.
Umfangreichere und nasse Schneefälle führen auch öfters zu stunden bis tagelangen Stromausfällen.
Ach und nicht zu vergessen: der Rekord liegt bei Sturmschäden, da waren wir schon über eine Woche stromlos….
Also wir hatten eine „stromlose“ Notversorgung mit Holzofen, Holzherd und „Brauchwasser“ für die WC-Spülung mit Eimer ( :D :D :D ) , eine Zisterne mit Trinkwasser und Handpumpe und 100 Kerzen….
Also ich würde es machen…….. VG

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Re: Braucht man in Schweden eine Notstromversorgung

Beitragvon Petergillarsverige » 24. September 2014 12:17

Ich kann dir gerne eine super Notstromversorgung auf der Basis von Brennstoffzellen vermitteln, ganz uneigennützig. :D

So mit ab 18.000 Euro bist du dabei. Dafür ist eine Woche Überbrückung im kW Bereich kein Problem. Sauber, umweltfreundlich, zuverlässig und vor allem leise.

Bedenke: Historisch und weltweit gesehen ist die Verfügbarkeit von Strom die absolute Ausnahme.
Ansonsten sind Stromausfälle wichtig. Es geht da so eine Story herum, dass 9 Monate nach einem Stromausfall die Entbindungskliniken in New York überfüllt waren. :lol: :lol: :lol: :lol:
Schweden ist nicht nur ein schönes Land - das ist ein Virus!

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Re: Braucht man in Schweden eine Notstromversorgung

Beitragvon Alandur » 24. September 2014 12:37

Danke für die Hinweise. Ich habe mir die Brennstoffzellentechnik angesehen. Sehr interessant, jedoch preislich noch inakzeptabel. Da sind Benzin- bzw. Dieselstromgeneratoren doch etwas leichter verfügbar. :danke:

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Re: Braucht man in Schweden eine Notstromversorgung

Beitragvon Rallaren » 24. September 2014 14:33

Als zu meinem Haus noch Luftleitungen fuehrten hatte ich öfter mit Stromasufällen, auch tagelangen, zu tun. Nun liegen vielfach Erdleitungen, auch zu meinem Haus, und bisher hatte ich, auch im letzten Herbststurm Ende Oktober, keinen Stromausfall.
Wie sieht das bei Dir aus? Was sagen Deine Nachbarn?

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Re: Braucht man in Schweden eine Notstromversorgung

Beitragvon Alandur » 24. September 2014 15:29

@Rallaren

Danke für die Info. Ich habe noch kein Haus in Schweden, beabsichtige aber in ein paar Jahren überzusiedeln. Derzeit sammeln wir halt Informationen, bereiten uns vor und sprechen mit Leuten. Und bei einem Gespräch wurde mir eben dieser Notstromgenerator angeboten. Da wollte ich mal hören, wie die Erfahrungen der Menschen sind, die tatsächlich in Schweden leben :)

Also, nochmals Danke und noch eine schöne Woche.

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Re: Braucht man in Schweden eine Notstromversorgung

Beitragvon EuraGerhard » 24. September 2014 15:58

Hallo,

die "Energimarknadsinspektion" in Schweden führt Statistiken über Anzahl und Häufigkeit von Stromausfällen: Klick mich!

Daraus geht hervor, dass die mittlere Ausfallzeit pro Stromkunde in den dünn besiedelten Gebieten ("Glesbygd") um ein Vielfaches höher ist als in den dichter besiedelten Gebieten. Sobald Du also weißt, wo genau Du hinziehen wirst, kannst Du Dich dort informieren und dann die Entscheidung treffen. Auf keinen Fall macht es Sinn, jetzt schon ein Notstromaggregat zu kaufen.

Wir wohnen recht ländlich, aber doch nur ca. 10 km vom Stadtzentrum von Uppsala entfernt. Deshalb, und weil unser Haus selbst für schwedische Neubau-Verhältnisse außergewöhnlich gut wärmegedämmt ist, haben wir uns entschieden, zunächst auf jegliche Notstromlösung zu verzichten.

MfG
Gerhard

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Re: Braucht man in Schweden eine Notstromversorgung

Beitragvon Alandur » 24. September 2014 16:41

@EuraGerhard:

Vielen Dank! Das war mal wirklich eine hilfreiche Information. :)
Damit kann ich schon mal was anfangen und das wird auch meine Entscheidung beim Hauskauf mit beeinflussen.
Nochmals vielen, herzlichen Dank.

:danke:

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Re: Braucht man in Schweden eine Notstromversorgung

Beitragvon vibackup » 24. September 2014 19:29

EuraGerhard hat geschrieben:Wir wohnen recht ländlich, aber doch nur ca. 10 km vom Stadtzentrum von Uppsala entfernt. Deshalb, und weil unser Haus selbst für schwedische Neubau-Verhältnisse außergewöhnlich gut wärmegedämmt ist, haben wir uns entschieden, zunächst auf jegliche Notstromlösung zu verzichten.

Wir wohnen etwa genauso weit von Örebro entfernt, und haben den gleichen Schluss gezogen.
Allerdings haben wir einen Kamin, heizen können wir also.

//M

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Re: Braucht man in Schweden eine Notstromversorgung

Beitragvon Speedy » 24. September 2014 19:32

Hi,

wir hier inÄlvsered (nördl. Halland) haben fast jede Nacht einen Stromabbruch. Dauer zwischen 5 Minuten und 1/2 Std. Aber wie gesagt nur in der Nacht. Ein Versehen kann das wohl kaum sein.

Lg Erika


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