Bestimmung von Hauspreisen in Schweden

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Dirk V.
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Bestimmung von Hauspreisen in Schweden

Beitragvon Dirk V. » 13. Dezember 2018 08:47

Guten Morgen,

ich war am Wochenende kurz in Schweden und habe mir eine Haus angesehen. Ich habe die Preise der Häuser der Verkäufe in den letzten 2 Jahren rund um das Haus rausgesucht und einen Durchschnittpreis berechnet.
So bin ich auf eine Summe 450.000 bis 800.000 SEK gekommen. Am Haus muss einiges gemacht werden z.B. 80 qm Dach Wärmedämmen ca. 210.000 SEK, Stellplatz für ein Auto ca. 10.000 SEK, neue Küche ca. 50.000 SEK, der komplette Garten um das Haus und weitere Kleinigkeiten innen. Der Taxeringsvärdet für das Haus liegt bei 347.000 SEK.
Mein Angebot für das Haus wäre 600.000 SEK gewesen. Jedoch hat der Inhaber mit ein Angebot von 1.200.000 SEK gemacht (Verkauf ohne Markler). Ich finde den Preis viel zu hoch.
Wenn ich mit z.b. bei Hemnet die Preise ansehe liegen sie meist um das dopplete zum Taxeringsvärdet und etwas höher. Aber das 4fach finde ich sehr übertrieben oder?

jörgT
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Re: Bestimmung von Hauspreisen in Schweden

Beitragvon jörgT » 14. Dezember 2018 14:01

Ja, Dirk, wie Du das Haus beschreibst, ist der Preis wohl zu hoch - obwohl das schwer zu beurteilen ist, ohne das Haus gesehen zu haben. Aber so ist das, wenn Du ohne Makler kaufen willst: Der Verkäufer bestimmt den Preis und wenn der Dir nicht zusagt, zwingt Dich kein Mensch, das Objekt zu kaufen!
Fazit: Der Verkäufer bleibt darauf sitzen oder reduziert den Preis!
Es gibt in Schweden - wie in Deutschland - keine staatliche oder andere Stelle, die Immobilienpreise reguliert. Das macht allein der Markt ...
Sorry!
Jörg

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Re: Bestimmung von Hauspreisen in Schweden

Beitragvon sverige_aelg » 24. Januar 2019 10:32

Hej,

es gibt im wesentlichen 3 Merkamle, die den Preis bestimmen.
1. Die Lage
2. Die Lage und ja
3. Die Lage

Alles andere ist sehr nachrangig.
Was du meinst, im und am Haus machen zu müssen, spielt für den Verkäufer selten eine Rolle. Es sei denn, es sind existenzielle Sachen, die das Haus von Grund auf betreffen. Aber ob du denkst, dass die Küche neu muss, ist deine ganz eigene Sicht der Dinge.
I.d.R. ist es bei mir in der Umgebung bspw so, dass fast alle, die sich ein Haus kaufen (welches schon etwas älter ist) erst mal die Küche raus reissen, egal wie alt die nun ist!!?
Ich habe einige gesehen, die haben tatsächlich eine erst 1-2 Jahre alte Küche komplett erneuert.
Und ist auch ur ein Zipfelchen Wasser in der Nähe oder gar vom Tomt aus zu sehen, dann schiesst der Hauspreis gleich mal ordentlich in die Höhe. Da kann das noch so eine vergammelte Hütte sein, die auf dem Grundstück steht.
Da spielen viele Faktoren rein.
Hier wo ich wohne, ist es fast egal, in welchem Zustand das Haus ist. Grundstücksgrösse und Wohnfläche sind erstmal wichtig. Sorte der Heizung. Dann kommt die Verkehrsanbindung, Abstand zu Schule, Dagis usw.
Da sind also viele Faktoren, die du vielleicht noch gar nicht in Betracht gezogen hast.
Ein Optimist ist in der Regel ein Zeitgenosse der ungenügend informiert ist. (John B. Priestley)

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Re: Bestimmung von Hauspreisen in Schweden

Beitragvon vibackup » 6. Februar 2019 19:42

Dirk V. hat geschrieben:Jedoch hat der Inhaber mit ein Angebot von 1.200.000 SEK gemacht (Verkauf ohne Markler). Ich finde den Preis viel zu hoch.

Und wenn du ihm ein Gegenangebot von nnn SEK (was du nun für vernünftig hältst) machst?
Mach dir halt klar, was du bereit bist zu bezahlen, und verhandle dann... wäre mein Tip.
Im schlimmsten Fall kriegst du das Haus nicht, aber für 1,2 Mio willst du es ja wohl auch nicht haben, oder doch?

//M

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Dirk V.
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Re: Bestimmung von Hauspreisen in Schweden

Beitragvon Dirk V. » 18. Februar 2019 07:01

Hallo,
ich hatte das Haus noch bei Boli schätzen lassen - dort wurde ein Preis von 800.000 SEK berechnet. Auf mein Angebot von 700.000 SEK wollte er leider nicht eingehen.
Nun ja dann suche ich weiter zwischen Helsingborg und Varberg bis 100 km von der Küste.

Vielen Dank für die Antworten.
Gruß
Dirk


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