Bester Stromanbieter in Schweden ohne Atomkraft?

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Petergillarsverige
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Re: Bester Stromanbieter in Schweden ohne Atomkraft?

Beitragvon Petergillarsverige » 21. Februar 2014 21:34

Die CDU Regierung hat unser Zentrum finanziert. Jährlich zahlten die einen Zuschuss. Schulen konnten so zu uns kommen. Nachhdem die Grünen hier in BW an der Regierung sind gibt es kein Geld mehr. Deshalb wären wir pleite gegangen wenn wir nicht den Laden an eine Organisation verschenkt hätte . Dem Ministerpräsidenten hab ich geschrieben und um ein Gespräch gebeten. Er hat nicht mal geantwortet.
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Re: Bester Stromanbieter in Schweden ohne Atomkraft?

Beitragvon steve2011 » 3. März 2014 13:22

wie hoch sind den so die Strom durchschnitzkosten für ein Haus in Schweden.

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Freddy
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Re: Bester Stromanbieter in Schweden ohne Atomkraft?

Beitragvon Freddy » 3. März 2014 20:12

Das hängt von vielen Faktoren ab.

Wie groß ist das Haus, wie wird es beheizt, Isolierung und und und.

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Re: Bester Stromanbieter in Schweden ohne Atomkraft?

Beitragvon vibackup » 3. März 2014 23:57

steve2011 hat geschrieben:wie hoch sind den so die Strom durchschnitzkosten für ein Haus in Schweden.

Im Schnitt wohl so bei 20-24000 kWh/Jahr, was in etwa demselben in Kronen entspricht.
Das sind jedenfalls die Zahlen, die ich gelesen habe.
Ist aber schon was her (2005)

//M

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Re: Bester Stromanbieter in Schweden ohne Atomkraft?

Beitragvon EuraGerhard » 4. März 2014 08:42

Hallo,

unser Gesamtstromverbrauch, also inclusive allem, nicht nur Wärme, von 1. Februar 2013 bis 31. Januar 2014 waren rund 11.900 kWh.

Ist ein sehr gut isoliertes, freistehendes Einfamilienhaus, 170 m², bei Uppsala. Wärmeerzeugung erfolgt durch Erdwärmepumpe und Solarkollektoren. Keine Zusatzheizung durch Holzofen o.ä! Während etwa der Hälfte des letzten Jahres, und zwar der kälteren Hälfte, waren die Heizungs- und Lüftungssysteme aber noch nicht optimal eingestellt, ich rechne also noch mit einem gewissen Rückgang des Verbrauchs.

MfG
Gerhard

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Re: Bester Stromanbieter in Schweden ohne Atomkraft?

Beitragvon Volker » 4. März 2014 09:38

30.000 kWh hatte unser Vorbesitzer pro Jahr für ein Durchschnittshaus aus dem Jahr 1970 verbraucht. Die ungewöhnlich hohe Menge kann sich durch sein Lüftungsverhalten erklären. Im Schlafzimmer war das Fenster zu jeder Jahreszeit immer aufgekippt. Geheizt wird nur mit Strom. Wir hatten dann durch Stoßlüftung 22.000 kWh pro Jahr verbraucht. Dann bauten wir einen Kaminofen ein. Dieser beheizt die Wohnetage selbst beim strengsten Forst ohne Zuschaltung der Zentralheizung. Dadurch hatte sich der Stromverbrauch auf 12.000 kWh reduziert. Ab und zu beheizen wir noch den Keller mit Strom. Die Kosten für das Brennholz bewegen sich etwa auf 3000 Kronen pro Jahr. Wir kommen dann auf etwa 15.000 Kronen Energiekosten pro Jahr (Strom, Heizung, Brennholz, warmes Wasser).

Da offenbar die Lüftung entscheidend für ein gutes Raumklima und den Energieverbrauch ist, überlegen wir uns eine Zwangsbelüftung mit Wärmetauscher einzubauen. Später können wir uns dann immer noch für Erdwärme entscheiden.

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Re: Bester Stromanbieter in Schweden ohne Atomkraft?

Beitragvon EuraGerhard » 4. März 2014 10:05

Volker hat geschrieben:Da offenbar die Lüftung entscheidend für ein gutes Raumklima und den Energieverbrauch ist, überlegen wir uns eine Zwangsbelüftung mit Wärmetauscher einzubauen.

So etwas haben wir auch, das vergaß ich zu erwähnen. (Ist inzwischen bei Neubauten aber sowieso Pflicht.) Die Lüftung hat natürlich ihren Eigenverbrauch, aber sie erspart ein Vielfaches an Heizenergie.

MfG
Gerhard

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Re: Bester Stromanbieter in Schweden ohne Atomkraft?

Beitragvon vibackup » 4. März 2014 18:31

EuraGerhard hat geschrieben:Hallo,

unser Gesamtstromverbrauch, also inclusive allem, nicht nur Wärme, von 1. Februar 2013 bis 31. Januar 2014 waren rund 11.900 kWh.

Ja, da liegen wir auch ungefähr, ohne Sonnenkollektoren und nur mit Bergwärme.
Der Holzverbrauch ist von früher 6m3/Jahr (bei 8000 kWh/Jahr) auf jetzt unter 1 m3/Jahr gesunken.
Aber weder dein noch unser Verbrauch (4 Personen, 148 m2) liegen im Durchschnitt, denke ich.

//M

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Re: Bester Stromanbieter in Schweden ohne Atomkraft?

Beitragvon Volker » 4. März 2014 18:38

Wir sind zwei Personen und selbst im Hochsommer verbrauchen wir immer noch 800 kWh pro Monat. Das gibt mir schon Rätsel auf. Anderen geht es aber so ähnlich, wenn das Wasser nur mit Strom aufgeheizt wird.

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Re: Bester Stromanbieter in Schweden ohne Atomkraft?

Beitragvon vibackup » 4. März 2014 19:10

Volker hat geschrieben:Dadurch hatte sich der Stromverbrauch auf 12.000 kWh reduziert. Ab und zu beheizen wir noch den Keller mit Strom. Die Kosten für das Brennholz bewegen sich etwa auf 3000 Kronen pro Jahr. Wir kommen dann auf etwa 15.000 Kronen Energiekosten pro Jahr (Strom, Heizung, Brennholz, warmes Wasser).

Da offenbar die Lüftung entscheidend für ein gutes Raumklima und den Energieverbrauch ist, überlegen wir uns eine Zwangsbelüftung mit Wärmetauscher einzubauen. Später können wir uns dann immer noch für Erdwärme entscheiden.

Erdwärme würde ich mir gut überlegen; das braucht Platz, und ihr senkt euren Garten in der Klimazone um einen Schritt nach Norden. Bergwärme hat diese Nachteile nicht.
Wenn das nicht viel macht und ihr den Platz habt, spart ihr euch allerdings das Bohren und die ev Probleme mit dem Brunnen und dem Ablauf, und dass ihr ev den Lauf des Abwassers ändert...
Was bei uns offenbar einiges ausgemacht hat war der schrittweise Austausch aller Lampen gegen LED, wo man ja leicht einen Faktor von 7 gegenüber normalen Glühlampen erreicht. Am Anfang war es schwierig, richtig helle LED zu bekommen, das ist aber schrittweise leichter geworden.
Dann habe ich die alten verrotteten Abdichtungen an Türen und Fenstern erneuert; mit Maß, denn der Kamin soll ja nicht ersticken, aber dennoch.
Während dieser Maßnahmen hat man im langfristigen Verbrauch eine kontinuierliche Senkung gesehen. Bis zur Installation der Wärmepumpe.
Seitdem haben wir wieder über 10000 kWh (sehr zu meinem Leidwesen) aber eben auch im Prinzip keinen nennenswerten Holzverbrauch mehr, so dass wir unter dem Strich weniger Energie verbrauchen.
Der Kamin hat sich bei uns auch schnell bezahlt gemacht; ich will mich erinnern, dass er 55.000 skr gekostet hat, und war irgendwann zwischen drei und vier Jahren durch die gesenkten Energiekosten wieder drin.
Wenn ihr aber 3000 skr für Holz zahlt, dann liegt ihr bei 10m3/Jahr?
Oder was kostet der m3 bei euch?
Hier habe ich das zuletzt 250-300 skr geschüttet, gesägt und gespalten gezahlt; Dreimeterstämme waren deutlich billiger (ich meine, dass ich da auf 180 skr/Festmeter kam).
Dafür steckt man da dann mehr Arbeit rein... manche Stücke erinnert man dann, wenn man sie in den Ofen legt... ;-)
Wärmetauscher ist sicher eine gute Idee.
Aber oavsett: von 30000 auf 15000 skr... Donnerwetter, halbiert. Das ist nicht schlecht.
Energiemässig allerdings: von 30000 auf 12000+10*1000=22000kWh, aber immer noch nicht schlecht.
Mvh

//M


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