Bessere Wahl

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EuraGerhard
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Re: Bessere Wahl

Beitragvon EuraGerhard » 1. November 2011 14:24

Hallo!

tjejen hat geschrieben:Heutzutage muss man auch nicht mehr "auswandern", innerhalb Europas zieht man um, vielleicht einmal, vielleicht aber auch viele male.

Auch wenn das verwaltungsmäßig - dank der EU - völlig richtig ist, so ist ein Umzug in ein fremdes Land doch immer etwas Anderes als ein Umzug im eigenen Land. Als jemand, der mit beiden Arten von Umzügen reichlich Erfahrung hat, außer seinem Geburtsland Deutschland bereits in drei anderen europäischen Ländern für längere Zeit gelebt hat, und überdies derzeit den Umzug nach Land Nummer Vier (Schweden) vorbereitet, kenne ich mich ein bisschen damit aus. :wink:

Bei mir liegt das auch etwas in der Familie, die über die halbe Welt verstreut lebt.

VrethLillmans hat geschrieben:@Rüdiger, das ist schnell beantwortet:der Flair, die Lebensart (das Feeling) ist auf jeden Fall besser als hier in D, wie ich es erlebt habe.

Ich will es Dir keinesfalls ausreden. Im Gegenteil, ich halte Auslandserfahrung für sehr wertvoll und möchte meine keineswegs missen. (Auch meine Tochter möchte nach dem Abi nächstes Jahr im Ausland studieren, und ich unterstütze sie sehr dabei.)

Aber sei Dir auch dessen bewusst, dass Du während eines dreiwöchigen Aufenthaltes in einem beliebigen Ausland hauptsächlich nur die guten Seiten kennenlernen wirst. Die dunklen Seiten - und jedes Land hat seine dunklen Seiten! - lernst Du erst bei einem längeren Aufenthalt, sagen wir mal: mindestens ein Jahr, wirklich kennen. So wirst Du wahrscheinlich, egal wo Du hingehst, ziemlich bald und sehr verwundert feststellen, wie effizient, bürgernah und unbürokratisch (sic!) doch die Verwaltung, das Bankwesen etc. in Deutschland funktionieren.

Auch das Gesundheitswesen, mit dem Du bei kurzzeitigem Aufenthalt wohl kaum in Kontakt kommen wirst, ist keineswegs immer das Gelbe vom Ei.

Speziell in England macht sich auch die Klassengesellschaft immer noch recht deutlich bemerkbar. Einer meiner Brüder ist nach England ausgewandert, er kann ein Lied davon singen. Und die langen dunklen Winter in Schweden oder Kanada sind auch nicht jedermanns Sache.

Die Sprache ist immer ein vergleichsweise kleines Problem, die lernt man, wenn man sich Mühe gibt, recht schnell. (Wenn es nicht gerade japanisch ist ... :wink: )

Aber noch einmal: Wenn Du die Gelegenheit hast, Auslandserfahrung zu sammeln, dann nutze sie! Nur brich nicht gleich alle Brücken ab. Es ist wahrscheinlich gar nicht so schlecht, dass Du in der Regel erst mindestens fünf Jahre in einem EU-Land leben musst, bevor Du dort die Staatsbürgerschaft annehmen kannst.

MfG
Gerhard

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Re: Bessere Wahl

Beitragvon Pink_Panther » 2. November 2011 19:06

An dem was Tjejen geschrieben hat, ist sehr viel dran. Allerdings muß man es sich erst einmal so richtig durch den Kopf gehen lassen, was man aber oft nicht tut ;-)

Wer mit seinem Leben nicht zufrieden ist, sollte sich im Klaren sein, dass er nur vor den Problemen wegläuft. Das Schlaraffenland gibt es nicht. Man hat höchstens in den ersten Jahren eine rosarote Brille auf und macht sich selbst was vor :-)

/Paul

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Re: Bessere Wahl

Beitragvon maxfritzi » 2. November 2011 22:09

Pink_Panther hat geschrieben:Wer mit seinem Leben nicht zufrieden ist, sollte sich im Klaren sein, dass er nur vor den Problemen wegläuft.

Ob man das immer so pauschal sagen kann...:hmm:
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Re: Bessere Wahl

Beitragvon Mark » 3. November 2011 01:05

Glaube ich auch nicht Max. Verbesserung kommt nicht ohne Veränderung.

Meiner persönlichen Erfahrung nach kann ich jedem empfehlen für eine Weile im Ausland zu leben, ob man das kurz, länger oder dauerhaft macht kann man jederzeit später entscheiden. Es wäre vielleicht interessant zu erfahren warum man auswandern will, welche Motivation sich dahinter versteckt, welche Länder man schon besucht hat. Dann lassen sich vielleicht auch bessere Ratschläge und Ideen geben. Ansonsten hat tjejen weiter oben schon die perfekte Starthilfe gegeben. :)

/Mark

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Re: Bessere Wahl

Beitragvon Pink_Panther » 6. November 2011 13:01

Mark hat geschrieben:Glaube ich auch nicht Max. Verbesserung kommt nicht ohne Veränderung.

Meiner persönlichen Erfahrung nach kann ich jedem empfehlen für eine Weile im Ausland zu leben, ob man das kurz, länger oder dauerhaft macht kann man jederzeit später entscheiden. Es wäre vielleicht interessant zu erfahren warum man auswandern will, welche Motivation sich dahinter versteckt, welche Länder man schon besucht hat. Dann lassen sich vielleicht auch bessere Ratschläge und Ideen geben. Ansonsten hat tjejen weiter oben schon die perfekte Starthilfe gegeben. :)

/Mark


Veränderung wovon? Was kann man im Ausland ändern, das man nicht im Heimland ändern kann? Deine Frage nach dem Auswanderungsmotiv ist ja der Schlüssel. Was verspricht man sich von der Auswanderung? Meine Ansicht ist, dass in den allermeisten Fällen die Antwort darauf ist, dass man mit gewisse Rückschläge mit dem Heimatland in Verbindung bring (Manche sagen ja: Sch... Deutschland) und sich die Lösung dieser Probleme durch einen Wechsel des Heimatlandes erhoffen. Meiner Ansicht nach verschiebt man aber nur Probleme, bzw. tauscht sie gegeneinander aus. Damit will ich aber nicht bestreiten, dass das worauf du abstellst, durchaus eintreten kann - ein positiver Effekt durch Veränderung. Das beruht in meinen Augen dann aber eher auf einer Art Placebo-Effekt. Man gaukelt sich selbst etwas vor und fühlt sich besser. Oder man kann auch enttäuscht werden. Gerade vor dem letzteren will ich warnen. Sicherlich ist es hilfreich, wenn man - wie Du es bereits vorgeschlagen hast - sich genau im Klaren ist, warum man auswandern will, bzw, was man sich davon verspricht.

Mvh

Paul


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