Schweden Forum

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Schweden
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 Betreff des Beitrags: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 28. Januar 2009 12:06 
Schwedenfreund
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Hej,

eine unserer alten Nachbarinnen ist gestorben und wir sind gerade zur Beerdigung Ende Februar eingeladen worden.
Das finde ich ja auch ungewohnt, dass in Schweden zwischen Ableben und Beerdigung oft viele Wochen vergehen. Warum ? Muss man dafür auch erst einmal in der kö stehen ? Und was passiert bis dahin mit den Toten ?

LG
Tulipa

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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 28. Januar 2009 14:12 
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Ist das in Deutschland nicht auch so? Ich glaube mich erinnern zu können, dass es bei meiner Oma ebenfalls länger gedauert hat. Was sie in der Zwischenzeit mit den Verstorbenen machen, kann ich dir nicht sagen!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 28. Januar 2009 15:32 
Schwedenfreund
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Ich wuerde mal tippen kuehlen, sofern man auf eine Erdbestattung wartet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 28. Januar 2009 15:45 
Schwedenfreund
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..jo, die Kirchen haben einen Kuehlraum... da hat mal einer unserer Dorfbewohner 3 Monate drin gelegen, weil nicht klar war, wer den die Beerdigung bezahlen soll....

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Hälsningar från Faxälva

Tyck inte illa om att bli gammal, var glad att du fått chansen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 28. Januar 2009 17:29 
Alter Schwede
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Faxälva hat geschrieben:
..jo, die Kirchen haben einen Kuehlraum... da hat mal einer unserer Dorfbewohner 3 Monate drin gelegen, weil nicht klar war, wer den die Beerdigung bezahlen soll....



Als ob die Unterbringung im Kühlhaus nichts kosten würde :roll:

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 28. Januar 2009 20:43 
Schwedenfreund
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Hmm,
zum Glück war ich schon lange nicht mehr von so etwas näher betroffen, aber ich war sicher, dass die Bestattung in D doch etwa innerhalb einer Woche oder höchstens 10 Tagen durchgeführt wird.

Hier in Schweden liest man öfter, dass die Beerdigung nur im engsten Kreis durchgeführt wird bzw. wurde. Feuerbestattungen scheinen hingegen weniger üblich zu sein (oder kenne ich nur das Wort dafür nicht?)

LG
Tulipa

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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 28. Januar 2009 23:07 
Schweden Guru
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Such mal nach "krematering"! Das ist der Begriff für Feuerbestattungen - hier bei uns sind die echt populär ...
Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 28. Januar 2009 23:32 
Schwedenfreund
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Registriert: 19. November 2008 21:51
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Hallo Jörg,
danke für die Erklärung, werd ich mal in der Zeitung drauf achten.

Ich will mich auch nicht zu sehr mit dem Thema beschäftigen. Aber irgendwie graust es mich bei der Vorstellung, einen Bekannten oder Angehörigen wochenlang zwischengelagert in einem Kühlraum zu wissen.

Ich weiss noch, wie ich die übertragung der Beerdigung von Astrid Lindgren im Fernsehen verfolgte, so Mitte-Ende März, und gestorben ist die doch auch im Januar, und ich dachte igittigitt ...

LG
Tulipa

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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 29. Januar 2009 08:49 
Schwedenfreund
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Beiträge: 306
Wohnort: Schweden
Irgendwo habe ich gelesen, dass die Rate der Feuerbestattungen in Schweden bei 70-80% liegt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 29. Januar 2009 18:26 
In Schweden liegen die Toten oft monatelang im Kühlhaus, eine Bekannte von mir fast ein ganzes Jahr, weil ihre Angehörigen die Bestattung (Krematorium) aus logistischen Gründen nicht gebacken kriegten. Das kömmt öfter vor. - Die meisten wollen sich nach dem Tode verbrennen lassen. Ist billiger und die (kostenpflichtige) Grabpflege entfällt auch. In Schweden ist man sparsam bis in den Tod. Mit der Abwärme der Krematorien werden dann die Städte beheizt, war in Dagens Nyheter zu lesen. Das finden alle gut und ökonomisch, auch die Kirche.

Bei Erdbestattungen ist es vorgekommen, dass die Friedhofsarbeiter auf mehreren Friedhöfen bald nach dem Weggang der Trauernden mit Baggerschaufeln die Särge erstmal zerhauen haben, bevor sie Erde darüberschaufelten. Damit die Fläche darüber schön glatt und eben bleibt, auch wenn der Sarg sich mit der Zeit senkt. (Die Medien berichteten ausführlich darüber). Ne, ein sentimentales Verhältnis zu Tod und Bestattung hat man in Schweden wirklich nicht grade.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 1. Februar 2009 11:34 
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Hej Tulipa,
da du nach den Zeiten in D gefragt hast, will ich dir antworten. Wir waren gerade vor einer Woche zur Beerdigung eines nahen Verwandten.
Also ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es in D, zumindest in Berlin, bei einer Feuerbestattung auch so ca. 3-4 Wochen dauert, bis die eigentliche Beisetzung erfolgt. Das ist hier ein völlig normaler Zeitraum. Im ländlichen Bereich kenne ich für Erdbestattungen auch kürzere Zeiträume, aber in der Stadt dauert es eben länger!
Grüße Krümel


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 28. Februar 2009 21:12 
Schwedenfreund
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Hallo,
für alle, die das Thema interessiert:

Wir waren nun also auf der Beerdigung unserer Nachbarin und obwohl schon so viele Wochen vergangen sind, war es eine Sarg-Erdbestattung. Nach dem Ort der Zwischenlagerung habe ich lieber nicht gefragt, in unserer idyllischen Dorfkirche sicher nicht.

Aber sonst kann ich ausnahmsweise nur Gutes berichten: schöner Gottesdienst und vor allem hatte die Familie das sorgfältig vorbereitet und war supernett zu uns. Wir wurden dann noch mit zum Mittagessen geladen, und obwohl die einzigen Nichtverwandten, gaben sich alle Mühe, uns zu bewirten und sich mit uns zu unterhalten.

Mehrere Angehörige hielten dann noch launige Rückblick-Reden und es wurde sogar noch ein über die Verstorbene selbstgedrehter Film gezeigt. Als wir dann (hoffentlich zum angemessenen Zeitpunkt) gehen wollten, sprangen sofort die Kinder als Gastgeber auf und verabschiedeten uns geschlossen mit "bra att ha såna grannar" = gut, dass wir solche Nachbarn haben.

Na, ich will euch nicht mit dem ausführlichen Bericht langweilen, aber das gab meiner oft einsamen Schwedenseele mal so richtig Auftrieb.

LG
Tulipa

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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 28. Februar 2009 23:11 
Schweden Guru
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Beiträge: 1102
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Unsere liebe Freundin ist am 21 April 2007 gestorben.
Am 11.Mai war die Trauerfeier.
Wir waren vom 17. Mai bis 08. Juni in Schweden und hatten gehofft an der Urnenbeisetzung teilnehmen zu können.
Weit gefehlt. Die fand erst im August statt.
Ich finde das schrecklich.

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Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. (Albert Schweizer)


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 28. Februar 2009 23:18 
Schwedenfreund
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Registriert: 19. November 2008 21:51
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Wohnort: Westküste
Ja, liebe Fanny,
ich fínde das auch nach wie vor schrecklich.
Ich wollte nur schreiben, dass ich von der Feierlichkeit dann wirklich angenehm überrascht war.

LG
Tulipa

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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 4. März 2009 21:11 
Schwedenfreund
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Wohnort: Westküste
Irgendwie geht mir diese Familienfeier nicht aus dem Kopf, habe ich ja schon geschrieben, dass uns das so gut gefallen hat.

Besonders beeindruckt hat mich ein vom Sohn anlässlich des 80. Geburtstages durchgeführtes und gefilmtes Interview, das ja nun schon fast 10 Jahre zurücklag. Allerhand so Familieninternas, aber dann seine Frage:
Was denn ihr, nun rückblickend auf ihr Leben, am Wichtigsten sei ? Und sie überlegt ganz ernsthaft eine Weile und sagt dann "ja, det är väl att jag levde ett hederligt liv".

Ich habe "hederlig" extra noch mal nachgesehen: ehrlich, redlich, rechtschaffen, bieder, brav, reichlich, ansehnlich. Also: "... dass ich ein ehrliches und rechtschaffenes Leben geführt habe.

Und ich dachte, wenn ich mal 80 werde, möchte ich das auch sagen können. Oder was denkt ihr, was werdet ihr dann auf so eine Frage gern antworten ?

LG
Tulipa

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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 4. März 2009 21:26 
Alter Schwede
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Tulipa hat geschrieben:
Und ich dachte, wenn ich mal 80 werde, möchte ich das auch sagen können. Oder was denkt ihr, was werdet ihr dann auf so eine Frage gern antworten ?


Ich möchte rückblickend nichts bereuen und das Leben genossen haben. Mit allem was dazu gehört. Ich möchte sagen können, dass ich es bei meinen Kindern richtig angestellt habe und dass sie eine glückliche Kindheit und einen guten Start hatten. Ich wünsche mir, dass nichts wichtiges ungesagt bleibt.

Dass Beerdigungen so spät sind ist erstaunlich. Ich weiss grade nicht was ich davon halten soll. Einerseits finde ich das ziemlich schlecht da man so lange hingehalten wird mit seinem Abschied und der ist für viele sehr wichtig und vor allem für den Trauerprozeß wichtig. Andererseits ist es aber auch schwierig wenn man dafür zu wenig Zeit hatte und die Beerdigung zu schnell kam und man noch im Schock quasi ist. Dann ist auch nichts mit Verabschiedung. Vermutlich ist das also auch abhängig davon welcher Trauertyp man selber ist. Ich könnte es mir jedenfalls nicht vorstellen so lange zu warten und bin dankbar, dass ich es bisher auch nie musste...

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 5. März 2009 11:49 
Schwedenfreund
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Imrhien hat geschrieben:

Ich möchte rückblickend nichts bereuen und das Leben genossen haben. Mit allem was dazu gehört. Ich möchte sagen können, dass ich es bei meinen Kindern richtig angestellt habe und dass sie eine glückliche Kindheit und einen guten Start hatten. Ich wünsche mir, dass nichts wichtiges ungesagt bleibt.


Danke, liebe Wiebke, für deine Antwort. Ja, das ist - ohne das irgendwie herabzuwürdigen - eine gute und übliche Sichtweise.

Mich hat aber gerade dieses "ehrenwert" so angesprochen.
Zum ersten Mal traf ich die nun ehemalige Nachbarin, als mein Mann gerade das Haus hier gekauft hatte und selbst noch woanders arbeitete. Ich war gerade mit dem Zug angekommen und mit dem versteckten Hausschlüssel hinein und sass abends auf dem Sofa und ruhte mich aus. Da bummerte sie mit ihren fast 80 Jahren und im Dunkeln ans Fenster und fragte mich aus, was ich denn hier zu suchen hätte, ob das alles seine Richtigkeit habe...
Später dann war mein Mann wieder mal einige Tage beruflich unterwegs und dafür mein Bruder zu Besuch hier. Da kam sie auch gleich angerannt, musterte ihn kritisch und fragte mich, ob denn mein Mann nicht da sei ?

überhaupt nicht typisch schwedisch, aber vielleicht hat es mir ja auch deswegen so gefallen ...

LG
Tulipa

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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 5. März 2009 14:02 
Schwedenfreund
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Beiträge: 767
Wohnort: Insel Orust
Nun ehrenwert kann ich im weitesten Sinne noch nachvollziehen aber das Wort "rechtschaffend", mmh
aus dem Bauchgefühl heraus empfinde ich es nicht undbedingt positv belegt.
Was ist denn eigentlich rechtschaffend?
Recht schaffen? Recht schaffen für Menschen denen Unrecht angetan wird? nach dem Recht leben??

Recht schaffen...geht ja heute nicht mehr legitim, außer man sitzt in der entsprechenden Behörde 8)
Recht schaffen für andere...im Sinne von in Schutz nehmen...nun wird jeder in kleinen oder großen Rahmen machen, aber ob es jetzt den jeweiligen Mitmenschen sodermaßen aufffällt, dass sie es als Rede hervorheben?? mmh ich weiß nicht
Nach dem recht gelebt.... :wink: nun da gehen wir mal von aus, wenn nicht bliebe es wohl auch unerwähnt :wink:

ich assoziere mit diesem Wort mehr...es allen recht gemacht zu haben....und das wäre eine Eigenschaft die ich für mich persönlich nicht gerne hören würde. :roll:
Das Wort rechtschaffend symbolisiert für mich Angepaßtheit.
Wenn ich auch nicht renitänt durch Leben gehen will, möchte ich unter anderem von mir Rückblickend sagen, mich nicht über allen Maßen verbogen zu haben, um es ALLEN recht gemacht zu haben, nicht aus der Rolle gefallen zu sein und ist somit für mich nicht erstrebenswert.

Ehrenwert ist auch so ein GROSSES Wort
Ich kannte einen Menschen der verstorben ist.
Er tat sich hervor durch seine Vielfätligkeit, Kreativität, Intellegenz und Wissen, soziale Kompetenz, Engagement im diversen Bereich.
Wenn ich über diesen Menschen spreche, rede ich von Achtung und Bewunderung, ehrenwert ist mir dabei nicht in den Sinn gekommen.
Also ehrenwert ist eine Beschreibung der Superlativen.

Damit will ich natürlich in keinster Weise, das Gedenken an diese alte Damen oder die gewählten Worte herabwürdigen, aber es ist mit diesen doch mittlerweile sehr ungebräuchlichen Worte, eine ziemlich persönlcihe Auslegungssache, wie man diese Worte versteht. :wink:

Lg
Heike


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 5. März 2009 14:26 
Alter Schwede
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Beiträge: 2178
Wohnort: Järna
Was will ich mit 80 Jahren über mein Leben sagen können?? Vielleicht sowas wie:
Ich bin keinem nötigen Streit aus dem Weg gegangen, habe mein Leben so gelebt, wie ich es wollte und es mir vorbestimmt war. Ich habe geliebt und wurde geliebt, auch wenn es nie einfach war.
Ich möchte sagen können, dass ich mich niemals verloren habe, dass ich immer dafür eingestanden und eingetreten bin, was mir wichtig ist und richtig erschien. Ich habe gehasst und wurde gehasst, aber es machte mir nicht viel aus, denn ich stand über solchen Dingen.
Ich möchte sagen können, dass mein Leben zwar nicht immer einfach und leicht war, ich es aber leicht und einfach genommen habe, ich meine Träume gelebt und nicht mein Leben geträumt habe.
Ich möchte sagen können, dass ich meine Kinder zu starken Menschen und grossen Zicken erzogen habe, die sich alles zutrauen und vor nichts zurückschrecken, was das Leben ihnen auferlegt hat, und das ich bis zum Schluss mit meiner grossen Liebe verheiratet war....auch wenn unsere Ehe manchmal ein Chaos war.

Ich möchte sagen können, dass ich gelebt habe...auch wenn ich in der Geschichte der Welt keine Spuren hinterlassen habe, aber dafür in der Geschichte meiner Familie (Kindheit) immer das schwarze Schaf war und es genossen habe.

Ich möchte sagen können, dass ich bis zum Schluss die Zicke war, die ich immer gewesen bin...auch wenn es vielleicht, in den Augen anderer, kein Kompliment ist, aber dann weiss ich, dass ich für mich und meine Familie immer versucht habe, dass beste aus dem Leben zu machen.

LG JANA

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Man muss 1000 Dinge machen um zu beweisen wie toll man ist.. Aber nur einen Fehler begehen, um nichts mehr wert zu sein !


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 5. März 2009 23:37 
Schwedenfreund
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Beiträge: 665
Wohnort: Westküste
blueII hat geschrieben:

Was ist denn eigentlich rechtschaffend?

Das Wort rechtschaffend symbolisiert für mich Angepaßtheit.

aber es ist mit diesen doch mittlerweile sehr ungebräuchlichen Worte, eine ziemlich persönlcihe Auslegungssache, wie man diese Worte versteht. :wink:


Danke, liebe Heike für deine Antwort. Und schön, dass du es anders siehst als ich, u.a. deswegen habe ich das ja hier hineingestellt :)

Habe eben unten auch noch dein Kompliment an mich entdeckt, danke auch hierfür. Und es steht ja nun jedem frei, im Forum ein Thema ganz nach seinem/ihrem Geschmack anzuregen. Zumal durch anschauliche überschriften es die ja wegsortieren können, die es nicht interessiert.

Durch deine Rückmeldung zu "rechtschaffend" hatte ich jedenfalls mal wieder so ein aha-Erlebnis, wie unterschiedlich etwas ausgelegt werden kann. Deine Deutungen finde ich auch allesamt daneben (oder besser die Bedeutungen der Deutungen). Zu bieten hätte ich noch hessisch-bayerisch "recht schaffend" = tüchtig arbeitend, aber ist auch nix.

Langsam weiss ich selbst nicht, was ich ursprünglich meinte, vielleicht "anständig" ? Oder "verantwortungsvoll" ?

Vielleicht helfen meine o.a. Beispiele. Dass eine alte Dame allein im Dunkeln nicht zögert, einen vermeintlichen Einbrecher zu stellen. Dass sie eben nicht wegschaut und tut, als ginge sie alles nichts an, sondern sich wenn sie es für nötig hält, einmischt. Auch in die Moral anderer Leute (zugegebenermassen nicht mehr zeitgemäss), aber mindestens so energisch wäre sie auch bei z.B. Sauf- und Prügel- und sonstigen Gelagen eingeschritten.

Ich weiss wirklich dieses schwedische nachbarschaftliche In-Ruhe-Lassen zu schätzen und geniesse es täglich. Aber wenn dann jemand nicht immer nur wegsieht, finde ich das eben auch gut.

Und wie übersetzt man nun das altmodische Wort "hederlig" am besten ? Wohl das nächste Thema für "på svenska".
Bis dahin ist es jedenfalls eines meiner neuen Lieblingswörter :)

LG
Tulipa

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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 6. März 2009 00:34 
Hallo an Alle,
irgentwie beschäftige ich mich auch mit dem Thema. Es kommt die Zeit, wo ich auch mal in die Kiste springen muß? Was ist denn das Beste hier in Schweden. Ich will eigentlich hier in Schweden meine Ruhe finden. Auch soll es für meinen Sohn so wenig wie nur möglich Kosten.
Wer hat Möglichkeiten.
Schwedenopa oder auch Peter.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 6. März 2009 06:15 
Hej Schwedenoma,
das beste ist lange leben,ich will 100 werden, :smt006
Ich mache mir jetzt noch keine Gedanken ueber Beerdigungen,denn ich lebe.
Sollte ich sterben muessen dann ist es so und keiner kann es aendern,was ist in 40 Jahren????.
Ich meine mit 65 hat man ein Alter, da sollte man sein Leben geniessen und das machen was man will! :camping:
Mach dir bloss jetzt noch kein Kopp
gruss rollohraale


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 1. Juni 2010 16:21 
Hallo,

wir haben ein Problem und koennten jetzt wirklich Hilfe gebrauchen.

[... Thema Einäscherung ...]


Zuletzt geändert von Dietmar am 4. Juni 2010 21:57, insgesamt 1-mal geändert.
Beitrag wurde auf Wunsch des Autors wieder entfernt, nachdem das Problem gelöst wurde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 1. Juni 2010 18:24 
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Beiträge: 3143
Wohnort: Västerås
Hej Udo,

mein Beileid.

Leider habe ich nicht direkte Informationen für Dich aber ich würde an Deiner Stelle mal beim Auswärtigen Amt nachfragen. Oder direkt bei der deutschen Botschaft in Stockholm. Es gibt für diese Fälle garantiert Abläufe und vermutlich kann man dort mindestens die Infos, wenn nicht sogar Hilfe bekommen.

http://www.stockholm.diplo.de/Vertretun ... seite.html

http://www.konsularinfo.diplo.de/Vertre ... seite.html

Ich würde beim Auswärtigen Amt beginnen und dann mit der Botschaft weiter machen.

Viel Erfolg und noch einmal mein Beileid.

Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 2. Juni 2010 21:00 
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Beiträge: 214
Wohnort: NRW/Nordschweden
Hej

das mit deinen Bruder ist echt traurig .

Da er so wie ich vermute in Schweden gemeldet ist ,müsstet ihr euch mit einen Bestatter vor Ort in Verbindung setzen .

Dieser bringt alles auf dem Weg .Einäscherung etc.

die Preise kenne ich leider nicht für eine Überführung .Aber vielleicht hatte dein Bruder ja einen ADAC -Schutzbrief ,die holen ihn dann nach D zurück soviel ich weiß.So war es bei einen bekannten der in Spanien lebte und dort verstarb. Der ADAC hat in dann Heimgeholt .

Mit dem günstig und kurzfristig nach Schweden fliegen wird schwer .
Da Sundsvall auch mein Zielflughafen ist spreche ich aus Erfahrung

Schaue aber mal ob du einen Flug nach Kramfors bekommst da geht es auch schon mal günstiger .

_________________
LG
Manu


Lebe deinen Traum aber Träume nicht dein Leben


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 4. Juni 2010 21:19 
Danke für Eure Hilfe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 9. August 2010 21:10 
Es gibt in Ljungby ein Begräbnismuseum in dem Sitten und Gebräuche im 19 und 20 Jahrhundert gezeigt werden.U.a:Gegenstände,sämtliche Abläufe Traditionen und Riten.Geöffnet Juni-August Di-Fr 13-16 Uhr
http://www.svenskakyrkan.se/ljungby


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 Betreff des Beitrags: Re: Beerdigungen ?
BeitragVerfasst: 2. September 2010 13:18 
Neuling
Neuling

Registriert: 29. August 2010 15:10
Beiträge: 4
Es kommt darauf an wo in Schweden du wohnst.
Je höher und kälter desto länger dauert es mit der Beerdigung.
Wenn du in den Wintermonaten stirbst kannst du den Termin für die Bestattung zum Teil selbst festlegen,es muss nur in den gesetzlichen Rahmen passen,und es darf nicht von Oktober bis Mai liegen.Und es kommt darauf an was du für eine wünscht.hier läuft es meistens so ab.
1.im Krankenhaus wird er oder sie in ein Zimmer gelegt und die engsten familienangehörigen
können sich verabschieden.
2.danach kommt er oder sie ins institut da können sich freunde und andere verabschieden.
3.wenn erdbestattung ist kommt er oder sie in die kirche ins kühlhaus,bei feuerbestattung kommt er zurück ins krematorium,wird verbrannt und die urne kommt in die kirche bis es soweit ist.
4.die Urne,kommt auch nicht mit ins erdreich sondern wird umgefüllt in eine kiste die verfällt.
Punkt 2 kann man auch weglassen aus verschiedenen gründen...dann kommt er oder sie gleich ins krematorium.


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