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 Betreff des Beitrags: barnomsorg
BeitragVerfasst: 2. September 2010 09:04 
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Hej,
ich hab da mal ne Frage an die in Schweden lebenden, mit Kindern möglichst.
Es geht um die Kinderbetreuung. Normal hat man hier ja ein Anrecht auf allmänt förskolan, das sind dann 15 Stunden in der Woche und meist wird das ja auf 5 Tage a 3 Stunden verteilt, ohne Essen oder dergleichen. Das gilt natürlich, wenn man nicht arbeitet. Bei Arbeit oder Studium wird ja die Arbeitszeit plus Fahrtzeit gerechnet. Das Kind darf also meist länger bleiben und da Essen.
Dann gibt es, wohl nicht überall, die Möglichkeit nicht die allmänt förskolan zu nutzen, da weiss ich nicht, wie das dann heisst. Man zahlt einen Beitrag und das Kind darf dann ebenfalls 15 Stunden in der Woche in den Kindergarten. Dafür darf man dann aber an den Zeiten drehen. Es gilt dann 3 Tage a 5 Stunden und an den 3 Tagen gibt es auch Essen. Ach ja, die Ferien fallen dann auch nicht weg. Da darf das Kind dann auch die 15 Stunden in der Woche kommen. Sonst müsste es ja den kompletten Sommer daheim sein, ohne Freunde, die oft selber im Kindergarten sind.
Das nur mal als Grundverständnis. Alles soweit richtig? So hab ich es bisher hier im län verstanden und erlebt.
Wenn nun Eltern, die eigentlich berufstätig sind, ein weiteres Kind bekommen, heisst das automatisch, dass die Grösseren Kinder nur noch 15 Stunden im Kindergarten bleiben dürfen, die Eltern (einer von beiden) ist ja dann daheim mit Baby. Eigentlich logisch, für manche Kinder aber echt schlimm, da sie dann total ausgeschlossen sind, oder sich so fühlen. Wenn die Familie dann nicht mal den Beitrag zahlen kann, dann darf das Kind echt nur noch 3 Stunden am Tag und bekommt kein Essen. Also keine gemeinsamen MAhlzeiten mit Freunden. Daheim heisst das morgens mit Baby früh raus, schnell in den Kindergarten, nach dem Frühstück. Dann heim, Baby versorgen und relativ bald mit Kochen beginnen. Dann schnell wieder los, die Grossen abholen (mit etwas Pech in verschiedenen Einrichtungen) und wieder heim, dort dann Essen. Klingt nicht wirklich entspannt... Die Grossen langweilen sich darüber hinaus, wenn ihnen plötzlich die Komisar fehlen und das Baby wird nur noch umhergeschleift.
Aber man macht ja alles möglich und mit dem Beitrag kann man ja immerhin 5 Stunden für 3 Tage nutzen. Daran gewöhnen sich viele ganz gut. Klingt machbar und eigentlihc auch ganz nett, dass die Grossen wieder mehr daheim sind.

So, nun aber der Fall:
Was, wenn die Mutter (oder Pappa) schon relativ früh arbeiten wollen? Nach ein paar Wochen? Das Baby schläft viel oder eine Nachbarin oder Familie kümmert sich. Was wenn jemand schon parallel zum Baby ein Fernstudium machen möchte? Wie werden diese Stunden angerechnet? Gar nicht? Auf die 15 Stunden in der Woche drauf?
Es geht dabei nicht um Vollzeitarbeit oder auch 50%. Es geht hier um ein paar Stunden Studium und/oder Arbeit in der Woche.
Hat da jemand Erfahrungen???
Die Informationen, die hier im Umlauf sind von Kommune, Kindergarten und Eltern, sind so vielfältig und unterschiedlich... niemand blickt wirklich durch. Ich wäre nun an Beispielen interessiert wie das in anderen Kommunen gelöst wurde. Positiv oder negativ. In unserem Fall wird wohl bald ein Gespräch mit der Kommune Klarheit verschaffen aber ich hätte gerne mal mehr Beispiele, einfach um mehr durchblicken zu können.

Danke und Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: barnomsorg
BeitragVerfasst: 2. September 2010 09:31 
Hej,
das Problem kennen wir aus eigener Erfahrung, nach der Geburt meiner Tochter war es so, dass die Geschwister nicht mehr in die Fritids und in den Kindergarten nur noch 3h/Tag durften. Da das organisatorisch und fahrtechnisch und familientechnisch ein Horror gewesen wäre (unterschiedliche EInrichtungen, ausserhalb, verschiedene Schlusszeiten), blieb das Kindergartenkind fuer das Jahr zu Hause, was
ziemlich blöd war, da wir gerade nach Schweden gezogen waren, das Kind erste Kontakte geknuepft hatte, die Sprache angefangen hatte zu lernen und nun isoliert mit Babygeschwister daheim war. Unser Schulkind verlor in diesem Jahr den Freundeskreis und Anschluss an die Klassengemeinschaft, weil es um 12 abgeholt wurde, während alle anderen im Hort spielten...Nach der Geburt unseres Sohnes machte ich einen Distanskurs von zu Hause aus, aufgrund dessen "durften" die Grossen wieder im Hort/Kindergarten bleiben. Das war damals mit dem Kindergarten abgesprochen, fanden die aber ganz merkwuerdig. Der Kommune zahlten wir die Gebuehren wie gehabt. Die Konstellation entsteht ja auch, wenn man ein Au Pair anstellt oder jemand anderes auf das Baby aufpassen sollte, während die Eltern arbeiten. In unserem Kindergarten sind aktuell mehrer Muetter "daheim" mit Baby und Geschwister dind länger in der Betreuung. Zwei davon sind selbsständig und haben ihr Buero zu Hause, eine arbeitet auf Distans, wenn das Kleine schläft, eine weitere hat ein Kindermädchen. Eigentlich ja auch nicht so schwer vorstellbar, so viel wie in den ersten Monaten schlafen die Kleinen ja tagsueber nie wieder. Warum sollte man also gerade da nicht arbeiten/lernen können???
Das mit der 15h Regelung finde ich persönlich ein zu starres System, das den Kindern nicht immer gut tut. Die Dagis unserer Nachbarn ermöglich wenigstens die 3 Tage a 5h Lösung, die ich geschickter finde, weil 1. die Kinder den Kontakt zu ihren Freunden im Kindergarten leichter aufrechterhalten können und 2. bei einer Betreuung von nur 3 Stunden vormittags bei Anfahrtswegen kaum machbar sind.
Berichte doch bitte was die Kommune bei Euch dazu sagt.
Viel Erfolg!!


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 Betreff des Beitrags: Re: barnomsorg
BeitragVerfasst: 2. September 2010 10:56 
Was mir noch einfällt, nach der Geburt musste ich ein paar Wochen mit dem Baby nach D fahren, um meine Eltern zu unterstuetzen. Fuer diese Zeit beantragten wir bei der Kommune, dass die Geschwisterkinder in Schweden wieder in Kita/Hort konnten, da ja mein Mann berufstätig war und nicht föräldarledig. Die Komune stellte sich völlig quer und wir hätten laut denen getrenntes Sorgerecht beantragen muessen, da ich die anderen Kinder bei meinem Mann lasse, während ich im Ausland weile. Letztendlich haben wir das dann nur mit dem Kindergarten/Hort klären können, unsere Kommune ist zu schwerfällig und dogmatisch in Situationen die sie nicht kennt.


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 Betreff des Beitrags: Re: barnomsorg
BeitragVerfasst: 2. September 2010 18:08 
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Beiträge: 282
Wohnort: Schweden/Småland
Auf all Deine Fragen kann ich Dir nur erzählen, wie es hier ist. Es ist nämlich tatsächlich sehr unterschiedlich von Kommune zu Kommune.
Grundsätzlich gilt:
Eltern im Erziehungsurlaub - Kind darf max 15 Stunden, dh in manchen Kigas 3x 5 Std, in manchen 5x3 Std, kann innerhlab der Kommunen unterschiedlich sein sogar. In Sthlm darf man bis zu 30 Std an etlichen Stellen.

Eltern im Erziehungsurlaub gekoppelt mit Studium oder ein paar Stunden Arbeit - Du bestimmst Zeiten, musst bei Studium eventuell einen Nachweis erbringen wieviel Du studierst, darfst entsprechend bei 25% Studium das Kind nicht 100 % dahaben. So kenne ich das jedenfalls.

Allmänna förskolan ist geschaffen worden, damit alle Kinder ab 3 Jahren in den Kindergarten kommen. Ist man berufstätig werden einem einige Prozent der Abgabe abgezogen, man spart also ein kleines bisschen. Hat man das Kind nur in dieser Allmänna förskolan dann sind das 15 Std/Woche, der Kindergarten verteitl die Stunden, im allgemeinenen 3 Std täglich, keine Mahlzeiten. Es gibt einige Kommunen, wo man die Möglichkeit hat, gegen Entgelt das Kind anders dazuhaben. Das ist aber sehr individuell in den Kommunen. Solche Infos sollten aber auf den Homepagen der Kommunen zu finden sein.

Ehrlich gesagt finde ich persönlich es ganz okay, wenn Kinder nicht 30 Stunden im Kindergarten verbringen, während Mama mit Baby zu Hause ist. Es gibt zu viele Kinder, die im Grunde abgeschoben werden, die sich auch wirklich abgeschoben fühlen und das dann am Baby auslassen. Ausserdem gibt dieses auch den grossen Kindern die Chance, es mal etwas ruhiger zu nehmen. Viele Kinder verbringen sehr viele Stunden jede Woche im Kindergarten, viele bedeutend mehr, als wir Erwachsene laut Gesetz arbeiten dürfen. Daher finde ich, dass es ganz gut ist, dass der Staat da eingreift und das regelt. Leider scheint es nötig zu sein. Allerdings mag ich dieses bürokratische einteilen der 15 Stunden auch nicht, ich finde, da könnte man schon etwas flexibler sein und das etwas an die jeweiligen Familien anpassen. Ich spreche aus Erfahrung, 5x3 Stunden und 10 km einfache Fahrt zum Kindergarten ergaben in der Kombination mit Baby, dass unsere mittlere letztendlich nur etwa an 3 Tagen im Kiga war.

Es gibt oft die Möglichkeit, andere Kinder zu treffen, Kinder sind nicht zwangsläufig vom Kiga anbhängig, um Spielkameraden zu finden. Teils kann man ja Freunde der Kinder bei sich zu Hause haben und teils gibt es gerade in Grosstädten die sogenannten "öppna förskolan" oder ähnliche Aktivitäten der Gemeinde. Unseren Grossen hat das voll gereicht, sie haben erst mit 3½ und 2½ den Kiga angefangen, da wir die entscheidenden Jahre selber prägen wollten :).


Ich hoffe, ich habe Dir irgendwo helfen können, hast Du noch mehr Fragen weisst Du ja, wo ich bin ;).

Gruss
Nanna


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 Betreff des Beitrags: Re: barnomsorg
BeitragVerfasst: 2. September 2010 18:27 
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Hej Nanna,
danke. Ja, das scheint wirklich von Kommune zu Kommune anders zu sein... Daher hab ich ja noch einen Termin da ausstehen. Ich finde auch, dass die Kinder nicht den ganzen Tag in der Betreuung sein müssen, wenn die Eltern daheim sind. Aber irgendwie finde ich schon, dass es da auch Unterschiede gibt. Ich arbeite schon jetzt nur Teilzeit, damit meine Kinder nicht morgens um 7 schon dort sind und hole sie auch relativ bald nach der Arbeit ab. Manchmal muss ich noch ein paar Minuten verschnaufen, aber ich mache das schon zeitnah, so wie es ja auch gedacht ist.
Aber ich finde, dass jemand, der mit dem Baby, das ja auch wirklich gerade in den ersten Wochen viel schläft, wenn es nicht gerade ein Schreikind ist, studiert oder arbeitet, nicht dafür bestraft werden sollte.
Wenn jemand mit einem schlafenden Baby daheim genauso viel Zeit für die Grossen bekommt, wie jemand der die Zeit für Steuern zahlen und Ausbildung nutzt, dann ist das irgendwie komisch. Ich meine, ich mache das ja auch um meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, womit ich wieder mehr verdiene, mehr Steuern zahle... Ich sitze ja nicht vor dem Fernseher und lass die grossen Kinder dafür leiden. Um es mal böse auszudrücken. Ich sage jetzt auhc nicht, dass alle, die mit Baby daheim sind, das tun. Aber wenn ich tatsächlich arbeite, finde ich, dass ich diese Zeit irgendwo anerkannt bekommen muss. Oder lieg ich da sooo falsch? Es geht mir dabei gar nicht mal um jede Stunde. Aber allein mein Studium, 25% sind doch schon 10 Stunden in der Woche. Wenn ich die auf die 15 Stunden verteile, dann bleiben schon mal nur noch 5, die ich mit dem Baby hätte. Und dann will ich ja, wie gesagt, noch arbeiten. Und abends bin ich müde und unkonzentriert...
Alles unter der Voraussetzung, dass das mit dem Baby geht. Mit meiner Tochter wäre das gut gegangen, bei meinem Sohn nicht ganz so gut. Nur in geringem Umfang.
Meine Kinder sind es gewohnt im Kindergarten oder Hort zu sein, sie sind aber auch nie am Längsten da. Sie freuen sich darauf und wären echt traurig wenn sie nicht mehr dürften. Dabei geht es gar nicht mal um einen Tag oder so. Das finden sie auch toll mal daheim zu sein.
Und andere Kinder gibt es hier echt nicht... Die sind wirklich alle im Kindergarten. Nur für meine Tochter hätte ich Glück. Aber für meinen Sohn gibt es wirklich kein einziges Kind im Ort, das wir kennen.
Für öppna förskola ist er auch zu alt. Da kommen Frauen mit Kindern unter drei hin, jedenfalls hier. Ab Herbst kommen zwei Frauen mit Kindern, die so drei bis vier sind. Passt also für meine Tochter, nicht für meinen Sohn.
Mal sehen wie das wird. Ich freue mich sogar auch auf einen gemeinsamen Tag daheim. Das finde ich echt schön, gemütlich. Und ich plane da lauter schöne gemütliche Dinge zu tun, etwas mehr gemeinsame schöne Zeit.
Nur glaube ich nicht, dass mir die 15 Stunden reichen, zumal es dann sein kann, dass ich 2x fahren muss, da mein Sohn im fritids andere Zeiten hat, als sie in der förskola. Es wäre doch nett, wenn ich nicht 2x raus muss, mit dem Baby um die Beiden abzuholen. Also müsste sie schon etwas länger bleiben dürfen, damit das überhaupt passen kann.
Aber ich habe auch nicht vor sie den halben Tag abzuschieben, während ich es mir gemütlich mache.

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: barnomsorg
BeitragVerfasst: 2. September 2010 18:46 
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Registriert: 8. Januar 2008 12:10
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Wohnort: Schweden/Småland
Den Sohn wirst Du nicht im fritids haben dürfen, dort gibt es keine Regelungen für Elterrn im Erziehungsurlaub. Einen Monat nach der Entbindung darf man die noch normal haben, danach ist im Hort goodbye und die Zeiten im Kiga werden angepasst.
Dass Du 25% studierst, heisst nicht, dass Du 10 Stunden dafür im Kiga bekommst. Das ist sicherlich Verhandlungssache, aber oft braucht man mehr Zeit dafür/bekommt mehr Zeit und ist es ein guter Kiga/gute Chefin, dann lässt sich das so lösen, dass es allen zu Gute kommt.
Und nein, natürlich soll man nicht bestraft werden, weil man ein Kind bekommt ;). Aber die Wirklichkeit ist halt, dass man ständig das Baby ein- und auslädt, um Geschwister hierher und dahin zu fahren, dass lässt sich nicht vermeiden.
Wenn Du studierst/arbeitest, landest Du in der normalen Kategori, in der Du Geld nach Einkommen zahlst, und Deine Stunden so legen kannst, wie sie Dir passen. Nur wieviele Stunden Du bekommst, ist natürlich schwer zu sagen. Was steht denn bei Euch auf der Homepage der Kommune?
Genaues zu sagen ist echt schwer. Willst Du sowohl studieren als auch arbeiten und mit Baby zu Hause sein? Zeit für Babyzeit bekommst Du jedenfalls nicht, wenn Du studierst/arbeitest. Denn dann werden die Stunden, die Du für Arbeit/Studium als Zeit im Kiga gerechnet. Babyzeit bekommst Du nur, wenn Du 15 Stunden akzeptierst und während der Zeit nicht studierst oder arbeitest. Aber falls Du 20 Stunden die Woche für Studium und Arbeit brauchst, dann bekommst Du die aber nicht mehr vom Kiga. Nicht 15 Stunden extra :)
Falls ich jetzt Deine Frage richtig verstanden habe.
Nach der Erfahrung mit 3 Kindern weiss ich jedenfalls, dass ich Hut ab sage, wenn Du das alles glecihzeitig machen willst ;).
Geht der Grosse schon zur Schule? Das ist der grösste Vorteil am Landleben, hier gibt es einen gratis Schulbuss, man muss nicht selber los, falls man zu Hause ist ;).

//Nanna


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 Betreff des Beitrags: Re: barnomsorg
BeitragVerfasst: 2. September 2010 19:13 
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Hej,
bei der Kommune steht genau so viel an INformation, dass man, wenn man mit Baby daheim ist, 15 Stunden bekommt. Im fritids gibts auch was, aber ich weiss nicht wieviel. Deutlich weniger, weil da ja die Schulzeit noch gerechnet wird. Also, vielleicht 5 Stunden??? Ich weiss es nicht. Jedenfalls so doof, dass ich beide zu unterschiedlichen Zeiten bringen und abholen müsste. Das heisst dann vier mal am Tag mit Baby hin und her. :(
Und ich glaube auch echt nicht, dass das fair ist. Es ist doch ein Unterschied und wie man sieht, ich bin nicht die Einzige die das mcahen möchte.
Ja, ich möchte sowohl studieren als auch arbeiten. Ich weiss, dass das hart wird. Mein Vorteil: Ich studiere auf Distanz, kann den Kurs entsprechend strecken, wenn es nicht ganz so schnell klappt. Gemeinsamer Start und individueller Schluss. Natürlich im Rahmen, aber doch auch mal dehnbar, wenn nötig.
Weiterer Vorteil: Ein Teil der Arbeit ist medborgarskolan, Deutschkurse. Die dauern nicht so lange. In dem Fall müsste mein Mann (dann ist ja jemand daheim und die Kinder brauchen nicht deswegen im Kindergarten sein) das Baby nehmen oder aber eine Freundin kümmert sich in der Zeit, aber dann nur um das Baby, das ich ihr bringen würde. DIe Kurse mag ich sehr sehr ungern aufgeben. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir eine Pause machen, bis ich mich entsprechend fühle. Aber dann geht es weiter. Wenn ich die ausfallen lasse, suchen die eine andere Lehrerin und ich bin raus. Das ist ein Verlust, den ich mir aus verschiedenen Gründen nicht leisten kann (Geld und auch Kontakte).
Weiterer Vorteil: Ich darf die Bürozeiten steuern wie ich will. Das heisst, Menge und Einteilung sind total flexibel und offen. Ich weiss, klingt komisch, ist aber wahr. Mein Chef, die Firma sind total super in der Hinsicht. Eine Kollegin aus der gleichen Firma, anderes län, arbeitet bsp. 4 Stunden in der Woche!!! Das ist doch nicht zu viel? Und sie muss die nicht mal im Büro verbringen, wenn sie nicht kann/will. Ich arbeite jetzt schon oft von daheim und das ist nie ein Problem. Das heisst, von meinem Chef aus, kann ich von Woche zu Woche schauen wie es mir geht, dem Baby geht und so weiter und dann die Arbeitszeit anpassen. Ich kann mal ne Stunde arbeiten, dann Pause machen, weil das Baby wach geworden ist, zur öppna förskola gehen oder was auch immer mit dem Baby machen und danach wieder arbeiten, wenn es wieder schläft. Das geht aber doch nicht ebenso flexibel, wenn die Grossen auch rumspringen. Die kann ich nicht alle Stunde mal zum Schlafen ablegen... :)
Das heisst, schläft das Kind, arbeite ich. Ist es wach, kümmere ich mich um es. So weit der Plan. Wenn wir merken, dass das zu viel ist, ich das nicht schaffe oder so, dann gehen wir natürlich runter und ändern das wieder. Aber wenn ich es gar nicht erst versuche? Wie gesagt, es gibt, in allen Bereichen (ausser dem Studium) gute Gründe weshalb ich nicht ganz raus will. Da ich keinen festen Vertrag habe (einen Nachteil muss der Bürojob bei dem flexiblen netten Boss ja haben), möchte ihc nicht das Risiko eingehen, dass meine Arbeit umverteilt wird oder gar jemand anders angestellt wird. Das wäre mehr als dumm hinterher, wenn das Baby dann Kleinkind ist und im Kindergarten sein kann. Ich finde nie wieder einen solchen Job, bei dem ich Kinder und Arbeit so bequem vereinbaren kann. Meine Nachbarin sagt nicht umsonst ich hätte världens lyxjobb. Der Preis ist eben, dass ich nur Projektangestellt bin, also wenig Sicherheit habe und weniger verdiene. Dafür darf ich kommen und gehen wie es familientechnisch passt. Für mich die perfekte Lösung.
Nur die Kommune muss noch mitspielen. Denn wenn ich so viel arbeite und studiere und die Kinder dann nicht mehr als die 15 Stunden in den Kindergarten dürfen, dann wirds eng. Oder eben, wenn sie gar weniger dürfen, weil ich womöglich nicht als föräldraledig gelte. Das von Dir beschriebene Szenario, dass ich nicht beides haben kann, sondern entweder daheim bin oder als arbeitend gelte, hatte mir auch schon eine Erzieherin geschildert.
Irgendwie blick ich da nicht durch und es scheint wirklich grosse Unterschiede zu geben. Ihc geb aber nicht auf, bis die mir das von der Kommune persönlich sagen und erklären. Ich kann ja in allen Fällen nachweisen, dass ich arbeite oder studiere. Nichts ausgedachtes oder geschummeltes.

Grüsse
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: barnomsorg
BeitragVerfasst: 3. September 2010 01:57 
Wenn Du doch nachweisen kannst, dass Du arbeiten und einen Teil studieren wirst, muss das doch mit der Einrichtung zu klären sein, wie gesagt, unsere Kommune konnte damals gar nicht damit anfangen, aber der Kindergarten hat dann gruenes Licht gegeben. Das Baby hatte ich die ersten Monate auch auf Fortbildungen mit dabei, da es vormittags immer schlief. Mit der Fritids war allerdings Schluss, was wirklich schade war, denn ich hatte an drei verschiedenen Stellen unterschiedliche Abholzeiten. Von 11-14 verbrachten wir also im Auto, weil an nach Hause fahren nicht zu denken war. Mit den Schulfreunden war das auch kompliziert, ich hätte diese natuerlich mit zu uns nehmen können, aber die ganztags berufstätigen Eltern hatten auch keine Lust ihre Kinder dann um 18Uhr irgendwo ausserhalb bei uns abzuholen und gleichaltrige Kinder gibt´s hier sonst leider keine. Ich denke, bei den Voraussetzungen, die Deine Arbeit bietet hast Du gute Chancen, dass Dein Plan aufgeht und Du gleichzeitig die Zeit mit den Kindern geniessen kannst. Ist doch genial, dass Du so flexibel und von zu Hause arbeiten kannst. Leichter wird es ja auch nicht, werden die Kinder grösser, sind sie öfter krank...Wenn man das möchte, schafft man das. Ich habe mein Staatsexamen so gemacht, wie Du es schilderst, gelernt, wenn das Baby schlief oder nachts, und den Bruder um 14 Uhr abgeholt.
Sowas wie öppna förskolan oder Babycafe gibt´s bei uns hier auf´m Land leider gar nicht.
Das Modell hier sieht halt vor, dass man ein Jahr zu Hause ist und dann die Kinder Vollzeit abgibt, andere Modelle sind ungewohnt und da werden die Fröken/Kommune dann staunen. Arbeiten während sie kleiner sind und danach dafuer Teilzeit oder gar länger daheim zu bleiben ist schon sehr suspekt.


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 Betreff des Beitrags: Re: barnomsorg
BeitragVerfasst: 4. September 2010 09:52 
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Beiträge: 3143
Wohnort: Västerås
Hej,
ja das habe ich auch so erlebt, dass alles was von der Norm abweicht, erst mal suspekt ist. Möchte man länger als ein Jahr daheim sein mit dem Kind und danach nicht voll arbeiten, wird man oft gefragt wieso. Oder manche denken, dass der Partner aber verda... gut verdienen muss. Möchte man umgekehrt aber schon arbeiten, wenn das Baby noch kein Jahr alt ist und danach trotzdem nicht Vollzeit, wird man auch schräg angeschaut. Zum Glück nicht von allen. Es scheint mir, dass ich nicht alleine bin. Allerdings sind die Fälle sehr zerstreut und daher bei den Einrichtungen nicht bekannt.
Leider kann die Einrichtung da auch überhaupt gar nichts mehr machen. Sie sind nicht unabhängig von der KOmmune. Jedenfalls ist es hier gerade so, dass die alle sehr abhängig sind und die Kommune sehr grossen Druck machen kann. Die machen also nichts mehr, oder wenig, was nicht von der Kommune abgesegnet ist. Das liegt daran, dass sie die Gelder nur so bekommen wie die Kommune ihre Regeln hat. Der Kindergarten müsste als draufzahlen. Für Personal und Essen, wenn sie mir mehr Stunden geben, als die Kommune zahlt. Das kann sich kaum noch eine Einrichtung leisten.

Wegen des fritids hab ich gefragt. Es ist hier so, dass die Kinder im Vorschuljahr noch kommen dürfen. 10 Stunden über die normala Schulzeit hinaus. Das ist also sogar toll. Dummerweise bekommt das Geschwisterkind im Kindergarten weniger, so dass man entweder bei dem Vorschulkind verzichten muss, oder nur noch im Auto unterwegs ist, mit Baby.
Aber richtig doof ist eigentlich, dass die Kinder, sobald sie in die erste Klasse kommen, nihct mehr ins fritids dürfen, wenn die Eltern als föräldraledig gemeldet sind. Das betrifft mich nicht mehr, bis dahin, denke ich mal, sind wir eh wieder im normalen Modell. Aber ein Erzieher vom fritids sagte gestern, dass das teils tragische Anwandlungen nimmt. Er kennt Kinder, die Ihr Geschwisterkind echt hassen, weil sie wegen dem nicht mehr mit Freunden spielen können. Die bleiben nämlich alle im fritids und daheim liegt nur ein Baby mit dem man nichts anfangen kann. Oder man wird zur öppna förskola mitgeschleift, wo auch nur unter dreijährige Kinder sind. Und selbst habe ich das im Bekanntenkreis ja auhc schon erlebt, dass ein Kind die Mutter fragte ob sie den Bruder nicht wieder hergeben könnten, damit sie wieder normal in den Kindergarten darf. Sie wollte einfach, wie alle anderen jeden Tag beim Essen dabei sein und nicht teilweise den Spass verpassen, weil manche Projekte halt genau dann waren, wenn sie ihren Tag ledig hatte.
Das ist dohc nicht schön für die Kinder und da spreche ich nicht mal von Ganztagsbetreuung, die ich eh nie wollte und wir nie gemacht haben, auch nicht würden. Ich hab wenns, klappt nächste Woche den Termin bei der Kommune, da werde ich genau erfahren was eigentlich genau geht. Ich liege ja zwischen zwei, von ihnen vorgesehenen Fällen. Da müssen sie sich entweder für eines entscheiden oder eine Extralösung finden. Bin gespannt, seh es aber noch recht positiv und optimistisch. Die werden sicher eine gute Lösung für uns finden. Immerhin machen sie so viel Werbung damit, dass sie immer den besten Weg gehen und die beste Möglichkeit suchen. :)

Grüße
Wiebke

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: barnomsorg
BeitragVerfasst: 4. September 2010 16:12 
Ja ja das Wohl des Kindes steht an erster Stelle, dass gilt es Ihnen klar zu machen und dass vielleicht euer Modell just in eurem Fall fuer Euch perfekt lagom wäre... :D
Schreib´wie es Euch erging, ich halte in jedem Fall die Daumen!


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