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 Betreff des Beitrags: Re: barnomsorg
BeitragVerfasst: 4. September 2010 20:24 
Hej!
Bei uns gab es damals eine Ausnahmeregelung für Kinder, die eben Kinderbetreuung aus sozialen Gründen brauchten (ist aber schon 15 Jahre her).
Kinder, die eigentlich keinen Anspruch auf Barnomsorg hatten konnten trotzdem hingehen zum : Sprachtraining oder um Freunde zu treffen, weil man eben abgelegen wohnte. Damals gab es die 15-Stundenregelung noch nicht, aber man passte die Zeiten an die Möglichkeiten der Eltern an und es durfte höchstens Halbzeit sein, also max 20 Stunden. Ich nahm das nie in Anspruch, weil mir die Herumfahrerei einfach zu stressig war und weil ich andere Mütter mit Kindern im richtigen Alter relativ nahe (Näher als der Kiga) hatte und es auch eine Offene Vorschule gab eben für solche Fälle.
Man musste zwar etwas meckern, aber die für die Barnomsorg verantwortliche Frau war sehr hilfsbereit als sie endlich begriff auf was man hinaus wollte.


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 Betreff des Beitrags: Re: barnomsorg
BeitragVerfasst: 4. September 2010 22:28 
Alter Schwede
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Danke. Ja, ich werde berichten. Irgendwie ist das wohl echt ein Unikum hier. Auch die Reaktionen von anderen Eltern sind sehr interessant. Manche verstehen das Problem, haben es selbst oder wissen wenigstens was ich meine. Andere sind völlig ungläubig und verstehen die Welt nicht. Manche verstehen auch nicht, dass ich wirklich nicht sooo viel arbeiten will. Sie glauben, dass ich mit Baby weiterhin 85% arbeiten will. Das ist aber ja wirklich nicht realistisch. Und ich will dohc gar nicht, dass die Kinder den ganzen Tag im fritids sind. Nur, dass ich nicht mehrmals am Tag hin und her fahren muss, sondern nur einmal hin oder zurück und dass die Kinder selber nicht von irgendwas ausgeschlossen sind, was sie traurig machen würde.
Aber irgendwie verstehen das echt nicht alle. Die Einen glauben, dass ich die Kinder einfach abschieben will und die anderen verstehen gar nicht wieso ich denn Arbeiten will/muss obwohl ich doch entspannt bis das Baby ein Jahr alt ist, daheim sein kann um dann wieder voll zu arbeiten. Ich glaube, gerade weil die alle voll oder fast voll arbeiten, finden die das so entspannend die ganze Zeit daheim und verstehen das nicht. Ich habe nie voll gearbeitet, wegen der Kinder. Daher fehlt mir das nicht oder ich habe umgekehrt auch nicht das Verlangen mal endlich daheim zu sein. Meine 85% errechnen sich durch verschiedene Jobs und Studium und alles ist recht flexibel machbar. Teils mach ich das natürlich auch wenn mein Mann daheim ist, abends oder am Wochenende. NIcht alle meiner Aufgaben für den Kurs, mache ich vormittags. Und wenn ich da ein Buch lesen soll, naja, dann fühlt sich das nicht als Arbeit an, ich lese auch sonst gerne. Also ist das rechnerisch Arbeit, aber gefühlt ist das Freizeit. Kein Stress für mich, will ich damit sagen.
Naja, ich melde mich mal sobald ich weiss was ich da in die Formulare eintragen muss und wieviel wir bekommen. Ich glaube sogar fast, dass das auch mit den 15 Stunden geht. Ich fänd es halt komisch und ungerecht, aber machbar. Nur will ich, vor allem als Ausländer, wissen was richtig ist. Einige sagten ich solle einfach was anderes behaupten aber das will ich nicht. Das soll schon alles seine Ordnung haben, am Ende gibt es sonst noch Ärger mit der fk oder was weiss ich.

Danke für Eure Beispiele und Tipps und Ratschläge.
Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: barnomsorg
BeitragVerfasst: 12. September 2010 17:50 
Alter Schwede
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Hej,
ich wollte mal berichten wie weit ich nun bin.
Eigentlich noch nicht sooo viel weiter.
Ich habe mit der Kommune telefoniert. Obwohl mir schriftlich (mail) gesagt wurde, dass ich einen Termin ausmachen soll, meinten sie dann telefonisch, dass sie sowas doch gar nicht machen... Naja, wir haben dann einfach telefoniert. Ist ja egel, Hauptsache, wir klären das Problem.

Jedenfalls:
Es scheint tatsächlich so zu sein, dass ich entweder oder bin. In Elternzeit oder arbeitend. Beides ist nicht verständlich für die. Versteh ich auch, klingt schon merkwürdig und kompliziert.
Wir bekommen also entweder 15 Stunden und ich mach nichts, ausser das Baby beschäftigen und wenns schläft mich selbst beschäftigen (wie auch immer). Oder aber ich sage, dass ich in der Zeit, in der das Baby schläft, lernen und arbeiten will, dann muss ich aber bei der Kommune anmelden, dass ich arbeite. Die rechnen dann aus wie viel ich arbeite, das muss ich natürlich belegen, und sagen mir dann, wie lange die Kinder in den Kindergarten, bzw. den Hort dürfen. Bestenfalls mehr als 15 Stunden, schlechtesten Falls kann es aber auch sein, dass es trotzdem nur 15 Stunden sind, weil ich mit dem Baby logischerweise nicht soooo viel arbeiten kann. Das heisst, theoretisch, mir bleibt für das Baby und mich alleine, ohne grosse Geschwister eigentlich keine Zeit mehr... Nicht wirklich gerecht, nach meinem Verständnis. Aber so sind nun mal die Regeln.
Weniger als 15 kann ich wohl aber nicht bekommen. Das wäre auch zu komisch, finde ich.
Was aber schon mal ein Vorteil ist, und den werde ich nutzen egal wie viele Stunden wir bekommen: Eine Erzieherin meinte ja, dass die Zeiten, in denen die Kinder kommen dürfen, so fest sind. Das stimmt nicht. Die Kommune meinte nun, dass ich die total flexibel legen darf, wie ich sie brauche. Das heisst, ich gebe wöchentlich einen Plan im Kindergarten ab, wenn sich was ändert. Ich kann also immerhin so arbeiten, dass sich das Ganze noch lohnt und bin nicht nur mit Kinder hin und herfahren beschäftigt.
Wie viel wir tatsächlich an barnomsorg bekommen, sehen wir wenn der Antrag durch ist, und das geht natürlich erst, wenn das Baby da ist. Ich will ja, wie gesagt, gar nicht den vollen Tag oder so. Aber statt den 15 wären 20 eine super Sache. Da kann ich nämlich die Abholzeiten besser verteilen, das heisst, ich fahre nicht doppelt, weil die Kinder in unterschiedlichen Einrichtungen (Schule und Kindergarten) sind und damit unterschiedliche Zeiten haben. Ich würde also nur einmal fahren müssen, das erleichtert es ungemein. Ach ja, das Kochen würde somit auch wegfallen, da ich das ja so legen kann, dass sie dort essen. So bliebe mir mehr Zeit mit dem Baby, denn für mich allein koch ich anders und das Baby braucht ja erst mal lange nichts Gekochtes. Also heisst es jetzt, Antrag fertig machen und dann nach der Geburt einreichen und warten. Belege von Firma und Schule, dass ich arbeite bzw. lerne, kann ich ja schon mal sammeln.

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: barnomsorg
BeitragVerfasst: 14. September 2010 13:16 
Das klingt ja schon einmal "gut". Was sie nicht kennen, gibt´s eben nicht, viel Erfolg bei der Verwirklichung Deines/Eures Vorhabens und weiterhin viel Glueck auch fuer die Schwangerschaft.


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 Betreff des Beitrags: Re: barnomsorg
BeitragVerfasst: 17. September 2010 08:41 
Alter Schwede
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Registriert: 6. Dezember 2006 11:31
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Danke.
Bin eigentlich nocht recht optimistisch, teils schon schwedisch entspannt. Es wird sich alles regeln. ;)
Immerhin hab ich einen tollen Chef und da ist schon mal mehr Flexibilität drin als normal üblich. Auch sonst denke ich, dass ich im Vorteil bin, weil ich das alles mehr oder minder von Tag zu Tag entscheiden kann. Wenn es nicht klappt, dann arbeite ich halt weniger oder gar nicht. Auch wenn ich das jetzt noch nicht mag.
Immerhin hab ich jetzt schon mal die ganzen Belege zusammen, dass ich tatsächlich von daheim aus arbeite. Der Beweis sozusagen. Aber für manche ist es trotzdem fraglich wie das gehen soll. Dass meine Arbeit so einteilbar ist, dass ich auch mal nur ne halbe Stunde zwischendurch machen kann um mich dann wieder um ein Kind zu kümmern, das verstehen nicht alle... Scheint auch wirklich schwer zu sein, der Gedanke :)

Grüße
Wiebke


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