Autorundreise u. Camping mit Hund

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flicka_0861
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Autorundreise u. Camping mit Hund

Beitragvon flicka_0861 » 8. Januar 2008 11:04

Ich möchte im Sommer mit meinem Hund nach Schweden. Geplant habe ich ca. 3 Wochen. Da ich in Skåne und Småland schon war, möchte ich möglichst in Mittelschweden beginnen und ohne Streß möglichst bis Lappland. Als Wegweiser habe ich mir "auf den Spuren Nils Holgersons" gekauft.. In der Leinenpflicht für Hunde sehe ich kein Problem. Wie ist das aber mit den Mücken und den wilden Tieren weiter im Norden. Wie ist das auf Wanderungen. Mein Hund schläft normalerweise im Auto. Ich möchte Campingplätze anfahren, auch um Leute zu treffen. Hat jemand Erfahrungen auf so einer Reise gemacht -freue mich über jeden Tip.

Dennis123
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Re: Autorundreise u. Camping mit Hund

Beitragvon Dennis123 » 8. Januar 2008 20:58

Hej,
also wir fahren seit vielen Jahren genau so wie du es beschreibst nach Schweden.
Die nötigen Einreisepapiere für den Hund sind vorausgesetzt!
Im Sommer 07 waren wir in Lappland und unser Hund fand das Klasse.
Macht aber nicht jeder mit.
Auf Campingplätzen gab es nie Probleme, Leine ist Pflicht.
Es sind sehr viele Hunde mit im Urlaub, wenn man mal genau drauf achtet.
Im Wald, im Fjäll und so weiter laufen schon mal Tiere und wenn dein Hund jagt bloß anleinen würde ich sagen, ist eh pflicht.
Wir nehmen auch nur die kurzen Überfahrten und die Tiere dürfen mit an Deck, kein Problem.
Viele Pausen sind gerade bei warmen wetter ein Muss. Unser Boarder Collie ist aber ein sehr fiter Geselle und der Retriever freut sich über " das Badeland" schlechthin.

Bei weiteren Fragen stehe ich gern zur Verfügung, auch in diesem Sommer sind wir wieder im Norden unterwegs.
Grüße von der Nordsee

nobse

Re: Autorundreise u. Camping mit Hund

Beitragvon nobse » 8. Januar 2008 22:46

"Null Problemo"

Wir fahren mit zwei "Deutschkurzhaar -Labrador". Auf den südlichen Cämpingplätzen ,die ziemlich beengt sind,weil voll, musst du schon die Leine nehmen , aber weiter oben , fragen wir die paar Nachbarn ,ob sie Angst vor Hunden haben , stellen die Hunde vor und meistens ist damit auch alles geklärt.
Ansonsten leinen wir die Hunde nie an und hatten noch nie Probleme. Im Gegenteil, in einem Wolfsgebiet hatten die Hunde soviel Angst , die sind uns nicht von der Seite gewichen...
Wir lasssen sie auch nicht gerne auf Parkplätzen ihr Geschäft machen und suchen einen kleinen Waldweg ,dann können sie abseits der Straße sich ihrer Probleme leinenlos entledigen.

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flicka_0861
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Re: Autorundreise u. Camping mit Hund

Beitragvon flicka_0861 » 9. Januar 2008 09:45

Vielen Dank für die Tips, das macht mir schonmal Mut. Sind die Mücken auch kein Problem?
Die ganze Einreisegeschichte habe ich schon machen lassen, Ausweis, Chip etc.
Es ist also auch möglich mit den Hunden zu baden?, da könnte ich sie nämlich nicht an der Leine lassen, sie schwimmt nicht neben mir her.
Hattet ihr ein Verzeichnis von Tierärzten? Zu Hause brauchen wir keinen, im Urlaub weiß man ja nicht.
Viele Grüße
Chris

Dennis123
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Re: Autorundreise u. Camping mit Hund

Beitragvon Dennis123 » 9. Januar 2008 22:21

Bei unseren Reisen fahren wir oft nur mit Zelt, oder gehen mit Hund auch mal 2- 3- Tage auf die Wanderschaft. Mücken sind da, nur ganz merkwürdig, so in der waren es unheimlich viele, aber nach einer Zeit von ca.1-2 Std. waren sie wie weg geblasen.
Die Hunde heben wir dann im Vorzelt, oder wenn man im Fjäll mal unterwegs ist, auch schon mal mit im Zelt.
Das ist auf jeden Fall angenehmer für die Tiere.
Schwimmen kann ein Hund wenn er will in jedem See auch ohne Leine.
Meinte nur wenn ein Hund gern jagt, isses besser ihn anzuleinen. Unsere sind da sehr drauf aus Wild aufzuspüren, und das muss ja nicht sein.
Ansonsten sind nach unserer Erfahrung die Menschen im Norden sehr Hundefreundlich.
Viele Grüße

nobse

Re: Autorundreise u. Camping mit Hund

Beitragvon nobse » 9. Januar 2008 23:27

Ach so, die Mücken habe ich vergessen. Sie gehören zu Skandinavien wie das Segel zur Dschunke.Sie sind wichtig und stehen mit am Anfang der Nahrungskette.Zwar sind sie mehr als lästig für Mensch und Tier ,aber ohne sie würde die Welt anders aussehen. Sich zu schützen davor ,nur mit geeigneter Kleidung-Chemie aussichtslos .In allen Urlauben haben wir an zwei bis drei Stellen immer diese liebenswerten Naturschützer,da hilft dann aber immer nur die Flucht ,wenn du nicht den ganzen Tag eingemummt bei 30 Grad herumlaufen willst, schimpfen schon gar nicht ...Es sei denn, du hast die körpereigenen Abwehrstoffe wie die Sami.
Für den inneren Raum im Womo oder Wowa gibt es aber ein hervorragendes Mittel , welches wie unsere Räucherkerzen zu Weihnachten riecht. Innerhalb von Minuten hast du den ganzen Inneraum frei von Insekten und hast Ruhe vor ihnen. Räucherkerze angezündet- Fenster leicht geöffnet - warten - Fenster zu und Ruhe .

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Re: Autorundreise u. Camping mit Hund

Beitragvon flicka_0861 » 10. Januar 2008 10:25

Mit Euren Tips ist mir schon sehr geholfen - Vielen Dank!
Es gibt ja für Tiere so Nahrungsergänzungsmittel wegen der Mücken, auf jeden Fall werde ich das mal testen. Der Mensch kann sich ja immer irgendwie helfen, denke ich. Sind jemandem beim Übernachten im Zelt oder Auto schon Elche o. ä. begegnet? Ich habe sie nur im Zoo und aus dem Bus am Waldrand gesehen. So freue ich mich schon auf schöne Wanderungen und vielleicht ein paar Begegnungen.
Wenn ihr mir auch noch einen oder mehrere Buchtipps geben könnt, wäre ich auch sehr dankbar. Ich hab verschiedene aus der Bibo, scheint mir aber alles ziemlich oberflächlich um meine Tour damit vorzubereiten.
Hejdå
:flagge:

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Re: Autorundreise u. Camping mit Hund

Beitragvon Skogstroll » 10. Januar 2008 12:57

Mit den Mücken kann man Glück oder Pech haben, und das hängt stark vom Wetter im Mai (weiter südlich wahrscheinlich April) ab. Sind diese Monate warm und trocken und hat es im Winter auch noch wenig geschneit, dann trocknen die Feuchtgebiete ziemlich schnell ab und man trifft im Sommer kaum eine Mücke. War der Winter aber schneereich und ist der Mai dann noch kühl und feucht, bleibt man im Sommer besser drinnen.

Ein Rentier kann übrigens pro Woche einen Liter Blut verlieren - an die Mücken. Das ideale Beutetier der Mücke ist aber der Mensch: Er ist gross, langsam und unbehaart. Allerdings können wir uns besser verteidigen.
Abraten würde ich von chemischen Keulen aller Art, die sind für Menschen nur wenig weniger schädlich als für Mücken. Darunter fallen auch die verbreiteten Räucherspiralen. Es gibt auch Verdampfer (elektrisch oder mit einer Gaspatrone betrieben), die recht wirksam sind, aber in geschlossenen Räumen schnell Kopfschmerzen und Übelkeit hervorrufen können, besonders die, die nicht als Repellent, sondern als Mückenkiller arbeiten.

Letztes Jahr ist hier ein Mittel namens "Mygg A" samt einer Variante namens "Mygg A natural" auf den Markt gekommen. Davor würde ich warnen. Das Mittel ist sehr wirksam, aber nach ein paar Anwendungen hat meine Haut verrückt gespielt.

Gute Erfahrungen haben wir mit "Näckens myggolja" gemacht, einer Mischung ätherischer Öle, die nicht nur harmlos ist, sondern auch noch gut riecht. Nicht ganz so effektiv wie die chemische Keule, aber doch wirksam und auch für kleine Kinder geeignet. Es wird aber nur in kleinem Umfang hergestellt und meist über Museen oder Touristenshops vertrieben, im Handel ist es nicht zu bekommen.

Wenn es ganz schlimm kommt, gibt es auch Hüte mit einer Art Tasche obendrauf. Darin ist ein Mückennetz, das man nach unten über den Kopf ziehen kann. Darunter kann man dann den Tierchen die Zunge rausstrecken...

Skogstroll


P.S.: Auch die Samen haben keine körpereigenen Abwehrstoffe. Sie lassen sich einfach nur stechen. Nach einiger Zeit reagiert der Körper kaum noch und die Stiche sind nach einer Viertelstunde verschwunden. Das funktioniert auch bei Mitteleuropäern, die bringen nur meist nicht den erforderlichen Gleichmut auf.

P.P.S.: Der liebe Gott hat die Mücken über Lappland geschickt, damit es sich nie mit dem Paradies vergleichen könne...

nobse

Re: Autorundreise u. Camping mit Hund

Beitragvon nobse » 10. Januar 2008 13:16

Mit den körpereigenen Abwehrstoffen bin ich mir nicht so sicher. Als Kind waren wir schwrz vor Mücke beim Angeln , wir haben uns auch einfach stechen lassen und nicht gekratzt.Es könnte sein , dass der Körper im Kindesalter irgendwelche Geruchsstoffe ausbildet ,damit nicht so viele Mücken angelockt werden. Gravierend ist der Unterschied zwische Land - und Stadtbevölkerung.Ich kann das Abens beim Grillen schon gar nicht mehr hören,."Ihr habt aber viel Mücken!"

Dies alles hilft aber nicht in Skandinavien,weil es ganz andere Arten sind. Oberste Gebot aber ist,nicht Kratzen. Übrigens ,sehr gut ist Hundespeichel.

Storstadstjej

Re: Autorundreise u. Camping mit Hund

Beitragvon Storstadstjej » 10. Januar 2008 14:07

nobse hat geschrieben:Übrigens ,sehr gut ist Hundespeichel.


Das kann ich bestätigen, vielleicht sollte ich nächsten Sommer meinen Hund als "private Therapie" anbieten. Einmal Mückenstichlecken 50 SEK ;-)


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