Autolackierer in Schweden (kl. Gesellenbrief)

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skyline85gtr
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Autolackierer in Schweden (kl. Gesellenbrief)

Beitragvon skyline85gtr » 13. August 2012 00:01

Hallo, Ich wollte mal fragen wie es Berufstechnisch für Autolackierer in Schweden Aussieht. bei Den Stellenangeboten der Vermittlung hier in D ist sogut wie nichts zu entnehmen.

Und hätte da noch eine Frage: wie sieht es aus wenn man sich dort mit nem kleinen Gesellenbrief, was keiner wirklichen fertigen Ausbildung entspricht bewirbt ?

Falls es noch Interessiert warum ich diese nicht ganz Fertig machen konnte. Nein ich war nicht zu Faul wie die meisten! ich würde von meinem AG Regelrecht Rausgebuht. man hat Abmahnungen von mir gefälscht, diese beim Arbeitsgericht vorgelegt, und weitere Kriminelle Handlungen machten das Arbeiten dort unmöglich. Und ich habe 3 Prozesse Gewonnen, und eine Abfindung von 6000 Euro Erhalten. Es würde als Startkapital in schlechten Zeiten auf jeden Fall helfen.

Mein Berufschul Zeugniss ist Überdurchschnittlich gut und durchaus vorzeige wert, aber ich habe wie gesagt nur das vom ersten Lehrjahr. Ich habe versucht in D meine Ausbildung weiter zu machen, aber mich hat trotzt intensiver suche keine Firma mehr genommen...

Ich bin jetzt 26 musste 2 mal meine Ausbildung wiederholen, mein leben ist hier in D ein einziger Scherben haufen und ich habe das Gefühl das mich das Pech hier verfolgt. Meine freundin hat mich verlassen, meine Arbeitstelle ist weg, und derzeit habe ich hier so viele Private Probleme das ich schon fast heulen könnte..

Also wie sieht es aus. kann ich mich mit nem Guten Arbeitzeugniss ( was ich Einklagen musste ) und nem Guten Berufschul zeugniss Bewerben, oder sieht es eher düster wie ne Abgrochene Ausbildung aus. mann muss dazu sagen das ich 3 Jahre Berufserfahrung habe, da ich vorher als Helfer gearbeitet habe.

Ich will nicht blauäugig und unvorbereitet Fahren, deswegen ist alles was ich aufnehmen und lesen kann hier Gold wert. allerdings findet man so spezielle sachen nicht mal eben im Netz,

Deswegen würdet ihr mir auf jeden fall schon Super weiter Helfen.

Vielen dank schonmal im vorraus !

Kling
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Re: Autolackierer in Schweden (kl. Gesellenbrief)

Beitragvon Kling » 13. August 2012 17:42

Was ich jetzt so auf der Seite des schwedischen Arbeitsamtes sehen könnte sind es nur 8 Stellen fuer diesen Beruf und sie möchten jemanden haben mit abgeschlossener Ausbildung und Erfahrung.
Ohne Ausbildung ist es auch hier einen Jobb zu finden. Oft findet man dann nur "Handlangerjobbs" oder Aushilfsjobb. Leider gibt es da keinen grossen Unterschied zu deutschland. Zu dem solltest du auch die Sprache können und vorallem die Fachausdruecke fuer diesen Beruf.
Warst du denn schon mal in Schweden?
Kannst du die Sprache?

Und ohne ausreichende eigene Mittel ( 6000 Euro reichen da nicht aus) bekommst du ohne einen Jobb hier in Schweden keine Personennummer und die ist wichtig.

Leider kann ich dir nicht so positive Sachen sagen.

annie
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Re: Autolackierer in Schweden (kl. Gesellenbrief)

Beitragvon annie » 13. August 2012 20:41

Moin kleiner Gesellenbrief,

eigentlich ist es hier völlig wurscht, was Du fuer einen deutschen "Brief" hast.
Wenn Du Dein Handwerk kannst und die Möglichkeit findest, das zu präsentieren, interessiert hier keinen Dein deutscher Status.
Das Problem besteht "nur" darin, bis zur Vorfuehrung zu kommen.
Ohne schwedisch, auch holprig, null Chance im Handwerk.
Auch wenn Du gebeutelt wurdest - durchhalten, weitermachen, vieleicht auch schwedisch lernen.

Ohren hoch und viel Glueck wuenscht Dir Andreas, der seit 13 Jahren sich hier handwerklich betätigt

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Re: Autolackierer in Schweden (kl. Gesellenbrief)

Beitragvon skyline85gtr » 13. August 2012 21:25

Nächste Woche fängt mein Schwedisch Kurs an. Die Frage besteht für mich nicht ob, sondern wann. Ich Hatte mir die nächsten 6 Monate als Ziel gesetzt. Ich kann leider nicht 1 Wort schwedisch, aber ich will mich in den Nächsten 6 Monaten Intensiv darauf vorbereiten. Ich habe Mir auch ein Schwedisch Computer Kurs Gekauft, den ich jetzt die Tage, wenn ich es Installiert habe, auch Nutzen werde..

Mir Würde Auch ein Anderer Vieleicht ungelernter Beruf ausreichen, bis ich die Sprache Sehr gut behersche. Englisch Spreche ich leider auch nur auf der ebene, das ich mich verständigen kann was ich möchte. In einem Bewerbungsgespräch würde ich mich niemals trauen englisch zu sprechen.

Eine gute Freundin von mir ist aber schon ab Dezember in Stockholm, sie war dort auch nie in ihren Leben gewesen, und geht da ganz Optimstich mit 400 Euro im Gepäck hin.Sie Wohnt derzeit in Irland, und hat die Hürde in einem neuen Land arbeit zu finden, und Wohnung, mehrmals ohne Probleme Gepackt.allerdings spricht sie perfektes englisch.

Wenn ich mit ihr Telefoniere Heisst es immer: ich soll mir nicht Soviele sorgen und Gedanken machen, das wird schon.Ich frage mich wie es solche menschen geben kann, die sich ohne Gedanken in ein anderes Land aufmachen, und dort erfolgreich durchsetzen können.

Ich sehe es auch immer wieder im fernsehen. 500 Euro im Gepäck und weg. wahrscheinlich kennt man Nichtmals vor der fahrt die Zuständige Arbeitsvermittlung. Wie machen diese Leute das ?

Mein Ziel ist es nicht dort, ein Besseres leben mit Ganz viel Geld usw. zu führen.mein Ziel ist: Dort zu überleben. Den alles was mich weg von D bringt und dem Ganzen Privaten Stress ist schon ein besseres leben auch ohne Geld oder wenig mit nem Hilfsjob. Meine Ziele, und vieleicht Sorgenfreiere/Zukunftsplanung werde ich nach meiner Integration in die Hand nehmen.

Ein vorteil ist: die gute freundin von mir ist Schon im Dezember in Schweden, sodass auch meine Unterkunft gesichert währe.

Gibt es in Schweden soetwas wie Zeitarbeitsfirmen oder dergleichen ? sowas wo man schnell arbeit findet um zu überleben, wenn es dann doch nicht klappen sollte mir der suche auf dem regulären Arbeitsmarkt.

Kling
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Re: Autolackierer in Schweden (kl. Gesellenbrief)

Beitragvon Kling » 14. August 2012 07:07

Es gibt hier auch Zeitarbeitsfirmen die heissen Bemanningsföretag. Da gibt es Manpower, Uniflex Bemanning usw. Aber da bewirbst du dich ueber deren Homepages. Das heisst du meldest dich da an und bewirbst dich dann auf Stellen. Kenne einige die es dort versuchen haben sich zu bewerben, aber leider nie eine Antwort bekommen haben. Aber es muss ja nicht bei jedem so sein.
Man muss auch bedenken, dass hier in Schweden die Arbeitslosenzahl hoch ist vorallem unter den juengeren Menschen. Du musst mit einer Zeit von bis zu einem Jahr rechnen um einen Jobb zu finden. In den grossen Städten geht es vielleicht etwas schneller. Das sind die Erfahrungen die wir gemacht haben hier.

unbekannt

Re: Autolackierer in Schweden (kl. Gesellenbrief)

Beitragvon unbekannt » 14. August 2012 10:23

skyline85gtr hat geschrieben:Ich sehe es auch immer wieder im fernsehen. 500 Euro im Gepäck und weg. wahrscheinlich kennt man Nichtmals vor der fahrt die Zuständige Arbeitsvermittlung. Wie machen diese Leute das ?


Diese Filme in der Art, wie du es angerissen hast, haben mit der Wirklichkeit eigentlich nichts zu tun. Es geht um Unterhaltung, um die Einschaltquote und damit um den nächsten Auftrag für die Filmproduktion oder das Filmteam, das wie so viele meistens um das Überleben kämpft.

Die meisten Aufnahmen sind gestellt und mehrfach geprobt. Wenn jemand in Begleitung eines Filmteams einen Job sucht, findet sich schon eine Pommesbude, die sich durch das Skektakel der Dreharbeiten etwas Werbung und Abwechslung verspricht. Je chaotischer und dümmer sich die Protagonisten anstellen, desto besser ist das für die Einschaltquote, um die sich alles dreht. Und wenn die Dreharbeiten abgewickelt sind, wirst du in der Regel im Stich gelassen, weil das Filmteam schon mit dem nächsten Projekt beschäftigt ist, es sei denn eine zweite Folge lohnt sich zu drehen. Aber irgendwann wirst du vergessen.

Das Genre nennt sich im Fachjargon "Infotainment", wobei die Vorsilbe "Info" schon zu hoch gegriffen ist.

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stavre
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Re: Autolackierer in Schweden (kl. Gesellenbrief)

Beitragvon stavre » 14. August 2012 12:55

wir hatten ja mal die von vox bei uns zum teetrinken. die waren woanders am filmen. mein sambo hörte dann irgendwann....man müsse auch "telegen" sein. :lol: :lol: :lol:

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Re: Autolackierer in Schweden (kl. Gesellenbrief)

Beitragvon Suomi » 14. August 2012 13:08

Ohne Ausbildung, gutem Schwedisch oder zumindest Englisch und ohne Kontakte wird es ganz ganz schwer werden und 400€ (oder auch 500) reichen in Stockholm vielleicht 14 Tage oder fuer die erste Monatsmiete des WG Zimmers.

Ich weiss, willst du nicht hören. Ist aber leider so.


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