Auswanderung mit besonderen Kindern

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frasimi74
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Re: Auswanderung mit besonderen Kindern

Beitragvon frasimi74 » 25. Januar 2008 11:18

Hej Jana,

wir haben gestern mit großem Interesse deinen Bericht gelesen, und das nicht nur einmal.
Wir möchten dir ein ganz großes Lob aussprechen. Simone war total begeistert und hat viele Informationen erhalten,
die uns jetzt schon weiterhelfen und vielen anderen ebenfalls absolut hilfreich sein werden.

Vielen Dank und weiterhin alles Gute

LG Frank, Simone und Teresa
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Re: Auswanderung mit besonderen Kindern

Beitragvon Aelve » 30. Januar 2008 13:10

Hej Jana,

mit großem Interesse habe ich gesehen, dass Du einen Bericht über Auswanderung mit behinderten Kindern geschrieben hast und hier veröffentlichst. Ich finde es sehr hilfreich und werde sicherlich diese Seite einigen Leuten empfehlen.
Ich weiß wie schwer es ist, an Erfahrungsberichte oder Tipps zu gelangen, wenn man ein Problem hat. Habe selber schon an mehreren Gesprächsrunden für Probleme mit Behinderungen in der Gesellschaft teilgenommen, auch dort wurde eine Mappe erstellt mit Anlaufstellen und Ratschlägen. Dein Bericht ist durch das Internet sehr vielen Interessierten zugänglich und wird vielen Übersiedlern eine große Hilfe sein.

Da ich selber jahrelang im Legasthenieverband ehrenamtlich (vier Jahre davon im Vorstand des Bundesverbandes Legasthenie) tätig war, kann ich es einschätzen, wie wertvoll Deine Hilfe vielen Eltern sein kann.

Herzliche Grüße Aelve :D

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Re: Auswanderung mit besonderen Kindern

Beitragvon janaquinn » 7. Februar 2008 06:59

Hej Zusammen,
gestern habe ich eine tolle Überraschung erlebt. Aus meinen Briefkasten hole ich einen, an mich adressierten, Brief mit einem mir unbekannten Absender aus Deutschland. Da ich, von Natur aus, sehr sehr neugierig bin, habe ich aufgemacht und gelesen.
Hier die Kurzfassung:
Eine Mama eines A-typischen Autisten, diese Form des Autismus zu erklären würde den Rahmen sprengen, hatte beim Googeln meinen Artikel gefunden und hat mich angeschrieben. Eigentlich wollte sie ihn wohl ausdrucken, was aber nicht funktioniert hat. Also hat sie meine Anschrift ausfindig gemacht und sich ein Herz genommen und mir einen Brief geschrieben.
Unglaublich! Ich hätte sowas niemals gedacht, dass ein paar Seiten helfen können und irgendwann nicht nur virtuelle Post bekomme.Allein die Tatsache, dass ich vielleicht nur ein paar Menschen damit helfen kann, ist für mich Dank genug.

LG JANA
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

Sabine

Re: Auswanderung mit besonderen Kindern

Beitragvon Sabine » 7. Februar 2008 08:07

Hej Jana,
wie schon geschieben hast Du Dir wirklich große Mühen mit Deiner Site gemacht!
Du hast ganz Recht:"Echte" Post zu bekommen ist dann noch etwas anderes.
Du wirst damit sicher vielen Leuten helfen können!Man hat als potentieller Auswanderer sowieso genug Fragen-mit besonderen Kindern viele,viele mehr.Da ist es doch schön,das Du helfen kannst!
Grüße
Sabine

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Re: Auswanderung mit besonderen Kindern

Beitragvon melange » 5. März 2011 23:49

hallo Jana,
Deine einträge sind aus 2008,abe r ich denke es wird sich nichts geändert haben.
ich bin im letzten Sommer auf deine Seiten gestoßen.
da fing ich an zu recherchieren,wie das mit " Besonderm Kind gehen kann.
allein das wort besonders ist schön.
wie kann ich nun direkt Kontakt zu dir aufnehmen.
ich ahbe erstmal die kurzen infos aufgreschnappt,mit 3 Mon.aufenthalt in Schweden usw.!!!.
Ich kann mir nur vorstellen,mich gleich in den ersten Tagen,bei den Behörden zumelden,da ich ja Hilfe brauche .
ich werde allein mit erwachsener Tochter nach schweden gehen.
und habe mir erstmal einen Urlaub im Hers´bst vorgenommen.
Ich habe mir Stocvkholm oder Umgebung vorgenommen,weil ich wie ich auch in deinen ausführungen gelesen hatte ( war letzten Oktober ,wo ich das durchgearbeitet habe )es nicht möglich ist mit unseren Kindern irgendwo im Nirgendwo zu wohnen.
Meine Tochter ist 22 J.und is tschon allein unterwegs.
Ich hoffe einfach das sich ein deutschsprechender Assistent findet,da ich jetzt erstmal einen Sprachkurs beginne und Meine Tochter keine Angst hat vor fremden Umgebungen,da wir reghelmäßig in Polen unterwegs waren usw.,aber so schnell wird das nicht klappen,bei Ihr .( :) Sprache )
Obwohl ich beim englisch auch gestaunt habe.
Also ich merke hier meine Grenzen fgür meine Tochte dazu sein,wird hier zum spießrutenlauf.
Sie sollte am liebsten ins Heim .
ich möchte das wir wirklich selbstbestimmt leben können.

wir haben hier in Berlin die wohnung verloren,weil meine Tochter eine
" Lärmbelästigung" ist.
ich bin sehr kämpferisch,was die Belange meiner tochter betrifft,aber ich möchte nicht das m. so in Angst leben muß.
Im Moment bin ich sogar im Betreuungsverfahren verwiclkelt,weil ich viel für sie tue, ist das falsch !!!???
Also gut.

Ich hätte einige Fragen,aber ich habe in Erinnerung ,das ich einen Neurologen
auf jeden Fall finden werde.
( sie ist Epileptiker,verhaltensauffällig,is tverlangdsamt).
weil ich deinen eintragen entnehmen konnte das man bei einem der ersten Termine bei der Försingkassa( ich weiß nicht ob ich jetzt das richtige meine )gleich sehr viel klären kann und das wirklich geholfen wird.
Mit ersten Anträgen usw.
Und das man schon Hilfe mit Dolmetscher bekommt.
Ich habe vor die deutsche Kirche in Stockholm zu kontaktieren,ob die helfen,damit ich erstmal kontakte finde ,damit miene Tochter nicht mit muß zu den Erstkontakten bei Behörden.
Das wäre zuviel.
Hast du einen Tip für mich.
ich will vermutlich erstmal kontkat von hier aufnehmen,dann vor Ort sein und erklären das ich allein mit Tochter da bleiben möchte usw.
bis dahin,ich klink mich demnächst einfach nochmal rein.
wenn du nicht gleich antwortest,ist das ok.
ich weiß das man seine Zeit einteilen muß,mit unseren Kindern.
Liebe Grüße :) :danke: :danke: :danke: :bisbald:
Melange

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Re: Auswanderung mit besonderen Kindern

Beitragvon Hanjo » 5. März 2011 23:58

Mit Jana kannste auch per PN oder E-Mail direkt Kontakt aufnehmen.
Gruß
Hanjo
Wer seine Träume erfüllen will, muss erst einmal aufwachen
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Re: Auswanderung mit besonderen Kindern

Beitragvon janaquinn » 6. März 2011 08:35

Hej Melange,
erstmal herzlich willkommen hier im Forum. Eine Auswanderung mit einem besonderen Kind muss sehr gut geplant und durchdacht sein, man kann sicherlich vieles vorher bereits recherchieren, aber die eigentliche Laufarbeit fängt erst im Land und erst nach Erhalt der Personnummer an.
Die Personnummer ist das wichtigste überhaupt in diesem Land, bevor du die nicht in den Händen hälst, wirst du eigentlich fast nur vor verschlossenen Türen stehen.
Vorallem bei der F-Kassan, die machen garnichts ohne diese Nummer.
1. Schritt also Skatteverket, damit ihr die Personnummer habt. Vorraussetzung ist natürlich, dass ihr eine feste Wohnanschrift in Schweden habt und entweder ein Job oder aber ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, damit ihr euch unterhalten könnt. Dies ist vorallem wichtig für Migrationsverket, wo ihr euer Aufenthaltsrecht beantragen müsst, innerhalb von 3 Monaten nach Einreise.
Den Sprachkurs bekommst du auch erst, wenn du die Personnummer hast, zumindest die kostenfreien Kurse.

Die Persönliche Assistens ist leider nicht so einfach zu bekommen. Deine Tochter muss mind. 20h/Woche Hilfe im alltäglichen Leben benötigen (Körperpflege, Kochen, Unterstützung bzw. Begleitung unterwegs ect) um die Persönliche Assistens bewilligt zu bekommen, ansonsten wird die F-Kassan komplett ablehnen. Du solltest also, wenn möglich, eine Pflegetagebuch führen, wo genau aufgeführt ist, worin und wie lange du deine Tochter unterstützen musst (Morgen-und Abendtoilette, Essen kochen und eventuell füttern und pürieren). Mein Sohn hat aktuell 3 Persönliche Assistenten, welche den Tag von 6.00-1.00 Uhr morgens abdecken, nicht berechnet werden die 6h Schulzeit, weil er dann nicht in unserer Obhut ist. Von 1.00-6.00 obliegt alles der Elternverantwortlichkeit, kann also nicht berechnet werden, obwohl gerade die Nächte wirklich hart sind.
Ob du, wenn die Assistens wirklich bewilligt wird, einen deutschen Assisenten bekommt ist nur dann gesichert, wenn die Kommune, wo ihr lebt, bzw. der private Anbieter, die jede Menge auf dem Markt vorhanden sind, auch einen solchen an der Hand hat. Persönliche Assistens ist nicht der beliebteste Job in Schweden, da meist sehr schlecht bezahlt. Auch sollte man wirklich genau hinschauen, sowohl bei den Kommunen als auch bei den privaten Firmen, wie das Auftreten ist, wie die Unterstützung ist und sich darüber im klaren sein, dass sich auf diesem Gebiet auch viele Schwarze Schafe tummeln. Zumal man auch bedingungsloses Vertrauen in diese Leute braucht, da sie oft Kinder bzw. Erwachsene Menschen betreuen, die keinerlei Sprache oder andere Kommunikationsmöglichkeiten haben.
Auch leben die meisten Menschen früher oder später entweder in einem betreuten Wohnen oder mit ihren persönlichen Assistenten in eigenen Wohnungen, je nachdem wie schwer die Behinderung ist.

Normalerweise greift in Schweden ein Rädchen ins nächste, wenn es erstmal am laufen ist, aber vieles muss man sich selbst erarbeiten, immer wieder telefonieren oder nachfragen. Ein Tolk steht dir bei den Terminen zu, allerdings gibt es da einige Dolmetscher, die sehr schlecht sind. Ich bin froh keinen mehr zu benötigen und die Termine allein wahrnehmen zu können, weil ich zu 95 % alles verstehe.
Wir sind mit unserem Sohn im Karolinska Huddinge in der Barnneurologi und sehr glücklich mit unserer Ärztin, es hat sich ein beinahe freundschaftliches Verhältnis gebildet, was sehr gut ist, denn wir müssen noch einige Jahre zusammenarbeiten. Generell sind wir mit der Betreuung im Karolinska Huddinge sehr zufrieden, Termine sind meist zeitnah zu bekommen oder werden in regelmässigen Abständen zugeschickt.

Ich kann vieles in deinen Ausführungen verstehen, auch den Wunsch für das Kind ein besseres Leben in Schweden zu haben, aber es ist nicht einfach, ganz und garnicht einfach. Auch in Schweden hat man so einige Stolperfallen, die grösste und heftigste ist einfach die Sprache, die sollte man nicht unterschätzen. So habe ich es in 4 Jahren nicht geschafft einen richtigen kompletten Sprachkurs zu durchlaufen, sondern habe, dank Sprachbegabung, mir die Sprache zu 90% selber beigebracht..einfach durch zuhören und nachquatschen. Leider habe ich grosse Wissenslücken, was die Grammatik bzw. das generelle Schreiben betrifft. Ich kann schwedisch sprechen, ohne Probleme, aber ich kann keine längeren Briefe ect. schreiben, meist reicht es für SMS oder Mail...wobei ich mir da nie sicher bin, ob sie auch verstanden werden :lol:
Uns hat der Schritt nach Schweden sehr viel gebracht, aber es hat uns auch viel Kraft, Schweiss und Tränen gekostet. Sicherlich würde ich den Schritt, mit dem heutigen Wissen, nochmals gehen, aber vieles besser planen und organisieren. Es gab Zeiten, da war ich sehr oft davor alles hinzuschmeissen und nur meine Kinder haben mir die Kraft gegeben durchzuhalten und es gab Zeiten, da habe ich alle schwedischen Behörden verfl...., vorallem die F-Kassan, die uns das Leben oft schwerer als nötig gemacht haben.

Ich will dich nicht vom Schritt nach Schweden abhalten, aber du solltest wirklich alles genau durchplanen und bloss keinen Schnellschuss machen, sonst wird es hier in Schweden vielleicht schlimmer als in Deutschland.

Wir können uns gerne im September oder Oktober, wenn du in Stockholm bist mal treffen und kennenlernen, dann kann ich dir direkt Tips geben, eventuell zu Behörden begleiten, wenn ich die Zeit dazu finde.

Grüsse JANA
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