Auswandern und eine menge Fragen dazu

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Skogstroll
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Re: Auswandern und eine menge Fragen dazu

Beitragvon Skogstroll » 14. November 2008 12:45

Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen muss ich doch noch mal ein Zitat ausgerechnet aus einem dieser vielen Auswandererfilmchen bringen. Allerdings aus einer der besseren Varianten, die sogar mal im öffentlich-rechtlichen lief.

"Man muss sich überlegen, ob wirklich das Ziel das Ziel ist oder ob nur das Weglaufen das Ziel ist."

Dem habe ich wenig bis nichts hinzuzufügen.

Skogstroll

hansbaer

Re: Auswandern und eine menge Fragen dazu

Beitragvon hansbaer » 14. November 2008 12:47

Skogstroll hat geschrieben:"Man muss sich überlegen, ob wirklich das Ziel das Ziel ist oder ob nur das Weglaufen das Ziel ist."


Ich suche schon länger nach einem Satz, der es so gut auf den Punkt bringt :-)

Chris1170
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Re: Auswandern und eine menge Fragen dazu

Beitragvon Chris1170 » 16. November 2008 14:00

hallo zusammen,
erstmal danke für die zahlreichen antworten und die tipps!

aber ich muss ein paar dinge klarstellen bzw anmerken:
@hansbaer
ja, am anfang habe ich i.d.t. die auswanderer geguckt, aber inzwischen bin ich etwas schlauer als die meisten die gescheitert sind. zumal ich mich mit dem thema schweden/norwegen/kanada schon seit rund 5 jahren beschäftige und nicht erst seit letzter woche. nur konkret ist es i.d.t. erst vor 10 wochen geworden.
du hälst es für fragwürdig D zu verlassen weil sich die bedingungen mehr und mehr verschlechtern? aus welchen grund, neben dem wetter und der allgemeinen abenteuerlust, verlässt man sonst seine heimat? wir sind alle mehr oder weniger bessere malocher und haben z.Z. auch jobs - allerdinges ohne jegliche perspektive und wenn, was hoffendlich so schnell nicht passiert, wir eben jene jobs verlieren droht uns das schicksal des leiharbeiters oder, nach 12 monaten, HARZ IV. ich weiß das in S nicht alles LALA ist und man nicht auf mich wartet - anders als in D aber bekommt man u.a. in schweden schneller eine chance sich zu beweisen. ich weiß das ich dort verda... hart arbeiten muss - mehr als die 13-16 std täglich hier aber werden es auch nicht. was die sprache betrifft: wir sind keine banker oder edv heinis sondern handwerker und am besten lernt man die sprache ja wohl immer noch wenn man die anwenden muss. zumal auch noch englisch vorhanden ist. zumal ich es mir zutraue das zuschaffen was zig millionen türken und russlanddeutsche auch geschaft haben: eine neue sprache zu lernen wenn man muss (und will)!
das mit den krabben und den bäumen war mehr als gag gedacht und keine ernsthafte alternative bw option. es sollte nur klar stellen das wir nicht glauben das an der grenze uns die jobs in den schoss fallen.

@glada
weder muss ich als LKW fahrer arbeiten noch bin ich davon überzeugt das, analog zu D, die meisten offenen stellen beim A-Amt gelistet werden.

@ janaquinn
die nummer wollen wir im frühjahr beantragen. außerdem werden wir im frühjahr, dachte ich hätte das erwähnt, nach S reisen um genau deine anmerkungen zu vermeiden - Job, Wohnung usw. da S aber etwas größer ist wollte ich eigendlich nur erfragen WO man ggf sich hin orientieren sollte und wo es recht zwecklos ist - bei uns wäre z.b. eine jobsuche in MAC-POM eher sinnfrei, im Süddeutschen aussichtsreicher

gruß chris

hansbaer

Re: Auswandern und eine menge Fragen dazu

Beitragvon hansbaer » 16. November 2008 14:38

Hallo Chris,

mir war vor allem der 1.7. höchst suspekt - daher auch meine kritische Antwort. Dieser Termin jenseits jedes realistisch machbaren Rahmens. Wenn ihr jetzt ein Knüllerjobangebot in der Tasche hättet, wäre das noch denkbar, aber ansonsten nicht.

Es ist eine urdeutsche Eigenschaft, im Wesentlichen alles erst einmal schlecht zu finden. Wie es oben erwähnt ist: das Ziel sollte nicht sein, aus Deutschland wegzugehen. Es geht ja nicht nur darum, seine wirtschaftliche Situation zu verbessern. Ihr müsst euch nicht mit Haut und Haaren schwedisieren, aber euch muss bewusst sein, dass ihr sehr viel aufgeben werdet. Die Schweden haben eine andere Lebensart und eine andere Einstellung zu vielen Dingen, und der muss man sich zu einem gewissen Grade anpassen. Das geht in sämtliche Bereiche des Alltagslebens, vom Grundsätzlichen bis zum Banalen - und glaub mir: deutsches Brot und deutsches Bier kann man manchmal sehr vermissen.
Diese Tellerwäscher-zum-Millionär-Einstellung (13-16 Stunden usw.) zeugt zwar von großer Motivation, wird in Schweden aber nicht so funktionieren - da wärt ihr mit Kanada eher richtig. Übertrieben lange Arbeitszeiten und wenig Urlaub sind entgegen den schwedischen Gepflogenheiten.
Trotz Deines Enthusiasmus fürchte ich, dass die Sprache in der nächsten Zeit zu einem Killerkriterium werden wird. An schwedischen Handwerkern mangelt es derzeit nämlich nicht, denn die wurden gerade von Volvo massenweise vor die Tür gesetzt.
Und trotz aller Tristesse im Blick auf Hartz IV, so sollte man auch noch anmerken, dass ihr in Deutschland das im Fall der Fälle immerhin bekommen würdet. In Schweden hingegen würdet ihr in der Regel keine Sozialleistungen erhalten, solange ihr nicht 5 Jahre im Land seid. Vorher ist das Aufenthaltsrecht nämlich nicht permanent, und damit ist der Aufenthalt auf 3 Monate begrenzt, wenn ihr keinen Job habt.

Bei der Personnummer musste ich ehrlich gesagt ein kleines bisschen schmunzeln. Ich glaube, Du hast da etwas falsch verstanden. Eine Personnummer kriegt man erst dann, wenn man einen Job hat, und zwar einen festen. Man muss glaubwürdig belegen können, dass man über ein Jahr lang bleiben wird. Die Absicht alleine reicht nicht, denn die Personnummer ist die Eintrittskarte ins schwedische Sozialsystem, so auch zur Krankenversicherung. Einfach hinfahren und eine Personnummer zu beantragen ist daher nicht möglich.

bjoerkebo

Re: Auswandern und eine menge Fragen dazu

Beitragvon bjoerkebo » 16. November 2008 16:23

hansbaer hat geschrieben:Bei der Personnummer musste ich ehrlich gesagt ein kleines bisschen schmunzeln. Ich glaube, Du hast da etwas falsch verstanden. Eine Personnummer kriegt man erst dann, wenn man einen Job hat, und zwar einen festen. Man muss glaubwürdig belegen können, dass man über ein Jahr lang bleiben wird. Die Absicht alleine reicht nicht, denn die Personnummer ist die Eintrittskarte ins schwedische Sozialsystem, so auch zur Krankenversicherung. Einfach hinfahren und eine Personnummer zu beantragen ist daher nicht möglich.



Das stimmt auch nicht ganz.
du must eine feste Adresse in Schweden vorweisen! Jede Kommune hat ja ein eigenes Satteverket.
Am besten mit Miet-oder Kaufvertrag. Wie du dein Einkommen erzielst ist denen erst mal egal,kann ja auch durch ein Erbe oder sonstige Einkommen sein.
Das Einkommen spielt aber beim Migrationsverket eine große Rolle.Man muss nämlich ein Mindesteinkommen im Monat sein,damit mal das Leben in Schweden bestreiten kann.

Das sind Punkte über die man sich doch genaustens informieren sollte.

Und nicht so wie letztens bei den Auswanderern in Kanada:Erst Auto,dann Wohnung,Job Fehlanzeige und Schulrecht der Kinder wußten die auch nicht wirklich wie es mit einem Touristenvirus läuft.

Sorry,das geht für mich pers. gar nicht.
Mann weiß ja nie wie es wird, aber als Erwachsener sollte man doch ein wenig weiter denken können.Gerade wenn Kinder im Spiel sind.....
Und was die Entlassungen in Schweden angeht ist es wirklich nicht wirklich leicht derzeit hier.
Volvo mach es ja vor.Somit geht es uns in Schweden lebenden nicht wirklich viel anders wie in Deutschland........das ist kein schwarzsehen,das ist Fakt und realistisch......

hansbaer

Re: Auswandern und eine menge Fragen dazu

Beitragvon hansbaer » 16. November 2008 16:37

bjoerkebo hat geschrieben:Am besten mit Miet-oder Kaufvertrag. Wie du dein Einkommen erzielst ist denen erst mal egal,kann ja auch durch ein Erbe oder sonstige Einkommen sein.
Das Einkommen spielt aber beim Migrationsverket eine große Rolle.Man muss nämlich ein Mindesteinkommen im Monat sein,damit mal das Leben in Schweden bestreiten kann.


Stimmt, hatte ich vergessen. Ja, damit Migrations- und Skatteverket das anerkennen, kann man natürlich auch ein prall gefülltes Konto vorzeigen. Ich glaube, da sprechen wir aber schon von einem fünfstelligen Eurobetrag pro Person.

Die Personnummer ist eigentlich keine wirkliche Priorität. Es ist ja nicht so, dass man sich wie bei einer Green Card darum prügeln müsste - man bekommt sie, wenn die Voraussetzungen stimmen. Der Job macht die Personnummer, nicht die Personnummer den Job.

Ja, die grobe Reihenfolge beim Auswandern ist, soweit ich das hier im Forum hier immer wieder gesehen habe:
1. Sprache lernen
2. falls man Kinder hat: schauen, welche Optionen zur Verfügung stehen und ob es überhaupt zumutbar ist
3. Job suchen
4. Wohnung suchen
5. Der restliche Bürokratiekram

glada

Re: Auswandern und eine menge Fragen dazu

Beitragvon glada » 16. November 2008 16:43

weder muss ich als LKW fahrer arbeiten noch bin ich davon überzeugt das, analog zu D, die meisten offenen stellen beim A-Amt gelistet werden.


Warum gleich so aufbrausend?, zumal ich meine Bemerkung gar nicht direkt auf dich bezogen habe.
Ich habe den Eindruck, dass du genau weißt, was du willst und was so läuft in Schweden. Bleibt also nur, dir viel Glück und Erfolg zu wünschen!

Nyckelpiga
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Re: Auswandern und eine menge Fragen dazu

Beitragvon Nyckelpiga » 16. November 2008 17:16

Bezugnehmend auf die letzte Diskussion, fand ich dein Posting Chris 1170 sehr provokativ.
Mit deiner Fragestellung hast du unsere Foris geradzu aufgefordert so zu antworten, wie sie es auch getn haben.und was als vor Ort Lebende, auch ihr gutes Recht ist.

Bedenke, sie sind vorort und kennen sich aus.
Wir sind "nur" hier...
Ich fände es schön, wenn man die Fakten nicht nur häppchenweise serviert bekommt
Das ist meine Sicht der Dinge...

Liebe Grüße Anja :smt006
:oops: (Sorry, jetzt mußte ich mal Dampf ablassen...) :oops:
Mit einem Lächeln im Gesicht geht alles gleich viel leichter ... !

blueII
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Re: Auswandern und eine menge Fragen dazu

Beitragvon blueII » 16. November 2008 20:11

ei ei , Anja :wink: :goodman:

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Re: Auswandern und eine menge Fragen dazu

Beitragvon Chris1170 » 18. November 2008 18:40

Warum gleich so aufbrausend?, zumal ich meine Bemerkung gar nicht direkt auf dich bezogen habe.
Ich habe den Eindruck, dass du genau weißt, was du willst und was so läuft in Schweden. Bleibt also nur, dir viel Glück und Erfolg zu wünschen!


hi,
das sollte eigendlich nicht aufbrausend wirken - wenn doch dann sorry dafür :smt064 allerdings hattei ch deine antwort tatsächlich so verstanden das du mich direkt damit meinst

dein eindruck, was dich nicht überraschen würde, täuscht dich doch: ich kenne schweden nartürlich nicht so gut wie andere, die dort schon leben oder gelebt haben. aber dein antwort war genau die raktion die ich schon öfter bekommen habe: "nach schweden? zum lkw fahren? das kanst du doch auch hier"! D

ich fahre aktuell hier lkw und das ist bestimmt nicht mein traumjob - weder hier noch da! für irgendwas war ich ja mal in der schule und in der ausbildung. ABER das heißt nicht das ich nicht dazu bereit wäre z.b. in S als fahrer zu arbeiten um erstmal land und leute RICHITG kennen zu lernen.

gruß


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