Auswandern und die Grosseltern

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Briefmarkensammler
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Auswandern und die Grosseltern

Beitragvon Briefmarkensammler » 26. Februar 2009 15:11

Auswandern können / dürfen?

Hej,
Ihr habt leider zu wenig von Euch preisgegeben, daher hier ein paar Fragen:
wo wohnt Ihr derzeit?
was hast Du gelernt, was machst Du beruflich?
Was hat Dein Mann gelernt, was macht er beruflich?
Ist ein fahrtüchtiges Auto vorhanden?
Welche Gegend Schwedens bevorzugt Ihr?
Wie sind die Schwedischsprachkenntnisse?
Wie ist Eurer Alter?
Habt Ihr ausreichend finanzielle Rücklagen?
Mit einer Auswanderung entzieht Ihr Euren Kindern die Großeltern! Was sagen die dazu?

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Re: Auswandern mit ALG II?

Beitragvon Stig Vox » 27. Februar 2009 16:40

[quote="Briefmarkensammler"]Auswandern können / dürfen?

..."Mit einer Auswanderung entzieht Ihr Euren Kindern die Großeltern! Was sagen die dazu?"...
ich glaube kaum, das man sein Leben nach den Großeltern ausrichten sollte.Aber in allem anderen habt ihr wohl Recht. Für die Kinder ist es auch ein Einschnitt. Wir haben es deshalb nicht getan. Jetzt können wir in Ruhe unsere Urlaube in Schweden verbringen........und unsere Kids kommen alle noch gerne mit...
Schweden ist Süperschön, aber wenn man dort schon unter Stress hinfährt ???

priscilla
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Re: Auswandern mit ALG II?

Beitragvon priscilla » 27. Februar 2009 19:03

Stig Vox hat geschrieben:Für die Kinder ist es auch ein Einschnitt.


Meinst Du damit das mit den Großeltern?

Im vorliegenden Fall handelt es sich um kleine Kinder, wenn ich das richtig mitbekommen habe.
Die Sprache wird gerade von kleinen Kindern sehr schnell aufgenommen.

Die Großeltern bekommen die Kinder dann natürlich nicht mehr so oft zu Gesicht. Da gibt es aber auch wieder Möglichkeiten via Computer. Mal abgesehen davon ist Schweden ja nun auch nicht aus der Welt.

Klar ist es eine Veränderung für die Kleinen. Aber ich glaube, daß sie schnell da hineinwachsen können.

Ich glaube daher, daß das kein Grund gegen eine Auswanderung ist.

Nichtdestotrotz muß die Auswanderung natürlich gut durchdacht und geplant sein, gerade weil hier Kinder mit dabei sind.

[quote="Briefmarkensammler"]Mit einer Auswanderung entzieht Ihr Euren Kindern die Großeltern!
Was sagen die dazu?

Jeder muß sein Leben selber leben. Man lebt nicht für die Eltern oder Großeltern, sondern für sich selber. Wenn jemand der Meinung ist, daß er/sie sich hier in Schweden ein besseres Leben aufbauen möchte, so ist das eine ganz eigene Entscheidung.

Okay, vielleicht nicht so ganz eigen. Die Interessen der Kinder schätze ich auch immer sehr hoch ein. Aber genau deshalb muß sowas ja auch gut durchdacht und geplant sein.

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Re: Auswandern mit ALG II?

Beitragvon HeikeBlekinge » 27. Februar 2009 19:10

Mit einer Auswanderung entzieht Ihr Euren Kindern die Großeltern! Was sagen die dazu?

Ich glaube daher, daß das kein Grund gegen eine Auswanderung ist.


Bei dem Satz musste ich auch sehr schlucken.
Schade, das "Briefmarkensammler" hier so relativ anonym schreibt.
Als allererstes dachte ich, dass das nur ein betroffener Opa oder Oma sein kann?!?
Man könnts ja auch umdrehen: Man entzieht den Grosseltern die Enkelkinder?

Puh - ganz schön harter Satz.
Also meine Kinder fuehlten sich jedenfalls nicht "entzogen".
Umgekehrt sicher schon.
www.lilla-koksgarden.se


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Re: Auswandern mit ALG II?

Beitragvon Imrhien » 27. Februar 2009 20:08

HeikeBlekinge hat geschrieben:Als allererstes dachte ich, dass das nur ein betroffener Opa oder Oma sein kann?!?
Man könnts ja auch umdrehen: Man entzieht den Grosseltern die Enkelkinder?


Das ist nicht mal so abwegig und auch wenn es schade ist, wenn man darüber verbittert ist, es ist ja schon verständlich. Ich glaube, dass man das nicht unterschätzen darf. So eine Auswanderung bringt mehr mit sich als man vorher erwartet. Auch, dass die Familie in Deutschland traurig ist. Auch wenn wir manchmal selber traurig darüber sind und es uns leid tut für die Großeltern, es war für uns trotzdem kein Grund es nicht zu tun und es wäre auch kein Grund wieder zurück zu gehen. So schlimm es für die Eltern und Großeltern ist, wir leben unser Leben und vermutlich werden unsere Kinder das auch mal so tun...

Grüße
Wiebke

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Re: Auswandern mit ALG II?

Beitragvon priscilla » 1. März 2009 12:05

Was ich an solchen Äußerungen immer nicht verstehe:

Als Mutter will ich besonders eins für meine Kinder, daß sie glücklich sind und es auch in der Zunkunft sind bzw. werden. Wie dieses Glücklichsein für den einzelnen nun genau aussieht, daß muß jeder für sich selber herausfinden. Das kann ich keinem meiner Kinder sagen.

Und wenn dieser Weg zum Glücklichsein nun in einer Auswanderung durch meine Kinder gesehen wird, dann ist das eben so. Dann versuche ich meine Kinder doch darin zu unterstützen, anstatt ihnen auch noch durch ein schlechtes Gewissen Steine in den Weg legen zu wollen.

rollohraale

Re: Auswandern mit ALG II?

Beitragvon rollohraale » 1. März 2009 12:24

Hej Paulajonas2,
Was bist du der Meinung deinen Kindern hier in Schweden besseres bieten zu können als in D?? Frage dich das einmal nachdem du hier viele Beiträge uebers Auswandern gelesen hast. Ich habe lange gesucht, Österreich, Holland,Norwegen,Dänemark und ich bin fuer mich mit meiner Fam uebereinsgekommen das S das schoenste Land ist.
gruss rollohraale

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Re: Auswandern mit ALG II?

Beitragvon sverigemus » 3. März 2009 16:41

Hejsan ni kära,

kann nur denjenigen, die den Standpunkt vertreten, bepflichten, dass jeder für sich selber bestimmen sollte was in seinem Leben wichtig ist. Wie oft im Leben hat man schon Dinge gemacht oder ist einen Weg gegangen, weil es die anderen von einem verlangt, vorausgesetzt haben.

Dank der neuesten Kommunikationstechnik ist das doch alles ein Klacks, was das Kontaktliegen mit den Verwanten anbelangt. Es gibt immer einen Weg, wenn man will. Kann doch auch ganz lustig sein, wenn Oma oder Opa nun auf einmal etwas Nettes in die Webcam sagen soll.

Ich war vor einem viertel Jahr fast soweit und wollte hier alles hinschmeißen und rüber nach Schweden. Recherchiere aber auch schon seit längerem und lerne schwedisch seit 3 Jahren. Mein großer Sohn hat mir nur geantwortet, dass es ihm allein nur wichtig ist, dass ich glücklich bin, selbst wenn das in Schweden sein sollte. Dann müsste er mich eben dort besuchen. Ohne dass es jetzt arrogant klingt, aber ich wusste, dass er so antworten würde. War ein schönes Gefühl.

Jeder hat das Recht sein Leben zu leben wie er will. Klar, wenn wir kleine Kinder haben tragen wir auch ´ne große Portion Verantwortung, aber das wissen die Eltern schon selber am besten und werden dem entsrechend handeln. Der ein oder andere Urlaub in Schweden vorab kann doch auch sehr schön sein. Steg för Steg, kanske?

ha det roligt

Ciao Sverigemus

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Re: Auswandern mit ALG II?

Beitragvon Tulipa » 8. März 2009 22:52

priscilla hat geschrieben:
Und wenn dieser Weg zum Glücklichsein nun in einer Auswanderung durch meine Kinder gesehen wird, dann ist das eben so. Dann versuche ich meine Kinder doch darin zu unterstützen, anstatt ihnen auch noch durch ein schlechtes Gewissen Steine in den Weg legen zu wollen.


Meine Eltern haben mich immer in jeder Hinsicht unterstützt und mir nie ein schlechtes Gewissen eingeredet. Aber mir zerreisst es fast das Herz, wenn ich sehe wie sehr sie - mittlerweile alt und krumm - an ihren Enkeln hängen und umgekehrt. Und auch, wieviel meine Kinder von alten Leuten profitieren; wieviel Zuwendung sie bekommen und was diese ihnen zeigen und erklären.

Für mich ist das durchaus ein Grund, der gegen eine "Auswanderung" spricht. Und ich kann mir auch vorstellen, dass wir gegebenenfalls deswegen zurückgehen werden.

LG
Tulipa
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Re: Auswandern mit ALG II?

Beitragvon Aelve » 9. März 2009 08:26

Hallo Tulipa,

wäre es keine Alternative für Deine Eltern, auch nach Schweden zu gehen? Wir kennen eine Familie aus dem Schwedischkurs meines Mannes, da sind die erwachsenen Kinder mit Enkelkindern nach Schweden ausgewandert und zwar beide Kinder nämlich die Tochter mit Familie und der Sohn mit Familie. Jetzt sind die Eltern auch dort hingezogen. Sie sind allerdings noch nicht so alt, so dass sie es vielleicht leichter haben, sich umzugewöhnen.
Aber wenn man eine Rente hat, dann ist man doch nicht mehr auf eine Arbeitsstelle angewiesen, das wäre doch auch ein Vorteil für Deine Eltern.
Habt Ihr schon mal in die Richtung überlegt?

Liebe Grüße Aelve :smt006
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
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