Auswandern- schwer gemacht...

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belanna
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Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon belanna » 15. Januar 2007 21:13

Hej! Ich bin Belanna, und werde mit zwei sich sträubenden Töchtern in diesem Jahr, nicht ganz freiwillig, meinem Mann ins Elch-und Wasaland folgen. Ich kann alles an Motivation gebrauchen, was es so gibt, also schreibt mir bitte Nettigkeiten! Vor allem die in bestem Bock-und Trotzalter befindliche 15-jährige macht mir Sorgen ,aber auch die willigere 11-jährige ist aufgrund einer Lernschwäche nicht unbedingt fürs Auswandern geschaffen... :roll: Richtet mich einfach ein bischen auf, moralische Unterstützung kann Wunder wirken! :)

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Re: Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon Shaka » 15. Januar 2007 21:23

Hallo!
Du suchst Anregungen, um deinen Töchtern das auswandern zu erleichtern. Wo geht es denn ungefähr hin? Südschweden oder Nordschweden oder in die Mitte?
Auf jeden Fall sind sie jetzt bestimmt die Coolsten der Schule. Wieviele wandern schon nach Schweden aus?
Gruss Shaka

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Re: Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon belanna » 15. Januar 2007 21:27

Es wird irgendwas zwischen Tingsryd und Ronneby. Also im Süden. Die finden das nicht cool! Vor allem die 15jährige mit Kumpels und Freund...uuuhhhh

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Re: Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon Auswanderer » 16. Januar 2007 19:36

belanna hat geschrieben:Es wird irgendwas zwischen Tingsryd und Ronneby. Also im Süden. Die finden das nicht cool! Vor allem die 15jährige mit Kumpels und Freund...uuuhhhh


Die Elfjährige wird bald darüber hinwegkommen. Wenn du selber
nicht ganz freiwillig gehst, dann wir deine Überzeugung kaum möglich
sein. Wenn die ältere hier bleiben will, kann sie das nicht machen?
15 ist fast erwachsen? Warum nicht mit dem Freund zusammenziehen?
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Re: Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon oka-kate » 16. Januar 2007 22:28

hej,

erstmal willkommen im forum!

@auswanderer:

mit 15 zusammen ziehen? wo lebst du denn? sag mir bitte wo das in deutschland funktionieren soll! außerdem ist es gesetzeswidrig das eine 15 jährige mit ihrem freund zusammen zieht!

grüße katja :P
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Re: Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon Auswanderer » 17. Januar 2007 00:16

oka-kate hat geschrieben:mit 15 zusammen ziehen? wo lebst du denn? sag mir bitte wo das in deutschland funktionieren soll! außerdem ist es gesetzeswidrig das eine 15 jährige mit ihrem freund zusammen zieht!


Mit Einverständnis der Eltern dürfen sie sogar heiraten. :-) Den
Kuppeleiparagraphen wurde auch vor Jahrzehnten abgeschafft.

Ich kenne einige Leute, die in einem solchen Alter, die z.B. in
Wohngemeinschaften gewohnt haben.

In diesem Fall dachte ich, der Freund wohnt noch bei seinen Eltern,
also könnte die Tochter vielleicht auch da wohnen, wenn es Platz gibt.
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Re: Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon oka-kate » 17. Januar 2007 12:06

hej auswanderer,

also ich meine sie müssten zumindest 16 jahre alt sein um mit dem einverständnis der eltern zusammen zuwohnen bzw zu heiraten. und natürlich die einschätzung des jugendamtes. nicht zu vergessen!

vi ses katja :wink:
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Re: Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon Imrhien » 17. Januar 2007 12:14

Naja, ich weiss nicht, ich finde das schon etwas gewagt mit dem ZUsammenziehen. Wer macht das denn ernsthaft? In diesem Alter sind Beziehungen oft noch nicht so gefestigt. Was wenn sie sich in ein paar Monaten nachdem die Familie in Schweden ist, trennen? Es gibt wohl 15 Jährige die alleine klar kommen und es gibt durchaus aus die Möglichkeit mit Zustimmung der ELtern hier zu leben... aber das Sorgerecht haben die Eltern und die sollten dabei sein... Schule, Arbeit, eben alles muss vom Sorgeberechtigten in Deutschland abgesegnet sein. Das kann jemand in Vertretung übernehmen... insgesamt hängt das aber eher von der betreffenden Jugendlichen ab. Ich denke sie hat da nicht so viel Wahlmöglichkeiten... Wie man sie überzeugen kann weiss ich nicht. Auch das hängt davon ab wie lange sie mit dem Freund zusammen ist und wie schnell sie Freundinnen findet. Es würde ihr sicherlich gut tun im AUsland andere Erfahrungen zu machen... ABer mal ehrlich, mit 15, das ist ein doofes Alter fürs Auswandern. Es mag Beispiele geben wo das kein Problem ist aber 15 jährige Mädchen haben in der Regel schon in Deutschland genug Probleme... Dann noch "Aussenseiter" sein weil man die Sprache noch nicht kann, das ist hart.
Wann soll es los gehen? Kann man nicht noch ein oder zwei Jahre warten? Dann könnte sie mit 17 wieder neu entscheiden. Vielleicht gibt es dann den Freund nicht mehr oder sie bleibt eben. Wie alt war die Jüngere? Ich weiss es nicht mehr, sorry.
Trotz allem, ich will DIr nicht die Hoffnung nehmen. Wenn Du es vorhast, versuch es und ich drücke fest die Daumen. Letztendlich weisst aber nur du was bei Deiner Tochter zieht. Alles materielle oder auch die schöne Natur und dass die Jungs da auch süß sind, das wirkt mit 15 eben nicht wirklich wenn sowieso erst mal alles doof ist was Erwachsene und Eltern im Speziellen so machen.

Liebe Grüße und viel Erfolg Imhrien
(die schon weg will bevor die Kinder Eingeschult werden, wenns klappt)

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Re: Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon Joerg » 17. Januar 2007 12:50

Als Vater von 2 Kindern (15 und 6) und selbst mal Kind gewesen (auch wenn einige das nicht glauben, denke ich kann ich auch meinen Senf dazugeben. Als erstes muss man bedenken (weiß ich noch wage aus eigener Erfahrung) das Jugendliche einen sehr eingeschränkten Horizont haben. Sie sehen nicht was für die Familie wichtig ist, sie sehen nur sich und ihre Probleme (und von denen hängt ja schließlich der Fortbestand der Menschheit ab :lol: ). Dir/Euch (Deinem Partner ebenso) bleibt nichts anderes als in einem Familienrat alle Beweggründe auf den Tisch zu legen. Alle für´s und wieder einbeziehen (und vor allem die Belange der Tochter nicht einfach vom Tisch fegen, sondern auch sachlich auf die Probleme eingehen. Sie muss sich ernstgenommen fühlen). Dann auf die (eure) Beweggründe kommen. Ihr habt ja bestimmt wichtige Gründe dafür, dass ihr geht. Diese betonen. Was nützt ein Freund, wenn die Familie keine Zukunft hat. Dann Alternativen aufzählen (sie kann ja ihren Freund zu Euch kommen lassen, Billigflüge gibt es ab 19€ und Ferien gibt es genug), und erklären, dass eine junge liebe soetwas auch aushalten muss. Auch hier evtl. entstehende Fragen nicht einfach vom Tisch wischen sondern besprechen. Die Tochter aber immer um eigene Vorschläge bitten (einen Vorschlag den sie macht [wenn er Euch in den Kram paßt] kann sie ja hinterher schlecht ablehnen. Hinterher alle Punkte zusammentragen und dann sollte es eine vernünftige Lösung geben. Sollte sie dann immer noch nicht wollen, dann hast Du keine andere Wahl. Dann geht es nur darum wer seinen Kopf durchsetzt. In dem Fall erklärst du ihr die Nahrungskette und ihren Platz in selbiger. Sprichst ein Machtwort (machst sie aber darauf aufmerksam das du es ja mit ihr versucht hast, aber es ihr nicht um die Sache (Wohl der Familie) geht sondern nur um sie selbst, und das kann sie nicht entscheiden sondern nur Du.
Das schreibe ich Dir nicht weil ich Oberlehrern will, sondern das sind Erfahrungen mit Jugendlichen aus meiner Zeit als Ausbildungsmeister.
Kein muss, aber evtl ein roter Faden für Dich.
Mein Sohn war schulisch ein wenig "desorientiert" und so bot ich ihm an, in der Firma in der ich bin in den Sommerferien 14 Tage zu arbeiten. Ich sprach mit einem meiner Produktionsleiterkollegen und bat um einen "sch..." Arbeitsplatz für ihn. Das Wasser sollte ihm in der Kimme kochen (darf man das so sagen?). Von 10 Arbeitstagen musste er das 8 Tage lang machen. Der war abends fertig :twisted: :twisted: . Dann, die letzten 2 Tage durfte er mit mir gehen. Workshop mit Frühstücksbuffed, Gruppengespräche mit der Mannschaft, Gleitzeit (kommen und gehen wann man will, Hauptsachen min 8 Std gearbeitet) Freitags Würstchenrunde, Sabbelrunden mit den anderen Produktionsleitern. Also Easy going. Nach den 14 Tagen erzählte ich ihm was beide Seiten verdienen (na gut, bekommen). Und fragte ihn dann wie er in Zukunft sein Geld verdienen möchte. Die Antwort ist schnell gekommen. Ihm dann zu erklären, das dies nur über Schulbildung und lernen möglich ist war kaum noch nötig. Und seit dem kommen immer recht gute Noten ins Haus. Ohne Druck von unserer Seite.

Gruß Jörg
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
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Skogstroll
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Re: Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon Skogstroll » 17. Januar 2007 13:31

Hej Belanna,

ojoj, wie soll ich Dich aufrichten wenn sich mir die Stirn kräuselt? Aber besser man duscht vorher kalt und stellt dann fest, dass das Badewasser doch wenigstens lauwarm ist.
Wie ich Dich verstehe habt Ihr wohl nicht wirklich die Wahl. Aber Eure Kinder werden wohl ein Sprachproblem bekommen. Kleine Kinder (meine Tochter war beim Umzug 5) stecken das ganz gut weg und lernen die neue Sprache wie eine zweite Muttersprache. Für grössere Kinder ist dieses Sprachfenster aber schon zu, die müssen das lernen wie wir auch eine Fremdsprache eben lernen.
Die Kinder in Deutschland zu lassen erscheint mir nicht als Alternative, dazu sind sie zu jung, und als Mama oder Papa hat man dann keine ruhige Nacht mehr.
Was also tun? Ich schliesse mich meinen Vorschreibern an: Besprecht das alles im Familienrat. Wie zwingend Eure Gründe wirklich sind könnt nur Ihr selbst beurteilen. Sollte das Ergebnis Schweden heissen gibt's nur eins: Schwedisch lernen dass es raucht! Es wird in jedem Fall hart für die Kinder werden (gut, für die Eltern auch, aber die haben's ja so gewollt), aber so wird es vielleicht nicht ganz so schwierig. Sonst ist gerade in dieser Altersgruppe das Risiko gross, dass sie Aussenseiter werden.
Vielleicht könnt Ihr vorher noch ausgiebig Urlaub in Schweden machen und möglichst viel Akzeptanz für das Land bei Euren Kindern schaffen. Ich denke, wenn sie dem Unternehmen von vorn herein völlig ablehnend gegenüber stehen, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit vor den Baum gehen. Aber Schweden ist ein schönes Land, vielleicht mögen sie es und sind dann auch motivierter. Wir kannten Schweden damals schon recht gut und unsere Tochter wollte unbedingt dorthin. Klar hat sie da noch keinen Überblick über die Konsequenzen gehabt und hat Schweden nur in Verbindung mit Urlaub und "Mama und Papa haben Zeit" gebracht, aber sie war echt motiviert und hat nach zwei monaten Schwedisch gesprochen.
Den Umzug gegen alle Widerstände durchzupeitschen erscheint mir nicht als gute Idee, ich zumindest würde es dann lieber lassen und nach Alternativen suchen. Niemandem ist geholfen, wenn der Haussegen permanent schief hängt. Aber wie gesagt, ich kenne Eure Gründe nicht, das müsst ihr selbst beurteilen.
Lycka till!

Hälsningar,
Skogstroll


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