Auswandern- schwer gemacht...

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janaquinn
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Re: Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon janaquinn » 18. Januar 2007 13:34

Hej Schwedenfans, ich habe lange überlegt, wie man Belanna helfen kann. Erst war die überlegung da, mit der Tochter zu sprechen,ob sie eventuell in ein Internat oder ein Wohnheim in der Stadt wohnen möchte,so ist sie unter Aufsicht, kann ihre Schule beenden und hat die Möglichkeit in den Ferien zur Familie zu fliegen. Dann kam eine 2. Idee: Vielleicht schauen,ob es eine Internationale Schule gibt, in der Nähe, kommt halt darauf an, wohin es sie verschlägt.Oder gibt es vielleicht Freunde oder Verwandte, wo die grosse Tochter wohnen kann. Ich kann mir gut vorstellen, wie es der armen gegt, Erste grosse Liebe, Schmetterlinge im Bauch und nun soll sie in ein fremdes Land umziehen, dessen Sprache sie nicht spricht, wo sie keine Freunde hat. Ich denke, es ist unheimlich schwer einer 15jährigen so etwas schmackhaft zu machen. Soll der Job denn für immer in Schweden sein, oder ist eine eventuelle Rückkehr nach Deutschland geplant? Dann wäre vielleicht ersteres eine Überlegung wert?
Aber jetzt bitte nicht hauen, ich denke einfach, das man sie vielleicht, kontrolliert, an die lange Leine lassen sollte.
LG JANA
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oka-kate
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Re: Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon oka-kate » 18. Januar 2007 13:51

hej,

also ich mein das ein internat gut und recht ist, aber da spielt ja wohl oder übel auch das finanzielle eine große rolle. also für mich persönlich wäre diese lösung nichts!

ich persönlich würde meine tochter mitnehmen nach schweden, ob es ihr passt oder nicht. wenn sie dann 18 ist kann sie tun und lassen was sie will, aber nicht mit 15!

gut ich mein wenn sie bei oma und opa bleiben kann wäre das wieder was anderes aber nicht in einem wohnheim oder so.

entweder bei den großeltern oder mit. fertig!

grüße katja
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Re: Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon Fischkopf » 18. Januar 2007 14:52

Hallöchen!

Ich glaube es wird sehr schwer eine 15 jährige davon zu Überzeugen, dafür kennen wir sie nicht.
Aber vieleicht könnten die Eltern gemeinsam mit den Kindern, mal das Für und Wider abwiegen. Vieleicht ist irgendwo ein Argument, was Überzeugen kann.
Alleine in Deutschland bleiben, ich glaube da hätte ich als Mutter mit zu Kämpfen. Jeder kann da aber anders mit umgehen, gibt es überhaupt die
Möglichkeit den Großeltern oder einem anderen Familienmitglied zu bleiben und wie ist das am besten zu regeln?

Bis dann
Fischkopf

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belanna
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Re: Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon belanna » 19. Januar 2007 17:46

Hej och tak sa mycket an alle, die sich die Mühe gemacht haben, mir zu helfen. Die Option, die Große hier zu lassen, haben wir zwar in Form der rüstigen Großeltern, aber dann ist die Familie ebenso zerrissen wie sie es bisher ist, nur fehlt ein anderes Teil. Zu ihrem Freund zieht sie jedenfalls nicht! :x Die Billigflüge sind ein Argument, wenngleich die Anreise damit auch kompliziert ist (man reist Paris-Rom-Erkner). Schwedischlernen ist natürlich ein Muss, und wir arbeiten dran.
Freunde zu finden fällt Trini(so heißt se) nicht schwer, da ist sie unkompliziert. Eine deutsche Schule gibt es in Blekinge, soweit ich weiß, nicht. Aber immerhin deutsch als Wahlfach :lol: wenn das nicht Klasse ist...Dass S schön ist, hat sogar der ignorante Geist einer 15-jährigen gerafft. Wir werden mal sehen, was die nächste Zeit so bringt, da stehen einige Entscheidungen an.
Ich meld mich dann wieder!
bel

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Re: Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon Skogstroll » 19. Januar 2007 18:05

Hej Belanna,

es scheint ja etwas Bewegung in die festgefahrenen Fronten zu kommen, einigt Ihr Euch?
Dass es Deutsch als Wahlfach an schwedischen Schulen gibt nützt Dir natürlich gar nix, wozu soll Deine Tochter Deutsch als Fremdsprache und auf entsprechend meist mässigem Niveau lernen? Dass es im Deutschen vier Fälle gibt wird sie schon wissen.
Es gibt ein theoretisches Recht auf Muttersprachenunterricht, aber das scheitert meist in der Praxis. Welcher schwedische Lehrer soll ihr Deutsch beibringen? Manchmal hat man Glück und findet einen Muttersprachler wie z.B. meine Frau, die ist ausgebildete Deutschlehrerin und unterrichtet am hiesigen Gymnasium, aber das ist die Ausnahme.
Aber wenn sie schon mal gemerkt hat, das Schweden ein schönes Land ist, dann gibt es doch Hoffnung!

Hälsningar,
Skogstroll

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Re: Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon kerner » 23. Januar 2007 23:03

hallo belanna,

gib deinen kindern das gefühl, dass du trotz deiner zweifel zu dem berufsbedingten ortswechsel eurer familie stehst. denn ich glaube, dass sie diese sicherheit brauchen, bei der ganzen unsicherheit, die sie durch die anstehenden veränderungen erwartet.
ich glaube, dass das auch wichtig ist für deinen mann, der sicherlich weiß, was er seiner familie "auflastet".

im übrigen ist schweden einfach ein tolles land. die menschen sind vielleicht anfangs etwas zurückhaltend, aber eigentlich sehr nett und hilfsbereit. fahre mit meinem mann seit 12 jahren z.t. mehrmals im jahr nach schweden und wir träumen z.z. sehr konkret von einer zukunft unserer inzwischen dreiköpfigen familie in schweden. dennoch bleiben fragen und unsicherheiten, sind zweifel einfach da.

ein sehr netter schwede, der selbst längere zeit im ausland gelebt und gearbeitet hat, hat einmal gesagt, dass ein solcher schritt den perönlichen horizont auf eine unbeschreibliche weise erweitert, dass man erfahrungen macht, die einen vielleicht ersteinmal an seine grenzen bringen, längerfristig aber das ganze weitere leben bereichern. und in der vita deiner kinder wirkt sich ein solcher punkt später bestimmt einmal positiv aus, da er zeigt, was sie schon alles geschafft haben.

alles gute und viel erfolg.

kerner

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Re: Auswandern- schwer gemacht...

Beitragvon orsatjej » 23. Januar 2007 23:56

hej allihopa!
kerner: ja, das finde ich auch! der horizont wird erweitert, man lernt tolle neue leute und freunde fuers leben kennen, macht neue erfahrungen, tolle, echt coole, die andere in dtld nicht haben, man ist was besonderes... :) viell ziehen ja solche argumente :)
meine teeni-zeit ist noch nicht so lange her, ich kann mich noch total gut dran erinnern... alles was mit eltern zu tun hat ist sch..., alles was mit kindern zu tun hat (kindlich) genauso, man will endlich wie ein erwachsener behandelt werden, verhaelt sich nur leider selber noch nicht wie einer, was die ganze sache schwieriger macht :)

ich hab ne ganze liste was mir eingefallen ist :)

meine eltern haben auch schon damals, als mein bruder und ich im besten teeni-alter waren, ans auswandern gedacht - ich waere sooooo gern schon damals gegangen! sie konnten es aber noch "herauszoegern" :) ich bin dann hinterher gegangen und hab statt schule eben gleich studium angefangen, aber ich haette die schule hier gern noch ein paar jahre mitgenommen!

ich find auch, dass hier irgendwie ein bisschen sehr viel ueber dinge diskutiert wurden, die ganz allein du/ihr entscheiden, wissen und diskutieren koennt!

doch weiter in meiner liste :)
fremdsprachen, v.a. schwedisch, lernt man auch noch aelter als 5 sehr sehr schnell - das weiss ich aus erfahrungen, bekannten und eigenen! kenne eine 11-jaehrige (mit 11 nach schweden gekommen), und sie hat auch innerhalb kuerzester zeit keinerlei probleme mehr gehabt sich zu verstaendigen! viell dauert es etwas laenger als 2 monate, wie bei einer 5-jaehrigen, aber wesentlich schneller und leichter als "aeltere" erwachsene (moegen mir hier alle verzeihen, hoffe ich)! auch bei mir gings echt schnell, als ich erstmal richtig rein kam, mit schweden in meinem alter umgang hatte... und ich war 23/24 das kommt automatisch!
mach ihr das doch auch mit der sprache schmackhaft, auf zweierlei wegen: 1) sie kann dann eine ganz andere sprache und kann sich "heimlich" unterhalten (mit freunden, sodass viell nicht mal ihr als eltern am anfang alles versteht, denn sie lernt das garantiert etwas schneller - wenn das auf euch zutrifft, viell koennt ihr ja schon echt gut schwedisch, dann zieht das natuerlich nicht), aber auf alle faelle koennte sich sich unterhalten ohne dass andere deutsche sie verstehe... mit ihrer schwester...
2) wenn sie deutsch als fremdsprache waehlt - hab da eine andere meinung und erfahrungen als skogstroll, aber dazu spaeter :) - dann waere sie bestimmt eine der besten in der klasse, na und wenn das nicht zieht..., sie kann anderen helfen und dadurch auch gleich mehr kontakt bekommen!
die sprachausbildung, generell, ist in schweden wesentlich besser als in dtld - meine freunde hier sprechen alle verschiedene sprachen, obwohl sie das gegenteil behaupten wuerden, aber das ist typsich schwedisch, immer schlechter machen als es ist :) aber die koennen heir wesentl mehr nach 2 oder 3 jahren als wir in dtld nach 5 oder 6! deutsch koennen viele schweden und das meist wirklich gut. ausserdem ist es immer gut, auch seine muttersprache richtig beherrschen zu koennen, grammatikalisch und rechtschreiblich. vorsicht, skogstrolls meinung ist sehr stark regionsabhaengig - mag da oben so sein...aber meine erfahrungen sind eben voellig gegenteilig!

das schwedische system foerdert recht stark kinder mit unterschiedlichen beeintraechtigungen, lernschwaechen... das geht, da hier meist viel mehr personal (als in dtld!) zur verfuegung steht, aber das haengt auch von der region ab... doch generell solltet ihr damit keine probleme haben!

tja, das mit der wohnung: die chancen fuer sie in schweden allein zu wohnen und sich ihrer laestigen eltern :) zu entledigen sind wohl groesser in schweden, denn hier ist es wirklich so, dass die schueler ihr program waehlen (natuerlich kommt auch die abgeschiedenheit und entfernungen dazu, aber bestimmte programme gibt es eben nur an bestimmten orten) was sie auf dem gymnasium (ab klasse/årskurs 10) lesen wollen (ski, sport oder andere mehr oder weniger ausgefallene dinge)! daher haben die meisten schulene dann sowas wie internate so dass es wirklich nicht so komisch/ovanligt ist, dass man mit 16 eben schon woanders wohnt... ob ihr das dann auch so macht, sei ja dahingestellt, die moeglichkeiten kenn ihr jetzt ja wahrscheinl noch nicht, oder? aber der anreiz koennte auch ziehen :)

versucht euch "einig" zu werden, so weit das zwischen eltern und teeni geht..., und versucht dass sie etwas weniger unwillig oder viell schliesslich sogar gern mitgeht - denn die chancen sind echt gross dass sie euch das mal danken wird, auch wenn das grad nicht so scheint! aber die erfahrungen (freunde, neue ansichten und blickwinkel, sprache, einfach was anderes kennezulernen...) sind unbezahlbar und garantiert auch cool!

sicher wird es auch immer mal wieder probleme geben, aber denk lieber an all das positive - das musste ich sagen, als eingeschworener optimist , hat fuer mich bisher auch wirklich immer gehalten :)

drueck euch ganz doll die daumen, und wenn sie, wie hiess sie?, angeben will, etwas aeltere freunde, schon in schweden, zu haben, dann kann sie mir auch gern mailen!
liebe gruesse aus sollefteå und gute nacht


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