Auswandern Richtung Smaland oder Örebro

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
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Ulli

Auswandern Richtung Smaland oder Örebro

Beitragvon Ulli » 17. August 2007 22:56

Hej, hur är Laget?
Ich plane mit meiner Familie den Wechsel nach Schweden, um dort genauso zu leben wie hier nur anders. Ich bin Von Beruf Koch, mit allen Wassern gewaschen-Alleinkoch,Küchenchef,selbständig- Besitzer einer Gulaschkanone, seit 3 Jahren im Urheberrechtsschutz tätig. Meine Frau ist Grund und Hauptschullehrerin mit Schwerpunkt LRS. Die Jungs gehen noch zur Schule.
Wir haben vor eventuell während der Sommermonate eine Campingplatzgastronomie zu betreiben und während der Wintersaison mit der Gulaschkanone Suppen oder Eintöpfe zu verkaufen. Weiterhin suche ich die Möglichkeit eine kleine Backstube zu betreiben.
Natürlich brauchen wir dann noch einen Job im Pädagogischen Bereich.
Wir sind 12, 15, 44 und 50 Jahre alt, schwedisch wird gerade gelernt und nun freuen wir uns über kritisches, interessantes und nützliches zu diesem Vorhaben. Dummschwätzer und Klugscheißer brauchen wir nicht.
Tysent Tack
vi ses!
Ulli och Gesa
chilirockets@t-online.de

nobse

Re: Auswandern Richtung Smaland oder Örebro

Beitragvon nobse » 17. August 2007 23:19

Wenn du mit den Dummschwätzern und Klugscheißern, Leute meinst die dich von deinem Vorhaben abraten, gehöre ich dazu.
Campinggastronomie ist wohl nicht das richtige für Schweden und Gullaschkanone im Winter? Habe noch keine gesehen ,wäre eine Probe wert ,könnte klappen. Aber was wenn nicht?-Was ich eher glaube.Aber was wäre die Welt ohne Pioniere?

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Imrhien
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Re: Auswandern Richtung Smaland oder Örebro

Beitragvon Imrhien » 18. August 2007 08:19

Hej,

mit zwei Kindern im besten pubertären Alter würde ich Euch auch eher abraten. Zumal Ihr, falls ein Job im pädagogischen Bereich gefunden wird, wovon ich erst mal nicht so schnell ausgehe, nur ein Gehalt habt. Die andere Sache ist doch wirklich zu unsicher. Campingplatzgastronomie? Was meinst Du damit? Ich schätze viele Campingplätze werden schon selbst etwas haben, oder aber sie haben keinen Bedarf dafür. Die Wintersache verstehe ich noch weniger? Soll das eine Art Bude werden? Oder ein fahrender Mittagstisch? Eigentlich kann ich mir beides nicht wirklich vorstellen. In einer Großstadt vielleicht noch aber auf dem Land? Naja, vielleicht stimmt meine Meinung nicht... kann sein. Was die Pädagogik angeht, da gibt es einige Stellen bei den entsprechenden Seiten. Das ist grundsätzlich richtig. Allerdings glaube ich nicht, dass Du da so schnell so gute Chancen haben wirst. Ausser Du bist wirklich schnell sehr gut im Schwedischen. Ich bin selbst Pädagogin und seien wir mal ehrlich, in dem Job geht es nun wirklich gar nicht ohne Sprache und da reicht es auch nicht sich so grade ein wenig verständigen zu können. Und im LRS-Bereich ist das grade noch schlimmer bzw. wichtiger. Ich könnte mir denken, dass man da Chancen hat mit sehr sehr guten Schwedischkenntnissen und/oder einer Zusatzausbildung die auf das schwedische System zugeschnitten ist. Da könnte es was geben. Falls Ihr eine Stelle findet für die dringend Personal gesucht wird, kann es sogat sein, dass so eine Zusatzausbildung gezahlt wird. Ich habe für mich noch nichts gefunden. Das heisst aber nicht, dass es sowas nicht gibt...

Viel Glück

Wiebke

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Skoghult
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Re: Auswandern Richtung Smaland oder Örebro

Beitragvon Skoghult » 18. August 2007 08:38

Hej Ulli,
zum Thema:
"kleine Backstube" in Växjö hatte ein deutsches Ehepaar einen Backshop mit kleinem Kaffee eröffnet. Sie verkauften Brot nach deutscher Rezeptur und Wurstwaren (hergestellt auf Öland) nach deutscher Rezeptur.
Leider wurde das Geschäft wieder geschlossen. Zu wenige deutsche Kunden und die Schweden wollten auch nichts kaufen.
Warst Du schon mal in Schweden und was weißt Du über die schwedische Lebensart.
Mach mal Urlaub in Schweden und schau Dich um im Land.
Gruss Marie-Luise

Zschirli

Re: Auswandern Richtung Smaland oder Örebro

Beitragvon Zschirli » 18. August 2007 09:22

um mal was Positives zu schreiben... Wenn es nach den Schweden in unserem Ort ging, würde meine eigene kleine Brotbackmaschine Feuer fangen. Die jedenfalls mögen das deutsche Brot sehr! Und Gulaschkanone? Nun, es gibt in der Nähe ein deutsches Pärchen, daß mit Chili-con-carne und Grillwürstchen ziemlich erfolgreich sein soll. Wenn wir jedenfalls kochen, mögen das die Leute hier auch sehr. Und gerade vor ein paar Wochen wurde im Ort genörgelt, weil die ansässige Campingplatzküche mit angeschlossener Kneipe (Sauna, Solarium) geschlossen wurde.

Ganz schwarz sehe ich also nicht. Aber da gehören gute Vorbereitung und sehr gute Kontakte dazu. Habe auch das Gefühl, daß die Nordschweden aufgeschlossener sind.

Mein Tipp: Urlaub machen, Leute kennenlernen und den richtigen Fleck suchen. Und niemals mit eigenen Ideen an der Bevölkerung vorbeiarbeiten. Etwas Glück gehört natürlich auch dazu.

Also: viel Glück!

Storstadstjej

Re: Auswandern Richtung Smaland oder Örebro

Beitragvon Storstadstjej » 18. August 2007 10:07

Mmmh, man soll ja Positiv anfangen...
Deutsche in der Gastronomie haben schon öfter in Schweden erfolg gehabt, mindestens genauso gut aber auch Pech. Ich fürchte mit deiner Gulaschkanone blüht Dir eher die zweite Variante, vor allem im Winter.
Campingplatzgastonomie - darunter kann ich mir nicht so wahnsinnig viel vorstellen, da gibt es aber wohl kaum eine grosse Marktlücke und die meisten Campingplätze verfügen ja über "Campingplatzgastronomie" im gewissen Rahmen. Ich weiss nicht welchen Jahresteil ich bei Euch als den "erfolglosesten" einschätzen soll.
ABER es gibt durchaus eine gewissen Nachfrage nach Köchen, gerade weil es für Deine Frau nicht supereinfach sein wird einen Job zu bekommen und sie eventuell erstmal mit der einen oder anderen Vikarieanstellung über die Runden kommen müssen wird, wäre es wesentlich sicherer, wenn Du einen Job mit regelmässigem Einkommen hast.

Wagemütige Pläne hin oder her und ein bisschen Mut tut jedem gut, ABER was mich ein wenig auf die Palme bringt ist, die Tatsache WIE Du Deine Kids am Rande erwähnst und genauso am Rande in Eure Planung einbeziehst. Ich entschulde mich im voraus, wenn es "nur so klingt und nicht so gemeint wurde".
Zum Einen - die Planung Campingplatz/Gulaschkanone ist nicht gerade eine Kinderfreudliche, Selbständigkeit in einem neuen Land ist ein in den ersten Jahren sehr zeitintensives und wages Unterfangen - ich bin der festen Überzeugung, dass Jugendliche gerade in der Pubertät Sicherheit im Elternhaus benötigen. Zu der Sicherheit gehört auch ein grosser Teil finanzieller Sicherheit. Kinder, die in ein neues Land gebracht werden benötigen auch ein Extra an Zeit der Eltern. Ausserdem halte ich es für ziemlich ungeschickt, die Kinder im Pubertätsalter in ein neues Land zu bringen, schliesslich würden sie ihre gesamte Stabilität ausserhalb der Familie verlieren. Die Hormone spielen verrückt und auf ein Mal ist man in einer Umgebung, in der man weder Freunde hat, noch die Sprache spricht, noch so richtig weiss, welche Verhaltensformen hier gewünscht werden. Mit letzterem meine ich nicht, dass man die Tageszeit sagt, sondern die nonverbale Kommunikation und die Gewohnheiten, abseits des Knigge.
Wenn man mit Kindern umzieht, sollte es so früh oder so spät wie möglich geschehen. Ich spreche dabei aus Erfahrung eines Kindes, das mitten in der Pubertät länderübergreifend umgezogen ist.
Soviel zu meiner kleinen Meinung, was Du daraus machst ist Dein/Euer Ding.

snickare
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Re: Auswandern Richtung Smaland oder Örebro

Beitragvon snickare » 18. August 2007 12:26

Hallo,

ich bin Sonderschullehrerin und mir wurde in Nordschweden berichtet, dass in den kommenden Jahren Sonderpädagogen verstärkt gesucht werden.
Anfangs solle ich als Helferin in einem Kindergarten tätig sein, bis ich die Sprache beherrsche (hier in Österreich würde niemals jemand eingestellt werden, der nicht perfekt Deutsch kann, was ja durchaus sinnvoll ist, aber bitte, so die Worte der zuständigen Schulinspektorin) und dann mit guter Sprache könnte ich in den Sonderschulbereich wechseln.
Fand ich ziemlich cool, wie locker die da rangehen, obwohl ich nicht verstehen kann warum ich mit Menschen mit basaler Behinderung und keinem Wort Verständnis gut schwedisch sprechen können muss...
Find ich bei Kindergartenkindern wichtiger.

bjoerkebo

Re: Auswandern Richtung Smaland oder Örebro

Beitragvon bjoerkebo » 18. August 2007 13:38

Ich denke in Nordschweden sind sie froh,wenn sich mal einer traut,dort einen Neuanfang zu wagen,denn als Deutscher oder sonstiges ist man ja doch meist noch unerfahren und allem neuen aufgeschlossener,wie es die Schweden sind.

in anderen Teilen Schwedens wird es schwieriger sein,einen Job zu finden,wenn man nicht gut schwedisch kann,da ja doch mehr Leute auf eine Stellenanzeige kommen und solange dann noch genug schwedische Bewerber da sind,denke ich wird es für einen ausländischen Bewerber eng.

Aber wer nicht wagt,der nicht gewinnt.Ein Risiko ist es eh immer,da man nicht weiss wie es alles so klappt.

Gruss aus Schweden
Miriam


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