Auswandern nach Schweden.

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Forstjack
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Auswandern nach Schweden.

Beitragvon Forstjack » 21. August 2011 22:31

Guten Abend,
ich hab mich dazu entschieden mich nun auch anzumelden, um evtl. ein paar Fragen beantwortet zu kriegen. :wink:
Ich heiße Marvin und bin 20 Jahre jung, ich bin jetzt im dritten Ausblidungsjahr als Forstwirt.
Der Beruf sagt schon vieles über mich aus, ich liebe die Natur. Kurz und bündig, ich würde nach meiner Ausbildung noch gern den geprüften Forstmaschinenführer in DE machen, und den Traum verwirklichen nach Schweden auszuwanden! Wie sieht es mit der Arbeit als Forstmaschinenführer aus, ich weiß das es in Schweden genügend Forstunternehmer gibt. Kann mir jemand helfen? :danke:
Marvin.

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kilopapa
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Re: Auswandern nach Schweden.

Beitragvon kilopapa » 22. August 2011 02:11

Forstjack hat geschrieben: Wie sieht es mit der Arbeit als Forstmaschinenführer aus,


Schau doch mal hier nach:

http://www.arbetsformedlingen.se/platsb ... 2d78000171

Das ist das Stellenangebot des Arbeitsamtes.
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Re: Auswandern nach Schweden.

Beitragvon Bjoern82 » 22. August 2011 09:47

Moin,

Da muss ich mich ja mal wieder nach langer Abstinenz zu Wort melden...

Als Harvesterfahrer in Schweden solltest du dir im klaren sein das die Arbeitsbelastung dem doppelten entspricht wie in D.
D.h. Bäume werden nicht ausgezeichnet, das musst du als Fahrer entscheiden, genauso wie die Rückegassen meistens nicht gekennzeichnet werden, auch deine Aufgabe, das Gelände ist manchmal der absolute Horror ( Steine, Felsen, Lehm, Wasserlöcher etc...), fast alles wird über Computer ausgemessen und Prod. Daten musst du von der Maschine selbst übertragen, stündlich Kontrollstämme, in Nordschweden kommt noch der Schnee von im Schnitt 1m dazu, es wird nur mit Timber-Navi gefahren etc., du pennst oft im Wald und und und.....

Du kannst es einfach nicht im geringsten mit D vergleichen, das einzige was du aus D mitnehmen kannst ist, das du weisst wie die Maschine funzt, mehr nicht.
Ich hatte es mir auch einfacher vorgestellt.
Habe jedoch das Glück gehabt auf einer schwedischen Forstarbeiterschule vorher einen umfassenden Lehrgang machen zu können. Hätte ich den nicht gehabt wäre ich gnadenlos untergegangen, weil du einfach diese ganzen Sachen vorher nicht wissen kannst.
Die Schweden haben auch andere Messinstrumente wie in D. Die musst du auch beherrschen.

Ein weiteres Problem ist, das es in Schweden genug Fahrer gibt, bzw. genug Nachwuchs. Jobs gibt es einige, aber die Unternehmer suchen sich die Leute raus, die auch die entsprechenden Mengen bewältigen können und ihr Geld quasi "wert" sind...

Ich würde dir empfehlen auf einem sog. Natrubruksgymnasium eine entsprechende Ausbildung zu machen, die Sprache zu lernen, und dich umfassend zu Informieren was genau du willst.
Am einfachsten ist es, erstmal auf einem Forwarder anzufangen, denn das ist eher und leichter zu bewältigen und nicht so anspruchsvoll. Zumindest zum Anfang.

Aus welchem Teil in D kommst du denn?

Ich wünsche dir viel Erfolg und Spass hier im Forum.

Gruß Björn.

Achso:

http://www.foretagskatalog.com

http://vakanser.se

http://www.jobrapido.se/?q=skogsmaskinf%C3%B6rare

Die helfen dir vielleicht auch weiter...

:schwedentor2:

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Re: Auswandern nach Schweden.

Beitragvon stavre » 22. August 2011 10:53


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Re: Auswandern nach Schweden.

Beitragvon Speedy » 22. August 2011 12:41

Hi Marvin,

Du schreibst Du liebst die Natur. Dir muss klar sein, das hier nicht unbedingt auf die Natur Ruecksicht genommen wird, wenn abgeholzt wird. Also anders als in Deutschland wo ja z.T. die Rueckepferde wieder abgestaubt werde. Warst Du schon mal hier und hast Dir einen solchen Kahlschlag angesehen? Ich finde es sieht grauenvoll aus wie eine Wunde. Da wird auch nicht auf bruetende Vögel oder andere Tiere Ruecksicht genommen. Hauptsache das Pensum stimmt.

Ausserdem solltest Du Dich darueber sehr genau informieren, was fuer eine Ausbildung aus Deutschland anerkannt wird und welche nicht. Das gilt im uebrigen fuer alle Berufe.

Gruss Speedy

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Re: Auswandern nach Schweden.

Beitragvon Forstjack » 22. August 2011 15:51

@Björn82

Das ist ja zum Teil nichts neues, bis auf das mit den Rückegassen. Selbst entscheiden welche Bäume raus müssen wir bei uns zum Teil auch. Das die mit anderen Messsystemen arbeiten wusste ich jetzt nicht, und sicherlich ist es schwierig dort auf einer Maschine einen Job zu finden wenn man die Landessprache anfangs nur brüchig beherrscht, immerhin ist der Forst dort ja wie in DE die Industrie. Nebenbei polter ich für eine Firma am Wochenende, klappt schon gut. Was verdient man denn in Schweden als Maschinist? Ich komm aus NRW.

@Stavre

Dort bin ich schon angemeldet seit längerem. :smt006

@Speedy

"Ich liebe die Natur" darauf war bezogen ich arbeite sehr gern in der Natur, das keine Rücksicht genommen wird auf die "brütenden" ist hier in DE ja eigentlich nicht anders. Kahlschläge durch Kyrill habe ich öfter gesehen (in DE). Normalerweise ist Fachpersonal aus DE doch überall gern gesehen oder nicht? :)

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Re: Auswandern nach Schweden.

Beitragvon Bjoern82 » 22. August 2011 17:01

Forstjack hat geschrieben:@Björn82
Was verdient man denn in Schweden als Maschinist?


Kann ich dir schwer sagen, da es zwischen Süd- und Nordschweden große Unterschiede gibt.

Habe mal was gehört von 98 - 110 kr/t für Anfänger im Busch. Also erwarte nicht das große Geld dort. Es wird halt mehr je besser du bist...

Wenn du bei 60 bis 70 Bäumen/h im Schnitt bist, gehts dann schon richtung 160 kr/t. Natürlich ohne Bestandsschäden und bei sauberer Ablage.
Das ist allerdings immer verhandlungssache. Gibt welche die mehr verdienen, und welche die sich mit weniger zufrieden geben müssen...

Speedy hat geschrieben:Ich finde es sieht grauenvoll aus wie eine Wunde. Da wird auch nicht auf bruetende Vögel oder andere Tiere Ruecksicht genommen. Hauptsache das Pensum stimmt.
Gruss Speedy


Sehe ich ähnlich. Nur ist das nunmal leider so. Beschwerden sind an Sveaskog oder SCA zu richten. Die stehen allerdings oft in der Kritik.... :roll:
Die Entreprenöre führen die Aufträge ja auch nur aus.
Wobei die Staatlichen auch genau vorschreiben wie es später auszusehen hat.
Und man hat bei fast jedem Schlag "Naturschutzobjekte" auf dem Schirm...
Seien es alte Köhlerplätze oder Lebensbäume....

Gruß Björn

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Re: Auswandern nach Schweden.

Beitragvon Forstjack » 22. August 2011 17:09

Welche Tage werden dort gearbeitet?
Also 5 - 6 Tage die Woche oder gar 7?

90 - 160 Kr./t.? oder pro Stunde? :danke:

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Re: Auswandern nach Schweden.

Beitragvon kilopapa » 22. August 2011 17:23

Forstjack hat geschrieben:90 - 160 Kr./t.? oder pro Stunde?


Das dürfte pro Stunde sein; Kr/timmar
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Re: Auswandern nach Schweden.

Beitragvon Bjoern82 » 22. August 2011 18:41

kapebr hat geschrieben:Das dürfte pro Stunde sein; Kr/timmar


Precis :D

Pro Tag wäre wohl etwas wenig...

An wieviel Tagen die Woche gearbeitet wird hängt auch immer von der Firma ab, das kann dir keiner sagen.
Allerdings sind die Arbeitszeiten in großen Teilen Schwedens beschränkt.
Von 23Uhr abends bis 5Uhr morgens ist es Angestellten von Forstbetrieben untersagt eine Maschine zu führen. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Unfälle von übermüdeten Fahrern auf der Arbeit oder dem Weg nach Hause.
Ich persönlich halte dieses Verbot für Schwachsinn, da ich wenn ich von 5 bis 23 Uhr fahre genau so übermüdet sein kann.... :shock: aber naja, Schweden halt. Wie es bei Arbeiten in privaten Wäldern aussieht weiß ich nicht.
Aber die Betriebe die für SCA fahren haben sich dran zu halten....
Genauso wie SCA keine selbstständigen Fahrer auf den Maschinen sehen möchte....


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