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Hallo, Ehrenamt zählt nicht. Nur Arbeit und Studium. Hier in der Kommune haben sie das nun neu und streng umgesetzt. Es sind 15 Stunden per Woche, das Essen soll dabei möglichst gespart werden. Das heisst, dass die Kinder, die vielleicht ein Geschwisterkind haben, nur noch von 9-12 in den Kindergarten dürfen. Essen soll dann möglichst danach sein, damit die Kinder schon abgeholt sind. 3 Stunden am Tag. Eine Bekannte hat eine vier jährige Tochter, einen Sohn mit eineinhalb und bekommt in den nächsten Wochen ein Baby. Mehr Zeit bekommt ihre Tochter im Kindergarten trotzdem nicht. Sie muss also jeden morgen in den Kindergarten fahren, mit den beiden anderen sobald das Baby da ist, und nach drei Stunden muss sie schon wieder da sein. Fahrzeit hin und rück etwa 30 minuten. Da ist das Kind noch nicht an und ausgezogen und die Kleinen auch nicht. Ach ja, sie muss ja noch kochen in der Zeit. Der Mann ist leider oft dienstlich unterwegs und kann die Fahrten nicht geregelt übernehmen. Der Kindergarten war nicht in der Lage auf die individuelle Situation einzugehen. Das nenne ich doch mal familienfreundlich! Andere Kindergärten machen es tatsächlich so, dass sie die Kinder auch für 3 Tage zu je 5 Stunden nehmen. Das ist der Kommune nicht recht, da diese Kinder dann ja auch essen müssen. Manche Kindergärten machen es trotzdem, vermutlich rechnen sie das Essen irgendwie anders ein. Die Angebote der Eltern das Essen selber zu zahlen, wurden abgelehnt, auch in dem unflexiblen Kindergarten. Es ginge ja darum, dass alle die gleichen Rechte haben. Dass sie aber dadurch eine unfairere Belastung hat, als eine Familie mit einem Kind, ist nicht relevant. Irgendwie ist Schweden da auf dem falschen Weg. In Deutschland erhöhen sie gerade die Betreuungszeiten und Flexibilität, mit dem Blick auf das vorbildliche Schweden. Und genau da, reduzieren sie und erschweren es den Menschen. Mal abgesehen davon, dass man einem kleinen Kind erklären muss, dass es, weil ein Geschwisterkind gekommen ist, jetzt auf einmal nicht mehr im Kindergarten essen darf und nur noch ein paar Stunden bleiben darf. Bei Kindern, die es da lieben und die in der Nachbarschaft wenig Kinder haben, ist das echt schlimm. Da freut es sich dann auch wirklich auf das Geschwisterchen. Schliesslich ist das ja dran schuld. Aus Sicht einer dreijährigen durchaus ein Problem. Daran denkt aber niemand, es geht ja nur ums Sparen. Ach ja, hab ich schon gesagt, dass in meiner Bekanntschaft manche Schwedin wegen dieser neuen Regelung ernsthaft überlegt ob sie noch ein Kind will??? Und das in Schweden, das immer als Vorbild gilt. Sorry, das ist so Antischweden-negativ. Schimpft schon mal los. Aber Realität ist es für die Familien hier deshalb nicht weniger.
Grüße Wiebke, die davon echt gefrustet ist
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