Auswandern mit Familie

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Re: Auswandern mit Familie

Beitragvon Skogstroll » 19. Februar 2010 12:48

Tommy3 hat geschrieben:Pflegekräfte werden in S immer gesucht, und ohne grosse Sprachkenntnisse ist es zwar schwierig, aber kommt vor, dann allerdings für Jobs, in denen der verbale Kontakt mit den Patienten nicht ganz so wichtig ist.


Kann man so pauschal nicht mehr sagen. Das war noch bis vor einem halben Jahr so, aber mittlerweile gehen selbst die früher "med ljus och lykta" gesuchten Krankenschwestern u.U. direkt aus der Ausbildung in die Arbeitslosigkeit. Fast alle landstinge schreiben rote Zahlen, und man fängt natürlich immer mit der phantasielosesten Sparmassnahme an, d.h. man kürzt am Personal.

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Re: Auswandern mit Familie

Beitragvon qwert » 19. Februar 2010 15:03

Skogstroll hat geschrieben: ...an, d.h. man kürzt am Personal.

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hejhej
Und warum werden dann über 400 Sjuksköterskor gesucht??

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Re: Auswandern mit Familie

Beitragvon Skogstroll » 19. Februar 2010 15:23

Wenn ich flüchtig über die Seiten der arbetsförmedlingen sehe sind es sogar noch mehr. Nur muss man das erstens im Verhältnis zur Anzahl der Suchenden sehen und zweitens gibt es natürlich lokale Unterschiede. In gewissen Regionen mag es noch gehen, woanders gar nicht. Norrbottens landsting jedenfalls entlässt. Es ist nicht mehr so, dass man fast automatisch überall Arbeit bekommt, wenn man nur einen Pflegeberuf gelernt hat.
An Ärzten mangelt es immer noch ziemlich generell, an z.B. Krankenschwestern nur noch mancherorts.

Das heisst - der Mangel ist schon noch da, nur das Geld nicht, sie zu bezahlen.

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Re: Auswandern mit Familie

Beitragvon Faxälva » 19. Februar 2010 16:00

...jepp, und es ist inzwischen schon selten, dass eine "einfache" Krankenschwester gesucht wird.... meistens wird eine Spezialqualifikation vorausgesetzt, wie Intensivmedizin oder Diabetes..... bei uns wird gerade eine frischexaminierte Krankenschwester eingearbeitet...als undersköterska ....
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Re: Auswandern mit Familie

Beitragvon Sminti » 19. Februar 2010 21:46

@ janaquinn Hej, Besten Dank für die Auflistung. Das hilft mir schon einmal sehr.

Noch eine Frage: Ist es eigentlich auch möglich, dass z.B. das ältere Kind in den Kinderhort geht und das kleinere noch bei der Mutter bleibt oder wird dann der Hort für das ältere Kind nicht zugänglich, weil die Mutter in dieser Zeit nicht arbeitet?

Kann vielleicht jemand etwas genaueres zu den Stellensuche als Krankenschwester sagen - Ist die Nachfrage da? Besten Dank!

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Re: Auswandern mit Familie

Beitragvon janaquinn » 19. Februar 2010 22:05

Wie alt sind denn die Kinder? Ich finde es persönlich wichtig, wenn Kinder mit Gleichaltrigen spielen können. Meine Tochter ging hier mit knapp 2 Jahren das erste mal in den Kindergarten und war total glücklich dort. Jetzt ist sie 4 Jahre alt, geht seit einen knappen halben Jahr wieder, weil wir nach dem Umzug in eine andere Kommune ewig keinen Platz bekamen, und macht dort grossartige Fortschritte, wird immer selbstständiger und fühlt sich einfach nur pudelwohl. Sie ist Freitags immer total unglücklich, weil die Dagis bis Montag geschlossen ist.
Außerdem hätte deine Frau in der Zeit, wo die Kinder im Dagis sind, die Möglichkeit einen Sprachkurs zu machen, damit sie ins Berufsleben einsteigen kann. Auch für die Sprachentwicklung der Kinder ist der Kindergarten wichtig, nur dort können sie das schwedisch wirklich richtig lernen...

Naja, aber zur Frage: Kinder von berufstätigen Eltern werden ganz klar eher berücksichtigt bei der Platzvergabe, als Kinder deren Eltern bzw.Mütter zuhause sind. Will heisen, sie bekommen schneller einen Platz, weil es wichtiger ist.
Verschlossen bleibt er aber nicht. Es gibt auch die Kinder nur 15/h die Woche in den Dagis zu geben, also 3h/tag, für den Anfang würde es reichen.

Sorry, ich kann nur irgendwo nicht verstehen, dass man sich komplett gegen Fremdbetreuung wehrt, zumal ich sowohl in D. als auch in Schweden nur gute Erfahrungen gemacht habe. und es meinen Kindern wirklich gut tat...aber dies ist meine persönliche Meinung

LG JANA
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Re: Auswandern mit Familie

Beitragvon Sminti » 19. Februar 2010 22:47

Danke! Nein, nein, ich möchte nicht falsch verstanden werden. Wir sind überhaupt nicht gegen eine Fremdbetreuung. Ich finde das schwedische Modell grundsätzlich auch sehr ansprechend. Ich habe durch diverse Gespräche einfach das Gefühl bekommen, dass es grundsätzlich so ist, dass beide Elternteile zu 100% arbeiten und dazwischen kein Spielraum liegt. Aber dank deinen Ausführungen bin ich diesbezüglich auch wieder etwas beruhigter. Was mir einfach etwas Sorgen macht ist, dass ich mit den erwähnten 30'000 Kronen die Familie nicht sicher durchbringen kann und dann herrscht einfach ein grosser Druck auf der Frau, dass sie möglichst schnell etwas finden sollte. Da wäre mir eben eine gewisse "Einspielzeit" eben lieber. Aber wie gesagt, Fremdbetreuung finde ich gut, solange man selber auch noch einen gewissen Spielraum hat.

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Re: Auswandern mit Familie

Beitragvon Tulipa » 3. März 2010 10:28

Hej,

nochmal zur Frage der Kinderbetreuung: alle Kinder ab etwa einem Jahr haben Anspruch auf einen Kindergartenplatz. Ist ein Elternteil nicht berufstätig bzw. nicht in der Ausbildung, sind dies 15 Stunden/Woche. Also auch Kinder von Arbeitslosen, von Eltern im Erziehungsurlaub oder von Hausfrauen/-männern müssen nicht zu Hause bleiben, wenn die Eltern dies nicht wünschen.

Unsere Kinder waren nie mehr als diese 4 Vormittage (auf Wunsch auch anders verteilt, z.B. 3 x 5 Stunden) im Dagis und wir fanden dies für alle Beteiligten ganau richtig. Die Kinder können spielen, nehmen am "Programm" des Dagis teil, und sind allgemein mit dabei = werden zu Kindergeburtstagen usw. eingeladen. Sicher muss man sich als Eltern nachmittags mehr Mühe geben. Unsere Kinder wollten jedoch nie länger dort bleiben, eher öfter mal andere Kinder zum Spielen mit heim nehmen.

Wenn ihr eine solche Lösung wünscht und sie finanziell und organisatorisch umsetzen könnt, solltet ihr euch nicht vom sozialen Druck beeinflussen lassen. Nur weil Kinder nicht bis spätnachmittags in der Betreuung sind, werden sie jedenfalls keine Aussenseiter.

LG
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Re: Auswandern mit Familie

Beitragvon Tulipa » 3. März 2010 10:40

Noch etwas,
hier werden längst nicht alle Kinder ganztägig betreut. Viele Eltern wechseln sich mit den Arbeitszeiten ab (einer bringt spät, der andere holt früh). Und erstaunlich viele sind zeitlich flexibel, weil sie studieren (auch jenseits der 40), langzeitkrankgeschrieben sind (utbrännt = ausgebrannt) oder als spätberufene Eltern schon in Rente sind.

übrigens habe ich keine grundsätzlich schlechte Meinung von der Betreuung hier. Im Fritids in der Schule besteht zwar ein Grossteil des tollen Angebotes nur auf dem Papier, aber immerhin ist dort nettes Personal, ein schönes Aussengelände und eben die vielen Spielgefährten.
So war ich regelrecht überrascht, als ich nach und nach mitbekam, dass ALLE Kinder den Aufenthalt dort zu hassen scheinen. Und dass viele Eltern immer wieder richtig stolz erwähnen, ihr Kind müsse in den Ferien nicht oder kaum im Fritids sein.

LG
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Re: Auswandern mit Familie

Beitragvon Aelve » 3. März 2010 11:37

Hallo,

man darf auch nicht außer acht lassen, wie das zu betreuende Kind es gerne haben möche. Es gibt sicherlich Kinder, die fühlen sich in Kindergärten am wohlsten, da sind ihre Spielkameraden, da wird gebastelt, da wird was unternommen. Andere Kinder hingegen möchten lieber mal für sich alleine spielen, können sich sehr gut alleine beschäftigen und benötigen nicht den ganzen Tag Spielkameraden. Ich würde es mit der Kinderbetreuung möglichst so einrichten, wie die Kinder es am liebsten hätten, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte. Wenn mein Kind nicht den ganzen Tag im Kindergarten sein Dasein fristen möchte, würde ich es nur eine niedrige Stundenzahl in den Dagis bringen. Immer vorausgesetzt, dass jemand zuhause ist, der das Kind dann betreut oder es andere Möglichkeiten gibt.

Manche Sachen regeln sich von alleine, wenn ein Kind es liebt, in der Dagis zu sein, dann würde ich dem Wunsch weitgehenst entsprechen.

Grüße Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
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