Auswandern als Bankkaufmann / Dipl. Bankbetriebswirt

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Marathoni

Auswandern als Bankkaufmann / Dipl. Bankbetriebswirt

Beitragvon Marathoni » 14. September 2007 00:56

Hallo und Guten Tag im Forum,

"und wieder einer"... könnte der Titel dieser Seite heissen. Ich trage mich seid ca. 1-2 Jahren mit dem Gedanken, "god old Germany" zu Verlassen. Seit ich nach der Ausbildung, mehreren Fortbildungsstudiengängen nun mit 34 Jahren mir die Welt ansehe (n kann), wird mir nun auch in der Praxis bewußt, wie "verbohrt" wir Deutschen als Menschen, aber auch in der Politik doch sind.

Grundsätzlch könnte ich mir ein Leben in New York, oder auch in Britisch Columbia in Kanada bei Vanvouver vorstellen. Doch speziell im Juni 2006 hat es mir bei meinem Stockholm Besuch (Marathonlauf) die Stadt angetan. Der damalige 7 tägige Aufenthalt hat sicherlich nur die angenehmen Seiten einer neuen Gegend vermittelt. Doch die Schäreninseln, das Flair, die zuvorkommenden und freundlichen Menschen, die Mundwinkel nach oben..... haben mich von diesem Land verzaubert.

Sicherlich nur eine Randgewichtung .. aber halt auch wieder Schweden... war am vergangenen Freitag in Zürich das Leichtathletik Meeting http://www.weltklasse.ch. Im 100M Hürdenlauf der Frauen gewann die Schwedin Susanna Kallur. Absolut sympathisch, offen, unkomplziert gab sie sich gleich im Anschluß an das Rennen bei den Zuschauern direkt an der Bande zum Autogramme geben, "fakte" sympathisch mit den Fans und auch im Interview anders als die "Stars" normal sind.

Bis hierher werden sicher schon die ein oder anderen Leser dieser Beitrages denken, was für ein Träumer. Mag sein..... daher die Frage an die Erfahrenen in diesem Forum:

Zur Person: 34m, ledig, Bankkaufmann / Dipl. Bankbetriebswirt
in Führungsposition / Verkauf

1) ich kann kein schwedisch > wie lange braucht man(n), um die Sprache als Deutscher "perfekt" zu sprechen und akzeptiert zu werden ? (von bis)
2) bestehen Chancen in Schweden im gleichen Beruf einzusteigen ? Wie ist das Bankenwesen in Schweden ausgeprägt ?
3) es muß aber nicht Bankwesen sein. Auch Alternative kaufm. Tätigkeit wäre ok. Führungsaufgabe wird aufgrund der anfänglichen Sprachschwierigkeiten nicht möglich sein. Brauch ich auch nicht. Ein auslastenter, Spaß bereitender Job im kaufmännischen Bereich ist OK.
4) wie ist das Preisniveau im Vergleich zu Deutschland ? (Miete, Lebenshaltung,...)
5) gibt es ein Portal im Internet, wo z.B. ersichtlich ist, welche "deutschen" Firmen für Schweden deutschsprachige Mitarbeiter suchen ? (hätte vielleicht den Vorteil eines leichteren Starts)
6) wie ist der Wohnungsmarkt in Schweden a) allgemein b)Stockholm
7) ich bin hier in Deutschland privat krankenversichert. Wie sieht die Krankenversorgung in Schweden aus ? Wie das allgemeine gesetzliche Sozialsystem (Rente, Arbeitslosigkeit, Pflege ?)..

Eine Menge an Fragen.. wäre nett, wenn der/die eine odere anderen antworten würde.

Herzlichen Dank schon mal vorab und viele Grüße ..... nach Schweden / Stockholm .. hier an Gamla Stan... fand ich sehr sympathisch die Altstadt und die Royals Area.

Gruß
S.

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Dietmar
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Re: Auswandern als Bankkaufmann / Dipl. Bankbetriebswirt

Beitragvon Dietmar » 14. September 2007 01:19

Hallo S.,

ich geh's mal von unten an:

7) Krankenversicherung: Da findest Du einige Basisinfos auf dieser Seite http://www.schwedentor.de/auswandern/ve ... eiche.html und den benachbarten Links.

6b) Würde ich als sehr eng und schwierig bezeichnen, was Mietwohnungen angeht!

1) "perfekt" ist immer schwierig :roll: Insgesamt ist die schwedische Sprache für uns eher leicht zu erlernen (gleicher Zweig der Sprachfamilie!).
Die Grammatik ist einfacher als die deutsche (besonders was Deklinationen angeht). Schwierig war es für mich, den richtigen Singsang (Sprachmelodie) zu imitieren. Dazu kommen ein paar Laute, die wir im Deutschen so nicht kennen -- das muß man üben.
Die gute Nachricht ist: Um akzeptiert zu werden, mußt Du nicht perfekt akzentfrei sprechen!
Gute Vorbereitung in Deutschland, mit Kursen, Assimil etc; und dann im Land braucht es ein paar Monate, bis man den Bogen raus hat und es "klick" macht. An den Details von Aussprache, Betonung, Wortschatz, kannst Du dann jahrelang feilen...

Jetzt erst mal godnatt!
Dietmar

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janaquinn
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Re: Auswandern als Bankkaufmann / Dipl. Bankbetriebswirt

Beitragvon janaquinn » 14. September 2007 07:45

Hej S.
erstmal herzlich willkommen hier im Forum. Du hast ja, genauso wie Dietmar, recht unchristliche Zeiten zum schreiben.. :lol: ...!

Die Schweden sind und können ein nettes Völkchen sein, aber sie können genauso stur und verbohrt sein, wie die Deutschen. Man muss mit ihrer Mentalität zurecht kommen, sie mögen, dann wird man damit glücklich un kann gut hier leben. Freundschaften mit Schweden aufzubauen ist nicht immer einfach, vieles spielt sich in der Familie ab, in diese Clan´s reinzukommen...eine Never-Ending-Story, aber nicht unmöglich. Kommt wahrscheinlich immer auf den Einzelnen selber an. Ich fühle mich persönlich im Augenblick, auch wenn ich es vor einem Jahr mir nicht hätte vorstellen können, mit meinen Deutschen Bekannten wohler, einfach weil ich beim normalen Smalltalk nicht über die Grammatik nachdenken muss und einfach quatschen kann, wie mir die Nase gewachsen ist.
Aber wir sind auch erst 5 Monate hier, heute auf den Tag genau :lol: , wir werden sehen, wie sich die nächsten Jahre entwickeln.

Grundsätzlich ist Träumen sicherlich nicht schlecht, solange man den Blick für die Realität nicht verliert, selbst wir träumen immer noch gerne. Denn Schweden ist schön, auch wenn es sich auch mal von der schlechten Seite zeigt, bei dem einen mehr bei anderen weniger. Meine Familie erlebt gerade ein Wechselbad der Gefühle, es gibt gute und schlechte Tage, z.Z. hält es sich beinahe die Waage.

Nun zu deinen Fragen:
Wie Dietmar schon sagte, "perfekt" ist schwierig, es kommt immer auf das Auffassungsvermögen des Einzelnen drauf an, einer lernt es schneller, der andere braucht länger. Im Land selber weiter zu lernen, damit es schneller "Klick" macht, ist sicherlich einfacher als in Deutschland. Bei Sprachkursen kommt es immer auf die Qualität an, du kannst einen VHS-Kurs erwischen, der von einem Muttersprachler gehalten wird und dir die Sprache super rüberbringen kann, aber auch jemanden, der trotz super Sprachkenntnissen nicht schafft, sie seinen (ihren) Schülern zu vermitteln. Wenn Geld keine Rolle spielen sollte, kann man einen Intensivsprachkurs machen, er ist teurer, aber die Gruppen sind meist kleiner bzw. wird auf Einzelunterricht angeboten. Ich weiss, das es in Köln und D´dorf eine Sprachschule gibt, die mit der schwedischen Handelskammer zusammenarbeitet. Werde mal den Link raussuchen, dir dann später dazusetzen.

Job: Kann schwierig werden, von Deutschland aus, muss es aber nicht. Sollte einem Arbeitgeber deine Erfahrung ect... positiv auffallen, dein Schwedisch schon recht flüssig sein, wärst du vielleicht schneller in Schweden als du denkst. Ansonsten kann es leicht zum Geduldsspiel werden, da die meisten AG zuerst einmal Schweden einstellen, danach Ausländer welche die Sprache fliessend sprechen und super Referenzen haben, dann geht es immer wieder runter.
Wichtig sind hier Referenzen, also Menschen, die positive Sachen über dich und deine Arbeit zu berichten haben. Gibst du solche Referenzen an, wird der AG sicherlich noch einmal persönlich bei ihnen anrufen, Schweden lieben telefonieren :lol: , und sie noch ein wenig ausquetschen. Also die Leute vorwarnen, das ein Anruf aus Schweden kommen könnte, nicht das sie erschrocken den Hörer auflegen.
Schweden und Stockholm boomt, es sind tausende Jobs frei, aber man sie auch als Nicht-Schwede bekommt, ist nicht immer einfach zu beantworten.
Ich weiss von der Firma, Call-Center, welche immer wieder auch Deutsch-Sprachige Mitarbeiter suchen. Das ist wohl ein Personalvermittlungsfirma.
die aktuellsten Jobangebote findest du unter:
http://www.metro.se, außerdem halt die übliche Verdächtigen Monster, Stepstone ect. Einfach mal dein Profil und CV reinsetzen, vielleicht hast du ja Glück und jemand sucht gerade einen Mitarbeiter mit deinem Profil und Wissen. Bei den Jobangeboten steht zumeist auch da, wie die Personalbüro´s die Berwerbungen wünschen per Mail, per Brief oder mit telefonischen Erstkontakt. Bitte nicht wundern, wenn du auf einige Bewerbungen überhaupt keine Antwort bekommst, nicht mal eine Absage, auch das ist üblich hier. Aber es gibt jemanden hier im Forum und speziell in Stockholm der sich mit der Jobsache richtig auskennt, sie wird dir sicherlich auch einige Tips geben.

Preisniveau: Mieten ist teurer, einfach weil es hier recht unüblich ist, der Mietmarkt ist, wie Dietmar schon schrieb, sehr teuer, sehr angespannt und vorallem heiss umkämpft. Bei http://www.blocket.se und www. hemnet.se findest du Wohnungsanzeigen, es gibt aber noch mehr Seiten, habe sie nur nicht im Kopf. Das sind aber die beiden bekanntesten und grössten, vorallem überregional. Bei Lebensmitteln kommt es immer drauf an, Obst und Gemüse ist meist teurer, speziell das Frischgemüse, aber ich habe persönlich sehr sehr positive Erfahrungen mit den TK-Gemüse gemacht, es schmeckt und ist günstig.
Du wirst hier unterm Strich, wahrscheinlich, weniger verdienen, hast aber mehr von deinem Geld als in Deutschland. So geht es uns zumindest! Wenn du dir die verschiedenen "Mitgliedskarten" der Supermärkte holst, kannst du Rabatte bekommen, die nur die Inhaber dieser Karten bekommen. Voraussetzung: Personnummer. Ohne die geht hier in Schweden nichts, oder es wird alles unnötig kompliziert. Kontoeröffnung, Telefon / Handy, das normale Leben, überall brauchst du die Personnummer. Diese bekommst du bei Skattverket sobald du eingereist bist und nachweisen kannst, in Form eines Arbeitsvertrages oder Vermögen, das du sich selbst versorgen kannst, ohne auf die Kosten des Staates zu leben. Die Beantragung ist recht einfach, die Dauer bis zur Zusendung des Briefes kann varieren zwischen einigen Tagen und mehreren Wochen, kommt teilweise immer auf den Sachbearbeiter an. Mein Schwester bekam die Nummer innerhalb von 3 Tagen, der Rest der Familie hat 4 Wochen gewartet, mein Mann sogar insgesamt 3 Monate, weil er Amerikaner ist.
Was die Krankenversorgung in Schweden betrifft, scheiden sich hier im Forum die Geister. Ich kann aus meiner Erfahrung, gerade mit meinem Sohn sagen, ich habe keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht. Unsere Termine waren zeitnah, wurde einer verschoben, wurde ich per Brief benachrichtigt. Sobald du die Personnummer hast, bist du auch Krankenversichert, wobei es auch hier unterschiede zu Deutschland gibt. Den Zahnarztbesuch musst du wohl komplett selber tragen, bitte berichtigen, wenn falsch. Wie es bei Krankschreibungen aussieht, können dir sicherlich die anderen sagen. Bei Arbeitslosigkeit gibt es von Seiten des Staates nur eine recht geringe Unterstützung, daher wird geraten, sich privat über eine Gewerkschaft abzusichern, für den Fall der Fälle. Allerdings gibt es da Richtzeiten, welche man einhalten muss, bis man die Unterstützung ausgezahlt bekommt.
Was den Bereich Pflege, Behinderung ect.. betrifft, kommt in den nächsten 2 Tagen ein grösserer Beitrag von meiner Seite ins Forum, wo alles aufgelistet ist, was ich aus eigenen Erfahrungen weiss und erlebt habe. Auf dem Papier besteht er schon, muss nur noch ins Forum übertragen werden.

So ich glaube, das war erstmal ein Grossteil deiner Fragen, bestehen weitere oder wurde das eine oder andere nicht genau erklärt, melde dich einfach nochmal.

LG aus Stockholm
JANA :wink:
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

Storstadstjej

Re: Auswandern als Bankkaufmann / Dipl. Bankbetriebswirt

Beitragvon Storstadstjej » 14. September 2007 08:38

Hej Marathoni,

jaaa .. wieder einer :-) Aber gut, vielleicht helfen ja die deutschen Einwanderer Stockholm zum Status "richtige Grossstadt", wobei ja langsam der Platz knapp wird. Jedenfalls im Stadtkern. Daher wohnen viele in für deutsche Verhältnisse kleinen Wohnungen, jedenfalls im Stadtkern, das heisst natürlich wenn ihnen überhaupt gelungen ist eine Mietwohnung im Stadtkern zu finden, oft ist sie dann aus zweiter Hand gemietet und dementsprechend oft nicht auf Dauer. Natürlich kann man auch eine Wohnung kaufen, bei der momentanen Lage (siehe USA - hier ist momentan das Gleiche mit einiger Verzögerung und im kleineren Format zugange) eher nicht ratsam. Vor allem weil hier alles "lagom" (http://de.wikipedia.org/wiki/Lagom) sein muss auch das Gehalt nach oben hin ;-), jedenfalls im westeuropäischen Vergleich.
Deswegen wandern viele gut ausgebildete, immerfreundliche und offen erscheinende (was nicht heisst, dass sie offen sind!) Schweden in die andere Richtung - wo sie wiederum an der deutschen Art direkt zu sein und Kritikpunkte relativ frei zu äussern aufgrund ihrer eigenen Konfliktunfähigkeit zu knabbern haben.
Auch das höhere Tempo in D dürfte einigen auch ein Problem bereiten, denn hier ist man langsamer - das reicht über das volle Sprektrum von "etwas langsamer und nicht so stressig, über gähnend/anstrengendlangsam bis "naja, irgendwann wird auch das erledigt werden". Letzteres ist übrigens nicht eine Behörden- oder Beamtensache, die sind im Gegenteil vergleichbar schnell, denn sobald man hier vernünftig angemeldet ist bekommt man eine Nummer, die einem Tür und Tor öffnet, einen aber auch vollkommen gläsern macht, die meisten Infos, die Beamte brauchen um deinen "Fall zu lösen" haben sie ja mittels deiner Personnummer zugänglich. Nur wenn man Krank wird, "wirkt" die Geschwindikeit der Zentralisierung überhaupt nicht. Generell sollte man es sich in Schweden aus vielerlei Gründen das Krankwerden sparen - es kostet viel Geld, Nerven und dauert ewig.

Letztes Jahr im Juni warst Du hier? Hmm, ich ich wünsche mir den letztjährigen Sommer auch zurück - jedenfalls den Wetterbericht vom Sommer 2006, dieses Jahr sagte zwar der Kalender einem, es sei Sommer, der Blick aus dem Fenster konnte es aber selten bestätigen, dafür gab es umso meh Schnee - im März und DAS muss man nun wirklich mögen.

Vorteil gegenüber New York & Vancover ist ganz klar der Abstand zu "good old Germany" und die EU, die viel Organisatorisches erleichtert. Ich muss zugeben, ich war noch nie in Vancover, aber der Unterschied zwischen Big Apple und Stockholm wird wohl in Lichtjahren gemessen und das obwohl Schweden ja gut amerikanisiert ist - trotz der Kritik der amerikanischen Regierung. Die schwedische Regierung ist im Übrigen nicht mehr und nicht weniger verkorkst als die Deutsche - ein gewisser Teil der Bevölkerung legt auch eher Wert darauf, dass die Damen und Herren eher eine Persil-weisser-als-weisse Weste haben (wehe sie hatten einmal eine Putzhilfe), als auf ihre Fähigkeiten zur Problemlösung. Und ja, Probleme und Problemchen gibt es hier genug. Nicht zuletzt durch die sehr "volkgefällige" sozialdemokratische Regierung verursacht. Die "Sossen" hier lassen sich eher schlecht mit den dt. Sozialdemokraten vergleichen ...

Durch die geringe Einwohnerzahl des Landes trifft man vor allem in der Grossstadt hin und wieder auf "bodenständige" Berühmtheiten. Liest man die Zeitung, so kann man sie auch wahlweise vielwissend angrinsen, weil man weiss, dass sie sich das Glas Champagne eigentlich gar nicht leisten können dürften, oder auch neidisch anglotzen - weil deren neuerworbene Wohnung schon in der Zeitung ausdiskutiert worden ist.

Für mich ändert das alles nicht viel am Flair dieser Stadt und auch nicht an der Tatsache, dass ich mich hier in Schweden wohlfühle. Die Mängel im Gesundheitssystem lassen sich mit einem vernünftigen Gehalt und einer privaten "Vårdcentral" lösen. Ausserdem hat dieses Land eher Vorteile für mich als Frau.

So.. kommen wir endlich zu den Fragen:
Marathoni hat geschrieben:1) ich kann kein schwedisch > wie lange braucht man(n), um die Sprache als Deutscher "perfekt" zu sprechen und akzeptiert zu werden ? (von bis)

Schwierig... Bist Du Sprachbegabt? Hast Du genug auf der hohen Kante, um für ein halbes Jahr nach Schweden zu fahren und hier zu lernen, inklusive eines guten Sprachkurses? Dann hast Du nach einem halben Jahr ein durchaus sehr arbeitsfähiges Niveau.
Die Perfektion ist so eine Sache, die meisten Zuwanderer werden ihren Akzent auch nach Jahrzehnten nicht los.

Marathoni hat geschrieben:2) bestehen Chancen in Schweden im gleichen Beruf einzusteigen ? Wie ist das Bankenwesen in Schweden ausgeprägt ?

Es sind durchaus nichtschwedische Banken hier vertreten und gerade die SEB könnte durchaus Vorteile aus einem Mitarbeiter mit sehr guten Deutschkentnissen ziehen. Genaueres weiss ich nicht, das wirst Du wohl an anderer Stelle herausfinden müssen. Finanziell würdest Du wahrscheinlich nicht besser stehen.
Marathoni hat geschrieben:3) es muß aber nicht Bankwesen sein. Auch Alternative kaufm. Tätigkeit wäre ok. Führungsaufgabe wird aufgrund der anfänglichen Sprachschwierigkeiten nicht möglich sein. Brauch ich auch nicht. Ein auslastenter, Spaß bereitender Job im kaufmännischen Bereich ist OK.

Siehe oben.
Marathoni hat geschrieben:4) wie ist das Preisniveau im Vergleich zu Deutschland ? (Miete, Lebenshaltung,...)

Lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Wohnkosten sind hier niedriger - auch in Stockholm, wenn man dabei miteinbezieht, dass man z.B. Wasserblick/Park vor der Tür hat.
Lebensmittel sind geringfügig teuerer, wobei frischer Fisch wiederum günstiger ist und man hier (Mittags) recht günstig essen gehen kann.
Marathoni hat geschrieben:5) gibt es ein Portal im Internet, wo z.B. ersichtlich ist, welche "deutschen" Firmen für Schweden deutschsprachige Mitarbeiter suchen ? (hätte vielleicht den Vorteil eines leichteren Starts)

Nee du, das habe cih noch nicht entdeckt. Wenn Dein Englsich gut ist, kannst Du Dich hier umschauen: http://www.jobsinstockholm.com

Marathoni hat geschrieben:6) wie ist der Wohnungsmarkt in Schweden a) allgemein b)Stockholm

b) Habe ich oben schon ziemlich treffend beschrieben. Mietwohnung - findbar unter grösserem finanziellen Einsatz ist eine schöne & günstige (Schwarzmarkt und/oder Makler) findbar ODER du hast eben "Beziehungen". Kaufen - im moment eher nicht.
Marathoni hat geschrieben:7) ich bin hier in Deutschland privat krankenversichert. Wie sieht die Krankenversorgung in Schweden aus ? Wie das allgemeine gesetzliche Sozialsystem (Rente, Arbeitslosigkeit, Pflege ?)..

Mit einem Wort? Besch*en! Dafür sind die Abgaben just dafür eher niedriger, wobei man "lagom" verdienen sollte, ansonsten kommt die Steuerbehörde nochmals vorbei und fragt nach Extraabgaben. Glücklicherweise gibt es auch hier private Ärzte und keiner zweifelt mehr am Sinn der privaten Rentenversicherung. Für den Rest wirst Du in Dietmar Auswanderungsseiten gut fündig.

Deine Grüsse werden gern ausgerichtet.

Storstadstjej - KzH


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