Auswandern, aber wie ist es wegen der Sprache?

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/auswandern-leben
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

Herbertsson
Aktives Mitglied
Aktives Mitglied
Beiträge: 62
Registriert: 12. November 2006 14:26

Re: Auswandern, aber wie ist es wegen der Sprache?

Beitragvon Herbertsson » 15. November 2006 13:54

janaquinn hat geschrieben:In diesem Sinne werde ich weiter meine Steine aufsammeln und jetzt Schwedisch pauken, denn ist ein tolle Sprache und ich freue mich darauf, sie sprechen zu dürfen und nicht ganz "bauerndoof" in der neuen Heimat zu landen.


Man brauch kein Trottel zu sein auch wenn man kein schwedisch kann. Wie ich es gemeistert habe kannst du in meinem Beitrag bei David lesen.Verliebt in eine Schwedin. !

Benutzeravatar
Gottfried
ist schon ewig hier
ist schon ewig hier
Beiträge: 1012
Registriert: 24. November 1999 14:54
Schwedisch-Kenntnisse: gut
Lebensmittelpunkt: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Auswandern, aber wie ist es wegen der Sprache?

Beitragvon Gottfried » 15. November 2006 14:16

Hej Herbertsson aus Kiel!
Neben Deinen wirklich lesenswerten Beitragen sagst Du dann folgendes:
"Man brauch kein Trottel zu sein auch wenn man kein schwedisch kann"
Meines Wissens hat ueber die ganze Zeit niemand auch nur angedeutet, das es eine Frage der "TROTTELEI" ist, nicht schwedisch zu können!
Da du ja keine 19 mehr sein kannst...... verstehe ich nicht so richtig, warum Du so polarisieren musst. Sollten wir nicht alle etwas gelassener mit dem Thema umgehen? Im Normalfall liegt kein "NOTFALL" wie bei David zu Grunde..... es wird wohl niemand David ernsthaft raten auf seine grosse Liebe zu verzichten, nur weil er kein schwedisch kann.....
Hej så länge.....
Viele Grüsse

:smt024 Gottfried :smt024

Den Himmel überlassen wir den Engeln und den Spatzen. (Heinrich Heine)

Herbertsson
Aktives Mitglied
Aktives Mitglied
Beiträge: 62
Registriert: 12. November 2006 14:26

Re: Auswandern, aber wie ist es wegen der Sprache?

Beitragvon Herbertsson » 15. November 2006 14:25

Skogstroll hat geschrieben:Genau da liegt das Problem:
An der Sprache kommt man nicht seitlich vorbei. Entweder macht man sich die Mühe, diesen "Stein" aus dem Weg zu räumen, oder man stolpert und fällt auf die Nase.

Kära Skogstroll
Blir inte du trött att först skotta snön förrän du plockar upp stenar ?

Benutzeravatar
Skogstroll
Schweden Guru
Schweden Guru
Beiträge: 1383
Registriert: 30. August 2006 11:42

Re: Auswandern, aber wie ist es wegen der Sprache?

Beitragvon Skogstroll » 15. November 2006 14:40

Hej Herbertsson,

habe Deinen Beitrag gelesen, also will ich auch mal konkret werden:
Ich habe hier einen deutschen Kollegen, der genauso die Meinung vertritt, dass das mit dem Schwedischlernen überflüssige Mühe ist. Er hat sämtliche "Steine" da gelassen wo sie sind, spricht deutsch und englisch und nach anderthalb Jahren zwei, drei Sätze schwedisch. Auf diese Weise hat er durchgehalten und sich eine Hütte hier gekauft.
Am Anfang ist er bei allen schwedischen Kollegen auf grosses Verständnis und Entgegenkommen gestossen. Das hat sich nach einiger Zeit geändert , seine Sprachverweigerung wird ihm nur noch als Arroganz ausgelegt.
Soziale Kontakte sind weitestgehend Fehlanzeige. Er ist mittlerweile gekündigt und kann sich mangels Sprachkenntnissen nichtmal richtig dagegen wehren. Andere Jobs wird er kaum bekommen, da er sich nicht schwedisch irgendwo bewerben kann, geschweige denn ein Interview übersteht. Er steht vor den Trümmern.
Ich kann niemanden zwingen, sich mit der Landessprache auseinanderzusetzen, aber eigentlich kann ich das beim besten Willen nur als Selbstverständlichkeit sehen, aus Gründen, die in diesem Forum schon vielfach beschrieben wurden.

Hälsningar,
Skogstroll

Herbertsson
Aktives Mitglied
Aktives Mitglied
Beiträge: 62
Registriert: 12. November 2006 14:26

Re: Auswandern, aber wie ist es wegen der Sprache?

Beitragvon Herbertsson » 15. November 2006 14:44

Gottfried hat geschrieben:Meines Wissens hat ueber die ganze Zeit niemand auch nur angedeutet, das es eine Frage der "TROTTELEI" ist, nicht schwedisch zu können!

Hej Gottfried!
Ich meine damit den Beitrag von "Janaquinn" betr: Bauerdoof
Hälsningar Gerd

Benutzeravatar
Skogstroll
Schweden Guru
Schweden Guru
Beiträge: 1383
Registriert: 30. August 2006 11:42

Re: Auswandern, aber wie ist es wegen der Sprache?

Beitragvon Skogstroll » 15. November 2006 14:47

Herbertsson hat geschrieben:
Kära Skogstroll
Blir inte du trött att först skotta snön förrän du plockar upp stenar ?


Nu får det kanske räcka med poesin, men ändå: Jag måste faktiskt skotta snön för att komma åt stenarna. Och förresten: Vad spelar det för roll om jag tröttnar? Visst tröttnar jag ibland, men det är ju meningen att fortsätta ändå!

Skogstroll

(An alle: Ich schreib demnächst wieder deutsch, versprochen!)

Herbertsson
Aktives Mitglied
Aktives Mitglied
Beiträge: 62
Registriert: 12. November 2006 14:26

Re: Auswandern, aber wie ist es wegen der Sprache?

Beitragvon Herbertsson » 15. November 2006 14:56

Skogstroll hat geschrieben:Ich habe hier einen deutschen Kollegen, der genauso die Meinung vertritt, dass das mit dem Schwedischlernen überflüssige Mühe ist. [...] Er steht vor den Trümmern.

Svaret är väl självklart-du har fel gubbe! Ursäkta Kompis förstås

Benutzeravatar
janaquinn
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2206
Registriert: 5. Oktober 2006 09:29
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Auswandern, aber wie ist es wegen der Sprache?

Beitragvon janaquinn » 15. November 2006 14:58

Hej Herbertsson, ich verstehe nicht so ganz, warum du mich so angehst. Ich habe hier nie jemanden als Trottel bezeichnet, würde mir garnicht einfallen, denn:
1. Kenne ich die Menschen hier nur virtuell
2. Hatte ich eine sehr gute Kinderstube,welche mir dies verbietet.
Habe lediglich meine Meinung zu deinem Posting geäußert, aber da du vor 40 Jahren nach Schweden bist, denke ich mal, daß es damals eine andere Situation im Lande selber war. Ich finde es, in meinen Augen, nur sehr unklug, in ein Land auszuwandern, nicht mal annähernd die Sprache zu können und darauf aufbauen zu wollen. Es sollte, gerade wenn Kinder da sind, sehr gut überlegt und vorbereitet sein.
PC-Sprachkurse bekommt man in jedem gutsortierten Buchladen oder Internethandel für knappe 100,-€, fast jede VHS bietet Sprachkurse an, außerdem kann man versuchen, ebenfalls über I-net zu recherchieren, ob irgendwo in der näheren Umgebung Muttersprachler Unterricht gibt.
So kann man sich zumindest schon mal mit der Sprache vertraut machen. Du bist damals deinem Herzen gefolgt, ohne zu überlegen und es ist gut gegangen, Glückwunsch. Du bist kurzentschlossen zu der Frau gezogen, die du liebst, großartig, ihr seit immer noch (?) sehr glücklich verheiratet, wunderschön. Es ist eine Auswandergeschichte, wie sie im Buche steht, einfach weil es gutgegangen ist, aber warum sollte man heute, wenn sich überlegt langfristig auswandern, nicht auch versuchen die Sprache zu sprechen oder zu lernen. Allein die gesamten Stellenanzeigen im Eures-Portal oder bei ams.se sind auf schwedisch, wie soll man den verstehen, was die Anforderungen sind, wenn man kein Wort versteht, was dort steht.
Es soll doch schließlich ein Traum gelebt werden und nicht ein Alptraum.
Was David betrifft: Als ich damals die große Liebe meines Lebens kennenlernte, bin ich innerhalb von 3 Tagen mit ihm zusammengezogen, habe meine Familie und Freunde in Erfurt zurückgelassen, auch wenn es nur München war, ich keine neue Sprache lernen musste, außer Bayrisch, so war es doch ein Schritt. UNd was soll ich dir sagen: WIr haben nach einem halben Jahr geheiratet, haben 2 wundervolle Kinder und sind so verliebt wie am ersten Tag. Und das sind wir seit 8 Jahren.Ich wäre ihm zuliebe sogar nach Amerika gegangen, weil er Ami ist. Die Liebe und der Wille versetzen Berge.
David soll dem Ruf seines Herzens folgen, er ist jung und verrückt genug es zu schaffen.
Ich wünsche ihm alles Glück der Welt.
Was Bianca betrifft: Wie gesagt, sie hat sich nicht geäußert, wie die Familienverhältnisse sind, ob Kinder da sind u.s.w., aber sie fassen den Entschluss langfristig, dann sollten sie versuchen sich schwedisch anzueignen, auch um eine bessere Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben.
in diesem Sinne
JANA
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

Herbertsson
Aktives Mitglied
Aktives Mitglied
Beiträge: 62
Registriert: 12. November 2006 14:26

Re: Auswandern, aber wie ist es wegen der Sprache?

Beitragvon Herbertsson » 15. November 2006 15:26

janaquinn hat geschrieben:Hej Herbertsson, ich verstehe nicht so ganz, warum du mich so angehst. Ich habe hier nie jemanden als Trottel bezeichnet, würde mir garnicht einfallen


Na,ja Jana, sei mal nicht eingeschnappt, ich hatte absolut nicht den geringsten Gedanken dich anzumachen. Du hast den Ausdruck " Bauerndoof" erwähnt ich dagegen den "Trottel" was wohl das gleiche ist.
Es ist natürlich ein grosser Unterschied ob man mit der ganzen Familie oder als junger Verliebter in ein fremdes Land geht. Natürlich hat sich vieles in den 40 Jahren verändert - aber die "Liebe" ist immer noch die selbe. Heute wie auch vor 1oo Jahren. Nur denke ich auch heute noch, dass wenn man jung ist, spontan handelt, und alleinstehend ist, vieles leichter zu bewältigen ist. Bei mir war es die große Liebe, welche mich so impulsiv nach Schweden reisen ließ - denn die Glut einer neu entfachten Liebe, durfte ja nicht erlöschen.
Gruss Gerhard

Benutzeravatar
janaquinn
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2206
Registriert: 5. Oktober 2006 09:29
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Auswandern, aber wie ist es wegen der Sprache?

Beitragvon janaquinn » 15. November 2006 15:45

Hej Gerhard, bin nicht eingeschnappt, bei mir dauert dies sehr sehr lange, ich hatte das Wort "bauerndoof" auch in Anführungsstriche und in Bezug auf meine Wenigkeit, als auf andere genutzt.
Ich finde es großartig, wenn jemand jung, verrückt und verliebt genug ist, dem Ruf seines Herzens zu folgen und einfach irgendwo neu anzufangen. KLASSE!
Meine Bedenken sind aber immer die einer Mutter, denn ihr werdet sich auch Kinder haben, so wirst du mich verstehen, dann sollte man es doch vorbereiten und langfristig planen. Denn kinder erst aus der gewohnten Umgebung rausreissen, in ein, ihnen fremdes Land mit fremder Sprache zu bringen, und wenn es nicht klappt wieder zurück, ist Kindern gegenüber nicht fair. Wir haben es uns sehr genau überlegt, eigentlich haben wir auf mind. 1 Jahr geplant, nun gehen wir bereits im April, mein Mann im Januar, weil er sehr schnell einen Job bekommen hat, schneller als wir dachten. Und trotzdem sind wir so vernünftig,daß er erstmal allein nach Stockholm zieht, weil einfach, auf was Behinderung unseres Sohnes betrifft, eine blauäugige Auswanderung, das schlimmste ist, was wir uns und vorallem unseren Kindern antun können.
Wären wir "nur" verheiratet und ohne Kinder würde es eventuell anders laufen, aber dann wäre es wahrscheinlich wirklich einfacher.
Ich möchte nur nicht, daß irgendjemand, weil er sich zumindest ein wenig vorbereitet hat, bös auf die Nase fällt und seinen Traum zu Schaum werden sieht.
mvh JANA
p.s.irgendwas stimmt scheinbar mit meinem Beitrag nicht kann man irgendwie nur zur hälfte lesen?
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk


  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Auswandern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste