Auswandern... aber bald

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EuraGerhard
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Re: Auswandern... aber bald

Beitragvon EuraGerhard » 30. September 2012 20:16

Nobbi & Caro hat geschrieben:- wie funktioniert das Rentensystem (können wir in Schweden noch eine vernünftige Rente erwarten) ich bin 42 - verliere ich die deutschen Anteile?

Du behältst die in Deutschland aufgebauten Rentenansprüche, verlieren tust Du nichts. Wenn es dann mal soweit ist, dann wirst Du - sofern sich bis dahin an den betreffenden EU-Regelungen nichts ändert - sowohl aus Deutschland als auch aus Schweden Rente beziehen.

(Bei mir ist es etwas komplizierter, ich werde dann Rentenansprüche in insgesamt 4 EU-Ländern aufgebaut haben ...)

MfG
Gerhard

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Imrhien
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Re: Auswandern... aber bald

Beitragvon Imrhien » 5. Oktober 2012 09:44

Hej,
das Alter der Kinder ist für die Frage mit der Schule entscheident. Sind sie klein, würde ich sagen, probier aus. Sind sie eher älter, würd ich sie sogar zurücksetzen lassen. Es ist in Schweden so, dass man ab der 9. Klasse das Gymnasium wählt. Da noch mit Hilfe von der Schule zu rechnen, die so viel aufholt, halte ich für gewagt. Da kann man sich nicht drauf verlassen. Die Krux daran ist aber, dass in Schweden das Gymnasium in vielen Bereich als Berufsausbildung dient. Man wählt entsprechend des Berufswunsches ein Gymnasium das das anbietet oder eines, bei dem man dann studieren kann. Viele Gymnasien bieten verschiedene Wahlbereiche an und oft kann man dann auch studieren, wenn man die richtigen Fächer belegt. das ist vermutlich weniger kompliziert aber man muss es ja noch verstehen und durchschauen. Es hängt ja die Zukunft der Kinder dran, ist also nicht ganz unwichtig. Wenn man dann also schlechte Noten hat wegen der Sprache, hilft alles nichts. Da kommt man nicht auf das Wunschgymnasium und kann am Ende nicht den Beruf erlernen, den man möchte.
interessant ist dabei aber vielleicht, dass aus mir unerklärlichen Gründen Friseur ein Traumberuf ist und mir bekannte Lehrer und auch Schüler gesagt haben, dass man auf diese Gymnasien fast nicht kommt, weil man da unglaublich gute Noten haben muss. Bei uns jedenfalls.

Ich würde auf alle Fälle die Schule fragen. Grundsätzlich sind die Schulen, bei denen die Kinder sind, zu Hilfe verpflichtet. Man bekommt Sprachförderung und so weiter. ABER: Das kostet Geld, das die Schule tragen muss. Ist es eine ärmere Gegend oder eine Schule, die schon viel Geld an anerer Stelle ausgeben muss, dann werden die weniger bereit sein zu helfen. Oder sie finden kostengünstige Hilfe, die nur auf dem Papier dem Gesetz entspricht. Das ist leider Realität. Daher unbedingt vorher mit denen reden und abklopfen wie hilfsbereit die sind und ob die Schule das Geld hat. Typische Einwanderergegenden meiden. Klingt jetzt doof. Aber wenn man in einer Gegend mit vielen Flüchtlingen wohnt, gehen die Kinder in eine Schule, die schon viele Probleme hat und viel Förderung zahlt. Die kennen das zwar gut und sind womöglich sehr verständig und hilfsbereit aber sie haben unter Umständen weniger Geld. Leider. Alle Schulen bekommen eine Summe pro Kind. Dann bekommen sie je nach Problemlage noch mal etwas Geld. Aber das reicht nicht immer aus.

Uns wurde aber umgekehrt letztens vom Rektor gesagt, dass es uns allen zu gut geht und wir zu wohlhabend währen. Merke: normaler schwedischer Mittelstand, kein Luxus. Aber da alle Eltern ein eigenes Haus haben und ein Auto und sich um ihre Kinder kümmern, gehören wir nicht zu den Problemgegenden und die Schule bekommt daher weniger Geld für den fritids als der Rektor gerne hätte und wir natürlich auch.

Viel Glück und gute Nerven, das wird alles werden, auch wenn es am Anfang manchmal recht verwirrend ist :)
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Re: Auswandern... aber bald

Beitragvon Nobbi & Caro » 5. Oktober 2012 11:53

@Imrhien Also wir werden schon in eine ziemlich reiche Gegend ziehen (werde ich nächste Woche sehen - da gucken wir uns das an) Ich hab mal gehört in Uppsalas län soll es keine Arbeitslosen geben (hatte man uns in Hamburg erzählt) also müssen sie reich sein. Und wenn man die Steuern da anschaut, die sind gemäßigt. Der Ausländeranteil wird da wohl relativ gering ausfallen. Aber ich habe keine Ahnung und keinen Plan - sind alles nur Vermutungen. Wir wollen uns in Östhammar ne Schule anschauen. Beide Kinder sind noch recht jung - haben damit auch noch die Chance sich auf ein Gymnasium zu empfehlen bzw. die Sprache ordentlich zu lernen.

Ich hoffe auf das beste...

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Re: Auswandern... aber bald

Beitragvon HeikeBlekinge » 5. Oktober 2012 14:10

Beide Kinder sind noch recht jung - haben damit auch noch die Chance sich auf ein Gymnasium zu empfehlen bzw. die Sprache ordentlich zu lernen.


Ein Gymnasium? So etwas gibt es nicht in Schweden!! Jedenfalls kein Pendant zu dem deutschen Gymnasium!
Gymnasium hier ist eine weiterfuehrende Schule nach dem neunten Schuljahr, die berufsorientiert ausgerichtet ist.
Da solltet ihr euch vorab noch etwas mehr informieren:

www.skolverket.se

lg
Heike
www.lilla-koksgarden.se


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Re: Auswandern... aber bald

Beitragvon Imrhien » 5. Oktober 2012 15:05

Hej,
klar gibt es gymnasium. Nur hat das eben nicht die gleiche Funktion wie in Deutschland. Oder nicht zwangsläufig. Manche schon.
Aber das ist ja das Schwere, als Schulen ab der 9. heissen gymnasiet. Da muss man das Richtige erst mal finden.
Empfohlen wird man hier nicht. Man bewirbt sich an der Schule, also meldet sich an. Und dann entscheidet die Schule nach bestimmten Kriterien. Bei jüngeren Kindern geht der Wohnort vor. Bei Gymnasien wohl nicht mehr. Da entscheiden auch die Zensuren, also die Punkte. Was viele nicht wissen, man kann mit dem Muttersprachenunterricht schon mal noch ein paar Pünktchen retten, die man anderswo versemmelt hat.
Aber wenn die Kinder noch klein sind, braucht Ihr Euch über so was noch keine Gedanken machen. Noten gibt es ab der 6. Klasse. Davor ist eh erst mal Ankommen und Sprache angesagt.
Östhammar ist tatsächlihc eine eher wohlhabende Gegend. Sehr nett da. Wir waren da mal im urlaub.
Viel Spass.

Grüsse

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Re: Auswandern... aber bald

Beitragvon Nobbi & Caro » 5. Oktober 2012 15:40

[/quote]


http://www.skolverket.se

[/quote]

Also der Link ist ja echt Gold wert. grade etwas gestöbert... wird wohl noch so manche Nacht am Rechner kosten - aber was macht man nicht alles für die neue Heimat.

:danke:

Norbert & Caro

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Re: Auswandern... aber bald

Beitragvon stavre » 5. Oktober 2012 17:27

ch hab mal gehört in Uppsalas län soll es keine Arbeitslosen geben (hatte man uns in Hamburg erzählt) also müssen sie reich sein. Und wenn man die Steuern da anschaut,

wer erzählt denn sowas???



http://www.arbetsformedlingen.se/Om-oss ... ngdom.html

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Re: Auswandern... aber bald

Beitragvon Nobbi & Caro » 8. Oktober 2012 14:24

Nagut Stavre, das ist ja mal was, aber wenn man das jetzt auf die Gesamtbevölkerung von Uppsala Län bezieht ist das eine Quote von 3-4% - nimmt man aber nur die wirklich arbeitsfähige Bevölkerung rechne ich mit 9% das ist dann doch wieder sehr hoch...

(Kinder und Rentner abgerechnet)

Na mal schauen - ab Freitag sind wir in Schweden und Montag haben wir mit unserem potentiell neuen Arbeitgeber Gespräche.

Mal schauen wie es wird.

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Re: Auswandern... aber bald

Beitragvon Nobbi & Caro » 9. Oktober 2012 08:17

Na ich hab mir unter dem Link von Stavre mal die pdf's runtergeladen. Wow ich hab ja nich gedacht das es in Schweden derzeit so durchwachsen aussieht. Von 12,5 bis < 5 % ist alles dabei. Aber das es innerhalb eines Län von Kommune zu Kommune so dermaßen krass ist hätte ich jetzt nicht vermutet. Siehe den Unterschied in Upsalla län Tierp und Östhammar. Das verdattert dann doch ganz schön. Zumal sie dort doch einen heftigen Fachkräftemangel haben. Na dann noch 3 Tage dann kann ich selber gucken wie es da ist.


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