Mira hat geschrieben:
Hey ihr lieben,
das hört sich schon alles mal sehr spannend an, was ihr so zu berichten habt, auch wenn es mit viel lernerei zusammen hängt, aber das gehört ja auch dazu.
Wenn ich glück habe besteht für mich im nächsten Ausbildungsjahr die Chance ein 10 Wöchiges praktikum in Schweden in einer sozialpädagogischen Einrichtung zu absolvieren, dass wäre natürlcih eine sehr tolle Erfahrung. Da kann ich dann sicherlich auch etwas von dem Land kennen lernen.
Hej Mira,
wenn Du diese Möglichkeit auch nur annähernd nutzen kannst, solltest Du alles dafür tun, um da ran zu kommen. Auch in Schweden ist es nicht leicht, an eine Arbeit zu kommen, wenn nicht wenigstens eine schwedische Referenz benannt werden kann. Will sagen, hat man noch nicht in Schweden gearbeitet, so ist es i.d.R. so, dass man als Nichtschwede deutlich im Nachteil ist ggü. einem Mitbewerber, der bereits über Erfahrungen auf dem schwedischen Arbeitsmarkt verfügt. Dieses Problem stellt sich hier sogar einheimischen Jugendlichen, die es sehr schwer haben, eine feste Anstellung zu bekommen mit der Begründung: 'Ohne Erfahrung können wir Sie leider nicht einstellen'.
Hast Du einen pädagogischen Abschluss in D erworben, sollte es für Dich (zumal wenn Du dann bereits hier ein Praktikum gemacht hast) nicht allzu schwer sein, eine Arbeitsstelle zu bekommen. Grundvoraussetzung dürfte aber auch hier die ausreichend sichere Beherrschung der Sprache sein. Viele Kommunen suchen sogar Lehrer für Deutsch in der Vorschule, da Kommunen verpflichtet sind, ausländischen Kindern eine Förderung in Ihrer Muttersprache ab dem Kindergarten zu ermöglichen (so die Eltern dies wünschen). Es gibt zwar gewisse Einschränkungen, wie eine Mindestanzahl von 5 Kindern mit gleicher Sprache, aber im Wesentlichen gilt diese Pflicht für alle Kommunen.
Dein Mann sollte am ehesten in Firmen um Arbeit nachsuchen, die eine Verbindung nach Deutschland haben. Viele Firmen vertreiben hier z.B. deutsche Maschinen und benötigen somit Fachkräfte, die auch der deutschen Sprache mächtig sind. Als Verfahrenstechniker hat er da ganz gute Aussichten. Wichtig ist bei Bewerbungen der persönliche Kontakt. Man kann sich schriftlich bewerben, sollte aber unmittelbar danach den persönlichen Kontakt zum Personalverantwortlichen oder dem zuständigen Vorgesetzten suchen und sich mit Ihm/Ihr unterhalten (hier schliesst sich der Kreis hinsichtlich der Grundvoraussetzung Sprachkenntninsse). Die Namen und Telefonnummern findet man entweder auf der Homepage der Firma oder in der Stellenausschreibung.
Regionsmäßig sind wohl alle Ecken von Schweden zu empfehlen, letztlich dürfte die Aussicht auf einen Arbeitsplatz wohl dazu führen, sich in einer der Großstadtregionen oder zumindest in der Nähe von größeren Städten anzusiedeln. Landschaftlich sehr reizvoll ist auch Jämtland oder Norrbotten, aber man wird sich schwer tun, in Ragunda, Berg oder Vilhelmina Arbeit zu finden.
Und auch in den Großstadtregionen findet man sehr schöne Wohngebiete mit mehr ländlichem Charakter, wenn man dies möchte.
Und bei Kontakt zu Schweden solltet Ihr
immer daran denken, dass fast alle Schweden deutsch sehr wohl verstehen können, auch wenn sie dies nicht immer signalisieren!
Hälsningar
Dirk