Auswandern

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nysn

Re: Auswandern

Beitragvon nysn » 25. September 2008 08:52

Berufe im sozialen und Gesundheitsbereich sind ja allgemein weniger von konjunkturellen Schwankungen betroffen.


Nun gut - in diesem Bereich muss ich passen - da habe ich nicht so den Durchblick.

Könnte mir nur denken, wenn es der Wirtschaft allgemein schlechter geht, dass dann auch die Einsparungen in den Kommunen/Landsting nachziehen könnten.

Wenn man nun ein ganz "krasses" Szenario zum Vergleich hernimmt - die Krise der 90er-Jahre - als ich nach Schweden kam, damals dachte ich echt "Vikarie" wäre ein Beruf - so ziemlich alle, die ich damals getroffen hatte - wir wohnten z. B. in der Nähe eines Krankenhauses - arbeiteten irgendwie als "Vikarie" - also nur mit Zeitanstellungen.

Ich denke, dass sich dies auch wiederholen könnte und die Kommunen dann eben wieder auf diese Form der Anstellung zuückgreifen werden. Das sind ja dann zwar keine Entlassungen in diesem Sinne, doch auch keine festen Arbeitsplätze.

S-nina

Anni und Tobi
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Re: Auswandern

Beitragvon Anni und Tobi » 25. September 2008 14:48

@tini1814
Schön, dass ihr nach Schweden wollt!
Die letzten Beiträge sind ja immer mehr vom eigentlichen Thema abgewichen - aber zurück zur Auswanderung an sich...
Meine Erfahrung ist, dass es immer auf die persönliche Lage ankommt, d.h. wie alt seid ihr, habt ihr Rücklagen, in Dtl. Verpflichtungen, habt ihr ein konkretes Ziel oder seid ihr total flexibel usw. Unter Umständen kann das dann durch aus auch schnell gehen, man sollte sich da nur im Klaren sein was man da macht.
Z.B. weiss ich, dass die dänische Spedition DSV in Landskrona ihre Schweden-Basis aufbauen wird und 1000 Stellen entstehen sollen. Bestimmt auch für Kraftfahrer. ...und in Skåne ist glaube ich der Mietmarkt nicht ganz so strapaziert wie in Stockholm. Vielleicht ist das auch ein erstes Sprungbrett, das Seegrundstück im Wald kommt später :wink:
So weit ich weiss werden im Süden dringend Vorschullehrer gesucht und die Kommunen sollen bald auch die Weiterbildung anbieten.

Wenn ihr euch also im Klaren seid, geht es an konkrete Fragen und dann einfach eine Nachricht schicken oder weiter im Forum fragen!
Beste Grüsse
Tobi und Anni

nysn

Re: Auswandern

Beitragvon nysn » 25. September 2008 16:49

Ergänzende Info zur dänischen Spedition:

"In die neue Zentrale, die 2011 fertig sein soll, werden 700 Mitarbeiter aus den DSV-Standorten Malmö und Helsingborg einziehen. Durch spätere Erweiterungen und Neueinstellungen soll die Mitarbeiterzahl nach DSV-Angaben auf 1000 steigen."

Info stammt von: http://www.dvz.de/index.php?id=329&uid=4556&L=0

hansbaer

Re: Auswandern

Beitragvon hansbaer » 25. September 2008 17:07

Naja, auf 2011 würde ich heute besser noch nicht spekulieren.

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Re: Auswandern

Beitragvon Aelve » 25. September 2008 17:14

Hallo Tini,

ich möchte mich Anni und Tobi anschließen und Euch Mut für eine Auswanderung zusprechen. Um Euch Ratschläge geben zu können, sind aber tatsächlich mehr Informationen über Eure Situation notwendig. Habt Ihr Kinder, ist ein bestimmtes Gebiet geplant, wann möchtet Ihr Eure Auswanderung einplanen und habt Ihr schon Sprachkurse belegt?
Die Fragen fallen mir erstmal ein dazu.
Ich kenne ein paar Familien im Raum um Göteborg herum, die haben es sehr gut geschafft mit ihrer Auswanderung, nach einem Jahr kann man rückblickend sagen, dass ein Umzug nach Schweden sich für die jungen Familien sehr gelohnt hat.
Eine dreiköpfige Familie hat von uns ein Ferienhaus möbliert gemietet, um evtl. wieder nach 3 Monaten zurück nach Deutschland gehen zu können.
Da es über den Winter war, konnten wir unser Haus günstig anbieten, so dass das Risiko für die junge Familie sehr niedrig war, zumal sie beide in Deutschland keine Arbeitsstelle hatten. Auch der Bruder der Frau ging versuchsweise mit, er fand innerhalb einer Woche eine Superanstellung, allerdings in einem Beruf, der eher selten ist und in Schweden gerade in der Branche jemand gesucht wurde. Die Frau bekam als Krankenschwester auch sehr schnell eine befristete Arbeit, jetzt hat sie schon einen Festvertrag. Und der Mann hat mittlerweile auch Arbeit, so dass sie sich bereits ein eigenes Häuschen kaufen konnten nahe des Arbeitsplatzes.
Also ich stehe der Sache positiv gegenüber, wenn man arbeiten will und kann und auch einen Beruf vorzuweisen hat, in dem Arbeitskräfte in Schweden gesucht werden. Von LKW-Fahrern habe ich gehört, dass diese immer gesucht werden, so dass ich von der Seite her konkret nach einer Anstellung als Fahrer suchen würde.
Gerne gebe ich Ratschläge, also stelle ruhig konkrete Fragen, aber ich kann Tipps oder Erfahrungswerte nur aus 2. Hand geben, weil wir selber nicht ausgewandert sind.

Grüße Aelve
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Re: Auswandern

Beitragvon Rwitha » 25. September 2008 17:42

Aelve hat geschrieben:... weil wir selber nicht ausgewandert sind.


Dafür machst Du das aber immer wieder top! :smt023
Darüber, wer die Welt erschaffen hat, läßt sich streiten. Sicher ist nur, wer sie vernichten wird. (George Adamson)

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Re: Auswandern

Beitragvon Aelve » 25. September 2008 18:05

Liebe Rwitha,

danke Dir für das Lob. Da ich an meinen bekannten Ehepaaren sehe, wie toll die das in Schweden getroffen haben, bin ich mit Herz und Seele dabei, wenn ich merke, dass jemand in ein Land auswandern will, welches ihm Arbeit und Auskommen ermöglicht.
Natürlich liegt es an jedem selbst, was er daraus macht, aber ich gehe immer davon aus, dass vorher Planungen vorausgegangen sind und dass man dann froh ist, wenn man Infos erhält oder Tipps, damit man dann auch Ansporn hat, sich weiter damit auseinander zu setzen oder Ansprechpartner hat.

Wir freuen uns über unsere ausgewanderten Familien, mit denen wir sehr netten Kontakt haben, dass es ihnen dort in Schweden so gut gefällt und dass sie sagen, sie würden so leicht nicht zurück nach D gehen.

Viele liebe Grüße Aelve
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Re: Auswandern

Beitragvon Skogstroll » 8. Oktober 2008 19:52

hansbaer hat geschrieben:@Skogstroll: ich frage mich spontan, ob man die Entlassungen in Boden verallgemeinern kann. Boden ist ja eine sehr ländliche Gemeinde und damit nicht unbedingt repräsentativ. In den überregionalen Medien habe ich von derlei Vorgängen noch nichts gelesen. Der Regierung im Stadtrat von Stockholm brüstet sich sogar damit, dass man im Bereich Polizei und Gesundheit mehr Leute eingestellt hat.



Heute ist Luleå dran. Keine sehr ländliche Gemeinde (Boden übrigens auch nicht, das ist eine Garnisonsstadt). Luleå will im Schulbereich 213 (zweihundertdreizehn) Angestellte entlassen und Schulen schliessen.
In Malmberget wird eine eine Schule wegen Baufälligkeit (dem Bergbau sei Dank) geschlossen. Die Lehrer waren nicht baufällig, werden aber gleich mit abgewickelt.

Auch das Gesundheitswesen - ohnehin eine einzige Personalmangelwirtschaft - bleibt nicht verschont. Hundert Angestellte des Landstings Norrbotten sollen entlassen werden, Krankenschwestern müssen jedes zweite Wochenende Dienst schieben, es gibt Überstundensperre und es werden keine Vertretungen mehr eingestellt.

Verallgemeinern oder nicht, aber isolierte Einzelfälle sind das schon lange nicht mehr.

Skogstroll

hansbaer

Re: Auswandern

Beitragvon hansbaer » 8. Oktober 2008 22:03

Ja, aber es sind alles nordschwedische Kommunen, die riesige Flächen abzudecken haben und die damit verbundenen Infrastrukturkosten aufbringen müssen. Ich meine, Norrbotten beherbergt gerade einmal knapp 3% der Bevölkerung, und wenn dort die Kommunen sparen müssen, ist das nicht unbedingt überall so. Ich achte nicht so sehr darauf, aber mich würde schon interessieren, ob das auch im Süden so ist.


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