Auswandern

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Anjaundmario
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Re: Auswandern

Beitragvon Anjaundmario » 4. September 2008 14:54

Wie wäre es mit einer Ausbildung zur Krankenschwester in Schweden? Wenn nichts anerkannt wird was machen wir dann? :? Was machen Pflegeassistenten in Schweden? In D. versorgen sie Patienten zu Hause oder in Heimen , d.h. sie waschen, kleiden und verabreichen Nahrung etc. Sie dürfen keine Medikamente oder Spritzen verabreichen, keine Wundversorgungen machen oder ärztliche Anweisungen ausführen.Altenpfleger und Krankenschwestern, sogenannte Fachkräfte, wohl. Wäre es möglich über den Assistenten weiterzukommen oder wo lernen wir das benötigte Schwedisch und Englisch ? Mario hat auch eine Ausbildung zum Restaurantfachmann. Hat da jemand Erfahrung?
Viele Fragen, wir hoffen trotzdem auf Antwort.

Liebe Grüße
Anja und Mario

hansbaer

Re: Auswandern

Beitragvon hansbaer » 4. September 2008 14:57

Die Sache mit der Ausbildung zur Krankenschwester habe ich auch unter dem Link beschrieben. Bzw. kann man auch hier einige Infos finden: http://hansbaer.p1atin.de/?p=408

Krankenschwester in Schweden zu werden würde für euch mindestens 3 Jahre dauern - eher mehr, weil ihr müsst ja auch ins Studium reinkommen etc.
Dann habt ihr zwar am Schluss sogar einen akademischen Abschluss, aber ob es die ganze Mühe wert ist, wage ich zu bezweifeln.

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Re: Auswandern

Beitragvon Anjaundmario » 4. September 2008 15:07

Hej hansbear, wie kommt man denn in so ein Studium. Anja würde das auf sich nehmen. :D Gruss Mario

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Re: Auswandern

Beitragvon frasimi74 » 4. September 2008 15:13

Anjaundmario hat geschrieben:Anja würde das auf sich nehmen.


Hej Mario,

euch ist aber schon klar, dass Anja während dieser Zeit (3 Jahre!!!)
keine Krone verdienen würde.

LG Frank
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hansbaer

Re: Auswandern

Beitragvon hansbaer » 4. September 2008 15:16

Steht alles unter dem Link, den ich weiter oben gepostet habe (http://schwedenforum.schwedenstube.de/viewtopic.php?t=2019).

Grob gesagt:
- Man muss die allgemeine schwedische Hochschulreife haben (hat man in der Regel, wenn man ein deutsches Abi hat)
- Man muss die enstprechenden Gymnasiumkurse haben (jedes Studium stellt individuelle Anforderungen an die gymnasiale Vorbildung - ist also nicht so pauschal wie in D). Das ist eventuell mit dem deutschen Abi auch schon weitgehend erledigt, so ass man nicht viel.
- Wenn man nicht genügend Punkte hat (ohne deutsches Abi recht wahrscheinlich), muss man die Högskoleprovet abgelegt
- Wenn die Gymnasiumspunkte oder die Punktzahl bei der Högskoleprovet zu den besten der Bewerber gehören, kommt man rein. Es wird eine Rangliste aller erstellt, und die Plätze werden dann beginnend mit dem besten Bewerber vergeben.
- Wenn man drin ist, könnt ihr euch dann eventuell vorhandene Ausbildungen anrechnen lassen, was die Studienzeit vielleicht um ein Jahr verkürzt. Ich würde mit einem Minimum von 2 Jahren Studium rechnen.

Ohne deutsches Abi ist das ganze eher ein Projekt von vier bis fünf Jahren, mit Abi im Optimalfall von 2,5 Jahren. Schwedisches Bafög gibt es erst, wenn man zwei Jahre lang hier war.

So locker ist das also leider nicht. Allerdings sei angemerkt, dass Erwachsenenfortbildung in Schweden angesehen ist. Unter den Studenten sieht man öfters mal Leute im untypischen Studentenalter.

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Re: Auswandern

Beitragvon Anjaundmario » 4. September 2008 15:23

Wir sind ja in der glücklichen Lage das wir unsere Betriebe in Deutschland behalten werden. deshalb werde ich nur am Wocheende in Schweden sein. Deutschland werden wir sozusagen langsam den Rücken kehren. Als Selbsständiger ist es in diesem Land als sogenannter Mittelstand kein Leben mehr. Man kommt sich vor wie eine "Kuh die nur noch gemolken wird". Man braucht ein Ziel und das heißt bei uns Schweden.

Es grüßt
Mario

hansbaer

Re: Auswandern

Beitragvon hansbaer » 4. September 2008 15:31

öhm - ehrlich gesagt frage ich mich, wie sowas funktionieren soll. Eine Fahrt von Deutschland nach Schweden ist nicht gerade billig. Ich frage mich, wie ihr das stemmen wollt, wenn ihr jetzt schon mit der Situation nicht zufrieden seid.

Und zum gemolken werden: die Steuerlast in Schweden ist eine der höchsten der Welt. Also wenn ihr euer Heil in der Hoffnung sucht, mehr fürs Geld zu kriegen, dann weiß ich nicht, ob das mit Schweden so der richtige Schritt ist.
Schweden ist keineswegs ein perfektes Land, und wenn ihr hier im Gesundheitswesen arbeiten werdet, werdet ihr bald auch wissen, wieso.

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Re: Auswandern

Beitragvon frasimi74 » 4. September 2008 15:35

Anjaundmario hat geschrieben:Man braucht ein Ziel und das heißt bei uns Schweden.


Hej Mario,

es ist sehr gut, wenn man sich Ziele im Leben setzt.
Auch kann ich verstehen, dass das Leben als Mittelständler in
Deutschland nicht gerade leichter und besser wird.

Aber: Auch in Schweden ist nicht alles rosa. Und ihr werdet
feststellen, dass es auch in Schweden viel Bürokratie gibt -
vermutlich mehr, als ihr aktuell auch nur erahnen könnt. Vor allem
auch dann, wenn ihr euer eigenes "Business" in Schweden eröffnen wollt.

So wie ich aus euren bisherigen Posts gelesen habe, wart ihr bisher noch
nie in Schweden (bitte korrigiere mich, sollte ich was überlesen haben).
Fahrt mal hoch, macht Urlaub, schaut euch um in welcher Region es
euch gefallen könnte. Bedenkt, dass es mit euren Kiddies in dem Alter nicht
ganz einfach werden wird (Stichwort: Schulwechsel). Schaut euch um,
in welcher Schule ihr sie unterbringen könnt.

Und in meinen Augen ganz wichtig: Versucht die Sprache zu lernen, so
gut es geht. Gerade im Pflegebereich seid ihr ja von Anfang an auf
gute Sprachkenntnisse angewiesen. Ihr müsst mit den Behörden genauso
kommunizieren können wie mit den "Patienten".

Hoffe, ich habe euch keine Illussionen genommen. Aber ich halte dies
für den besseren Weg euer Ziel zu erreichen.

LG Frank
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Re: Auswandern

Beitragvon Anjaundmario » 4. September 2008 15:44

Es geht nicht um mehr Geld, denn immerhin geben wir irgendwann unsere Selbsständigkeit auf. Wir wollen aufs Land und unsere Ruhe haben. In Schweden möchten wir alt werden. In D.ist alles so spießig. Einer gönnt dem anderen nichts. Das erleben wir zur Zeit gerade wieder mit unserer im letzten Jahr neu gegründeten Tagesstätte. Für uns ist nur wichtig das dieser Schritt so geplant wird das wir nicht wegen Fehlplanung irgendwann zurück müssen. Unsere Situation kann man sicherlich schlecht erklären. In unser Leben spielen viele Faktoren mit ein - und das sind sehr oft negative. Mario

nysn

Re: Auswandern

Beitragvon nysn » 4. September 2008 15:45

Als Selbsständiger ist es in diesem Land als sogenannter Mittelstand kein Leben mehr.


Nun ja, jetzt wollte ich nicht schon wieder an der "Vollkommenheit Schwedens" kratzen ... :D

Kann mir vielleicht jemand sagen, wer und wo in Schweden "Mittelstand" im deutschen Sinne ist?

Svensson hat ein Haus und ein Volvo - alles auf Kredite finanziert. Svenssons Kinder haben zwar Chancen auf eine gute Ausbildung, sind aber spätestens in der Uni auf Studiendarlehen angewiesen - nach dem Studium wartet auf Jung-Svenson auch als Akademiker ein Gehalt, das dem eines deutschen Normal-Angestellten entspricht. Aufstieschancen im Sinne von mehr Gehalt eher gering ...

Die viel geschimpfte deutsche Erbengeneration ist hier in S in der Tat praktisch nicht vorhanden.

In den letzten 10 Jahren gab es tatsächlich eine Reihe guter Jahre für Svensson, jetzt zieht die Konjunktur ziemlich an - bin mal gespannt, ob sich das Szenario der 90er-Jahre in ähnlicher Form wiederholt - hohe Arbeitslosigkeit, radikale Einschnitte im sozialen System usw.

Schweden ist ein schönes Land - zweifelsohne - aber was soll hier denn besser sein?

S-nina


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