Ausländerfeindlichkeit in Schweden nimmt zu

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svenska-nyheter
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Ausländerfeindlichkeit in Schweden nimmt zu

Beitragvon svenska-nyheter » 31. Mai 2007 15:52

Fast jeder vierte Schwede kann sich vorstellen eine Partei zu wählen, die für die Einschränkung der Rechte von Einwanderern eintritt. Das zeigt laut der Tageszeitung ?Dagens Nyheter? die neueste Jahresstatistik des Staatlichen Amtes für Integration.

(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)

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oka-kate
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Re: Ausländerfeindlichkeit in Schweden nimmt zu

Beitragvon oka-kate » 31. Mai 2007 21:58

hej,

das kann ich mir gut vorstellen.

aber welches land würde das nicht auch gern machen?

LG katja
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Fischkopf
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Re: Ausländerfeindlichkeit in Schweden nimmt zu

Beitragvon Fischkopf » 1. Juni 2007 07:17

Hallöchen!

Ich finde die Ausländerfeindllichkeit nimmt überall zu und warum
sollte Schweden davon verschont bleiben.
Ich finde es schrecklich, daß wir Menschen nicht in der Lage sind
friedlich miteinander zu Leben.
Was ich aber immer lustig finde, daß fast jeder beim Ausländer
käuft, z.B: Pizza,Eis,Dönner usw, da ist auch keiner Ausländerfeindlich.

Bis dann
Fischkopf

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Re: Ausländerfeindlichkeit in Schweden nimmt zu

Beitragvon Haui » 1. Juni 2007 07:28

Wir sind alle Ausländer,
überall.

Gruß Haui
Man muss nicht jeden Berg selber besteigen,
aber man muss Wissen wer einen die Aussicht beschreibt

http://soedrasverige.blogspot.de/

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oka-kate
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Re: Ausländerfeindlichkeit in Schweden nimmt zu

Beitragvon oka-kate » 1. Juni 2007 07:59

hej,

haui´s worten ist nichts mehr hinzuzufügen!

LG katja
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Re: Ausländerfeindlichkeit in Schweden nimmt zu

Beitragvon Auswanderer » 1. Juni 2007 08:40

Fischkopf hat geschrieben:Ich finde es schrecklich, daß wir Menschen nicht in der Lage sind
friedlich miteinander zu Leben.
Was ich aber immer lustig finde, daß fast jeder beim Ausländer
käuft, z.B: Pizza,Eis,Dönner usw, da ist auch keiner Ausländerfeindlich.


Zunächst: ich selber bin nach Deutschland eingewandert, werde
vielleicht nach Schweden oder sonst wohin im Norden auswandern,
habe einigermaßen dauerhaft in 4 Ländern gewohnt, habe als
Erwachsene die jeweiligen Landessprachen gelernt, auch meine Frau
ist nach Deutschland eingewandert und hat viele Sprachen erst als
Erwachsene gelernt.

Wir wissen also, wie es ist, Einwanderer zu sein, aber auch, wie man
sich integriert. Natürlich sind wir nicht ausländerfeindlich noch sprechen
wir jemandem das Recht ab, irgendwo aus- bzw. einzuwandern. Wir
müssten dann gegen uns selbst sein.

ABER.

Darum geht es nicht. Klar, es gibt die "Deutschland über alles"
Ausländerfeinde, es gibt den pseudowissenschaftlich (und biologisch
schlicht falsch) begründeten Rassismus im Stile der NSDAP, es gibt
Leute, die andere Leute, vor allem Ausländer, hassen usw. Ich glaube,
wir sind hier alle einig, dass keiner so etwas befürworten soll.

Es kann aber auch nicht sein, nur weil ich eine Pizza gegessen habe,
dass ich für offene Grenzen plädiere und andere Kulturen als
gleichwertig oder sogar meiner eigenen überlegen darstelle. Es ist
nicht entweder Döner ist schöner, multikulti ist toll, Hauptsache, ich
fahre keinen deutschen Wagen oder, auf der anderen Seite, Neonazi.

Es gibt viele Leute, auch viele Linke, die ernsthafte Bedenken gegen
den Einfluss mancher überwiegend ausländischer Kulturen haben,
meistens weil sie im Widerspruch zu den Errungenschaften Europas
seit der Aufklärung stehen, sprich Religion ist Privatsache, Männer und
Frauen sind gleichberechtigt usw. Ich finde es schlimm, wenn ich als
ausländerfeindlich eingestuft werde, weil ich es nicht gut finde, dass
in manchen Kulturen die Beschneidung von Frauen an der
Tagesordnung ist. Mord ist Mord, auch ein "Ehrenmord" muss genau
so hart bestraft werden. (Übrigens ist es egal, ob solche Sachen in
einer Religion begründet sind oder nicht. Oft hört man, dass solche
Sachen eigentlich nicht zur Religion gehören. Das ist aus 2 Gründen
ohne Belang. Erstens, das erweckt den Eindruck, man dürfe etwas
dagegen tun, wenn es nicht religiös begründet ist, als ob man es
annehmen müsste, wenn es doch religiös begründet wäre. Zweitens,
es gibt sehr wohl z.B. hohe islamische Geistliche, die die Beschneidung
von Frauen unterstützen. Islam ist nicht nur, was im Koran steht.
Auch die Äusserungen des Papstes sind für die katholische Kirche
wichtig; da sagt man auch nicht, alles steht schon in der Bibel.)

Was man braucht ist eine ernsthafte Auseinandersetzung. Vor allem
in Deutschland hat die Linke lange Kritik an Ausländer vermieden, aus
Angst, als ausländerfeindlich zu gelten. Dies hat dazu geführt, dass es
in vielen Schulen keine Klassenreisen mehr gibt usw. Klar, es ist eine
falsche Reaktion, wenn man sich dann einer Partei zuwendet, die
wirklich böse ausländerfeindlich ist, aber einen Teil der Schuld tragen
die Linken, die jede auch berechtigte Kritik an menschenfeindliche
Traditionen mancher ausländischer Kulturen im Keim ertickt haben.

Viele Ausländer, die sich gegen die Kultur ihres neuen Heimatlandes
wenden, lassen sich aus Prinzip nicht einbürgern. Ihr Einfluss ist
also begrenzt, weil sie nicht wählen dürfen. Wenn sie aber wählen
dürfen, entweder weil man doch Ausländern Wahlrecht gibt, oder auf
Europaebene wenn das entsprechende Land der EU beitritt, dann kann
die Lage plötlich ganz anders aussehen.

Viele Linke setzen sich für bedrohte Völker, z.B. in der Amazonas, ein,
mit der Begründung, jede Kultur hat das Recht zu existieren, auch
wenn manche dieser Kulturen Traditionen haben, die in Deutschland
gesetzeswidrig wären. Warum soll es nicht in Ordnung sein, sich
für die guten Seiten seiner eigenen Kultur einzusetzen?

Gegen Ausländer, die gut integriert sind, hat kein vernünftiger Mensch
irgendwas---oft merkt man gar nicht, dass es sich um Ausländer
handelt. Aber man darf als Bürger der Aufklärung sich gegen
menschenverachtende Traditionen wenden, auch wenn diese eher
unter Einwanderern zu finden sind.

Schweden hat in der Vergangenheit vielleicht auch deshalb weniger
Probleme auf diesem Gebiet gehabt, weil es einen ernsthaften Versuch
gab, Ausländer zu integrieren. Hoffentlich bleibt das so.
Alla dessa dagar som kom och gick, inte visste jag att det var livet.

---Stig Johansson


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