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Schweden
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 Betreff des Beitrags: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 13. November 2008 11:10 
hallo,

ich habe hier unter "land und leute" gelesen. dass es in schweden
ein großes proplem mit rassismus und fremdenfeindlichkeit gab.

meine frage ist :

wie ist es jetzt zur zeit und und bezieht es sich auch auf EU-bürger

und wie ist das einstellung der schweden zu den deutschen , die ins
land kommen ?


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 13. November 2008 11:51 
Alter Schwede
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Registriert: 5. Oktober 2006 10:29
Beiträge: 2204
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Hej Newcomer,
sicherlich gibt es in Schweden eine Ausländerfeindlichkeit, meist ist sie aber versteckt, manchmal wird sie aber auch direkt nach aussen gezeigt. Besonders heftig ist es bei Muslimen oder Mitbürgern anderer Hautfarben. Aufmärsche Rechter Parteien habe ich allerdings erst einmal erlebt bzw. drüber gelesen, war glaube ich, letztes Jahr am Nationalfeiertag in Solna oder so.
Es wäre also falsch zu behaupten, es gibt sowas nicht in Schweden. Unsere Familie wurde mit solchen Dingen nicht konfrontriert, weder direkt noch indirekt.

In Nordschweden soll es einen "Hassprediger" geben, der gegen alles und jeden wettert und teilweise offen im Radio drüber sprechen durfte.

Ich sehe das Problem der Ausländerfeindlichkeit hier unserer Kommune Södertälje verstärkt, allerdings ist hier in manchen Gebieten eine regelrechte Ghettobildung entstanden, wo viele Einwanderer aus dem Iran, Irak ect. stammen und teilweise kaum bis gar kein schwedisch sprechen.

In Deutschland findet man solche Gebiete in Berlin-Kreuzberg, im Münchner Hasenbergl oder auch in München-Neuperlach....


LG JANA

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Man muss 1000 Dinge machen um zu beweisen wie toll man ist.. Aber nur einen Fehler begehen, um nichts mehr wert zu sein !


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 13. November 2008 11:55 
Schweden Guru
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Beiträge: 1265
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Darauf gibt es keine pauschale Antwort.

Die einzige größere rechtsradikale Partei, die Sverigedemokraterna, kommt ziemlich bieder daher - weniger wie die NPD, mehr wie die Republikaner. Sie schafft es in manchen Landesteilen auf beachtliche Stimmenanteile, und es ist nicht unrealistisch, dass sie im nächsten Reichstag sitzen werden.

Fremdenfeindlichkeit ist in Schweden nicht unbekannt. Das Land ist als Einwanderungsland noch nicht so lange im Geschäft und gehört heute zu den bereitwilligsten Aufnahmeländern für Flüchtlinge - was zu regelrechten Ghettos in manchen Städten geführt hat. Das lässt die Gesellschaft nicht unbeeindruckt, und es finden sich immer ein paar Demagogen, um etwas dagegen zu hetzen.

Trotzdem: Geschichten von "nationalen befreit Zonen" und fast schon alltägliche Gewalttaten aus rassistischen Hintergründen sind in Schweden - zumindest in meiner Wahrnehmung - nicht existent.

In meinen drei Jahren als Deutscher in Schweden musste ich mir auch schon manches bieten lassen, aber es waren eigentlich immer andere Ausländer, und es war nie gegen mich persönlich gerichtet. Natürlich stehen die Deutschen bei den Schweden nicht besser da, wenn die Boulevardpresse die Angeklagte in einem Kindermordsprozess permanent als "die Deutsche" tituliert. Den meisten Schweden kann man aber wohl zutrauen, über so etwas hinweg zu sehen.

Über das Image der Deutschen in Schweden ist schon viel geschrieben worden. Wir sind nicht übermäßig populär, aber die Frage ist dann, wer denn dann die populärsten wären. Norweger? Finnen? Glaube ich nicht.

In einer Reportage über die Schweiz sagte ein Redakteur der NZZ einmal, dass die Schweizer die Deutschen nicht mögen, weil sie sich so ähnlich sind. Ein bisschen verhält es sich auch mit den Schweden so - je besser man sich kennt und je näher man sich kulturell steht, desto mehr versucht man sich zu profilieren. Inesbesondere dann, wenn der andere 9mal so viel Bevölkerung hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 13. November 2008 13:51 
Die Schweden sind meiner Meinung etwas "speziell", was ihren Patriotismus anbelangt. Ein bisschen N N - naiv, nervig ...

Heute steht z. B. in der GP, dass 8 von 10 Schweden hinter "Ikea" und dem Unternehmensgründer stehen und voll auf das Unternehmen vertrauen - einfach aus dem einzigen Grund, weil der Unternehmensgründer ein Schwede ist

"Svenskarna känner stolthet över att en av de vara lyckats sa bra". "... att folk uppfattar att företaget tar ett samhällsansvar".

Mir kommt das reichlich "naiv" vor - Ikea ist ein reines Familienunternehmen, das durch seine Organisation sogar nur einen Bruchteil seiner nicht öffentlich bekannten Gewinne in Schweden versteuert. Die Holding sitzt, so meine ich, in Belgien? Der I. Kamprad wohnt und lebt in der Schweiz - aus Steuergründen.

Also - der Nutzen für das "schwedische Volk" ist aus wirtschaflticher Sicht nicht besonders nachvollziehbar - außer möglicherweise, dass man mit billigen Einheitsmöbeln überflutet wird und wo die gesellschaftliche Verantwortung sein soll, erschließt sich mir auch nicht direkt?

Und so verhält es sich eben auch mit der "Fremdenfeindlichkeit": "Die Schweden sind nicht "fremdenfeindlich" - sie fühlen sich eben nur einfach immer ein bisschen besser als der Rest der Welt - einfach, weil sie Schweden sind.

S-nina :D


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 13. November 2008 14:36 
Schwedenfreund
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Beiträge: 767
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S-nina hat geschrieben:

- sie fühlen sich eben nur einfach immer ein bisschen besser als der Rest der Welt - einfach, weil sie Schweden sind.

S-nina :D



ja das stimmt, super ausgedrückt, ich kenne einige kleine Anekdoten wo das zutage kommt, wirkt dann immer etwas "niedlich" :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 13. November 2008 16:44 
Schwedenfreund
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Ach, diese allwissenden Wahrheitsager

Zitat:
sie fühlen sich eben nur einfach immer ein bisschen besser als der Rest der Welt - einfach, weil sie Schweden sind.


Was soll man denn dazu sagen?

Diese Zeilen sagen viel über den, der sie schrieb.

Grüsst
H :smt006 ans

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Leben und leben lassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 13. November 2008 17:15 
Schwedenfreund
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Beiträge: 905
Wohnort: früher Schweden, jetzt Mittelfranken
mach doch einfach noch einmal:
Hans hat geschrieben:
Keine Meinung

Ich ziehe mich aus dieser Diskussion zurück
da es von meinem Gesichtspunkt her nicht weiterführt.

Grüsst
H :smt006 ans


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 13. November 2008 17:19 
Schwedenfreund
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Registriert: 16. November 2007 16:14
Beiträge: 648
Gottfried hat geschrieben:
mach doch einfach noch einmal


Hej Gottfried,

:danke: du hast es wieder einmal auf den Punkt gebracht.

Man muss ja nicht überall seine Meinung abgeben. Nicht
umsonst heisst es: Reden ist Silber, schweigen Gold.

Im Allgemeinen denke ich:
Wenn ich mir die Threads in den letzten Tagen so anschaue,
wäre es das ein oder andere Mal angebracht gewesen, einfach
ein bisschen weniger zu schreiben oder zu sagen, obwohl ich
die Diskussionskultur hier eigentlich sehr mag.

LG Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 13. November 2008 17:45 
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frasimi74 hat geschrieben:
Wenn ich mir die Threads in den letzten Tagen so anschaue,
wäre es das ein oder andere Mal angebracht gewesen, einfach
ein bisschen weniger zu schreiben oder zu sagen,


...wenns dann nur nicht so in den Fingern kribbeln würde :)


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 13. November 2008 18:43 
Zitat:
Was soll man denn dazu sagen?


Vielleich ein paar Worte mehr ...

Zitat:
Diese Zeilen sagen viel über den, der sie schrieb.


Oh, was denn - so zum Beispiel ....?????


S-nina :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 14. November 2008 18:03 
Schwedenfreund
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Registriert: 4. Mai 2008 22:43
Beiträge: 767
Wohnort: Insel Orust
Hans hat geschrieben:
Ach, diese allwissenden Wahrheitsager


Was soll man denn dazu sagen?

Diese Zeilen sagen viel über den, der sie schrieb.

Grüsst
H :smt006 ans


upps , was war denn hier schon wieder passiert???

Du verstehst es mal wieder miß..in Deutschland sagen wir...in den falschen Hals bekommen

So wie ich Nina einschätze ,ist es eine charmante Umschreibung einer nicht unliebenswürdigen Wesensart.

Mir begegnet diese "schwedische" Haltung auch des öfteren
... und sie macht mich dann meistens schmunzelt sprachlos.

Du solltest vielleicht unsere Sätze nicht so lesen wie Du schreibst. :wink:


Lg
Heike


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 14. November 2008 20:46 
Ausländerfeindlichkeit auch gegenueber EU-Buergern?!? Oh ja ich glaube die gibt es.

Ist mir selber gerade vor 3 Wochen passiert. Ich hatte eine Blasenentzuendung und fast 39 Fieber und habe bei der fuer mich zuständigen Hälsocentral angerufen.

Die Schwester hat sich meine Beschwerden anghört und meinte sehr freundlich das ich wohl heute mal kommen muesste (Urinprov etc.). Sie fragte nach meiner Personnummer, hörte die letzten 4 Nummern und plötzlich war die freundlichkeit wie weggeblasen und es hiess "nein fuer Dich haben wir heute keine Zeit" . Zum Schluss bin ich abends nach 18.00 Uhr in der Notfallambulanz des hiesigen Krankenhauses gelandet. Dort wurde mir geholfen.

Ich hoffe nur das ich hier nicht gleich in der Luft zerrissen werde wie woanders............aber ihr seid ja ein freundliches Forum, oder???


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 14. November 2008 21:37 
Alter Schwede
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Speedy hat geschrieben:
Ich hoffe nur das ich hier nicht gleich in der Luft zerrissen werde wie woanders............aber ihr seid ja ein freundliches Forum, oder???


Warum sollte das einer tun?
Deine Erfahrungen waren so und daran kann keiner was rütteln. Wir gehen, als freundliches Forum ja erst mal davon aus, dass man hier die Wahrheit schreibt :)
Was Du erlebt hast ist echt fies. Ich kann eigentlich nur hoffen, dass es ein sprachliches Missverständnis war und Du nur ganz schlecht schwedisch kannst. Wenn es anders ist, finde ich das ziemlich schlimm und überlege grade ob man dagegen was machen kann und ob das dann überhaupt was bringt.
Die Erfahrung hast Du jedenfalls schon gemacht und das Gefühl war sicher ziemlich doof. Von den Schmerzen mal abgesehen...
Tut mir leid, dass das so war. Zum Glück sind nicht alle so und ich hoffe, dass ich weiterhin so nette Ärzte und Schwestern treffe wie bisher.
Ach ja, hier arbeiten sehr viele deutsche Ärzte, obwohl ich sie bisher noch nie dienstlich angetroffen habe. Irgendwie haben die immer grade frei wenn ich da bin... Egal, was ich sagen wollte, wenn da jemand so ist, dann hat er unter Umständen ja auch Ärger mit den Kollegen und da das dann mehr als nur ein armer Hansel ist... Ich hoffe aber echt, dass sowas nicht so arg verbreitet ist. Ist doch egal woher man kommt, vor allem wenn man krank ist.
Hoffe Du bist wieder hergestellt und alles ist ok.

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 14. November 2008 21:45 
Hi Wiebke,

nein kein sprachliches Missverständniss, ich lebe mittlerweile seit 5 jahren hier und bin mit einem Schweden verheiratet, das schwedisch ist sicher nicht perfekt aber fuer sowas reicht es.

Nun ziehen wir bald nach Suedschweden (Varberg) und hoffen, das es dort etwas angenehmer wird.

Danke und Gruss Erika


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 14. November 2008 21:51 
Zitat:
Sie fragte nach meiner Personnummer, hörte die letzten 4 Nummern und plötzlich war die freundlichkeit wie weggeblasen und es hiess "nein fuer Dich haben wir heute keine Zeit" . Zum Schluss bin ich abends nach 18.00 Uhr in der Notfallambulanz des hiesigen Krankenhauses gelandet. Dort wurde mir geholfen.


In diesem Fall würde ich jetzt nicht "Fremdenfeindlichkeit" vermuten - das hört sich eher nach "normaler" Vardcentral an, die ein großes Einzugsgebiet hat, personell unterbesetzt ist oder ganz einfach - wie es bei uns mal eine Zeitlang passiert ist, dass die Krankenschwestern am Telefon erst mal alles abgeblockt haben, was sie nach eigenem Ermessen nicht für wichtig hielten.

Bei unserer Vardcentral kam dieses Vorgehen dann nach einiger Zeit mal ans "Licht" d. h. in die Presse - es wurde eine Weile besser - und heute ist es wieder wie früher - alle, die nach einer gewissen Uhrzeit anrufen, oder wenn es gerade Freitag ist oder sonst was, die werden an die Akutaufnahme im Krankenhaus verwiesen, die bei uns z. B. um 17 Uhr öffnet - rein routinemäßig.

Anhand der letzten vier Ziffern konnte die Krankenschwester nämlich erst sehen, wo du wohnst und vielleicht dachte sie, die hat es nicht weit zum Krankenhaus und es ist besser, die machen die Arbeit mit der Urinprobe dann dort.

Sorry, die ist das nun wieder ein "Negativ"-Beispiel von Schweden - hat aber mit Fremdenfeindlichkeit tatsächlich nichts zu tun.

S-nina

P. S. Die angesprochen Vardcentral befindet sich auch in Südschweden - zwar gleiches Län wie Varberg, nicht aber gleiche Kommune :)


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 14. November 2008 21:59 
Schwedenfreund
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Hej Nina,
jetzt mal kurz OT.

S-nina hat geschrieben:
Anhand der letzten vier Ziffern konnte die Krankenschwester nämlich erst sehen, wo du wohnst......
S-nina


:haeh: :smt017 wie soll denn das bitte gehen?

Gruss
Olli

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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 14. November 2008 22:02 
Was meinst du alles, was anhand deiner PN alles in Erfahrung zu bringen ist...


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 14. November 2008 22:03 
Hej Olli,
die ersten Ziffern sind bei allen Leuten das Geburtsdatum z. B. 19740530-7220 - erst wenn man die letzten vier Ziffern eingibt - erscheinen alle Daten über dich auf dem PC der Vardcentral. OK?

S-nina


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 14. November 2008 22:06 
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Na das hört sich schon anders an. Mit der ganzen Personnummer geht das, aber nicht mit den letzten 4 Ziffern.

Dachte nur Du hast einen neuen Weg zur Einsicht in die Daten gefunden. :shock: :lol:

Gruss
Olli

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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 14. November 2008 22:10 
Zitat:
Dachte nur Du hast einen neuen Weg zur Einsicht in die Daten gefunden.


Nein habe ich nicht - aber man weiß ja nie - das Internet macht ja so einiges möglich.

S-nina

:D


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 17. November 2008 22:16 
Hej!Verfolge schon länger dieses Forum mit grossem Interesse. Lebe selbst seit einem Jahr in Schweden und habe positive wie auch negative Erfahrungen gemacht. So zum Thema "Ausländerfeindlichkeit"habe ich leider erfahren muessen, das man mir bei einer Behoerde wörtlich riet, mich nicht als Deutsche sondern als gebuertige Holländerin (hab 35 Jahre in Deutschland gelebt)fuer einen Job zu bewerben. Ich hätte damit bessere Chancen, da Deutsche
als arrogant und stur eingeschätzt werden. Nicht meine Worte & das fand ich sehr erschreckend und auch traurig. Das nur mal am Rande und ist auch nicht bezeichnend fuer alle. Hej då!


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 18. November 2008 22:15 
Alter Schwede
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freya hat geschrieben:
...da Deutsche als arrogant und stur eingeschätzt werden.


Die Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Ich habe auch durchaus bemerkt, dass die Deutschen manchmal als recht anstrengend angesehen werden. Meine Vorgängerin hat meiner Chefin auch die ein oder andere Bemerkung machen lassen, die nicht ganz ok war. Sie hoffte wohl, dass ich anders sei :) Nun, ich bin auch nicht viel besser und mecker wenn mich was nervt, wie z.B. mehr als 8 Wochen auf den Vertrag oder das Geld warten zu müssen...
Und auch die nächste die da arbeiten soll, und sogar schon die übernächste, wir wollen alle nur Teilzeit, da müssen sie mehrere einstellen, wollen beide mehr als die 100 Kr die Stunde, die man ihnen für den Job mit ständiger Umherfahrerei bieten will. Das finden die in der Chefetage nicht so toll :)
Deutsche haben hier manchmal den Ruf, dass sie schnell meckern wenn sie was stört.
Auch wenn man die unterschiedlichen Sprachen betrachtet, dann gehören die deutschen Eltern schon zu denen, die eher mal den Mund aufmachen.
Ich finds gut, bin aber ja auch selber so... :roll:

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 19. November 2008 14:24 
Hallo alle zusammen!

Ich wohne seit einem Jahr in Schweden. Mir selber ist die Fremdenfeindlichkeit hier hin Schweden bisher erspart geblieben. In dieser Woche stand jedoch in der Zeitung eine Meldung, die mich etwas stutzig machte. Das Migrationsverket hat sich dort zu einem Artikel hinreißen lassen. Es wurde dabei festgestellt, daß die Schweden bei der ohnehin schon schweren Arbeitsmarktlage nun auch noch Konkurenz von Einwanderern bekommen bei der Arbeitsplatzsuche. Eine hier schon erwähnte Partei rief in diesem Artikel dann auch noch die schwedischen Arbeitgeber dazu auf, ihre freien Stellen nur mit schwedischen Arbeitskräften zu belegen. Ich fand diesen Artikel etwas seltsam, da er sich am Anfang mehr wie eine Zusammenfassung einer Statistik vom Migrationsverket angehört hat.

Vielleicht versteckte Ausländerfeindlichkeit?


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 19. November 2008 14:34 
Schweden Guru
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Registriert: 25. August 2008 15:19
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Wohnort: Gustavsberg
Das Thema taucht momentan immer wieder auf - die Bedingungen für Arbeitsgenehmigungen werden gelockert:
http://www.migrationsverket.se/swedish/at/nya_regler.html

Wenn man sich das anschaut, dann verblassen die Befürchtungen in Richtung Billigarbeiterschwemme doch ziemlich, weil schwedische Löhne eingehalten werden müssen und der Arbeitgeber schon eine Menge tun muss, um sich einen solchen Arbeitnehmer anzustellen.

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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 19. November 2008 15:32 
Zitat:
und wie ist das einstellung der schweden zu den deutschen , die ins
land kommen ?


Ich meine es herrscht in Schweden nicht unbedingt eine wohlwollende Einstellung gegenüber Deutschen. Die Medien bedienen sich allzu gerne den gängigen Klischees - wie z. B.
die Deutschen sind bürokratisch und lieben "Zucht und Ordnung"
die Deutschen sind arrogant und grob
und noch vieles mehr, was ich nicht unbedingt "charmant" finde.

Die größte Tageszeitung in Göteborg ist die GP und es vergeht keine Woche, ohne dass man irgendwelche "komischen" Artikel dazu lesen muss - hier der neueste vom Samstag in der Beilage "Tva dagar"

http://www.gp.se/gp/jsp/Crosslink.jsp?d=613&a=457638

Hierin erfährt der schwedische Leser z. B. über Berlin:

Zitat:
Berlin: tysk ordnung och berusad gatudans
Berlin. Associationer till det glada livet eller mänskligt förtryck. Staden som blandar tysk ordnung med kosmopolitisk vildsinthet. Staden som söker sin plats i dagens Europa.


Berlin: deutsche Ordnung und berauschter Straßentanz
Berlin. Assoziationen zum glücklichen Leben oder menschlicher Unterdrückung. Die Stadt, die deutsche Ordnung mit kosmopolitischer "wilder Gesinnung" vereint. Die Stadt, die ihren Platz in Europa sucht.


Der schwedische Journalist auf dem Weg nach Berlin macht natürlich gleich folgende Begegnung:

Zitat:
En av dörrarna öppnas och naturligtvis kliver en av poliserna rakt fram mot mig.
- Der reisepass, bitte!
Javisst, passet har jag i bakfickan och trots alla löften om fri rörlighet i Europa, inte bara för varor utan också för människor, så verkar man körd om man inte har pass. Särskilt om man sitter och läser tidningen på en trottoarkant och inte råkar vara välklippt och välklädd i slips och kostym.


Eine der Türen öffnet sich und natürlich kommt ein Polizist direkt auf mich zu.
"Der Reisepass, bitte!"
Ja sicher, den Pass habe ich in meiner Hosentasche und trotz aller Versprechungen um freie Mobilität in Europa, nicht nur für Waren, sondern auch für Menschen, so scheint es doch aussichtlos zu sein, wenn man keinen Pass hat. Besonders, wenn man Zeitung auf einem Bürgersteig liest und nicht gerade frisch frisiert oder gut glekleidet mit Krawatte ist.


Und wie sehen die anderen Deutschen aus, die der Journalist sonst noch so trifft:

Zitat:
Ett par står där också och väntar på bussen. Dem är det ingen polis som bryr sig om.
- Vad ville de? frågar mannen på knackig svenska med tysk brytning. Han har blonderat hår och Trelleborgs fotbollströja slickad över ölmagen.


Ein Paar steht auch noch dort und wartet auf den Bus. Um sie kümmert sich kein Polizist.
"Was wollten die? fragt der Mann in gebrochenem Schwedisch mit deutschem Akzent. Er hat blondiertes Haar und ein Trelleborg-Fussball-T-Shirt über seinen Bierbauch gespannt.


Zitat:
- Ja, du veet, ein kontrollstat hier, fortsätter han. De ser allt! Det är ingen skillnung nu och på gamla kommunisttiden. Die same, die same! Här i Sassnitz är det lika mycket poliser som i Berlin.


Ja, du weeisst , ein Kontrollstaat hier, fährt er fort. Die sehen alles! Es gibt keinen Unterscheidung jetzt und der früheren Kommunistenzeit. Die "same", die "same"! Hier in Sassnitz gibt das genau so viele Polizisten wie in Berlin.
Und hier eine schwedische Beschreibung über Kreuzberg (was für Schweden wohl auch so ungefähr das Interessanteste an Berlin zu sein scheint) und gleichzeitig auch der Abschluss dieses äußerst "interessanten" Artikels:

Zitat:
Lastbil efter lastbil kör sakta framåt genom Kreuzberg. Technomusiken pumpar fram ur lastutrymmena, kastar sig fram och tillbaka mellan husen. Folk i alla åldrar, alla färger, alla sorters kläder och utstyrslar, fulla och nyktra, dansar i en energi som flyger omkring åt alla håll och kanter. Berusning! Plötsligt, mellan två av lastbilarna, rusar en gammal man i stort vitt skägg omkring som en galning. Han vräker sig fram över asfalten belyst av den ena lastbilens strålkastare; han är smidig som en kobra, kroppen rör sig som den vore tjugo år yngre. En ung, mörkhyad kvinna glider fram mot mannen. De börjar dansa tillsammans, denna omöjliga, men ändå fullt möjliga, konstellation. Han har åldern för att ha varit med om kriget, för att ha upplevt förtrycket, det omöjliga i att dansa vild och galen med en kvinna som inte är ariskt ren med vit hud. Hon kanske har flytt från något annat förtryck någon helt annanstans. Eller så är hon helt enkelt född och uppvuxen i det nutida, kosmopolitiska Berlin.
En stad som så gärna tycks vilja vara centrum i det nya mångnationella Europa. Utan förtryck?


Lastwagen nach Lastwagen fahren langsam durch Kreuzberg. Technomusik pumpt aus den Lasträumen heraus, hallt wieder von den Häusern. Leute in allen Altersgruppen, allen Farben, allen Arten von Kleidern und Ausstattungen, betrunkene und nüchterne, tanzen mit einer Energie, die überall in alle Richtungen und Ecken fliegt. Betrunkenheit!
Plötzlich taucht zwischen zwei Lastwagen ein alter Mann mit großem weißem Bart auf, wie ein Verrückter. Er drückt sich vor über den Asphalt, der von einem der Lkw-Scheinwerfer beleuchtet ist; er ist geschmeidig wie eine Kobra, der Körper bewegt sich, als wäre er 20 Jahre jünger. Eine junge, dunkelhäutige Frau gleitet vor, hin zu dem Mann. Sei beginnen zusammen zu tanzen - diese unmögliche - aber dennoch voll mögliche - Konstellation. Er hat das Alter, um im Krieg mit dabei gewesen zu sein, die Unterdrückung miterlebt zu haben, das Unmögliche im wilden und verrückten Tanz mit einer Frau, die nicht arisch rein ist, mit weißer Haut.
Sie ist womöglich aus einer anderen Unterdrückung, irgendwo ganz anders, weggezogen.
Oder so ist sie ganz einfach im heutigen, kosmopolitischen Berlin geboren und aufgewachsen.

Eine Stadt, die so gerne das Zentrum des neuen multinationellen Europas sein möchte. Ohne Unterdrückung?



Ich habe versucht, den Text in Auszügen zu übersetzen, wo er mir am meisten "merkwürdig" vorgekommen ist.

So richtig positv konnte ich den nicht finden. :roll:


S-nina


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 19. November 2008 15:52 
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Registriert: 14. Januar 2008 12:20
Beiträge: 1464
Wohnort: 23858 Reinfeld
Hallo S-Nina,

danach müßten doch die Schweden Mitleid mit den Deutschen haben, die nach Schweden auswandern.

Klischees über Nationalitäten gibt es überall und einige Klischees stimmen ja auch oft, z.B., dass der Deutsche lebt um zu arbeiten und nicht arbeitet, um zu leben.
Und dass die Bürokratie hochgehalten wird, aber in Schweden arbeiten trotzdem viel mehr Personen in Behörden. Auch das Obrigkeitsdenken kommt nicht von ungefähr, obwohl es genügend Deutsche gibt, die nicht so denken.

Es ist wohl genauso, wenn die Deutschen sagen:
in Schweden ist es immer kalt, alle Frauen sind blond, aller Männer trinken gerne einen über den Durst. Wer differenzieren kann, weiß, dass es nicht auf ganz Schweden zutrifft.

Grüße Aelve

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Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
http://www.traumhausschweden.de


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 19. November 2008 16:07 
Zitat:
Hallo S-Nina,

danach müßten doch die Schweden Mitleid mit den Deutschen haben, die nach Schweden auswandern.

Es ist wohl genauso, wenn die Deutschen sagen:
in Schweden ist es immer kalt, alle Frauen sind blond, aller Männer trinken gerne einen über den Durst. Wer differenzieren kann, weiß, dass es nicht auf ganz Schweden zutrifft.


Ja Aelve,

ich befürchte, die Schweden haben tatsächlich "Mitleid" mit uns "Ausgewanderten".

Zumindest sind sie wohl davon überzeugt, dass wir ja einen Grund zum "Flüchten" haben müssen. Und Inga Lindström tut ja das Ihrige dazu, um den Eindruck dann komplett zu machen.

Mich hat mal ein schwedischer Kommunalpolitiker gefragt, als ich ihm mit einer recht unbequemen Frage auf die Nerven gegangen bin, ob ich denn nicht ein anderes Problem hätte, über das wir diskutieren könnten, z. B. ob ich nicht noch irgendwelche Verwandten hätte, die nach Schweden auswandern wollten, um hier "bidrag" zu bekommen. :roll:

Natürlich trifft das nicht auf ganz Schweden zu - und selbstverständlich treffe ich hier auch jeden Tag ganz normale, nette Menschen, die differenziert denken und handeln.

Was mich von Zeit zu Zeit etwas erstaunt, dass die GP (die größte Tageszeitung im Göteborger Raum)
immer wieder diese Klischees bedient - als eine Art Mantra und noch nie habe ich gelesen, dass es in Deutschland auch mal was Positives geben könnte, vom billigen Alkohol und der Autobahn mal abgesehen.

Das finde ich schade und auch recht einseitig.

Man stelle sich mal einen solchen Artikel wie oben in der Süddeutschen über Schweden vor - also andersrum.

S-nina


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 19. November 2008 18:04 
Hej!
Gestern war ich auf einer ziemlich langweiligen Veranstaltung des Stockholmer Goetheinstitutes zur Frage, warum die Deutschen Schweden lieben (http://www.goethe.de/ins/se/sto/ver/sv3616372v.htm). Der Diskussionsleiter war mal als Diplomat in Deutschland tätig und sagte, es sei immer besonders leicht gewesen in Deutschland Werbung für Schweden zu machen. Die beiden Journalisten meinten, dass es sehr schwer sei, negative Berichte über Schweden in den deutschen Medien zu platzieren. Ich habe da Zweifel, weil ja zum Beispiel die Schwedenkrimis nicht unbedingt ein Inga-Lindström-Bild Schwedens zeichnen aber dennoch sehr beliebt sind. Über die Lindström-Filme wurde sich übrigens regelmäßig lustig gemacht, was ich mittlerweile ein bisschen öde finde. Jedenfalls wurde auch kurz über das Deutschenbild der Schweden gesprochen und der Gesprächsleiter sagte, Vorurteile gegenüber den Deutschen seien, sie sind in Gruppen laut, sprechen nicht gerne Englisch und bringen ihre eigene Wurst nach Schweden. Vorurteile sollen das sein? Naja.
Die Journalisten meinten, dass die schwedischen Medien Deutschland eher ignorieren. Mit Medien bezeichneten sie wohl Fernsehen und Radio, in Dagens Nyheter kann man nämlich regelmäßig Artikel über Deutschland lesen (in der letzten Woche bspw. ein langer Bericht zum Baader-Meinhof-Film, eine Zusammenfassung des Habermas-Interviews in der Zeit und einen Artikel zum Tatort-Jubiläum).
In der DN stand neulich auch mal ein Artikel über Berlin und da konnte man u.a. lesen, dass man in Stockholm bei einer guten Feier sagt, dass es beinahe so wie in Berlin gewesen sei: "Nästan som i Berlin" http://www.pastan.nu/klubb/nastan-som-i-berlin-1.48709

Grüße,
Tilmann


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 19. November 2008 18:11 
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tilmann hat geschrieben:
Die Journalisten meinten, dass die schwedischen Medien Deutschland eher ignorieren. Mit Medien bezeichneten sie wohl Fernsehen und Radio, in Dagens Nyheter kann man nämlich regelmäßig Artikel über Deutschland lesen (in der letzten Woche bspw. ein langer Bericht zum Baader-Meinhof-Film, eine Zusammenfassung des Habermas-Interviews in der Zeit und einen Artikel zum Tatort-Jubiläum).


Sehe ich auch so - Angela Merkel ist mehrmals pro Monat in der Zeitung zu finden, obwohl es ja wohl genügend europäische Staatschefs gäbe, die man zeigen könnte. Allerdings hat die DN auch einen Berlin-Korrespondenten, was das natürlich verstärkt. Im Fernsehen bleibt ja nicht viel übrig, wenn man die ganzen amerikanischen und englischen Serien wegnimmt - da ist es kein Wunder, dass Deutschland nicht so präsent ist.

Naja, die Lindström-Filme sind auch ein Unikum. Dass man sich Städte wie London und New York für Filme so hingebogen hat, wie sie einem passen, kam ja schon oft vor. Aber wo sonst hat es das jemals gegeben, dass ein ganzes Land zur Kulisse für seichte Filme degradiert wurde?

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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 19. November 2008 19:07 
Zitat:
Vorurteile gegenüber den Deutschen seien, sie sind in Gruppen laut, sprechen nicht gerne Englisch und bringen ihre eigene Wurst nach Schweden.


Zu den Englischkenntnissen der Deutschen - hier ein lustiges Video:

http://www.boreme.com/boreme/funny-2006/sinking-p1.php

Mein Sohn hat mir das so erzählt:

Ein schwedisches Boot kommt auf deutschen Gewässern in Seenot und meldet:

Mayday, Mayday we are sinking.

Der Deutsche antwortet:

Whats are you thinking .?


S-nina :D


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 19. November 2008 19:14 
Zitat:
Whats are you thinking .?


. ?

hatte ich vergessen, einzufügen ... :D


S-nina


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 19. November 2008 19:17 
Hatte ich doch eingefügt - aber das Wort "./über" wird anscheinend "zensiert" - jetzt fehlt es schon wieder.

:roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 19. November 2008 20:51 
Schwedenfreund
Schwedenfreund

Registriert: 2. März 2008 19:27
Beiträge: 420
Wohnort: Skatteby Gård
Feindlich? Kaum!

Möglicherweise sehr verwundert und ein wenig unverständlich.

Die Diskussion hier im Forum selber gibt Hinweise wie
man sich über Deutsche wundert.

Das stolpernde Englisch von leitenden Politikern.
Den deutschen Humor hört man selten und
versteht sicher weniger davon.

Die grossen regionalen Unterschiede in Deutschland.
Schweden ist Transparant aber für Schweden ist
Deutschland unüberschaulich.

Deutsche Politik unbegreifbar.

Und die scheinbare Abwesenheit von Demut ist merkbar.

Die deutschen Turisten tragen auch zum Unverständnis dazu.

Man kann den Eindruck bekommen dass manche Turisten glauben,
wenn man Mutterseelen allein im Wald sich hinstellt,
dass kein Mensch davon weiss.

Man weiss ganau wer durch die Gegend fährt.
Gestern ein Holländer, vorige Woche ein Deutscher.

Und die standen da und da.
Haben da was gekauft usw.

Schon anhand von diesen Sachen wird ein Bild gemalt von dem
der Deutsche meist unwissend ist.

Wenn man dann obendrein noch glaubt dass die Schweden so und so sind,
deshalb und darum, ist es doch klar dass die gegenseitigen
Bilder anders aussehen.

Grüsst
H :smt006 ans

_________________
Leben und leben lassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 30. November 2008 13:02 
Hallo an alle hier
Ich brauche das Thema garnicht so hoch stecken, es gibt eben auch ausländerfeindlichkeit in kleinem masse. Kleines Beispiel
Es fehlen in Schweden ca 200 000 tausend Wohnung und Häuser. Nun komme jährlich tausende Deutsche und Dänen und immer mehr Holländer und kaufen die kleine Torps und Häuser zu Preisen die Schweden nicht Finanziert bekommen
Die Preise werden regelrecht nach oben getrieben. Da ist ein Haus eigendlich 250 000 SEK Tausend Wert und wird dann zu 500 000 tausen SEK Verkauft.
Die Schweden machen ne lange Nase.(Banken beleien anders in Schweden selten 100%
) Besonders wenn dann noch Großkotzig sich verhalten wird. Da gibt es schon öfter mal Unmut und man wird auch geschnitten. So ist das für Schweden sehr verwunderbar nicht Reich zu sein. Deutsche haben Geld! So verändert sich sofort die freundlichkeit der Schweden, wenn sie sehen das man selber nicht in Geld badet und auch hier lebt. Die Ferienhäuser Besitzer sind Geduldet, weil sie Geld haben und das ins Land bringen, mehr nicht!
Was Arbeit angeht da sind Deutsche beliebt bei Arbeitgebern. Fleisig, Pünktlich usw. Bei Arbeitskollegen sieht das dann schon mal anders aus. Da macht dann ein Deutscher schon mal den Akkort kaputt.
Eines ist eben auch klar, wir sind Ausländer egal wie lange wir hier wohnen, und das merkt man eben.

Grüße Kasriel


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 Betreff des Beitrags: Re: ausländerfeindlichkeit in schweden ?
BeitragVerfasst: 10. September 2011 22:24 
Also ich klinke mich hier mal ein.
Neu hier und damit erstmal Hallo ;)

Ich finde die Gedanken schon wichtig, aber bedenkt....
das es jeden Ostdeutschen in der Westdeutschen Provinz auch nicht anders geht.
Ich kannt einen Oberfranken der in Dresden lebte.
Wir kamen klar da ich nur 50 km Nördlich der "Grenze" in Thüringen aufgewachsen bin
und der Dialekt der selbe war.
Er wurde in Dresden wegen seines "schlechten" Deutsches oft nicht ernstgenommen und
aufgezogen....was das "gute" Deutsch sein soll konnte mir keiner der Sachsen sagen...

Ich denke sowas wie Misstrauen gegen Imigranten gibts überall und ist auch eine voll natürliche Reaktion.
Niemand will seinen Reichtum seinen Kindern wegnehmen und stattdessen einen Ausländer
aufnehmen.

Das sind Urängste die man nur ändern kann wenn man beweist das man Lernwillig ist
und sich Integrieren will.
Sieht man das der Imigrant sich Integriert und ein produktiver bestandteil der
Wertegemeinschaft wird...verfliegen die Vorurteile von selbst.

Und mit verlaub. ich Lebe seit 10 jahren in Westdeutschland..da kommt immer einer
der meint mir Erzählen zu müssen was alles schlecht an uns Ossis ist.
Mir ist das mittlerweile vollkommen egal wenn die Welt-zeitung wiedereinmal
den Bösen Osten darstellt...die wollen genauso wie die Schwedische GP Zeitung
nur mit Angstthemen und Stereotypen Geld verdienen.
Schaut euch mal an was da über Kopftücher geschrieben wird....das ist in Deutschland
auch nicht besser (Ost wie West)

Ich lebe prima mit vielen Menschen in Deutschland West wie Ost..das einzige was die alle
mir mir gemein haben ist das Sie alle eine Immigrationserfahrung haben und
daher wissen was Vorurteile sind.

Wenn man in eine Region Europas zieht in der weniger Menschen Auswandern
wird man immer auf Irritationen stoßen.
Vergleicht solche sachen immer mit anderen...dann relativiert sich das.
Oder seit Ihr in der Fußballmanschaft ein Dorf weiter vollintegriert?

Das gitbs überall.
Und dann kommen noch die Mythen der Vergangenheit dazu die jede Nation gerne hält
um sich gegen den Bösen (meist von Außerhalb) besser darzustellen.

Geht mal in ein Bayerisches Wirtshaus und hört euch die Stammtischbrüder mal an....

Da wird immerden Stereotypem mehr geglaubt was in der Bildzeitung steht (Kopftuchdebatte)
als das was wirklich ist....
So ists halt auch mit der GP nyheter

Gruß und Kopf hoch!
Lieber zur Völkerverständigung beitragen ;)

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