Arzt, was mache ich wenn...

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HeikeBlekinge
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Re: Arzt, was mache ich wenn...

Beitragvon HeikeBlekinge » 10. März 2009 14:07

Weisst Du Thomas,
das hat mich gestern schlichtweg ziemlich sauer gemacht was Du geschrieben hast. So etwas hör(t)e ich von schwedischen Ärzten. Vertröstungen. Falsche Diagnosen, ach, das ist alles halb so schlimm und vermutlich so und so.... 0 Treffer! Deutsche Ärzte haben mich einst bei gleichen Symptomen umgehend behandelt und notoperiert. Was im Nachhinein auch sein musste! (Von wegen die deutschen behandeln zu viel - und die Schweden halten also ausrecheind hin?). In Schweden liess man mich ohne Erklärungen oder Ergebnisse in der Akuten "herumliegen", 2 Notaufnahmen, heftigste Schmerzen die nur mit Morphium erträglich waren und welche ich so beschrieb das ich lieber nochmal 4 Kinder auf einmal bekommen wuerde als das weiter zu ertragen veranlassten niemanden der Sache doch mal richtig auf den Grund zu gehen.
Interessiert es dich näher um was es sich handelte, kannst Du mich per PN kontaktieren.
Also entschuldige meinen Ausbruch, den Du jetzt evtl. etwas nachvollziehen kannst.
Ich kann dir nur von Herzen wuenschen, das Du all deine guten Vorsätze beibehalten kannst, und so mit deinen Patienten sprechen und umgehen kannst wie du es jetzt wohl noch tust, tun kannst, die bestmögliche Diagnostik betreiben darfst, sei es per Blutabnahme oder maschinell etc. Denn ich glaube nicht daran, das es so sein wird.
Ich kenne ein paar deutsche Ärzte, denen genau das beim Wechsel sehr zu schaffen machte, bzw noch macht. Und das kann ich mittlerweile recht gut nachvollziehen.
Denn erst einmal kommt das landstinget, welches vorschreibt was gemacht werden darf, der Arzt tun darf, wieviel Geld ueberhaupt ausgegeben werden darf... und dann, ganz weit hinten irgendwann, der Patient.
Da bleibt einem enthusiastischen Arzt nicht mehr viel vom Eid des Hippokrates uebrig.

Wie gesagt: Dir alles Gute!
Und bleib hier im Forum erhalten, damit du dieses oder nächstes Jahr vom Gegenteil ueberzeugen kannst. Oder aufweist, wie man dieses oder jedes rechtfertigen, dh besser nachvollziehen könnte.

LG
Heike
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Re: Arzt, was mache ich wenn...

Beitragvon vinbär » 10. März 2009 14:25

Das hast Du schön geschrieben, liebe Heike. Leider ist es oft genau so. Wer´s nicht glaubt, der lebt nicht hier, bzw. hat grosses Glueck.

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Gottfried
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Re: Arzt, was mache ich wenn...

Beitragvon Gottfried » 10. März 2009 14:59

Hej!

Ich bin lieber mit meiner Krankheit zurück nach Deutschland gegangen.
So wie`s Thommy ausdrückt: "Man måste vara frisk för att orka vara sjuk i Sverige" kann ich`s nur unterstreichen:
Ich möchte nicht in Schweden sterben, nur weil das ach so tolle System halt so ist und man das gefälligst so als Auswanderer zu aktzeptieren hat.
Ich kenne, berufsbedingt, einen Sack voll Ärzte in Schweden und in Deutschland und treibe mich mein Leben in Krankenhäusern rum :oops: :wink: . Ich habe nun das (ach so schlechte) System in Deutschland wieder kennen lernen dürfen.................. und ich finde es sehr viel besser!
Ich muss nun nicht mehr notfallmäßig in ein anderes Land fliegen! Und ich lebe noch immer!
Gut so..... lycka till Sverige!
Und ich bin immer noch sehr gespannt auf die Berichte von Thomas im Jahr 2011, dessen Leidenschaft und Begeisterung ich sehr bewundere.

LG :smt006

Gottfried

nysn

Re: Arzt, was mache ich wenn...

Beitragvon nysn » 10. März 2009 15:08

Auch wenn ich jetzt Gefahr laufe, auf die Trollwiese abgeschoben zu werden, aber das muss ich unbedingt loswerden.

Und zwar zum Thema "Dellwarzen":
Die hatte mein Sohn auch bekommen: Erst riefen wir die Ferndiagnose - Sjukvårdsrådgivning - an, um das Problem zu schildern. Da die gute Frau ja am Telefon nicht sehen konnte, was das ist, bekamen wir dann die übliche Empfehlung - zur Schulschwester oder zur Vårdcentral. Die Schulschwester war zu der Zeit auf unbekannte Zeit hinaus krank und die Vårdcental auch unerreichbar bzw. dort hätten wir einen Termin in einigen Wochen bekommen, da die dortige Krankenschwester am Telefon unser Problem nicht sonderlich dringend eingestuft hatte.

Mir wurde das Ganze dann nach einer Weile im wahrsten Sinne des Wortes zu DUMM: Ich habe auf dem Internet gesucht, was das sein könnte und bin dann schließlich auch mit Abbildung fündig geworden: z. B. Hier http://www.medizinfo.de/hautundhaar/viren/dellwarze.htm

Danach wurde mir klar, die Dinger sind harmlos und wir wollen die loswerden: das geht z. B. durch Ausdrücken. Ich habe mir Desinvon besorgt, Watte, Wattestäbchen und Inotyolsalbe (die wird in Schweden als Allerheilmittel für rote Babypopos in der Apotheke verkauft). Dann haben wir OPERIERT - jeden Abend habe ich einige ausgedrückt - desinfiziert und mit Inotyolsalbe beschmiert ....

ES HAT GEHOLFEN - nach einigen Wochen waren die vollkommen weg - ohne Narben.

WARNUNG: Ich rate nicht nur Nachahmung!

Meinem Sohn hat das Ausdrücken fürchterlich weh getan - er musste halt, so seine Mutter, einfach die Zähne zusammenbeißen - er ist ja schließlich halber Wikinger und da muss man durch.
Er hat mir diese Prozedur übrigens nie mehr richtig verziehen.

Das erklärt vielleicht, warum das schwedische Gesundheits-/Krankensystem so effizient ist - weil die Leute, so wie ich, wenn es einem zu dämlich wird, einfach die Methode DO IT YOURSELF ausprobieren. Auf diese Weise werden wir wahrscheinlich auch bestens abgehärtet und uns wirft so leicht wohl nichts mehr um - schließlich waren die Vorgänger der heutigen Ärzte ja auch die Bader, Schröpfer - hier in Schweden übernehmen wir diese Rolle selbst.

Die Ärzte dürfen sich dann eben auch nicht mehr wundern, warum wir ihnen nicht mehr den nötigen Respekt entgegenbringen - das schwedische System zwingt uns ja quasi zur Methode "zurück ins Mittelalter".

S-nina


Admin-Hinweis: Keine Angst, S-ina. Die Trollwiese ist für SPAM, Beleidigungen, unfaire persönliche Angriffe ... Und für Trolle, die einfach nur Unfrieden stiften wollen! Da gehört dein Beitrag wohl kaum hin ;-)
Zuletzt geändert von Dietmar am 10. März 2009 22:54, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Admin-Hinweis

vinbär
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Re: Arzt, was mache ich wenn...

Beitragvon vinbär » 10. März 2009 16:58

Wenn´s nicht so traurig wahr wäre, hätte ich Tränen gelacht. Brilliant, danke S-nina. :danke:

Jaja, die vårdcentral

Re: Arzt, was mache ich wenn...

Beitragvon Jaja, die vårdcentral » 10. März 2009 23:10

S-Nina hat vollkommen recht: In Schweden gewöhnt man sich ab, zum Arzt zu gehen. Erstens kriegt man keinen Termin, zweitens keine wirkliche Hilfe (hinlegen, Paracetamol nehmen, abwarten) und drittens ist Diagnostik in Schweden nur ein schönes Wort im medizinischen Lexikon. Beim Arzt selbst wird man ja auch kaum untersucht, mehr als ggf. Blutproben kriegen die kaum hin. - Es ist und bleibt ein Rätsel, dass so viele Menschen ausserhalb Schwedens noch immer ein Loblied auf dieses sog. Gesundheitssystem singen.

jörgT
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Re: Arzt, was mache ich wenn...

Beitragvon jörgT » 10. März 2009 23:26

Wenn man Euch hier liest, kann einem schlecht werden: Ärzte sind alle arrogant, überbezahlt und in Schweden auch noch "gehirngewaschen" - mir kommt die Galle hoch!
Wie würdet Ihr das auffassen, wenn ich das von IT-Leuten, Technikern oder anderen Leuten behaupten würde!
Schönen Dank für solche Patienten!!!
Und der arme Thomas dachte auch noch, Ihr seid an einer sachlichen Diskussion interessiert ...
Ich gehe jetzt schlafen, sonst steigt mein Blutdruck ...
Jörg

PS: Bei dem Ton hier gehört die ganze Diskussion eigentlich auf die Trollwiese!


Admin-Hinweis (Trollwiese):
Hej Jörg, das sehe ich nicht so.
Die Leute kennen und meinen ja nicht dich persönlich; sondern berichten einfach von ihren eigenen Erfahrungen.
Das ist natürlich subjektiv, und bestimmt nicht immer ausgewogen oder gar "gerecht".
Zuletzt geändert von Dietmar am 11. März 2009 08:49, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Admin-Hinweis

schwedenoma

Re: Arzt, was mache ich wenn...

Beitragvon schwedenoma » 11. März 2009 01:20

schwedenoma muß wieder einmal dagegenhalten. Ihr könnt ja alle Eure negativen Erfahrungen hier ins Forum stellen. Alles ist schlecht, nur in Deutschland ist alles besser? So verstehe ich es. Ich lebe schon seit 12 Jahren in Schweden. Ich muß noch etwas zu Deutschland hier darlegen. Man kann darüber diskutieren. Wer aber auch die negativen Seiten in Deutschland erlebt hat, sollte gewisse Schlüsse ziehen. Ich habe sie erlebt. Um aber hier darüber zu diskudieren, muß ich etwas weiter ausholen?
Nach einer Bandscheiben-OP 1988 bildete sich bei mir Narbengewebe im Wirbelkanal?
Ärtzte können es eventuell nachvollziehen. Dieses Narbengewebe drückte von nun an auf meine Nerven. Solange die Ärtze in Deutschland an mir Geld verdienen konnten, Einbau eines Nervenreizgerätes und damit Plockierung der Schmerzen war ja noch alles in Ordnung. Da sich aber die Schmerzen verschoben und das Rückenmarkreizgerät seine Funktion nicht mehr erfüllen konnte und auch eine Verschiebung keine Vorteile mehr brachte, war ich ab da für die Ärzte oder die Loppy
uninteressant geworden? Auch die Aussage meines Hausarztes, ich kann dir zwar Schmerzmittel verschreiben, aber anders kann ich dir nicht helfen,da ich keine Ahnung von deiner Erkrankung habe, war für mich schon ein Schock? Und wenn ich Schmerzmittel brauche, so sind diese das Letzte, danach kommt Morfium. Auch bin ich in Deutschland zur Behandlung gewesen und mußte feststellen, in den Krankenhäusern von Hamburg habe ich keine oder eventuell eine Behandlung nach Anmeldung in 8 Wochen erhalten. Ich will mich hier nicht Aufregen, nur die Behandlung in Deutschland entspricht nicht meinen Vorstellungen und in Schweden hatte ich bis jetzt immer eine Hilfe. Jedoch muß ich dazu sagen, bei meiner Herz-OP haben die mir verabreichten schwedischen Schmerzmittel nicht mehr gewirkt. Da ich aber noch meine Schmerzmittel von Deutschland hatte, konnte ich meine Schmerzen lindern. Krank sein ist nicht gleich Krank? Jeder der nach Schweden kommt, muß sich auch mit dem schwedischen Krankensystem auseinander setzen?
Nicht alles bekommst Du, was Du in Deutschland bekommst, dafür ist es ein anderes Land, aber deswegen sollte man positiv denken? Du lebst hier, Du mußt Dich damit arrangieren und was kann ich ändern, wenn Du in einer Kommune wohnst, wo Du mit dem Krankensystem Probleme hast. Ich lebe mit meinem Problem und kämpfe für mich und andere, und wenn es etwas bringt, dann können wir zufrieden sein?
In diesem Sinne,
Schwedenoma

hansbaer

Re: Arzt, was mache ich wenn...

Beitragvon hansbaer » 11. März 2009 09:07

schwedenoma hat geschrieben:schwedenoma muß wieder einmal dagegenhalten. Ihr könnt ja alle Eure negativen Erfahrungen hier ins Forum stellen. Alles ist schlecht, nur in Deutschland ist alles besser? So verstehe ich es. Ich lebe schon seit 12 Jahren in Schweden. Ich muß noch etwas zu Deutschland hier darlegen. Man kann darüber diskutieren. Wer aber auch die negativen Seiten in Deutschland erlebt hat, sollte gewisse Schlüsse ziehen. Ich habe sie erlebt. Um aber hier darüber zu diskudieren, muß ich etwas weiter ausholen?


Ich weiß nicht, wieso viele hier den Komplex haben, dass man jede negative Aussage über Schweden gleich so umdeutet, dass daraus die Aussage wird, dass in Deutschland alles besser ist.

Du vergleichst hier eine akut notwendige Behandlung (Herz-OP) mit chronischen Beschwerden. Dass man niemanden mit Herzinfarkt im Wartezimmer krepieren lässt, ist ja klar. Dies aber so umzudeuten, dass das schwedische System besser ist, halte ich für falsch.

In Deutschland:

positiv:
- in der Regel kurze Wartezeiten auf Standardbehandlungen
- freie Arztwahl
- Zahnbehandlungen werden bezahlt

negativ:
- es gibt eine Zweiklassenmedizin (soll angeblich jetzt besser werden)
- die Beiträge sind recht hoch
- Leute liegen wegen Platzmangels auf den Krankenhausfluren
- man muss fürs Fernsehen und Telefon im Krankenhaus bezahlen
- man wartet auch schonmal ein paar Monate auf eine Hüftoperation
- lange Wartezeiten in der Arztsprechstunde

In Schweden:

positiv:
- zügige Terminvergabe bei der Vårdcentral
- Keine Wartezeit in der Sprechstunde
- größtenteils moderne Einrichtungen auf hohem Standard
- gutes Betreuungsverhältnis

negativ:
- unzureichende Personalausstattung, insbesondere im Sommer
- oft mehrmonatige Wartezeiten auf Facharzttermine
- notwendige Behandlungen werden wegen der Wartezeiten oft gefährlich aufgeschoben
- Reduktion der Patient-Arzt-Kontakte auf ein Minimum
- weniger persönliche Kontakte zum Arzt (welcher Arzt behandelt kann sich von Besuch zu Besuch unterscheiden)

Wer sich bemüßigt fühlt, kann diese Listen gerne noch verlängern oder korrigieren.

Man muss diese einzelnen Punkte abwiegen, und da sage ich: wenn ich innerhalb 8 Wochen behandelt werde und für den Fernseher extra zahlen muss, dann ist mir das lieber als wenn ich einen kostenlosen Fernseher habe, dafür aber 6 Monate warten muss und dann den Arzt nur einmal sehe.

In beiden Ländern stirbt keiner, weil er nicht dran kam. Aber ich finde, als Patient sollte man einen Anspruch darauf haben, in einem angemessenen Zeitraum behandelt zu werden, und das wird in Schweden systematisch nicht gemacht. Das ist ein massiver Mangel, und das nicht für kritikwürdig zu erklären, weil in Deutschland alles noch schlimmer sei, greift definitiv zu kurz.

Übrigens, liebe Schwedenoma: in deiner Altersgruppe mag das alles vielleicht auch besser wirken, weil bei vielen Warteschlangen alte Menschen priorisiert werden. Meine Freundin durfte deswegen 6 Monate auf eine Magenspiegelung warten. Natürlich ist es richtig, dass alte Leute im Gesundheitssystem den Vortritt haben, aber wenn dann die anderen wegen Kapazitätsmängeln so lange warten müssen, dass die Magenbeschwerden schon ein stattliches Geschwür oder noch schlimmeres sein können, dann ist das einfach nicht tragbar.

vinbär
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Re: Arzt, was mache ich wenn...

Beitragvon vinbär » 11. März 2009 09:26

jörgT hat geschrieben:Wenn man Euch hier liest, kann einem schlecht werden: Ärzte sind alle arrogant, überbezahlt und in Schweden auch noch "gehirngewaschen" - mir kommt die Galle hoch! [...]

Ich bin sicher, dass niemand hier Ärzte generell anklagen oder den Berufsstand in schlechtes Licht ruecken wollte. Es wurde ja auch gesagt, dass es natuerlich auch hier gewissenhafte, tuechtige,engagiertes med.Personal gibt. Die einzelnen subjektiven Erfahrungen spiegeln aber doch drastisch die Unzufriedenheit und Hilflosigkeit wieder, die so mancher wiederholter Male mit dem Gesundheitssystem gemacht hat. Auch wenn sich das Problem als nicht dramatisch darstellt möchte man vielleicht eine Erklärung dafuer. Die erschwerte Zugänglichkeit in Kombination mit ausbleibender Information und Diskussion ueber die geplante Behandlungsweise tragen meiner Meinung nach nicht unerheblich zu der schlechten Meinung bei.
Wenn ich abgesehen davon mit einem Techniker, Handwerker, IT-Spezialisten unzufrieden bin, dann kommt der mir nicht mehr ins Haus- und die Rechnung wird erst bezahlt, wenn die Arbeit ordentlich erledigt ist. Die wenigsten können im Moment noch in Schweden den Arzt frei wählen und als Nichtmediziner kann man sich auch nicht in allen Krankeitsdingen selber helfen, bzw die Lage richtig einschätzen und das fuehrt zu Unsicherheit, der oft nicht begegnet wird.
Zuletzt geändert von Dietmar am 11. März 2009 10:45, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Admin-Hinweis: Bitte keine Voll-Quotes! Zitat sinnerhaltend gekürzt.


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