Artikel in der DN, warum Deutsche nach Schweden auswandern

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Smultron

Re: Artikel in der DN, warum Deutsche nach Schweden auswande

Beitragvon Smultron » 28. November 2007 17:16

Diesen Service bieten die Städt. Büchereien in meiner D-Wohnumgebung leider noch nicht.

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Imrhien
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Re: Artikel in der DN, warum Deutsche nach Schweden auswande

Beitragvon Imrhien » 28. November 2007 18:51

Was die hilfsbereitschaft angeht... da hab ich ein sehr schönes Erlebnis gehabt die Tage.
In der förskola und der öppna förskola werden zur Zeit schon die Lieder für Lucia und Weihnachten geübt. Ich habe nach einem Textblatt gefragt und darum gebeten, dass man mir doch bitte eine CD empfehlen könnte, damit ich die Lieder auch daheim hören und üben kann. Die Frau die die öppna förskola macht, hat mir jetzt eine Kassette aufgenommen. Sie hat alle Lucia-Lieder und noch einige mehr darauf selbst gesungen. Sie hat sich extra in der förskola erkundigt welche Lieder da noch gesungen werden, damit mir auch ja keines fehlt. Natürlich hat sie mir auch CDs empfohlen und die Frau in der Bibliothek sucht schon Bücher raus, die ich mit meinen Kindern zum schwedisch Lernen anschauen kann... so viel Hilfsbereitschaft ist mir schon lange nicht mehr untergekommen. Eigentlich habe ich hier noch keine anderen Erfahrungen gemacht. Zugegeben, es sind erst 6 Wochen aber in der Zeit haben wir erstaunlich viele Bekanntschaften gemacht.
Ach ja, Jochens Kollegen hatten mich ja zu zwei Veranstaltungen der Firma eingeladen. Julbord in der Firma und noch einmal in der ABB-Arena. Da wir keinen Babysitter haben so schnell, den die Kinder auch kennen und verstehen, haben sie jetzt gefragt ob nicht jeder von uns an einer Veranstaltung teilnehmen will. Ich meine, es sind die Kollegen meines Mannes aber sie wollen, dass ich zu der Feier komme...
So was habe ich in Deutschland nun wirklich noch nicht erlebt.

Volker
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Re: Artikel in der DN, warum Deutsche nach Schweden auswande

Beitragvon Volker » 28. November 2007 19:25

Hallo zusammen,

ich habe den Eindruck, dass die Hilfsbereitschaft mit der Zeit nachlässt. Vielleicht kommt das einem nur subjektiv so vor, weil man sich daran gewöhnt hat. Oder man spricht besser schwedisch und macht einen weniger hilfsbedürftigen Eindruck. Am Anfang sind die Mitmenschen verständlicherweise auch sehr neugierig und finden das spannend und schmeichelhaft, wenn jemand aus einem reichen Industrieland einwandert.

Irgendwann wird man aber als einer dieser vielen mit "migragtionsbakgrund" gehalten. Meinen Akzent werde ich wohl nie loswerden. Neulich hat jemand gedacht, ich komme aus Skåne, was ich als Kompliment aufgefasst habe. Es ist mir eben nicht möglich, das R zu rollen. Deshalb werde ich recht oft für einen Dänen gehalten. Anderen Deutsche geht das ebenso. Macht es überhaupt Sinn, jetzt die Frage zu stellen, ob die Dänen oder Deutschen beliebter sind. Ich glaube nicht.

Zschirli

Re: Artikel in der DN, warum Deutsche nach Schweden auswande

Beitragvon Zschirli » 29. November 2007 09:16

@skogstroll: gestiegene Strompreise bei Vattenfall haben unseren ganzen Strassenzug hier tagelang erzuernt! Und das dauert bei unseren gemuetlichen Nachbarn eher lange, bis sich da mal einer aufregt. Nach gemeinsamer Recherche sind wir alle jedefalls zu folgendem Schluss gelangt: es wird gewechselt. Zu Skellefteå-Kraft, die haben nämlich die guenstigeren Tarife. Vielleicht ist das ja auch eine Alternative fuer euch? Erkundige dich doch mal, ob die auch bei euch anbieten ...

Und wegen der Schneefräse: wir sind mit unserer Werkstatt hier dafuer bekannt, unmögliches möglich zu machen (so es denn machbar ist) ... wenn es dir also helfen wuerde: sind nächste Woche ohnehin in deiner Gegend und meine bessere Hälfte bietet an, sich deine Fräse mal anzusehen ... darfst dich gerne melden ...

LG Nicole :wink:

Zschirli

Re: Artikel in der DN, warum Deutsche nach Schweden auswande

Beitragvon Zschirli » 29. November 2007 09:25

ach so ... wegen der Spanbriketts - ein Freund unseres Nachbarn (hihi ... ohne Beziehung geht eben nichts) hat eine Firma hier, die diese Dinger in grosser Vielfalt herstellen. Da könnte man sicher zu einem guenstigen Preis was organisieren, falls du Interesse hast. Jedenfalls hat unser lieber Nachbar das angeboten (zur Ehrenrettung der Schweden :wink: )
Also, falls noch Bedarf besteht, lass uns einfach wissen, welche du genau brauchst.

LG Nicole

Storstadstjej

Re: Artikel in der DN, warum Deutsche nach Schweden auswande

Beitragvon Storstadstjej » 29. November 2007 11:16

@Wiebke
Bei uns in der Firma wird Julbord auch zusammen mit der Familie gefeiert, soweit ich das überblicken kann ist es in vielen Firmen gang und gebe. Bei uns kommen auch Kinder mit.

Zu der Hilfsbereitschaft kann ich nur eins sagen - ich habe in D unfreundliche Menschen getroffen, deren Lieblingsbeschäftigungen das "Messer in den Rücken stechen" und "andere Menschen in die Pfanne hauen" ist, aber auch liebe, nette und auch mürrische äusserst hilfsbereite Menschen. Dagegen gibt es in Schweden fast ausschliesslich lächelnde Zeitgenossen - unabhängig, ob sie Dir gegenüber wohlwollend eingestellt sind oder Dir - lächelnderweise, das Messer in den Rücken stechen. Hauptsache nach aussenhin sind sie nett...

@ Volker
Ich bin letztens auch für eine Dänin gehalten worden, dabei rolle ich das "R" in bester osteuropäischer Manier und spreche ansonsten mit einem ziemlich deutlichem Silvia-akzent.

Volker
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Re: Artikel in der DN, warum Deutsche nach Schweden auswande

Beitragvon Volker » 29. November 2007 12:41

Ja, mit der Zeit verliert alles Neue seinen Glanz und die Schweden sind auch nur Menschen. Trotzdem stört es mich, wenn man in Deutschland durch seine Heiterkeit gegenüber fremden Menschen oft einen verdächtigen Eindruck macht (Drogen? Alkohol? psychisch gestört? weltanschaulich naive Lebenseinstellung?).

Also ich bleibe hier, weils mir hier einfach gut gefällt und die Schweden mir sympathisch sind und ich auch so ähnlich "ticke". Und es besaufen sich ja auch nur ein Bruchteil der Schweden vor Betreten eines Flugzeuges, was ich als die unangehmste Eigenschaft empfinde. Meine Antwort darauf als Vielflieger sind Ohrenstöpsel. Es gibt für fast alles eine Lösung.

Deutschland habe ich nie als meine wirkliche Heimat empfunden, da ich dummerweise (oder glücklicherweise) auch im Ausland aufgewachsen bin. Ich will nicht völlig ausschließen eines Tages in ein anderes Land mit Ausnahme von Deutschland umzuziehen. Es wäre dann ein englischsprachiges Land, denn mit einer weiteren Fremdsprache möchte ich mich nicht mehr intensiv befassen. Schweden habe ich mir jedenfalls als mein Stammsitz ausgesucht.


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