Arbeitsmoral

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Zschirli

Re: Arbeitsmoral

Beitragvon Zschirli » 5. April 2008 13:19

:lol: genauso ist es! Ich hatte ehrlich gesagt nicht mal damit gerechnet, dass er auftaucht. Nur die Abflussrohre, die wir brauchten (und die es hier nirgendwo gibt - deswegen hatten wir ihn ja bestellt-) hab ich nun immer noch nicht. :? Alles andere hätten wir auch allein hingekriegt. Naja. Warten wir auf nächste Woche. Oder so. :lol:

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Re: Arbeitsmoral

Beitragvon janaquinn » 5. April 2008 13:25

Ohje, ich glaube man hat mich entweder falsch verstanden oder mich verwechselt :cry: ! Ich habe doch nirgendswo geschrieben, dass man
1. geächtet wird, wenn man Hausfrau ist....ich arbeite auch zuhause, auch wenn ich einen Arbeitsvertrag habe
2.habe ich doch von unserer Situation geschrieben, bzw. Leuten, die nicht gerade in der Baubranche oder im IT-Bereich arbeiten.
Dort verdient man sicherlich mehr als in Deutschland.
3. Habe ich nirgendswo geschrieben, dass es uns hier schlechter geht.
ABER es ist bekannt, dass es gerade um die Grosstädte wie Stockholm, Malmö, Göteborg ect.... teurer ist, egal ob man kauft oder mietet.
Für die Miete, die wir hier (gerne) zahlen, würde ich bei Nicole sicherlich ein halbes Dorf bekommen.
Ich habe nur versucht zu berichtigen, was in einschlägigen Fernsehsendungen vorgegaukelt wird, bevor jemand dann bei Vertragsabschluss enttäuscht ist, weil er entweder weniger oder gerade mal gleich viel Gehalt bekommt wie in D.

Wir haben es auch, irgendwie, geschafft, mit einem Gehalt zuleben, aber in Stockholm ist das nunmal sehr schwer.
Und da man nun mal teilweise nicht weiss, wo es einen Jobtechnisch hinverschlägt, ist vielleicht eine Aussage von jemanden der hier lebt, auch nicht schlecht, oder??

In diesem Sinne
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Re: Arbeitsmoral

Beitragvon oldschwede » 5. April 2008 15:21

bei 20.000 kr kommt man auf ca 13400 bis 14200 max

nysn

Re: Arbeitsmoral

Beitragvon nysn » 5. April 2008 21:00

ABER es ist bekannt, dass es gerade um die Grosstädte wie Stockholm, Malmö, Göteborg ect.... teurer ist, egal ob man kauft oder mietet.
Für die Miete, die wir hier (gerne) zahlen, würde ich bei Nicole sicherlich ein halbes Dorf bekommen.


Vor einigen Tagen konnte man in der Zeitung DI (Dagens Industri) lesen, dass man für den Preis eines einzigen Hauses in Sundbyberg 17 Häuser in Töreboda, Västra Götaland, bekommt.
(Man ging von einem Standardhaus aus - ca. 140 m2, mit normal großem Grundstück). Für den Preis eines Hauses im Vorort Enskede, Stockholm, kann man sich in Kramfors, Västernorrland, immerhin noch
13 Häuser leisten.

So sehen die Unterschiede zwischen Stadt und Land in Schweden aus - übertragen auf den Arbeitsmarkt, würde ich sagen, dass es in Stockholm äußerst wenige Haushalte gibt, die nur von einem Gehalt leben können, auch wenn Stockholm vom Gehaltsniveau auch bedeutend über dem Landesdurchschnitt liegt.

:)

helden

Re: Arbeitsmoral

Beitragvon helden » 7. April 2008 13:08

Tack,

für die vielen Antworten, man muss sich wohl einfach mehr vom deutschen Denken lösen.

Die Antworten sind uns auf jeden Fall eine große Hilfe!

:danke:

Schöne Grüße

Die Helden

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Re: Arbeitsmoral

Beitragvon stavre » 7. April 2008 14:06

s-tina hast aber eins vergessen

die häuser in åre sind genauso teuer wie in stockholm.

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Re: Arbeitsmoral

Beitragvon Steppenwolf » 7. April 2008 14:47

Ich empfinde das arbeiten hier sehr entspannt. Solange man sein Zeug macht gibt es keine Probleme. Habe nicht das Gefuehl, dass mir ständig auf die Finger geschaut wird so wie in Deutschland. Wenn ich nebenher im Internet surfe so wie jetzt schaut mich auch keiner blöd an. Wenn ich morgens ne Stunde zu spät komme arbeite ich abends halt ne Stunde länger. Da regt sich niemand auf. Nur die Spezies die erst gegen mittag zur Arbeit kommen bekommen auf die Finger geklopft.

Pause hab ich mittags eine Stunde aber auch während der Arbeitszeit ist es kein Problem mal ein Päuschen zu machen. Wir haben hier sogar einen speziellen Raum zum entspannen mit Massagestuhl.

Das die Kollegen nach der Arbeit alle getrennte Wege gehen kann ich nicht bestätigen, im Gegenteil. Mir ist es sogar persönlich etwas zuviel der gemeinsamen Unternehmungen. Wir haben hier 120 Mitarbeiter und ein recht familiäres Arbeitsumfeld. Da hat praktisch ständig jemand Geburtstag oder gibt Partys auf denen man eingeladen ist. Da komme ich mir manchmal schon wie ein Spielverderber oder Langweiler vor weil ich auch mal Zeit fuer mich brauche und nicht ständig an der Bierflasche hängen will.

helden

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Beitragvon helden » 7. April 2008 15:00

Hallo,

eigentlich ist mehr unser Plan, dass ich arbeite und mein Mann bei den Kindern bleibt und max. halbtags arbeitet oder seine Kreativität als Maler weiter auslebt und lukrativ umsetzt.

Ich las, dass Frauen in Schweden gut gefördert werden, gerade bei Führungsjobs?!

Ist man geächtet als Tagesvater oder Hausmann bzw. Familienmanager, wie man es entsprechend verpackt?!

Ich fände es für die Kinder besser, wenn einer von uns Zeit für sie hat oder ist das in Schweden nicht üblich?

Hejdå

Rita Held

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Re: Arbeitsmoral

Beitragvon Steppenwolf » 7. April 2008 15:56

In Schweden ist es soweit ich weiss ueblich, dass beide arbeiten gehen.

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Re: Arbeitsmoral

Beitragvon Skogstroll » 7. April 2008 16:03

Um es mal klarzustellen:
Auch in Schweden müssen Unternehmen Gewinn machen, sonst gehen sie in Konkurs. Dazu muss man die Kosten niedrig halten, und das tut man auch hier indem man für eine zu erledigende Arbeit möglichst wenig Leute zu möglichst niedrigem Gehalt beschäftigt. Und auch in Schweden gibt es Aktionäre, die auf möglichst hohe Gewinne in möglichst kurzer Zeut drängen.
Das ist zunächst mal die einfache ökonomische Wahrheit.

Spezifisch für Schweden ist, dass niedrig qualifizierte Arbeit tendenziell besser och hoch qualifizierte Arbeit tendenziell schlechter bezahlt wird. Das mag gerechter klingen, aber auch da kann man bei genauerem Hinsehen seine Zweifel haben. Auch in Schweden ist man nach dem Studium erstmal kräftig verschuldet.

An mancher Stelle mag das Arbeitsklima besser sein, aber das kann man bestimmt nicht generell sagen. Und ich schrubbe auch meine unbezahlten Überstunden.

Wer wegen des Geldes nach Schweden geht, wird höchstwahrscheinlich enttäuscht sein. Wie überall regeln Angebot und Nachfrage den Preis, auch den der Arbeitskraft. Ist man in einem ausgesprochenen Mangelberuf tätig, hat man Chancen auf ein gutes Gehalt. Sonst eher nicht.

Schweden kann gar nicht das Arbeitsparadies mit wenig Arbeit und viel Kohle sein. Dann wäre es nämlich längst pleite.

Skogstroll


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