Arbeitsmarktsondierung

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tinabiene

Arbeitsmarktsondierung

Beitragvon tinabiene » 11. Dezember 2006 23:41

Hi,

mein Name ist Martina und da ich mir gut vorstellen kann, in nicht allzu ferner Zukunft nach Schweden überzusiedeln, wollte ich fragen, wie der derzeitige Arbeitsmarkt für Diplom-Pädagogen dort aussieht (Nord, Mittel, Süd ist relativ egal).
Für jede Antwort bin ich dankbar. Viele Grüße

Martina

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Olli
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Re: Arbeitsmarktsondierung

Beitragvon Olli » 11. Dezember 2006 23:46

Hej Martina,

guckst Du bitte hier:
http://www.schwedentor.de/forum/viewtopic.php?t=4963.
Ansonsten lies bitte erst im Forum, bevor Du postest.

Gruß
Olli
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glada

Re: Arbeitsmarktsondierung

Beitragvon glada » 12. Dezember 2006 00:09

Naja, Olli, ich habe mir mal die Mühe gemacht, soviel spuckt das Forum bei der Suche nach Dipl. Pädagoge nicht aus.

Ein Freund von mir hat auch Pädagogik studiert, deshalb weiß ich ein bisschen über den Beruf (aber auch wirklich nur ein bisschen), so z.B. dass er wenig mit Soz. Pädagogik zu tun hat.
Ich weiß nicht genau, mit welchem Beruf man deine deutsche Ausbildung hier in S vergleichen kann. Der Begriff Pädagoge wird hier noch mehr mit Lehrern (auch im weiteren Sinne) in Verbindung gebracht. Du solltest vielleicht selbst mal in der Liste der Pädagogen von ams.se schauen:
http://platsbanken.ams.se/data/yrken.fcgi ins leere Fach einfach "pedagog" eintippen und Enter drücken
Oder beschreibe kurz, in welchem Arbeitsumfeld du gerne arbeiten möchtest (die sind in D ja auch recht umfangeich).

Oliver der Zweite

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Re: Arbeitsmarktsondierung

Beitragvon jörgT » 12. Dezember 2006 00:19

Hej Martina,
unter Dipl.-Päd. würde ich mir als einfacher "Schwede" erst mal "Lehrer" vorstellen, oder?
Sollte es etwas anderes bedeuten, wäre dann erst einmal die übertragene Berufsbezeichnung wichtig - den Fall mit der Anerkennung der Ausbildung haben wir hier schon mehrmals besprochen.
Jörg

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Re: Arbeitsmarktsondierung

Beitragvon Olli » 12. Dezember 2006 00:31

Hej Ollie,
war ja auch nur mal ein Vorschlag. Und unter dem link steht doch zb das Lehrer gesucht werden, oder?
Ich hatte Ihre Frage auch, genau wie Jörg, auf die Sparte bezogen.

Wieso eigentlich Oliver der zweite? Du warst doch vor mir hier! :D :wink:

Gruß
Olli
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glada

Re: Arbeitsmarktsondierung

Beitragvon glada » 12. Dezember 2006 07:56

Meines Wissens hat Dipl. Päd. nichts mit dem Lehrerberuf am Hut, die arbeiten eher in Führungspostion in soz. Einrichtungen, als Supervisioren (mit Zusatzqualifikation) oder in anderen mittleren Führungspostionen. Da müsste uns Martina aufklären (nicht das mit der Biene und der Blume, das wissen die meisten wohl. :wink: )
Wieso eigentlich Oliver der zweite? Du warst doch vor mir hier!

Ich dachte nur, weil ich als zweiter geantwortet habe. Aber hier gibt es doch auch gar keine Hierarchien... :wink:

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Re: Arbeitsmarktsondierung

Beitragvon Imrhien » 12. Dezember 2006 10:25

Hallo,
ich bin auch Dipl. Pädagogin und ich kann sagen, dass das Alles und Nichts zugleich ist! Theoretisch sollten wir mal für Führungspositionen in soz. Einrichtungendacht sein und auch mehr verdienen... in der Praxis hast Du als Pädagoge so frisch von der Uni keinen Plan und bekommst keine solche Stelle. Wie auch, da fehlt die Erfahrung. Man kann aber in der Soz.päd oder der Sozialarbeit unterkommen. Aber da man eigentlich nicht hundertprozentig dafür ausgebildet ist... naja es gibt halt viele von den FHs die es sind, die Konkurrenz ist groß.
Ich habe nach meinem SAtudium als Sozialpädagogin in der Familinhilfe (für die die keine Ahnung haben, so ganz grob sowas wie die Supernanny) gearbeitet.
Da ich auch in Schweden arbeiten möchte, stehe ich auch vor dem Problem wie denn dort sowas heisst und was es da alles so gibt...
Ich habe es aber einfacher. Wir ziehen erst um wenn mein Mann eine Stelle hat. Wenn die Kinder dann gut versorgt sind kann ich mich um die Anerkennung meiner Ausbildung kümmern. Über Tipps freue ich mich aber natürlich auch immer :P

glada

Re: Arbeitsmarktsondierung

Beitragvon glada » 12. Dezember 2006 10:49

Die Berufsbezeichnung Sozialpädagoge gibt es auch in Schweden. Die soziale Arbeit ist hier aber anders strukturiert, vieles wird dem Medizinischen zuordnet. Wo in D. ausgebildete Erzieher, Sozialpäd. usw. arbeiten, sind es in S. sjuksköterskor (also Krankenpfleger/-schwestern). Einfach ein bisschen bei ams.se suchen, da gerade bei Stellenanzeigen in diesem Bereich nach "personlig lämplighet" (persönlicher Eignung) gefragt wird, sollte manches auch ohne formelle Anerkennung möglich sein.
Klar ist natürlich, dass man in beiden Bereichen (Soz. wie Med.) in ersten Linie mit Menschen arbeitet und kommuniziert, da ist die Sprache das Allerwichtigste.

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Re: Arbeitsmarktsondierung

Beitragvon Imrhien » 12. Dezember 2006 14:10

glada hat geschrieben: da gerade bei Stellenanzeigen in diesem Bereich nach "personlig lämplighet" (persönlicher Eignung) gefragt wird, sollte manches auch ohne formelle Anerkennung möglich sein.


Na, da hoffe ich, dass meine persönliche Eignung dem entspricht was "die Schweden" suchen. Die haben doch eigentlich nur auf mich gewartet oder? :lol: (Scherz)

glada hat geschrieben: Klar ist natürlich, dass man in beiden Bereichen (Soz. wie Med.) in ersten Linie mit Menschen arbeitet und kommuniziert, da ist die Sprache das Allerwichtigste.


Das ist ja auch einer der Gründe weshalb ich erst nach einem Job suche wenn die Kinder sich eingelebt haben und ich die Sprache so gut spreche, dass ich alles regeln kann und ein Bewerbungsgespräch ohne zu große Holperer überstehe. Ich hoffe das Gehalt meines Mannes, wenn er dann mal eine Stelle gefunden hat, reicht für den Anfang für uns vier damit ich genug Zeit habe schwedisch richtig zu lernen und alles zu regeln. Obwohl noch keine Stelle fest ist fühle ich mich so als würde es nächste Woche losgehen... Muss wohl daran liegen, dass ich hier so viel lese und meine Lust und meine Neugier auf diese Land immer größer werden :P

tinabiene

Re: Arbeitsmarktsondierung

Beitragvon tinabiene » 12. Dezember 2006 18:31

Hej,

vielen Dank (oder stilechter: Tack, bzw. Takk? - in dem einem Sprachführer steht es so, in dem anderen so) für Eure zahlreichen Antworten. Vor allem Dir Olli (dem ersten) für Deinen verda... nett formulierten Tipp, den Du Dir auch gerne hättest schenken können, weil, Du wirst vermutlich vom guten Glauben abfallen, ich doch tatsächlich auch schon auf die Idee gekommen bin, mich vorher im Forum umzuschauen. Aber genauso, wie Olli der zweite (an dieser Stelle doppelt Tack) richtig angemerkt hat: Die bisherigen Beiträge geben nicht viel her, zumal Dipl-Pädagoge nicht = Lehrer ist! Vielleicht solltest Du mal vorher etwas genauer nachlesen, bevor Du einen Beitrag ins Forum stellst.

Um Deine Frage zu beantworten, Olli der zweite, Dipl-Pädagogik ist hier ein rein wissenschaftlicher Studiengang, während Sozialpädagogik viel praktischer orientiert (was auch eigentlich sinnreicher ist). Man spezialisiert sich im Laufe des Hauptstudiums auf bestimmte pädagogische Tätigkeitsfelder, z.B. Erwachsenenbildung, Freizeitpädagogik, Beratung und Diagnose (meine Combi) und muss auch ein Nebenfach über das gesamte Studium belegen (in meinem Fall Psychologie). Tja, und wenn man dann einen Job findet, könnte man theoretisch in der Familienberatung tätig werden, etc.

Aber es geht mir sowieso nicht in erster Linie um mich, was die Nachfrage betrifft, sondern um meinen Freund, der ebenfalls Dipl.-Pädagoge ist (und sich auch ähnlich spezialisiert hat) und quasi "mitziehen" würde/möchte, wenn ich mich als hoffentlich in 2 1/2 Jahren fertige Ärztin (2. Bildungsweg) neu orientiere. Da man über das Thema "Arzt" in bezug auf Schweden wesentlich mehr in Erfahrung bringen kann, als über "Pädagoge", geht ihm momentan etwas die Muffe, ob er da überhaupt was finden kann, daher dachte ich, ich versuch was in Erfahrung zu bringen!

Auf alle Fälle vielen, vielen Dank für die Links, ich (bzw. er) werde mich weiter reinlesen.

Viele Grüße

Martina


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