Arbeitslosigkeit und Krankenversicherung dominierten TV-Deba

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svenska-nyheter
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Arbeitslosigkeit und Krankenversicherung dominierten TV-Deba

Beitragvon svenska-nyheter » 8. Oktober 2012 12:19

Auch wenn die nächste Parlamentswahl erst in zwei Jahren ansteht, haben sich die Parteien schon auf die heißen Wahlkampfthemen festgelegt. Bei der ersten TV-Debatte der Parteivorsitzenden diesen Herbst ging es vor allem um die Themen Arbeitslosigkeit, Staatsfinanzen und Investitionen sowie Gewinne im Pflegebereich. Liv Heidbüchel berichtet.

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(Diese Schweden-Nachricht stammt von SR International. Nachdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden.)

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Re: Arbeitslosigkeit und Krankenversicherung dominierten TV-

Beitragvon meckpommbi » 8. Oktober 2012 17:23

wer um gotteswillen hat den diesen mist geschrieben eine parteigängerin von reinfeld da ziehts einem ja die schuhe aus son propagandagewäsch bin ich eigentlich mehr aus deutschen medien gewohnt
gruss birgit
ich sollte diese meldungen einfach nicht mehr lesen irgendwann krieg ich nen herzinfakt von radio schweden :cry:

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Re: Arbeitslosigkeit und Krankenversicherung dominierten TV-

Beitragvon Pink_Panther » 8. Oktober 2012 18:06

Sowenig ich Reinfeld persönlich mag, seine Politik ist genau das was Schweden nach dieser endlosen Zeit von linker Regierung braucht. Wenn er lange genug dranbleibt, dann wird er die Karre aus dem Dreck ziehen :-)

/Paul

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Re: Arbeitslosigkeit und Krankenversicherung dominierten TV-

Beitragvon meckpommbi » 9. Oktober 2012 00:51

tja das seh ich anders wirst du dir sicherlich gedacht haben wobei mir mister reinfeld persoenlich foellig wurscht ist
gruss birgit

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Re: Arbeitslosigkeit und Krankenversicherung dominierten TV-

Beitragvon Speedy » 9. Oktober 2012 10:30

...wie schön, das es immer wieder so verschiedene Ansichten gibt. Da macht es Freude mitzulesen und evtl. auch mal einen Kommentar abzugeben. Vor allem wird hier zwar "gestritten" aber doch eigentlich immer kultiviert, oder?

Gruss Speedy

PS in D war ich Sozialdemokrat hier bin ich nicht mehr

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Re: Arbeitslosigkeit und Krankenversicherung dominierten TV-

Beitragvon meckpommbi » 9. Oktober 2012 15:34

ich streite mich gern politisch das finde ich wichtig :schwedentor2: es wird viel zu wenig politisch diskutiert und gestritten
gegenteilige meinungen gehoeren dazu so lange mein gesprächspartner nicht in brauner sosse ertrinkt oder gewalttätig extremistisch wird
wenn ich besser englisch koennte hätte ich mich glatt im hydepark mal auf ne kiste gestellt :lol:

ich war frueher wohl mal links heute wuerde ich mich eher als demokrat bezeichnen gerade auch deswegen weil ich die demokratie in grosser gefahr sehe

speeda:PS in D war ich Sozialdemokrat hier bin ich nicht mehr
magst du erklären warum ?

in deutschland wuerde ich nicht ums verrecken die gruenen wählen, hier habe ich es getan bei der letzten wahl
gruss birgit

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Re: Arbeitslosigkeit und Krankenversicherung dominierten TV-

Beitragvon Speedy » 9. Oktober 2012 16:36

[ISBN][/ISBN]
Hi Birgit,

hier in Schweden bin ich Chef einer Firma und die muss laufen. Aber die Errungenschaften der Sozis sind hier ganz schön teuer. In D bin ich nach Schröders erstem Jahr aus der SPD ausgetreten, er war nicht mehr SPD sondern CDU, fand ich jedenfalls. Demokrat bin ich auch, keine Frage.

Gruss Erika

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Re: Arbeitslosigkeit und Krankenversicherung dominierten TV-

Beitragvon meckpommbi » 9. Oktober 2012 17:28

taj soweit bin ich nie gekommen
zu ost zeiten war ich gut indoktrinisiert aber doch noch nicht gut genug nach meiner kandidatur mitglied der SED zu werden wurde dies abgelehnt mit der begruendung ich spalte die partei . ein z9iemlich einmaliger vorgang aber heute sehr belustigend
in die spd wollte ich damals eintreten hatte den antrag schon abgegeben und dann stand ich in der hauptpost bei einem kollegen am fenster und musste zusehen wie die polizei auf anweisung des SPD senats der hansestadt rostock die aktivisten Beate Klarsfeld und ehemalige verfolgte verfolgte die im ns system in guestrow im knast sassen genau dorthin wieder gebracht wurden - weil sie eine gedenktafel ans rathaus anbringen wollten http://www.taz.de/!100354/
mein antrag wurde verschlammt ich sollte einen neuen stellen, habe ich natuerlich nicht getan - ich war bedient 1992 seid dem hat mich keine partei mehr überzeugen koennen.
und jetzt habe ich wenn ich deutsche presse und fernsehen verfolge lauter Déjà-vu-s und die meldungen von radio schweden sind auch nicht gerade so wie ich mir guten Journalismus vorstelle
gruss Birgit

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Re: Arbeitslosigkeit und Krankenversicherung dominierten TV-

Beitragvon Pink_Panther » 9. Oktober 2012 21:05

Schweden war zu lange links. Viel zu viele faule Leute, die geschickt auf die Tränendrüse drücken konnten, durften sich auf Kosten von denen welche arbeiteten, einen faulen Lenz machen. Im Gegensatz zu Deutschland (die Nachkriegsgeneration duldete keine Drückeberger und Schmarotzer), konnte Schweden als unbeschädigte Nachkriegs-Industrienation lange Zeit aus dem Vollen schöpfen und die Bevölkerung entwickelte eine sehr (!) soziale Einstellung, wenn ich das mal so formulieren darf. Mittlerweile fragen sich aber immer mehr Menschen, warum Sie sich anstrengen und ausbilden sollen, wenn Sie im Endeffekt nur ein wenig mehr bekommen als diejenigen, welche Trittbrett fahren.

So - ganz knapp (und sicherlich nicht ganz gerecht) zusammengefaßt!

/Paul

Otto

Re: Arbeitslosigkeit und Krankenversicherung dominierten TV-

Beitragvon Otto » 10. Oktober 2012 09:23

Schweden hat seit den 80er Jahren irgendwie den Anschluss verpasst. Ich bin mir bewusst, dass jetzt viele deutsche Migranten sich empören.
Wie Paul/Pink-Panther oben sagt, so hat man in Schweden in der Nachkriegszeit aus dem Vollen geschöpft, man hatte eine intakte Industrie, Güter, die man in der Welt brauchte und große Industrieunternehmen.
Dazu eine immens große Verwaltung - 70 Prozent der Schweden waren in Hochzeiten beim Staat angestellt, heute ist dieser Anteil immer noch recht hoch.
Leider sind aber zu diesen alten Großunternehmen nicht mehr viele neue hinzugekommen. Eher gab es einen Rückgang. Viele Unternehmen sind inzwischen auch in ausländischem Besitz und haben ihren Hauptsitz in aus steuerlicher Sicht bessere Länder verlegt, z. B. AstraZeneca, ABB, Volvo Cars usw. In Forschung u. Infrastruktur wurde in den letzten Jahren auch nicht mehr ausreichend investiert, so dass Schweden da inzwischen auch in einen Mittelplatz abgerutscht ist. Ein Beispiel wäre hier die Eisenbahn. Es gibt also einige große Unternehmen und viele, viele ganz kleine. Einen richtigen "Mittelstand", wie es z. B. in Bayern oder B-W der Fall ist, gibt es hier eigentlich nicht.
Schweden hatte immer sehr extreme politische Unterschiede: ganz extrem links die Palme-Zeit, dann Anfang der 90er den totalen Umschwung auf Privatisierungen, krasse Einschnitte in die schwedischen Wohltätigkeiten usw. Es gab im Unterschied zu Deutschland nie eine richtige Mitte.
Es wird schwierig sein, da rauszukommen. In den letzten Jahren hat man versucht, sich aus dem Dilemma herauszukonsumieren, mit dem Ergebnis, dass Schweden eine gigantische private Verschuldung hat. Hinzu kommt eine Jugendarbeitslosigkeit von 25 %. Man rettet sich momentan und brüstet sich in typisch schwedischer Angeber-Manier damit, dass man durch das Fernbleiben vom Euro und dank der niedrigen Staatsschulden "vorbildlich" in Europa sei ... doch wenn der Wind aus den für Schweden wichtigen Exportländern nun schärfer weht, wird sich die Situation auch hier dramatisch wenden. Viele werden wieder bei den "Sossar" ihr Heil suchen, andere flüchten sich zu den nationalistisch angehauchten Sverigedemokraten. Persönlich hoffe ich, dass die Reinfeld-Regierung nochmals eine Chance bekommt. Für mich sind die zwar nicht "das Optimale", doch irgendwie die bessere Alternative.


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