arbeit in s ohne sprachkenntnisse?

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Gottfried
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Re: arbeit in s ohne sprachkenntnisse?

Beitragvon Gottfried » 8. Januar 2009 14:29

:danke: Wiebke!

genauso wars gemeint..... :wink:

LG :smt006


gottfried

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Aelve
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Re: arbeit in s ohne sprachkenntnisse?

Beitragvon Aelve » 8. Januar 2009 15:19

Hallo Gottfried und Wiebke,

Eure Meinung in Ehren, aber jeder hat seine Erfahrung und Ihr seid nicht die einzigen, die Erfahrungen habt und warum sollten Eure Negativerfahrungen nun für alle gelten, für überall in Schweden und für jeden Menschen?

Wenn hier jemand sagt, er würde erstmal jede Arbeit annehmen, dann gehe ich davon aus, dass er auch einfache Küchenarbeiten annimmt oder Hausmeistertätigkeiten oder Verkaufstätigkeiten. Wenn dann die Sprachkenntnisse besser sind, dann kann er sich ja immer noch in einem anderen Berufszweig bewerben.
Selber wird hier laufend von Euch, die Ihr jetzt aufschreit, gesagt, als Deutscher muß man erstmal nehmen, was man bekommt an Arbeit, man kann oft nicht in seinem erlernten Beruf arbeiten, da man dazu als Deutscher zu wenig Chancen hat und nur durch Protektion in eine Stelle reinrutscht. Genau das kann man, wenn man erstmal mit einfachen Arbeiten anfängt und dort zeigt, dass man bereit ist, zu arbeiten.
Bisher haben alle Leute, die ich in Schweden kenne und die in den letzten Monaten nach Schweden ausgewandert sind, eine akzeptable Anstellung gefunden. Nicht unbedingt in ihrem erlernten Beruf aber teilweise berufsnah. In Pflegeheimen sind auch immer wieder Hilfskräfte gefragt und es gibt auch selbständige Deutsche, die dann gerne einen Deutschen als Mitarbeiter einstellen, wenn sie wissen, dass er eine gute Arbeitsmoral hat.
Ich habe nie behauptet, dass man in Schweden eine Garantie auf einen Arbeitplatz besitzt, in D ist es keinesfalls besser mit dem Arbeitsmarkt und dort bekommt man als Aushilfskraft sicherlich keine 10 - 12 Euro die Std., das bekommt man wenn man Glück hat, gerademal in seinem erlernten Beruf.
Ich kenne viele hier in D, die als Elektriker mit 7,50 Euro Brutto Stundenlohn abgespeist werden. Ist es da nicht allzu verständlich, wenn derjenige dann nach besseren Aussichten schaut? Und was hat er zu verlieren?

Die Ausgangsfrage war, ist es überhaupt möglich, ohne Sprachkenntnisse eine Anstellung zu finden und ich behaupte: ja es ist möglich, wenn man Abstriche zu machen bereit ist, einfache Arbeiten annehmen will und sich dann vor Ort Sprachkenntnisse aneignet und sich dann versucht, beruflich zu verbessern.

Grüße Aelve
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Re: arbeit in s ohne sprachkenntnisse?

Beitragvon oldschwede » 8. Januar 2009 15:50

das ist wieder son ding

ich glaube das die frage eigentlich unnötig ist weil er die sich selber beantworten kann
schlecht wie überall auf der welt gleich schlecht
jeder mit genügend verstand weiß, das die möglichkeit ohne sprachkennnisse in dem gewünschten lande eine vernünftige arbeit zu bekommen als sehr gering zu werten sind.

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Re: arbeit in s ohne sprachkenntnisse?

Beitragvon MichaelR » 8. Januar 2009 15:55

Ich habe in Schweden angefangen zu arbeiten und hätte keinerlei Schwedisch-Kenntnisse benötigt, Arbeitssprache war und ist offiziell Englisch. Arbeite in einer Uni und alle wichtigen Meetings werden auf Englisch abgehalten, auch wenn inzwischen alle "Internationalen" im Department relativ gut Schwedisch sprechen. Alles andere (Fika, Mittag, ...) läuft auf Schwedisch.

Was ich damit sagen will: Es ist möglich ohne Schwedisch-Kenntnisse in Schweden zu arbeiten, selbst in einem "vernünftigen" Job. Wobei es davon abhängt, was man machen will/kann.
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Re: arbeit in s ohne sprachkenntnisse?

Beitragvon Aelve » 8. Januar 2009 15:59

Hallo Oldschwede,

in diesem Fall handelt es sich um eine Person, die will nur für einige Monate mit ihrem Freund nach Schweden gehen während seines Auslandssemesters und in den wenigen Monaten eine kleine Aushilfstätigkeit finden. Und da wäre es ja nun auch verkehrt, zu behaupten, dass das nun ganz unmöglich wäre, nur weil keine Schwedischkenntnisse vorhanden sind. Es wird schwer, aber es ist nicht gänzlich ausgeschlossen, vorübergehend einfache Arbeiten ausführen zu können z.B. im Küchenbereich oder als Putzfrau oder als Kindermädchen beispielsweise bei deutschen Einwanderern oder für Arbeiten in der Tourismusbranche, Ferienhäuser säubern, in Jugendherbergen aushelfen. Ich könnte noch eine Menge Arbeiten aufzählen, wo man nicht unbedingt schwedisch sprechen muß. Es geht ja auch vieles in englisch.

Grüße Aelve
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Re: arbeit in s ohne sprachkenntnisse?

Beitragvon oldschwede » 8. Januar 2009 16:17

ich sag ja extra: gering und schlecht , und nicht unmöglich etwas zufinden .

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Re: arbeit in s ohne sprachkenntnisse?

Beitragvon Imrhien » 8. Januar 2009 17:13

Hej,
Also ich hatte doch eigentlich schon geschrieben, dass mir aufgefallen ist, dass es hier in dem Fall nur um ein paar Monate geht. Da sieht die Lage doch eh ganz anders aus.
Aber nun was anderes. Habe ich gesagt, dass ich schlechte Erfahrungen gemacht habe? Naja, dass ich gegen eine Schwedin die deutsch spricht das Rennen um eine Stelle verloren habe, das könnte man als solche bezeichnen. Ich baue meine Erfahrungen aber nicht darauf. Klar kann man hier eine Stelle ohne schwedisch bekommen. Gibts immer wieder. Mein Mann konnte auch nur wenig schwedisch als er seine Stelle bekam. Aber das ist ein spezieller Job, er wurde speziell dafür gesucht. In manchen Branchen spricht man mehr englisch als in anderen. Im "normalen" Joballtag darf man nicht davon ausgehen, dass man ausgerechnet englisch oder gar deutsch als Konzernsprache hat. Das sind dann schon wieder "bessere" (nicht als Wertung gemeint) Stellen. Also, will sagen Stellen die eher Richtung Akademikerjob gehen. Da kommt das wieder häufig vor. Als Erzieherin bsp. wird man vermutlich selten englisch sprechen müssen oder als Krankenschwester oder als Küchengehilfe. Ohne die Sprache muss man entweder in das Schema einer bestimmten Branche oder speziellen Stelle reinpassen oder man bekommt Aushilfsjobs. Nichts mehr und nichts weniger wollte ich sagen. Ob man diese Aushilfsjobs machen möchte oder nicht, das muss sich doch jeder selber überlegen. Ich habe allerdings oft das Gefühl, dass viele erst mal sagen: "Ich mach alles" und dass das alles dann nach einiger Zeit recht dünn aussieht. Denn nicht wirklich jeder möchte auch um jeden Preis alles machen nur um auswandern zu können. Wenn man aber erst mal im Lande drin ist und dann merkt, dass alles wirklich alles bedeutet, dann kann es zu spät sein. Deshalb fand ich es angebracht draufhinzuweisen. Mir ist schon klar, Aelve, dass Du Bekannte hast, die als Einstieg auch bei MCDomalds gearbeitet haben. Aber man muss sich doch auch im Klaren drüber sein, dass man dies nicht zu lange machen darf. Auch in Schweden schauen sie auf Berufserfahrung. Wer erst mal 3 Jahre Pommes fritiert hat weil er den Absprung nicht gefunden hat, der findet auch nichts mehr. Jedenfalls nicht mehr so leicht. Zu sagen, dass man erst mal alles nimmt und dann auf die gute Stelle wartet, kann der richtige Weg sein. Es kann aber auch genau verkehrt sein.
Es gibt kein Regelbuch für sowas. Man muss halt nur wissen wie die Chancen liegen und wo Risiken sind.

Grüße
Wiebke

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Re: arbeit in s ohne sprachkenntnisse?

Beitragvon janaquinn » 8. Januar 2009 17:19

Ich weiss nicht, ich finde es ziemlich vermessen, zu glauben das man auch ohne Sprachkenntnisse als Putzfrau oder Küchenhilfe arbeiten kann bzw. zu behaupten, dass man sich ausschliesslich mit englisch durchschlagen kann. Natürlich kann ein Grossteil der Schweden englisch, ABER ob sie es auch sprechen wollen, dass steht auf einem anderen Blatt.
Denn wie will man den Anweisungen folgen, wenn man sie garnicht versteht. In der Küche meines Mannes ist die Geschäftssprache Schwedisch, auch er und sein Chef unterhalten sich ausschliesslich auf schwedisch, obwohl beide fliessend deutsch sprechen. Selbst die Privatgespräche sind ausschliesslich schwedisch.
Und gerade im Küchenbereich sollte man bedenken, dass in Stresszeiten keiner darauf Rücksicht nimmt, ob jemand schwedisch spricht oder nicht, die Gäste interessiert es nämlich auch nicht.

Ist man allerdings, wie ein Schreiber, in einer Firma angestellt, wo die Geschäftsprache englisch ist, kann man sich zumindest dort mit Englisch durchschlagen, während des Privatlebens ect...wird es schwierig, dass einfachste wird unnötig kompliziert.

Vielleicht liegt es ja gerade an den fehlenden Sprachkenntnissen, dass man es ausserhalb der gesuchten berufe in Schweden schwer hat einen Job zu finden, als Ausländer. Denn auch in Deutschland stellt man nur die Leute ein, die der deutschen Sprache mächtig sind und somit dem Ablauf folgen kann.

Mein Mann sprach, als er nach Schweden kam, kein Wort Schwedisch, allerdings war es eine Firma wo zu 90% englisch gesprochen wurde.Er hat sich alles allein beigebracht und spricht mittlerweile fliessend schwedisch.
Auch wenn man nur einige Monate in Schweden ist, sollte man sich ein wenig Sprache aneignen, denn es zeigt guten Willen und Integrationswille.

LG JANA
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Re: arbeit in s ohne sprachkenntnisse?

Beitragvon MichaelR » 8. Januar 2009 17:27

janaquinn hat geschrieben:Auch wenn man nur einige Monate in Schweden ist, sollte man sich ein wenig Sprache aneignen, denn es zeigt guten Willen und Integrationswille.

Stimmt! Vor Allem fühlt man sich auch sonst nie wirklich wohl, wenn man niemanden versteht... jedenfalls geht es mir so.
Wollte nur sagen, dass man nicht pauschal sagen kann, dass man keine Chance ohne Schwedisch hat.

Ein russischer Kollege spricht seit einiger Zeit nur noch Schwedisch mit mir, obwohl wir beide besser Englisch sprechen, einfach um es zu trainieren.

Gruss
Michael
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Re: arbeit in s ohne sprachkenntnisse?

Beitragvon Berta » 8. Januar 2009 18:08

Hallo Ihr,

klar, Ihr habt alle recht: Natürlich sollte man die Sprache des Landes sprechen, um einen "richtigen" Job in diesem Land auszuüben.

Und klar, Ihr habt recht: Natürlich wird es schwer, einen Job zu finden, wenn man ohne Sprachkenntnisse und nur für ein paar Monate vor Ort ist.

Aber: Ich halte es für möglich, nicht für ausgeschlossen, dass man - zumal in einer Stadt wie Lund, in der es viele Internationals gibt - irgendeinen Job findet. Man muss eben "tief" ansetzen und nehmen, was man kriegen kann.

Ich kenne Leute (ich weiß, das wird ungern gehört, entspricht aber eben der Wahrheit :wink: ), die in Uppsala die merkwürdigsten Jobs gemacht haben während ihrer Zeit dort. Eine bekam verhältnismäßig viel Geld dafür, dass sie halbtags einen Hund betreute - diesen Job fand sie durch einen Aushang im Supermarkt.

@Rotschnecke: Für verhältnismäßig unwahrscheinlich halte ich es aber, dass Du von Deutschland aus einen solchen Job finden kannst. Du kannst also vorher nicht wissen, ob und wann Du welchen Job bekommen kannst. Ich würde Dir daher empfehlen, nur dann mit nach Schweden zu gehen, wenn das keinen enorm großen finanziellen Verlust für dich bedeuten würde, auch wenn du dort kein Geld verdienst (Miete (evtl. doppelt - Dtl.?), Fahrtkosten, Freizeit (erfahrungsgemäß im Auslandssemester etwas höher als normalerweise), kein Einkommen, ...).

Soweit,
einen Gruß,
Berta.


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