Schweden Forum

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Schweden
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Schweden und Norwegen - Fähre, Urlaub, Reisen & Meer

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 Betreff des Beitrags: Alternativ Bauen + Leben in Schweden (earthship)?
BeitragVerfasst: 15. November 2006 22:14 
Erstmal ein dickes fettes Hallo

Habe diese Seite grade als Empfehlung bekommen, und schon mal ein klein wenig gestöbert, aber ich will erlich sein : ich bin etwas zu faul soo viel zu lesen, daher stelle ich lieber selber einige Fragen und hoffe auf Antworten.

Ich möchte mir wenn möglich in den nächsten zwei Jahren mein Traum erfüllen und ein Earthship bauen. Earthships sind Häuser die absulut autark sind, völlig unabhängig von Strom, Wasser usw ...
Bei Intresse findet Ihr genauere Infos unter :
http://www.owaze.nl/pdf/Was_ist_ein_earthship.pdf

Warum Schweden ... ? ... war ca 40 mal als Lkw Fahrer in Schweden und muss sagen, ich war immer sehr begeistert von diesem super schönen und einsamen Land und seinen Menschen.
Und ich denke ich habe meine berechtigten Zweifel, daß ich mir in Deutschland ( bei unseren Behörden ) so ein Haus bauen kann.

Meine Fragen :
Gibt es vieleicht schon earthship Projekte in Schweden ?
Wie streng sind die Bauvorschriften ?
Darf ich als deutscher überhaupt bauen und leben in Schweden ?
Da ich autark leben möchte ( Selbstversorger ) würde ich nicht unbedingt arbeiten wollen, gäbe es damit Probleme ?
Wenn doch, darf ich als deutscher in Schweden arbeiten ( mit einem guten Gewissen, oder würde man dann einem Schweden den Arbeitsplatz mopsen ? z.B LKW Fahrer
Wie hoch sind die Grundstückspreise in Schweden, ich denke da an die Region oberhalb von Göteborg/Stockholm ?
Gibt es in diesem Forum, vieleicht sogar Intressierte ?

Würde mich über Informationen oder sogar Intresse sehr freuen !

Lieben Gruß aus Schleswig-Holstein
Sascha


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 Betreff des Beitrags: Re: Bauen / Leben usw in Schweden ?
BeitragVerfasst: 15. November 2006 23:10 
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Registriert: 24. September 2006 21:15
Beiträge: 17
Wohnort: Berlin
hallo wendezeit,
da muß ich mich ja als Architektin mal zu Wort melden.
Ich habe mir gerade mit Interesse deinen Link angesehen/durchgelesen.
An sich eine tolle Sache. Es gibt mehrerer solcher Projekte, wenn ich mich nicht irre in den USA (z.b. Kalifornien, Arizona usw.) Allerdings nicht earthships genannt sondern allg. Versuche von Aussteigern unkonventionelle Bauweisen auszuprobieren.
Zu Schweden: Ich weiß nicht ob es solche Projekte in Schweden gibt. Ich glaube aber auch, dass du wahrscheinlich ähnlich wie in Deutschland eine "Baugenehmigung" für solch ein Projekt einreichen mußt. Möglicherweise könnte man einen Sonderstatus erlangen, wenn man es als "pilotprojekt" oder "Forschungsprojekt" betitelt. - In D. würde ich ähnlich vorgehen, denn eine Baugenehmigung als "normales Wohnhaus" würdest du nie so bekommen, dass siehst du schon richtig.
Das einzig besondere an dieser hausidee ist die Wandkonstruktion aus Reifen, Flaschen etc. Bist du sicher das du das willst ? Wenn es dir nur um die ökologische Variante geht, hast du schon mal an Lehm gedacht ?
Moderne Niedrigenergiehäuser sind auch "fast" autark. Ich denke wenn du alles voll ausschöpfst kommt man heute gut zurande - Sonnenenergie, Erdwärme, Zonierung des Hauses, kontrollierte Lüftung, Ofen usw.

Durch die "Freizügigkeit" in der EU darfst du natürlich in schweden wohnen, bauen und arbeiten usw. Da ist schon einiges in diesem Forum diskutiert worden.

Viele Grüße aus
Berlin
Andrea


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 Betreff des Beitrags: Hallo Andrea ....
BeitragVerfasst: 15. November 2006 23:43 
Erstmal nartürlich schönen Dank für Deine flotte Antwort,

Um Deine Frage zu beantworten : Ja ! Da bin ich mir ganz sicher, daß ich genau so ein Haus bauen will, bzw. werde. Dieses Proket ist in den 70`zigern von dem Architekten Michael Reynolds ins Leben gerufen worden.
Die erste und immer noch größte Earthship-siedlung befindet sich in Taos / Neu Mexico. In Europa gibt es bißher nur einzelne Häuser ( Schottland, Englang und eins in den Niederlanden .... und in absehbarer Zeit auch eins in Schweden oder Deutschland, grins.
Das mit dem Pilotprojekt bzw. Forschungsobjekt ist eine sehr gute Anregung !
Weist du ( als Architektin ) vieleicht wo man solch ein ( Forschungs- ) Projekt beantragen muss ; und ob es da nicht vielleicht sogar die Möglichkeit der Förderung gibt ?
Für den Fall, daß Du Intresse an mehr Infos hast, hier noch einige Links :

http://www.earthship.org/ Seite aus Taos
http://www.free-space.at/earthship/ erste deutschsprachige Seite
http://earthship.forumservice.de/index.php erstes deutsches Forum, erst einige Tage jung
viel Spaß beim staunen ......

Lieben Gruß
Sascha


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 Betreff des Beitrags: Re: Bauen / Leben usw in Schweden ?
BeitragVerfasst: 15. November 2006 23:57 
Admin
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Registriert: 9. Juli 1998 18:00
Beiträge: 2077
Wohnort: Koblenz am Rhein
Hallo Sascha!

Das liest sich ja sehr interessant. Habe ich noch nie von gehört bisher.

Wendezeit hat geschrieben:
Da ich autark leben möchte ( Selbstversorger ) würde ich nicht unbedingt arbeiten wollen, gäbe es damit Probleme ?


Naja, Du darfst also erstmal übersiedeln, Dir ein Grundstück kaufen usw., wie Andrea bereits gesagt hat.
Um offiziell dauerhaft in Schweden leben zu können, mit personnummer, mußt Du nachweisen, dass Du über angemessene Mittel zum Lebensunterhalt verfügst, da Du ja keine Erwerbstätigkeit ausüben willst.

Aber ohne Geld = ohne Strom, Wasser, Lebensmittel...? Das stelle ich mir in Nordeuropa schwieriger vor als in wärmeren Gegenden. In Lappland zum Beispiel wird das nicht klappen, oder? Du kannst da ja nichts anbauen, und von den paar Multebeeren im Sommer wirst Du nicht ein Jahr lang satt. Und Strom aus Sonnenenergie hast Du dort auch nur ein paar Monate lang.

In Italien, Spanien etc. könnte ich mir eher vorstellen, dass man ganz autark leben kann; eben von dem was die Erde so an Nahrung hergibt?

Gruß,
Dietmar


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 Betreff des Beitrags: Antwort Dietmar
BeitragVerfasst: 16. November 2006 00:38 
Hallo Dietmar,

biß jetzt ist diese Bauweise bei uns auch noch recht unbekannt !
Ich habe vor knapp zwei Jahren einen Artikel in einer Zeitschrift entdeckt.
Auf Arte lief mal ein kurzer Bericht und vor einigen Wochen soll in der Ikea Zeitung ein Bericht gestanden haben. ( Ikea .. na das passt doch ... )

Diese Earthships haben ziemlich große Gärten ( im Haus ) , ein Erathskipper aus Colorado berichtete letztens in Netz von seinen im Februar geernteten Tomaten ... und auch die Siedlung in Taos liegt ca 2500 m über normal Null, also nicht grade südliches Klima.

Das völlig autark leben, wird nartürlich nicht von einem auf den anderen Tag funktionieren. Lebensmittel werden Anfangs sicherlich noch benötigt.
Besonders wichtig ist mir auch, unabhängig von Heizung, Strom und Wasser zu sein.

Gruß Sascha


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 Betreff des Beitrags: Forschungsprojekt / Andrea
BeitragVerfasst: 25. November 2006 14:04 
Hallo Andrea ...

Der Gedanke die ersten earthships als Forschungs- oder Pilotprojekt zu betitteln reift .... daher möchte ich noch einmal nachhaken.
Wäre es nicht sinnvoll bei einem Forschungsprojekt einige Fachleute auf diesem Gebiet im Rücken zu haben ... :?: na ich würde mal sagen ja.
Nun meine Frage : an wenn können wir uns da in Deutschland wenden ?

Die wachsende Earthship-Gemeinde Deutschland würde sich über jede Info freuen ..... :P

Lieben Gruß
Sascha


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativ Bauen + Leben in Schweden (earthship)?
BeitragVerfasst: 25. November 2006 14:54 
Teilnehmer
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Registriert: 24. September 2006 21:15
Beiträge: 17
Wohnort: Berlin
Hallo Sascha,
tschuldige das Ich mich noch nicht gemeldet habe.

Als erstes würde mir vielleicht das Fraunhofer-Institut einfallen.
Die sind ziemlich engagiert was ökologisches Bauen, energiesparendes Bauen angeht.
Allerdings müßte man auf jeden Fall tolerieren, das die regelmäßige Testreihen durchführen.

Ich melde mich nächste woche nochmal
Viele Grüße
Andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativ Bauen + Leben in Schweden (earthship)?
BeitragVerfasst: 26. November 2006 11:55 
Hallo Andrea

Frauenhofer-Institut, daß hört sich ja schon mal recht vielversprechend an, werde mich mal mit denen in Verbindung setzen.
Schönen Dank für diese Info :D

Bis nächste Woche .... :P

Gruß Sascha


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativ Bauen + Leben in Schweden (earthship)?
BeitragVerfasst: 26. November 2006 19:18 
Aktives Mitglied
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Registriert: 26. November 2006 18:26
Beiträge: 294
Hallo Wendezeit! Eine Hallo auch an alle anderen!
Ich bin neu hier im Chat. Schon seit einigen Wochen beobachte ich die Nachrichten hier im Forum und finde viele Beiträge sehr interessant.
Zum Thema Gärtnern in Earthships wollte ich mal selbst was beitragen.
Hast Du bereits Erfahrungen mit dem Gärtnern ?
Beim Gärtnern im Herbst oder Winter ist nämlich nicht nur die Wärme sondern auch die Sonneneinstrahlung sowohl für das Wachstum als auch den Fruchtansatz entscheidend. Bereits im September ist es in unseren Breiten selbst im Gewächshaus problematisch. Schuld sind auch die kürzeren Tage.
Bitte bedenke auch, dass spezielle Pflanzenlampen für eine größere Fläche schon etwas mehr kosten und der Energieaufgwand hierfür nicht zu unterschätzen wäre.
Ich kann mich daher nur den Beiträgen der anderen Teilnehmer anschließen, dass eine totale Selbstversorgung, dazu noch energieautark, in südlichen Ländern viel eher zu realisieren ist, als im Norden.
Das nur so als Gedankenanstoß für Deine Planungen. Viel Spass dabei.
Einen schönen Abend noch wünscht Klaudia


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativ Bauen + Leben in Schweden (earthship)?
BeitragVerfasst: 28. November 2006 00:00 
Hallo Krümel,

also ich muss gestehen, daß meine Erfahrungen was das Gärtnern anbelangt bis jetzt wohl eher begrenzt sind. Und ganz besonders nartürlich was das Gärtnern in einem earthship anbelangt. Bis jetzt kann ich mich nur auf Erfahrungsberichte der Eartskipper aus den USA stützen.
Deine Erklärung kann ich allerdings nachvollziehen; und gebe dir insofern Recht, daß es in etwas südlicherem Klima sicherlich einfacher zu realisieren wäre. Vielleicht werden wir auch Kompromisse eingehen, was die ganzjährige Selstversorgung mit Lebensmittel anbelangt.
An erster Stelle steht für die meisten Earthskipper auch die Unabhängigkeit von Heizung, Strom und Wasser :P und dem kann ich mich nur anschliesen.
Nartürlich gebe ich Dir Recht, daß es für die zukünftige Planung ziemlich wichtig ist .... :wink:

Ich sage schönen Dank für deine Info`s ....

Weiter oben habe ich geschrieben : Die wagsende Earthship-Gemeinde Deutschland würde sich über jede Info freuen ; da möchte ich mich berichtigen und aus Deutschland - Europa machen .... :D

Wünsche Allen einen schönen Abend ....
Gruß Sascha


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativ Bauen + Leben in Schweden (earthship)?
BeitragVerfasst: 2. Dezember 2006 00:01 
Teilnehmer
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Registriert: 24. September 2006 21:15
Beiträge: 17
Wohnort: Berlin
Hallo Sascha,
zunächst habe ich mir kurz deine Links angesehen. Ich finde es wirklich sehr beeindruckend und habe gleich ein paar Fragen, die dir vielleicht auch weiterhelfen könnten.
Interessant wäre es zu wissen, auf welcher gesetzlichen Grundlage die Leute es in den Niederlanden geschafft haben. Ist ja schließlich auch EU.
Dann solltest du vielleicht für dich klären wo in Deutschland oder Schweden du gerne bauen wolltest. Vielleicht sollte man mal so einen vorsichtigen Kontakt mit dem Bauamt anbahnen und nachfragen, wie die zu solch einem Projekt stehen würden. WEnn dir die Gegend egal ist, könnten vielleicht gewisse "Kleinklimate" wichtig sein, z.b. bekommen die ganzen Weinanbaugebiete eine längere Sonneneinstrahlung als andere oder z.b. Bornholm (okay ist DK) oder ich glaube auch öland. (bin mir aber nicht ganz sicher). Du hast zwar richtig bemerkt, dass das eine Earthship ziemlich hoch liegt, aber klimatisch eben doch sehr viel Sonne /Helligkeit abbekommt, als z.b. Nordschweden wo es einige Monate dunkel ist.
Kann man die Gründer in Mexiko nicht einmal fragen, wie sie mit dem schwedischen Klima umgehen würden ?
Das Problematische an der sache sehe Ich auch mit den Reifen. Ich würde schon so als Laie denken, dass die "Schadstoffe" ausdampfen. Du bindest das zwar in Erde ein, aber ob das ausreicht, weiß ich nicht. Vielleich irre ich mich ja auch. In Deutschland benötigst du für alles einen statischen Nachweis, v.a. natürlich für ein bewohnbares haus. Du müßtest dir vielleicht überlegen ob du ein anderes statisches Traggerüst verwendest und die Wandflächen, dann nur dementsprechend mit deinem Reifenschredder auffüllst. So ähnlich wie bei der Lehmbauweise, wo du ein Holzskelett hast oder vorgefertigt Lehmziegel.
Ideal würde Ich es glaube Ich finden, solch ein Haus zur Hälfte in die Erde zu bauen. Erde ist ein guter Isolator und ab 1m Tiefe immer frostfrei.
Zur Energieversorgung würde ich mal glatt sagen, würde Ich kein Problem sehen. Es gibt ja Nullenergiehäuser usw. Nur alles erstmal teuer.
Zum Gärtnern kann ich dir nichts sagen. Würde nur spekulieren zum Teil möglich und im Winter schwierig (Dunkelheit).
Es gibt hier in Berlin noch die Bundesanstalt für Materialprüfung , kurz BAM, bei denen werden Baustoffe gründlich geprüft bevor diese zugelassen werden und nach ihren Eigenschaften klassifiziert. Vielleicht kann man sich dort auch mal erkundigen.
Die Idee mit den "Grünen" finde Ich auch nicht schlecht. Mal sehn was die Ökos so drauf haben.

Noch kurz. Vielleicht sprengt das ja hier den Rahmen des schwedenforums. Dann kannst du mir mit einer PN antworten.
Viele Grüße
Andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativ Bauen + Leben in Schweden (earthship)?
BeitragVerfasst: 3. Dezember 2006 23:06 
Hallo Ihr Schweden, hallo Wendezeit,

na, Wendezeit, du bist ja ganz schön fleißig!

Hallo Andrea, gehört habe ich ja schon einiges von der Diskussion mit dir, aber heute bin ich tatsächlich auf diese gestoßen.

Ja, wir debattieren auch schon recht lange von wegen der Autoreifen. In Österreich ist es sicher ähnlich wie in Deutschland, man muss irgend einen Schein haben, dass Baustoffe als solche abgenommen sind. Und daher hoffen wir ja auch auf die Beispielwirkung der Earthships aus UK, Schottland, Niederlande, Spanien und Schweden (! -(Växhuset Earthship Sweden http://www.vaxhuset.se)). Ich versuche auch gerade Kontakt mit den Schweden zu bekommen, allerdings ist "irgendwo im Mailverkehr ein Knoten".

Das Hauptproblem "Autoreifen" lässt sich sicher in den Griff bekommen, da die Dinger heute ja schon für die tollsten Sachen am Bau verwendet werden (Matten, Rohre, etc.), und das nach eigentlich recht aufwändiger Verarbeitung. Wir europäer benehmen uns mal wieder wie die Schildbürger, hochtechnisches, teures - manchmal auch mit für die Umwelt beeinträchtigenden Begleiterscheinungen, die wieder extra in den Griff bekommen werden müssen - Recycling, statt das Naheliegende zu machen. - Nein, schreddern wollen wir de Reifen wirklich nicht, sie sollen ja als Schalung für unsere verdichtete Erde dienen!

Liebe "erdige" Grüße
Michaela


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativ Bauen + Leben in Schweden (earthship)?
BeitragVerfasst: 4. Dezember 2006 00:36 
Hallo und hej,

Vor Jahren hörte ich an einer FH einen Vortrag eines Prof´s mit dem Thema "Architektur ohne Architekten". Er zeigte Beispiele aus den USA. Bei enem davon bestand die Südwand aus wassergefüllten Glasflaschen. Eine Holzplatte wurde tagsüber auf den Boden geklappt und Reflexflächen darauf erwärmten das Wasser in den Flaschen und sorgten gleichzeitig für ein ausgeglichenes Raumklima in Haus. Nachts wurde die Glaswand mit der senkrecht gestellten Holzwand verschlossen und die erwärmten Flaschen heizten das Haus, das weitgehend in die Erde eingegraben war. Dieses durch seine simple Technik beeindruckende Haus stand meines Wissen in New Mexico. Also Wüstenklima mit heißen Tag- und kalten Nachttemperaturen.

Mich interessiert Eure Diskussion und finde sie spannend. Deshalb bin ich Mitglied im Forum geworden. Ich restauriere seit Jahren ein 80 Jahre altes schwedisches Holzhaus nach Niedrigenergiestandard.

Meine Meinung über das Projekt ist folgende: ich der Nähe von Wasser: See oder Fluß, wird die nötige Energie und Trinkwasser kein Problem sein. Und ich würde ein begrüntes Dach vorschlagen. Mit Birkenrinde als Isolierung darunter. Das hat z.B. in Norwegen Tradition. Nahrungsmittel ohne zusätzliche Energie zu erzeugen halte ich für utopisch, da das Klima und die geringere Sonneneinstrahlung es sicher nicht zulassen.

Wir wollen bei uns, wenn unser Projekt weiter gediehen ist, es mit einem Gewächshaus versuchen. Und suchen kälteunempfindliche Pflanzen für den Wintergarten.

Gruß und hejdå
Gernot


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativ Bauen + Leben in Schweden (earthship)?
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2006 22:30 
Hallo erstmal ... und sorry das meine Antwort so lange auf sich warten lässt.

Habe grade ziemlich lange nach einem Beitrag gesucht, den unser Forum Mietglied Michaela ( hi Michi ) gepostet hat, leider Erfolglos. Demnach sind die Altreifen bzw. deren Ausdünstungen kein Problem. Es würden sogar schon Staudämme mit Altreifen gebaut, also ist auch die Stabilität mehr als ausreichend.
Was das eingraben anbelangt, genau so wird gebaut ... die Rückseite und teilweise die Seiten des Hauses liegen in einem Erdhügel und die Reifenwände speichern die Sonnenwärme und geben diese dann wenn es kühler wird wieder ab ( Thermale Masse ).
Die von Gernot ( grüß dich Gernot ) erwähnten Flaschen finden auch ihre Verwendung. Die Innenwände und Teile der Aussenwände der earthships werden aus Flaschen und oder auch Dosen gebaut.
Gernot , vielleicht kannst du die Bauweise der Earthships für dein Gewächshaus nutzen !
Was die Isolierung mit Birke anbelangt, daß klingt gut und sehr nartürlich. Über das Dach eines Earthships wird das Wasser aufgefangen was als Trinkwasser, Grau und Schwarzwasser ( 4 Wege Wassersystem ) die Bewohner mit Wasser versorgt , aber das ließe sich ja eventuell mit einer Birkenisolierung verbinden.
Die Anfragen an die Niederländer sind mein Wissens nach gestellt.
Habe übrigens auch einige Abteilung des Frauenhofer-instituts angeschrieben, warte aber noch auf Antwort.

So hoffe das ich jetzt keine Frage übergangen bin ...

Liebe Grüße
Sascha


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativ Bauen + Leben in Schweden (earthship)?
BeitragVerfasst: 6. Dezember 2006 10:37 
Teilnehmer
Teilnehmer

Registriert: 24. September 2006 21:15
Beiträge: 17
Wohnort: Berlin
Hallo Sascha,
also, da schließ ich mich Gernot an. IN Schweden dürftest du eigentlich keine Probleme mit Wasser haben. Es ist sehr normal, dass schwedische Häuschen auf dem Land ihre eigene Trinkwasserversorgung, sprich Brunnen haben,
Gerade die Sommerhäuschen sind sehr oft nicht an das kommunale Netz angeschlossen, so das du keine Probleme bekommst, wenn du ein Trockenklo etc installierst. In Deutschland wäre das sicherlich schon schwieriger.
Möglicherweise, fällt mir gerade so beim Schreiben ein, ist ein einfacher -falls du in Schweden bauen willst - das ganze offiziell als Sommerhäuschen, also nur für den temporären Aufenthalt zu bauen.
1. du kannst dann sicherlich problemlos auf dem Land bauen
2. Abwasser siehe Oben
3. wenn du in D. gemeldet bleibst, kannst du dich auch als deutscher Staatsbürger problemlos dort aufhalten, und ob du alle 3 Monate :wink: mal nach haus fährst, kann dir keiner nachweisen, bist ja eh´fernfahrer.

Gruß Andrea


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 Betreff des Beitrags: Sommerhaus
BeitragVerfasst: 15. Dezember 2006 14:19 
Hallo Andrea

Deine Idee das Haus lediglich als Sommerhaus zu bauen klingt recht gut. Ich weiß allerdings noch nicht ob das für mich in Frage kommt :roll: ...mal schauen ....

Hier mal ein Link für alle Intressierten aus Schweden
http://www.vaxhuset.se/

Aber so langsam tut sich was .... nächstes Jahr wird das erste deutschsrachige Bauseminar stattfinden...
... na klar :lol: und ich bin dabei.

Lieben Gruß an alle Intressierten und nartürlich auch an alle anderen Schweden ......

Sascha


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 Betreff des Beitrags: earthship in deutschland
BeitragVerfasst: 26. Februar 2007 22:51 
vielen dank für diese seite! sind erst seit kurzem auf die earthships gestoßen (lichtfokus) und vollkommen begeistert. das ist genau unser ding! in der jugendzeit meines partners gab es sogar ähnliche fantasiegebilde und zeichnungen.. nun wird der traum wirklichkeit!
nun, wir hatten schon gedacht nach amerika reisen zu müssen, um an solch einem seminar teilnehmen zu können. leider kommt das gerade mal gar nicht in frage, da wir einen 1 1/2 jahre alten sohn und eine drei monate alte tochter an unserem leben teilhaben lassen..
also, wann steigt das seminar in deutschland und wo?
wir leben zz in gera, thüringen und ziehen von einer mietswohnung in die nächste, weil es immer wieder dinge gibt, die einfach bäh sind! wir wollen endlich unser eigenes zuhause!
liebe grüße und bis bald! juliane


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativ Bauen + Leben in Schweden (earthship)?
BeitragVerfasst: 27. Februar 2007 10:09 
Ich denke die optimalen Hausformen eines Kulturraumes sind in dessen Vergangenheit zu suchen. In Zeiten als der Transport von Baumaterialien einfach zu energieaufwendig erschien - und auch Energie zum Heizen kanpp und teuer war.
Das Haus muss wirklich nicht neu erfunden werden. Es muß allenfalls nach Zeiten (viel zu) billiger Energieversorgung wieder neu entdeckt werden und allenfalls um ein paar moderene Möglichkeiten zur optimierten Energieausnutzung bzw. für mehr Komfort ergänzt werden.

Altglas gehören für mich in die Recyclingtonne - Autoreifen weil schädlich für das Grundwasser allenfalls auf die Straße und ansonsten entsorgt.

Mir gibt jedenfalls sehr zu denken dass die schwedische Ökobewegung bereits sehr früh den Weg zurück zum traditionellen Haus gefunden hat - und sich im Gegensatz zum Kontinent nicht lange mit Experimenten aufgehalten hat.
Wahrscheinlich war es einfach das Klima, welches den freifliegenden Geist schneller auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat. Vielleicht war es aber auch nur die Tatsache dass in Schweden die handwerkliche Tradition im Holzbau nicht abgerissen waren wie auf dem Kontinent.

Ein entscheidender Punkt des traditionellen Holzhauses liegt darin dass jedes Einzelteil im Schadfall jederzeit ausgetauscht werden kann. Aus diesem Grund findet man in Skandinavien Holzhäuser die bis in das Mittelalter datieren.
Das Holzhaus ist zudem trasportabel - kann also bei Erbteilungen oder kürzeren Umzügen mitgenommen werden. Wie viel dies in der Realität wert ist, mag Jeder von Euch erkennen, der in seinem Blockwerk schon auf die Markierungen mehrerer Umzüge gestoßen ist.

Ein handwerklich gut gebautes und sinnvoll geplantes Holzhaus ist kein Werk des Zeitgeistes sondern ein optimaler Organismus der die Bedürfnisse wechselnder Besitzer sogar über Jahrhunderte erfüllen kann.
Zudem fügt sich ein Holzhaus im Falle Schwedens auch optimal in die Natur- und die Kulturlandschaft ein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativ Bauen + Leben in Schweden (earthship)?
BeitragVerfasst: 27. Februar 2007 12:04 
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Registriert: 24. Februar 2007 12:45
Beiträge: 32
Wohnort: NOCH Paderborn ;-)
Hallo Sascha,


Ich habe davon vorher nie gehört und ich könnte das auch nicht aber die Sache ansich finde ich schon toll. :smt038
Wer wirklich so leben kann hat wahrscheinlich den Sinn des Lebens verstanden :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativ Bauen + Leben in Deutschland (earthship)?
BeitragVerfasst: 2. Mai 2008 12:40 
Hallo,
bin vor ein paar Tagen auf das Thema "Earthship" gestossen, die Infos sind ja sehr dünn.
So wüsste ich z.Bsp. gern, wie das generell in Deutschland aussieht mit dem schwierigen Thema Baugenehmigung? Ich befürchte, daß es auch garnicht einfach ist, einen Architekten (den man ja wohl braucht?) zu finden.
Weiß jemand, ob es Literatur auch schon in deutscher Sprache gibt?

Uns gehr es ähnlich, wie "Feengedanke" /Juliane. Wir wohnen in einem Mietshaus, und hätten doch sooo :o gern unser eigenes!!!

Viele Grüße Martina


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativ Bauen + Leben in Schweden (earthship)?
BeitragVerfasst: 2. Mai 2008 23:12 
Ich kann mir, da ich schon sehr lange (10 Jahre) in Schweden lebe, vorstellen, dass die schwedischen Baubehörden Schwierigkeiten haben werden, mit solch einem Projekt wie Deinem umzugehen bzw. es anzuerkennen (obwohl es so gut und vernünftig klingt), da man hierzulande immer nur nach bekannten Routinen/Bauweisen geht und Unbekanntes zunächst suspekt ist. Wenn Du also eine Art "Projektantrag" machst, müsstest Du (m.E.) darauf achten, dass gängige schwedische Begriffe darin vorkommen, die sie schnell wiedererkennen. Ansonsten glauben sie vielleicht nur, die Hausbaumaterialien seien Abfall, und der muss deponiert werden, und zwar in den Recyclinghöfen (återvinningsstation). Du musst Deinen Plan also gut begründen und sehr ausgiebig verargumentieren. Auf Schwedisch natürlich.

Denn Schweden ist gar nicht so fortschrittlich, wie man immer annimmt. Nur was alle machen, ist "richtig". Dieses als realistisch-erprobte Erfahrung und nicht als Kritik.

Viel Glück!


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativ Bauen + Leben in Schweden (earthship)?
BeitragVerfasst: 13. Mai 2008 01:15 
Gibt`s denn mittlerweile was neues?


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativ Bauen + Leben in Schweden (earthship)?
BeitragVerfasst: 13. Mai 2008 10:35 
Schweden Guru
Schweden Guru
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Registriert: 25. September 2006 20:15
Beiträge: 1429
Wohnort: jämtland
hallo draco

wie kommts zu dem namen? wir haben hier ein boot von der fa. draco.aber die gibts schon seit etlichen jahren nicht mehr.

elke


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativ Bauen + Leben in Schweden (earthship)?
BeitragVerfasst: 31. Mai 2011 02:02 
Hallo ,

gibts den neuigkeiten vom Earthship-bau in Schweden . Werde in
einem Jahr zu meinem Schwedischen Freund ziehen . Ich studiere
Energietecknik und bin von der Idee des Autarken Bauens ( also unabhanig
von Strom und Wasser )begeistert . Lebensmittel denke ich , wenn man noch einem
Vollzeit Beruf nachgeht sind nicht zeitlich zu schaffen und auch im Schwedischen
Winter nicht ganz einfach .
Ich finde die earthship Idee gut , jedoch möchte ich nicht auf Reifen zurückgreifen
sondern auf anderes Material ( z.B Holz Stoh Lehm ) . Auch will ich die Holzbauweise
(zumindest teile der Fasade )der traditionellen Schwedenhäuser einbinden .
Hat jemand irgentwas gehört ? Gibt es an den Universitäten Lehrstühle die das unterstützen ?
Wär echt super

Lg fiona


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