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Schweden
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 Betreff des Beitrags: Als Schweißer nach Schweden oder eher nicht?
BeitragVerfasst: 17. August 2010 15:10 
Hallo erstmal

Da ich nun seit einiger zeit über das auswandern nachdenke, wird der Wunsch danach immer stärker, was zur folge hat das sich die fragen auch anhäufen.
Also erstmal zu mir.
Mein Name ist Pierre und ich bin ganze 34 Jahre jung
Ich bin viele Jahre zur See gefahren und habe somit auch die ganzen Skandinavischen Länder kennengelernt, (was man so als Seefahrer in 2 tagen Landgang so sehen kann).
Und ich habe festgestellt dass mir Schweden sehr gut gefällt.
Nach der Seefahrt habe ich als Schweißer gearbeitet und habe auch alle Schweißerpässe die man haben kann + Zugangsvoraussetzung für die Meisterprüfung.
Des Weiteren bin ich verheiratet und habe einen 3 jährigen Sohn.
Natürlich soll die ganze Familie mit.
Nun zu meinen Fragen:
Macht es sinn als Schweißer in Schweden?
Dazu kommt das meinen Frau Bürokauffrau gelernt hat aber in Deutschland nur Callcenter angeboten bekommt.
Mein plan war es jetzt das ich erstmal alleine nach Schweden gehe und mir einen job suche und alle 14 tage nach hause fahre. (wohnen derzeit noch in Rostock)
Und wenn das Klima passt und die arbeit, dann ganz rüber gehen.
Bei den Stellenanzeigen sehe ich immer Fast Lön, was hat das zu bedeuten?
Genauso gern würde ich wissen wie der Tariflohn als Schweißer ist.
Dann die Frage zu einem Haus, Ist es auch möglich ein haus zur miete zu bekommen?
Oder wie sind die Kreditbedingungen wenn ich einen festen Arbeitsvertrag habe und mir dort ein kleines haus kaufe?
Also mein schwedisch ist derzeit nichts bis null, aber falls es feststehen sollte das wir gehen werden meine Familie und ich erstmal einen schwedisch Kurs belegen, damit wir nicht ganz unwissend sind.
So das waren erstmal die ersten fragen.
Ich danke euch schon mal im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen Bambam


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 Betreff des Beitrags: Re: Als Schweißer nach Schweden oder eher nicht?
BeitragVerfasst: 17. August 2010 17:01 
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Registriert: 6. Dezember 2006 10:31
Beiträge: 3143
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Hej,

ich habe svetsare mal bei der Stellenanzeigenseite des Arbeitsamtes eingegeben und da kamen 47 Stellen für ganz Schweden raus... scheint mir jetzt nicht sooo üppig. Kann mich aber irren.
Buchhalterin wird Deine Frau hier vermutlich nicht sein können. Die Ausbildung muss sie neu machen, wenn sie eine gute Stelle haben will. Oder sie arbeitet unterqualifiziert und entsprechend unterbezahlt. Jedenfalls habe ich es so erlebt bei anderen Leuten.
Hinzu kommt, dass Schwedisch ja nicht als Basiswissen ausreicht um in dem Bereich eine Stelle zu bekommen. Ich vermute, dass da aus dem gleichen Grund auch das Callcenter ausfallen wird. Dass Du eine Stelle suchst und vorgehst, ist eventuell die sicherste Variante, wobei das bei uns nicht in Frage gekommen wäre. Aber mindestens einer sollte eine feste Anstellung haben. Fast lön heisst, dass das ein fest vereinbarter Lohn ist. Meist wird er sich an irgendwelchen Tarifen orientieren. Zu den Tarifen findet sich folgendes:
Skåne 21.779 kr 34 år 8 år (Erfahrung)
Örebro 23.283 kr 33 år 8 år
Kalmar 22.829 kr 34 år 11 år
um nur mal einige Beispiele zu nennen.
Mehr findest Du unter: http://www.lonestatistik.se/loner.asp/y ... tsare-1117

Das sind Werte aus einer Statistik. Es heisst also nicht, dass DU nicht mehr oder auch weniger bekommen kannst. Das sind Mittelwerte, die halt irgendwo erfasst wurden. Es handelt sich vermutlich um Bruttolöhne.

Zum Haus: Mieten geht, ist aber äusserst selten, oder sagen wir, eben nicht so üblich wie kaufen. Mit festem Arbeitsvertrag und nach einer gewissen Zeit im Land, kannst Du einen Kredit bekommen. Aber eine bestimmte Summe an Eigenanteil musst Du schon einrechnen. Das schwankt von Bank zu Bank und auch davon wieviel Du verdienst und wie lange Du schon brav schwedische Steuern zahlst. 20% und mehr sind zur Zeit angeblich aber normal. Sofort nach der Ankunft wirst Du eher Pech haben, oder Du musst extremes Glück mit der Bank haben. Dann wollen das aber noch mehr Leute wissen :) In der Regel sieht es zur Zeit eher so aus, dass die sehen wollen, dass Du mindestens ein Jahr lang hier Steuern gezahlt hast, damit sie sehen, dass wirklich alles seinen geordneten Weg geht. Früher war das wohl einfacher.

Wohnungen, Häuser und so weiter, findet IHr auf www.hemnet.se
oder auch www.blocket.se

Wo wollt IHr denn hin?

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Als Schweißer nach Schweden oder eher nicht?
BeitragVerfasst: 17. August 2010 17:06 
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Registriert: 8. Januar 2008 12:10
Beiträge: 282
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Mein Göttergatte meint, es wäre möglich. Sprachkenntnisse wären natürlich besser, aber mit den richtigen Schweisserkenntnissen kann es schon sein, dass es Dir gelingen könnte.
Am allerbesten funktioniert das, wenn man sich Adressen von Firmen raussucht und mal ein paar Tage investiert und die persönlich abklappert.
Saab und Volvo sind ja wieder am einstellen, auch wenn sie vorrangig erstmal die einstellen, die sie gekündigt haben. Und gerade im Bereich Schweisser ist es nicht immer leicht, Personen mit den richtigen Kompetenzen zu finden.
Wenn Du willst, kannst Du eine PN schicken, dann kann ich Dir zumindest eine Anlaufstelle nennen. Ob Dir das was bringt, weiss ich nicht, aber einen Versuch könntest Du da machen. Aber das will ich nicht hier rauslegen.

Gruss

Nanna


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 Betreff des Beitrags: Re: Als Schweißer nach Schweden oder eher nicht?
BeitragVerfasst: 17. August 2010 17:11 
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Registriert: 6. Dezember 2006 10:31
Beiträge: 3143
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Hej,
in dem Fall kann es hilfreich sein, wenn Du einen Tag oder mehrere Probearbeit anbietest. Von anderen Handwerkern weiss ich, dass sie damit Erfolg hatten. Damit kannst Du belegen, dass Du Erfahrung hast und wenn Du dann noch glaubhaft versichern kannst, dass Du gewillt bist die Sprache so schnell wie möglich zu erlernen, dann kann das funktionieren. Schriftlich bewerben hat leider in Schweden weniger Sinn, ausser sie suchen wirklich händeringend jemanden.

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Als Schweißer nach Schweden oder eher nicht?
BeitragVerfasst: 17. August 2010 18:09 
Ja danke schonmal für die Antworten
Nur habe ich auch bedenken und die währen.
Um einen Job in Schweden zu bekommen müsste ich rüber fahren und das kostet echt ein heiden geld.
Unterkunft, Verflegung, Fähre, und und und
Und dann steht die hürde mit der sprache.

Ich weiß einfach nicht wie ich das anfangen soll und ich hoffe das der Traum nicht nur ein Traum bleibt.
Kennt jemand Deutsche arbeitsvermittler in Schweden?
Oder eben Betreuer für den ersten start? (vlt. eine Marktlücke :lol: )


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 Betreff des Beitrags: Re: Als Schweißer nach Schweden oder eher nicht?
BeitragVerfasst: 18. August 2010 03:37 
Hej,

wenn du doch in Rostock wohnst, dann frag doch mal beim BTC (Baltic Trainig Center) nach. Da könntest du nen Schwedischsprachkurs machen und dann helfen sie eigentlich auch noch bei der Jobvermittlung. Machen sie zumindest fuer Norwegen und Dänemark, aber ich glaube auch fuer Schweden.

LG Tanja


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 Betreff des Beitrags: Re: Als Schweißer nach Schweden oder eher nicht?
BeitragVerfasst: 18. August 2010 09:17 
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Registriert: 8. Januar 2008 12:10
Beiträge: 282
Wohnort: Schweden/Småland
Wenn Du über´s Arbeitsamt Hilfe bekommen kannst, ist das natürlich gut. Tatsache ist aber, dass es am besten funktioniert, wenn man etwas investiert. Mit etwas Glück reicht es, wenn Du einmal rüber fährst.
Wenn Du vorhast, danach alle 14 Tage nach Deutschland zu pendeln und doppelten Wohnsitz zu haben, wird es ja erst recht teuer ;).
Um die Fährkosten kommt man ja nicht rum, aber der Aufenthalt hier muss ja nicht so teuer werden. Man muss ja nicht ins Hotel, sondern könnte z.B. mit einem Zelt auf den Campingplatz etc. Es gibt also Möglichkeiten, die Kosten niedrig zu halten.
Generell musst Du aber damit rechnen, dass Du nach Schweden musst, selbst wenn Du aus Deutschland einen Job findest. Der Arbeitgeber wird Dich dann sicherlich zum Vorstellungsgespräch sehen wollen.

Viele Betriebe fangen jetzt wieder an nach dem Urlaub und etliche stellen dann auch jetzt die neuen an. Ist also eigentlich eine gute Zeit, um sich vorzustellen, auch auf gut Glück.

Wir haben es vor 15 Jahren so gemacht und es nie bereut :)

Gruss
Nanna


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 Betreff des Beitrags: Re: Als Schweißer nach Schweden oder eher nicht?
BeitragVerfasst: 18. August 2010 10:43 
BamBam hat geschrieben:
Ja danke schonmal für die Antworten
Nur habe ich auch bedenken und die währen.
Um einen Job in Schweden zu bekommen müsste ich rüber fahren und das kostet echt ein heiden geld.
Unterkunft, Verflegung, Fähre, und und und
Und dann steht die hürde mit der sprache.

Sprache: Mittels Englisch würde zumindest die Jobsuche funktionieren, vorausgesetzt deins ist nicht zu sehr eingerostet (der durchschnittliche Schwede spricht recht gut, wenn auch manchmal widerwillig falls er denkt man sollte inzwischen Schwedisch können).

Rüberfahren: Kombinier es doch mit einem Familienurlaub. Da sehen dann gleich alle ob sie überhaupt das Land mögen. Während sich tagsüber Frau und Nachwugs die Gegend ansehen, fährst du dann zu Firmen zum vorstellen. Übernachtung auf Campingplatz oder gar wild (kann ganz romantisch sein) ist preislich sehr günstig. Um die Fähre kommst du eh nicht rum, und da kann man das doch mit dem angenehmen verbinden. (Nen Billigflieger könnte allerdings eine Alternative sein, dann aber teurer je mehr Personen.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Als Schweißer nach Schweden oder eher nicht?
BeitragVerfasst: 18. August 2010 12:01 
Hej,

nicht verzagen! Es gibt doch recht viele kleinere und mittlere Metallbetriebe, die Schweisser gebrauchen können. Ohne herumfahren uind sich vorstellen geht es aber nicht.
Ene besondere Art von Schweissern heissen hier Licens svetsare, also solche, die bestimmte Schweisserscheine haben. Das ist für gewisse Arbeiten Vorraussetzung. (Ansonsten schweisst hier jeder nach Herzenslust und Können).
Alle 14 Tage heimfahren wird schwer, weil ja die An- und Abfahrt schon soviel Zeit dauert. Und sich Freitags nach Mittag absetzen geht normalerweise nicht.
Ich bin selbst auch vorgegangen und nach 1/2 Jahr ist meine Frau nachgekommen (da war alles geregelt). Wir haben uns nur selten gesehen in der Zeit.

Zur Vorstellungsreise:
Dass du schon Schwedisch kannst, kann keiner erwarten, aber vielleicht kannst du ja englisch? Ich würde mir eine Liste von Firmen zusammenstellen. Kauf dir ein schwedisches Wörterbuch (nicht das kleinste) und versuche, über schwedische Branchenverzeichnisse was zu finden. Stichworte:

rör och svets
metallbearbetning
mekanisk verkstad

Dann Besuche vorher vielleicht telefonisch/E-mail ankündiggen und losfahren. Man muss etwas Geld investieren, sonst geht das nicht.

Viel Glück!


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 Betreff des Beitrags: Re: Als Schweißer nach Schweden oder eher nicht?
BeitragVerfasst: 18. August 2010 19:51 
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Registriert: 13. August 2010 09:07
Beiträge: 79
Hej!

Ich empfehle Dir eines: rufe mal im Baltic Trainee Center bei Euch in Rostock an. Das ist ein Trainingscenter, welches Leute fürs Leben und Arbeiten in Skandiavien vorbereitet. Die geben Dir am Telefon kompetente Auskunft welche Jobs derzeit in Schweden gefragt sind. Sie arbeiten mit der deutschen Arbeitsagentur zusammen und wissen da wirklich Bescheid. Vielleicht hat Deine Frau übers Amt auch eine Chance dort für den schwed. Arbeitsmarkt geschult zu werden...

LG Psychologiestudentin


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