Als deutscher Physiotherapeut in Schweden arbeiten

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Nikolai.Keilpflug

Als deutscher Physiotherapeut in Schweden arbeiten

Beitragvon Nikolai.Keilpflug » 8. Januar 2004 12:57

Ich habe im Oktober 2003 mein Examen zum Physiotherapeuten abgeschlossen; bin also Berufsanfänger. Ich habe gehört, dass die Aussichten in Schweden einen Job in diesem Bereich zu finden nicht die schlechtesten sein sollen. als Vorbereitung auf das Leben un Arbeiten in Schweden ist natürlich die Landessprache Voraussetzung. Aus diesem Grund mache ich bereits einen Folkshochschulkurs um Schwedisch zu lernen. Allerdings geht der Erfolg nur sehr schleppend voran. Desshalb würde ich gerne die Sprache im Land selber lernen. Sprachkursanbieter sind allerdings in der Regel sehr teuer. Vielleicht hat jemand eine Idee wie ich diese umgehen kann oder kennt jemanen, der ähnliche Probleme hat. Vielleicht gibt es unter euch auch jemanden der Verbindungen zu einem schwedischen Physiotherapeuten hat. Ich würde mich über jede Antwort tierisch freuen. Vielen Dank Nikolai

Michael_Andresen

Re: Als deutscher Physiotherapeut in Schweden arbeiten

Beitragvon Michael_Andresen » 10. Januar 2004 19:35

Hej Nikolai!<p>Ich bin derzeit im Urlaub (ganz genau pappaledig); wir haben aber im Team ein paar Krankengymnasten (das ist doch hoffentlich der richtige Beruf? Oder bist Du das, was frueher der Masseur war?), bei denen kann ich mich mal erkundigen.<br>Jetzt ist die frage, wie eilig Du es hast und was Du genau willst (welches medizinische Fach bspw.)...<br>Generell muss man wissen, dass hier gerade bei den Behörden, die fuer die medizinische Versorgung zustaendig sind, das Geld knapp geworden ist (kommun und landstinget), so dass es in einigen Gebieten einen Einstellungsstop gibt; und in Schweden geht das ausgeglichene Budget vor der Arbeit der Einrichtung, das heisst, wenn ein Landstinget kein Geld mehr hat, wird das Krankenhaus geschlossen.<br>Geschieht zum Beispiel gerade in Stockholm in groesserem Maßstab.<br>Aber sobald ich wieder arbeite, werde ich mal nachfragen, ok?<p>Landessprache ist auf jeden Fall gut; ein Bewerber, der direkt einsetzbar ist, hat (neuerdings) bessere Chancen, als einer, der erstmal drei Monate Sprachkurs machen muss.<br>Sprache im Land selber lernen ist natuerlich am besten; wenn Du es Dir leisten kannst, verbringe (am besten ohne Kontakt zu Deutschen) eine laengere Zeit hier irgendwo, wo Du reden musst (also nicht in irgendeinem Ferienhaus 3 Mil von dem naechsten Schweden ;-)... wie koennte man so etwas machen... koenntest du es Dir bspw. leisten, ein Praktikum hier zu machen?[1]<br>Wie auch immer: sieh zu, dass Du soviel mitbringst, wie Du kannst.<br>Was mir geholfen hat, waren vor allem Kontakte zu Schweden in Deutschland und dann mit denen dann schwedisch reden... erfaehrt man auch wichtige und interessante Sachen, die am Anfang wertvoll sein koennen.<br>Ich habe ein paar Infos gesammelt, die evtl. interessant sein koennen, naemlich hier:<br>http://www.m-andresen.org/sweden/<br>und u.a. auch Links auf Seiten anderer Leute/Behörden, die weitere Infos haben.<br>Guck mal, ob Du davon was gebrauchen kannst; es gibt auch (auf der "Links"-Seite einen Link auf eine Seite mit Adressen schweedischer Krankenhaeuser.<br>Erfahrungen finden sich sicher auch hier:<br>http://pauker.at/deutsch/W%F6rterb%FCcher/Schwedisch/%DCbersetzungsforum.html oder im dazugehoerigen Sprachkurs-Forum.<br>Ausserdem gab es unter http://schweden.zusammenbruch.de/ auch noch ein Forum, in dem regelmaessig jemand geschrieben hat, der solche Sprachkurse in Småland anbietet (iirc); leider ist der Rechner gerade nicht erreichbar.<br>Vielleicht hat noch jemand anderes einen Tip; soviel faellt mir ein.<br>Gruss und viel Glueck,<p>//M

Michael_Andresen

Re: Als deutscher Physiotherapeut in Schweden arbeiten

Beitragvon Michael_Andresen » 13. Januar 2004 09:50

Hej Nikolai!<p>Ist das hier interessant fuer Dich?<br>http://genial-info.net/kandidat/pdf-documents/s_kand_k.pdf<p>PDF-Datei: Ratschlaege, wie man sich bewirbt.<p>//M<br>

Nikolai.Keilpflug

Re: Als deutscher Physiotherapeut in Schweden arbeiten

Beitragvon Nikolai.Keilpflug » 13. Januar 2004 15:33

hej Michael!<br>Zunächst erst einmal vielen herzlichen Dank für diese prompte Antwort. Ich bin sehr positiv überascht, dass sich jemand der mich nicht kennt, so konkrete Gedanken zu meiner Person macht.<br>Ja ich bin Krankengymnast; heute bezeichnet man sich gerne als Physiotherapeut,... das klingt besser ist aber eigentlich völliger Unsinn.<br>All die Informationen die ich bisher erhalten habe und die, welche ich über Dich bekommen habe, sind so umfangreich, dass sie einen fast erschlagen! Es fällt schwer dabei den roten Faden zu behalten. Ich habe schon so einiges versucht: Ich habe mit verschiedenen Eures-Beratern aus Deutschland und sogar Schweden gesprochen und habe Berge an uterlagen über das leben und Arbeiten in Schweden erhalten. Ich habe bereits die Legitimation als Physiotherapeut in Schweden zu arbeiten über "The National Board of Health and Welfare" angefordert und auch erhalten. Ich habe mich über Sprachkurs-Möglichkeiten informiert und festgestellt, dass diese alle sehr teuer sind. Ich lerne bereits einwenig Schwedisch. Ich habe mit dem hisigen Arbeitsamt gesprochen, die mir eine Teilnahme am Nordic Training u. Job Center in Flensburg oder Rostock zur Vorbereitung auf das Arbeiten in Schweden aus finanziellen Missständen verweigerten.Ich habe mit einem Menschen der Kieler Universität E-Mail kontakt, der sich gerade um einen Praktikumsplatz für mich in Schweden bemüht und ih habe natürlich viel im Internet herumgesucht. Trotz all dieser Bemühungen hat sich noch nichts konkretes abgezeichnet. Leider habe ich keine konkreten Beziehungen nach Schweden, da das Land bisher nur Reiseziel und die Premisse angeln und Ruhe-haben war. Ich habe mir überlegt direkt nach Schweden zu fahren um vor Ort nach Stellen zu suchen, befürchte aber, dass meine Schwedisch-Kenntnisse nicht ausreichen. Das Internet sagt Jedenfalls, dass die Möglichkeit einen Job als Krankengymnast in Schweden zu finden nicht die schlechteste ist. Ich habe gehört, dass man, hat man erst einmal Arbeit gefunden, ein Anrecht auf einen kostenlosen Sprachkurs über Komvux hat.<br>Nun ist es so, dass ich seit meinem Ausbildungsabschluß im Oktober 2003 nicht mehr arbeite. Seit dieser Zeit befinde ich mich auf Infosuche. Ich habe hier zunächst keine Stelle angenommen, weil ich mich nicht für eine längere Zeit vertraglich binden wollte um föllige Bewegungsfreiheit für die Verwirklichung meines Traums zu haben. Für mich ist diese Möglichkeit nicht nur einfach ein Ortswechsel, sondern ein stück weit Vort- und Weiterbildung zugleich. Ich sehe es als große Herausforderung und bin begierig alles dafür zu tun. Natürlich stellen sich mir einige Hindernisse in den Weg an denen es schwer vorbeizukommen scheint. Wenn ich zu lange nicht arbeite verliere ich Praxiserfahrung; ich verdiene kein Geld und liege noch auf der Tasche meiner Eltern. Ich würde sofort ein Praktikum annehmen, wenn die Möglichkeit einer minimalen Finanzierung gewehrleistet wäre. Ich bräuchte eine Unterkunft und etwas Gelt für das tägliche leben. Ich würde sogar für eine gewisse Zeit in einem anderen Job arbeiten um Schwedisch zu lernen.<br>Nun zu meinen eigentlichen Interessen: Ich bin als Berufsanfänger natürlich nicht besonders spezialisiet könnte mir aber gut vostellen im Bereich Orthopädie, Chirurgie, Innere Medizin, Pädiatrie oder Rehabilitation zu arbeiten, bin aber natürlich für alles Neue offen. Besonders gerne arbeite ich, falls Dir das etwas sagt, mit den Techniken PNF, Manuelle Therapie und Atemgymnastik; besonders ganzheitliche Behandlungsformen sprechen mich aber auch an. Da habe ich ja nun einiges geschrieben! Vielleicht hast Du oder jemand Anderes ja noch Ideen oder Vorschläge, die mir weiter helfen könnten. Besonders würde ich mich über Kontakte zu Schweden oder anderen Krankengymnasten freuen. Noch einmal vielen Dank für Deine Hilfe.<br>Gruß Nikolai

Michael_Andresen

Re: Als deutscher Physiotherapeut in Schweden arbeiten

Beitragvon Michael_Andresen » 15. Januar 2004 20:53

Hej Nicolai!<p>> Zunächst erst einmal vielen herzlichen Dank für diese prompte Antwort.<p>Varsågod.<p>> Ja ich bin Krankengymnast...<p>OK; Dein Beruf heisst hier "sjukgymnast".<p>> All die Informationen die ich bisher erhalten habe und die, welche ich<br>> über Dich bekommen habe, sind so umfangreich, dass sie einen fast<br>> erschlagen!<p>Jepp, das ging mir zuerst auch so. Ordnet sich aber mit der Zeit (im<br>deutschen, nicht im schwedischen Sinne gemeint!)<p>> [Legitimation als Physiotherapeut vom Socialstyrelsen]<p>Das ist gut; damit hast Du eine der Voraussetzungen.<p>> Ich lerne bereits ein wenig Schwedisch.<p>Sehr gut; das duerfte Deine Chancen verbessern; wuerde ich fortsetzen.<br>Habe heute leider von einigen kollegen von der Westkueste gehoert, dass<br>auch dort Sparen angesagt ist; definitiv weiss ich es also jetzt von<br>Östergötland, Stockholm, Västergötland, dass Einstellungsstopp besteht.<br>Värmland habe ich gerade mal nachgeschaut: haben keinen<br>Einstellungsstopp, scheinen aber gerade keine sjukgymnasten zu suchen.<br>Kannst aber immer mal hier vorbeischauen:<br>http://www.liv.se/page.jsp?node=141<br>Die Seite der arbetsförmedlingen hast Du schon besucht?<br>Zur Zeit sehe ich da 96 Annonsen, wo jemand gesucht wird.<br>Hier:<br>http://platsbanken.ams.se/yrke/150000.html<br>gefunden.<p>> Ich<br>> habe gehört, dass man, hat man erst einmal Arbeit gefunden, ein Anrecht<br>> auf einen kostenlosen Sprachkurs über Komvux hat.<p>SFI, Svenska för invandrare. Das bezahlt dann die kommun (== Landkreisin Deutschland). Korrekt. Jedenfalls noch.<p>> Nun ist es so, dass ich seit meinem Ausbildungsabschluß im Oktober<br>> 2003 nicht mehr arbeite. Seit dieser Zeit befinde ich mich auf<br>> Infosuche. Ich habe hier zunächst keine Stelle angenommen, weil ich mich<br>> nicht für eine längere Zeit vertraglich binden wollte um föllige<br>> Bewegungsfreiheit für die Verwirklichung meines Traums zu haben. Für<p>Hmmm... mach Dir folgendes klar:<p>Eine Haltung: "entweder Du kommst morgen oder Du kannst es vergessen"<br>ist mir hier bisher nicht begegnet; stattdessen ist es hier eher<br>wichtig, gute Referenzen zu haben. Wie gesagt, zur Zeit. Und Referenzen<br>bekommst Du eben nur, wenn Du arbeitest, wo auch immer. Kurse vom<br>Arbeitsamt moegen schoen und gut sein, ersetzen aber nicht Erfahrung aus<br>dem Berufsleben.<p>> Nun zu meinen eigentlichen Interessen: Ich bin als Berufsanfänger<br>> natürlich nicht besonders spezialisiet könnte mir aber gut vostellen im<br>> Bereich Orthopädie, Chirurgie, Innere Medizin, Pädiatrie oder<br>> Rehabilitation zu arbeiten, bin aber natürlich für alles Neue offen.<p>Guck doch mal die Stellenanzeigen der platsbanken durch; Bewerbung via<br>e-mail ist hier uebrigens nicht unueblich.<p>> Besonders gerne arbeite ich, falls Dir das etwas sagt, mit den Techniken<br>> PNF, Manuelle Therapie und Atemgymnastik; besonders ganzheitliche<br>> Behandlungsformen sprechen mich aber auch an. Da habe ich ja nun einiges<br>> geschrieben! Vielleicht hast Du oder jemand Anderes ja noch Ideen oder<br>> Vorschläge, die mir weiter helfen könnten. Besonders würde ich mich über<br>> Kontakte zu Schweden oder anderen Krankengymnasten freuen. Noch einmal<br>> vielen Dank für Deine Hilfe.<p>Die Techniken sagen mir leider nicht viel; bin Arzt und arbeite in<br>der Psychiatrie. Werde aber wie gesagt am 2. Februar sehen, dass ich<br>unsere Krankengymnastin erwische und befrage (nachdem ich mich durch<br>vermutlich 5 Meter hohe Berge aus liegengebliebenen Rezepten, Epikrisen<br>usw. gewuehlt habe...<p>> Gruß Nikolai<br> <p>

Nikolai.Keilpflug

Re: Als deutscher Physiotherapeut in Schweden arbeiten

Beitragvon Nikolai.Keilpflug » 19. Januar 2004 13:42

Tack ska du har!<br>

conny

Re: Als deutscher Physiotherapeut in Schweden arbeiten

Beitragvon conny » 21. Januar 2004 18:42

<br>Hej schau mal auf unserer Homepage,ich denke günstiger kannst du in Schweden nicht in privater Umgebung lernen. Hälsningar Conny<br>

Michael_Andresen

Re: Als deutscher Physiotherapeut in Schweden arbeiten

Beitragvon Michael_Andresen » 9. Februar 2004 17:37

Hej Nicolai!<p>Habe leider unsere Krankengymnastin noch nicht erreicht. Habe Dich aber nicht vergessen.<p>//M<p>

schokobeanchen schokobean

Re: Als deutscher Physiotherapeut in Schweden arbeiten

Beitragvon schokobeanchen schokobean » 9. Februar 2004 23:58

: Hej Nicolai!<p>Hallo ich haette da auch sehr grosses interesse mehr zu erfahren. wir sind eine kleine familie die nach schweden gehen moechte. wir lernen zur zeit zu hause schwedisch, ab april machen wir beide dann den sprachkurs und im anschluss daran geht es gleich in den sommerurlaub nach malmö. wir wollen auch erstmal unten im sueden beleiben und wohnen. <p>achso warum ich mich hier einklinke ?? mein freund ist auch sjukgymnast aber schon mit 8 jahren beruftserfahrung und fast allen abschluessen die ein deutscher krankengymnast so haben kann.<p>Uns wueder am meissten die frage nach dem Gehalt (lön) beschaeftigen...aussder die anderen tausend fragen. <p>z.b. die wohnungen sind doch eigentlich garnicht so teuer ?? also hier in berlin sind sie ja schon fett aber in Malmö haben wir nicht so den eindruck ?? oder wieviel verdient man in schweden ?? <p>ich hoffe du kannst auch mir antworten<p>wir warten auf eine baldige nachricht <p>claudia und Familie

Michael_Andresen

Re: Als deutscher Physiotherapeut in Schweden arbeiten

Beitragvon Michael_Andresen » 12. Februar 2004 17:23

: Tack ska du har!<p>So, jetzt bin ich ein bisschen weiter:<p>Hab mal mit unserer Krankengymnastin geredet; sie hat das berichtet, was ich auch aus meiner Berufsgruppe erfahre: alle landstingen haben den Guertel massiv enger geschnallt, der Anzeigenteil inm sjukgymnasten (des Berufsblattes) ist im Februar auf zwei Seiten zusammengeschrumpft (gegenueber mehr als zehn Seiten vor noch einem Jahr).<br>Sie hat mir die Seiten kopiert; mit allerhoechster Wahrscheinlichkeit finden sich die Anzeigen auch in der platsbanken, aber wenn Du mir eine mailadresse gibst, dann maile ich Dir die Kopien.<br>Hier sehe ich Anzeigen aus Västergötland; die sjukgymnastin (Barbro) meinte jedoch, dass die Wahrscheinlichkeit, eine Stelle zu bekommen, am hoechsten in Norrland sei.<p>//M


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