Als Arzt nach Schweden

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vibackup
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Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon vibackup » 6. Juni 2016 18:00

EuraGerhard hat geschrieben:Ganz wichtig, in Schweden wie in Deutschland: Privathaftpflicht!!! Gibt es in Schweden üblicherweise als Paket zusammen mit der Hausratversicherung, das nennt sich dann, wenn man eine Wohnung hat, Hemförsäkring. Hat man ein Einfamilienhaus, so heißt es Villahemförsäkring und enthält zusätzlich auch noch die Gebäudeversicherung (gegen Sturmschäden etc.). Es ist auch immer eine Rechtschutz- und eine Reiseversicherung inclusive.

THX, du hast natürlich recht, die beiden Verscherungen gehen in die hemförsäkring ein, und bei der Villahemförsäkring in der Regel auch noch eine Versicherung gegen Ungeziefer und bestimmte Pilze, die Bauholz befallen (hingucken lohnt sich da).

EuraGerhard hat geschrieben:Die Arbeitslosenversicherung war für mich ein wichtiger Grund, in die Gewerkschaft (bei mir Naturvetarna) einzutreten. Aber gut, ich arbeite in der freien Wirtschaft, da ist das Risiko des Jobverlustes immer höher als beim Staat.

Sicher wahr.
Allerdings arbeite ich derzeit nur zu 30% und ab dem 1/9 gar nicht mehr beim Staat...
;-)
Bei mir hat das eher was mit meinem Beruf und dem aktuellen Arbeitsmarkt für meine Berufsgruppe zu tun, denke ich.

//M

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Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon Karo0815 » 14. Juni 2016 14:38

Und wie sieht es aus mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung?
Ist die notwendig in Schweden und und wenn ja, wird sie von der Försäkringskassan mit angedeckt?

vibackup
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Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon vibackup » 14. Juni 2016 21:08

Karo0815 hat geschrieben:Und wie sieht es aus mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung?
Ist die notwendig in Schweden und und wenn ja, wird sie von der Försäkringskassan mit angedeckt?

Ich habe jedenfalls keine separate (ausser das ich weiter in die Ärzteversorgung einzahle).

//M

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Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon EuraGerhard » 15. Juni 2016 07:42

Hallo Karo!

Karo0815 hat geschrieben:Und wie sieht es aus mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung?
Ist die notwendig in Schweden und und wenn ja, wird sie von der Försäkringskassan mit angedeckt?

Ja, die Försäkringskassa deckt auch Berufsunfähigkeit ab, das nennt sich Sjukersättning. Allerdings zahlt sie maximal nur knapp 65% des vorherigen Durchschnittslohnes der letzten Jahre, und die Auszahlung ist auch noch bei knapp 18.000 kr pro Monat gedeckelt. Falls jemand also mehr als ca. 28.000 kr netto im Monat verdient, empfiehlt es sich daher durchaus, z.B. über eine Gewerkschaft noch eine zusätzliche Versicherung abzuschließen. Wenn der Arbeitgeber dies nicht ohnehin schon für seine Mitarbeiter getan hat.

MfG
Gerhard

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Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon jörgT » 15. Juni 2016 09:37

Rede unbedingt mit Deinem lönehandläggare/Arbeitgeber - in vielen Landsting geht so etwas automatisch mit ein!
Auch andere Sachen können nützlich sein, z.B. gibt es oft die Möglichkeit der "löneväxling". Da wird dann ein gewisser Teil Deines Einkommens vor Steuern auf ein Rentenkonto eingezahlt und erhöht so Deine zukünftige Pension. Aber das ist vielleicht etwas, was Du später machen kannst ...
Jörg :wink:

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Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon viskalevaisverige » 17. Juni 2016 14:40

Hallo Karo,

zunächst grattis och lycka till!

Eine Frage habe ich: Wann hast Du denn Deine Abschlüsse in Schweden anerkennen lassen? Angeblich soll es seit April 2016 erforderlich sein, dass man Schwedisch im C1-Niveau spricht?! Das würde ja bedeuten, dass man fast Muttersprachenniveau hat... Hat jemand hier schon Erfahrungen mit dieser neuen Regelung?

Danke sagt Birgit

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Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon vibackup » 17. Juni 2016 20:21

viskalevaisverige hat geschrieben:Angeblich soll es seit April 2016 erforderlich sein, dass man Schwedisch im C1-Niveau spricht?! Das würde ja bedeuten, dass man fast Muttersprachenniveau hat... Hat jemand hier schon Erfahrungen mit dieser neuen Regelung?

Ist das jetzt durch?
Gut so, leider haben wir hier immer wieder Probleme mit Kollegen, die Patienten treffen und Schaden anrichten, weil sie die Patienten einfach nicht verstehen.

//M

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Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon jörgT » 20. Juni 2016 07:28

Naja Michael, das kann man so oder auch anders sehen!
Natürlich haben wir schon alle irgendwann einmal Kollegen getroffen, die sich nicht ausreichend mit ihren Patienten verständigen konnten - hier hat aber meines Erachtens die Sprachausbildung durch das jeweilige Landsting versagt.
Sprachkenntnisse auf C-Niveau beinhalten, dass ein Kollege mindestens zwei oder gar drei Jahre Sprachausbildung haben muss, bevor sie/er patientenwirksam wird - das Ende für jede Rekrutierung! Darauf hat auch der Läkarförbund hingewiesen, denn besonders kleinere Krankenhäuser dürften damit Probleme bekommen.
In der Praxis habe ich noch nicht gehört, dass diese Forderung aufgestellt wird. Wir haben gerade einen portugiesischen Arzt angestellt, der ganz normal die Sprachausbildung Svenska B absolviert hat. Wir werden sehen, wie das in Zukunft aussieht ...
Jörg

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Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon vibackup » 21. Juni 2016 18:25

jörgT hat geschrieben:Natürlich haben wir schon alle irgendwann einmal Kollegen getroffen, die sich nicht ausreichend mit ihren Patienten verständigen konnten - hier hat aber meines Erachtens die Sprachausbildung durch das jeweilige Landsting versagt.

Ja, natürlich. Und/oder die Auswahl.
Das aber geschieht leicht, wenn die vårdcentralchefs verzweifelt oder unerfahren genug sind; man stellt dann Leute ein, die die Sprache nicht lernen können oder schmeißt die Kollegen zu schnell in den Patientenkontakt.
Genau deshalb hat ja das SoS diese Frage an sich gezogen.
Du bist in einer anderen Lage: du arbeitest im Krankenhaus und ihr könnt zwischen Bewerbern die besten wählen.
Das geht vielen vårdcentralen und auch einigen psychiatrischen Kliniken anders.

jörgT hat geschrieben: Wir haben gerade einen portugiesischen Arzt angestellt, der ganz normal die Sprachausbildung Svenska B absolviert hat.

Svenska B sollte C1 geben, wenn es godgekänt ist, oder liege ich da falsch?

//M


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