Als Arzt nach Schweden

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Mareike
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Als Arzt nach Schweden

Beitragvon Mareike » 26. März 2008 09:37

Hallo,

mein Mann und ich haben das Angebot, im nächsten Jahr als Ärzte nach Dalarna zu gehen. Jetzt sind wir auf der Suche nach Leuten, die diesen Schritt schon gewagt haben. Wir haben eine 1jährige Tochter und dadurch ergeben sich natürlich noch mehr Fragen.
Wir haben jetzt schon häufiger gehört, dass es recht schwierig sei, soziale Kontakte zu knüpfen. Kann man das so pauschal sagen? Wir hoffen eigentlich, dass man mit eigenem Engagement gut zurecht kommen wird. Wie sind eure Erfahrungen?

Des weiteren Fragen wir uns, wie das ARbeiten in schwedeischen Krankenhäusern abläuft. Einerseits haben wir gehört, dass es absolut verlässlichle Arbeitszeiten gibt, dann wieder, dass man genauso viel wie in Deutschland arbeiten muß- mit dem Unterschied das die Überstunden ausgezahlt werden.

Wir würden uns sehr über Antworten und/oder Kontakte freuen.

Vielen Dank,

Mareike

glada

Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon glada » 26. März 2008 09:45

Hallo und willkommen im Forum!

Ich empfehle dir, dich mit JörgT in Verbindung zu setzen. Schick' ihm doch am besten eine PN. Er wird sicherlich viele eurer Fragen beantworten können.

Auf deine Fragen bezüglich der Kontakte: Ich selber wohne nicht in der Region, in die ihr eventuell ziehen wollt. Deshalb kann ich nichts über die Mentalität der Menschen dort sagen. Ich finde es jedoch nach über 2 1/2 Jahren nach wie vor nicht einfach, festere Kontakte aufzubauen. Es sind einige, eher oberflächlichere Beziehungen zu Schweden entstanden, die meisten durch unsere Kinder. Empfehlenswert ist es, Kontakte zu Deutschen in der Nähe zu knüpfen. So steht man zumindest in der Anfangszeit nicht so alleine da, außerdem kann man wertvolle Tipps erhalten.

Viel Erfolg bei eurem Vorhaben!

Oliver

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Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon stavre » 26. März 2008 12:04

zu den kontakten hätte ich auch mal was zu sagen.wir sind vor 4 jahren ins jämtland gezogen.die leute sind hier "brummig ".wir sind hier OHNE deutsche kontakte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

und wir sind sowas von herzlich aufgenommen worden.haben hier schon sehr gute freundschaften entwickeln können.ich glaube,es kommt auf den menschen selbst an,was er daraus macht.man braucht keinen aus seinem land als stütze.....meine meinung..... :danke:

man kennt doch den spruch,so wie es in den wald hineinschallt,so kommts auch wieder raus!!!!!!!!!!!!!!

übrigens haben wir rausgefunden,nach vier jahren hihihi,daß es die leute HIER es nicht gerne sehen,wenn landsleute zusammenhocken und nichts mit der bevölkerung zu tun haben will.

dreht den spieß doch mal um.ihr seht ,da kommen neue einwanderer in eure deutsche stadt/dorf und die brödeln nur mit ihresgleichen.findet ihr das gut?

l.g. elke

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Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon Mareike » 26. März 2008 12:24

stavre hat geschrieben:
dreht den spieß doch mal um.ihr seht ,da kommen neue einwanderer in eure deutsche stadt/dorf und die brödeln nur mit ihresgleichen.findet ihr das gut?



Hallo Elke,

wie kommst du darauf, wir wollten nur mit Detuschen brödeln? Wir würden uns einfach freuen, von anderen zu hören, was sie für Erfahrungen gemacht haben, denn wir haben auch schon mehrfach gehört, dass es sehr schwierig sei, Schweden kennen zu lernen. Wir haben jedoch die Hoffnung, durch Job und Kind Kontakte knüpfen zu können.
Gerade mit Kind ist doch ein "soziales Netz" wichtig. Für Kind und Elten....

Grüße,
Mareike

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Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon Aelve » 26. März 2008 12:31

Hallo Mareike,

wir haben einer deutschen Auswandererfamilie unser Ferienhaus im Süden Västragötalands vermietet, die Frau arbeitet als Krankenschwester in Borås. Sie erzählt wirklich, dass dort ein ausgezeichnetes Arbeitsklima herrscht. Sie wurde einige Monate eingearbeitet, da die Aufgaben einer Krankenschwester umfangreicher als in D sind, sie muß z.b. auch Medikamente verordnen, Spritzen setzen usw., was ja wohl in D mehr nur die Ärzte erledigen dürfen. Insofern sind da schon Unterschiede in den Krankenhäusern zwischen S und D. Sie erzählte schon einige Male, dass es geselliges Zusammensitzen auf der Arbeit gab, dass alle Mitarbeiter sehr freundlich sind, dass sie zwar viel arbeiten muß, aber es ihr viel besser als in D gefällt.
Und was Kontakte zu Schweden betrifft, da haben wir keine schlechten Erfahrungen (wir haben aber nur Ferienhäuser in Schweden) sammeln können. Auch unsere ausgewanderten Deutschen haben nette Kontakte gefunden zu Deutschen sowie Schweden, das Kind (inzwischen 2 Jahre) hat sofort einen sehr guten Kindergartenplatz gefunden.
Deshalb kann ich Euch nur ermutigen, Euer Ziel optimistisch anzustreben, denn ich habe nur Deutsche in Schweden kennen gelernt, die auf keinen Fall nach D zurück möchten.
Grüße Aelve :P
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
http://www.traumhausschweden.de

glada

Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon glada » 26. März 2008 14:20

stavre hat geschrieben:zu den kontakten hätte ich auch mal was zu sagen.wir sind vor 4 jahren ins jämtland gezogen.die leute sind hier "brummig ".wir sind hier OHNE deutsche kontakte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

und wir sind sowas von herzlich aufgenommen worden.haben hier schon sehr gute freundschaften entwickeln können.ich glaube,es kommt auf den menschen selbst an,was er daraus macht.man braucht keinen aus seinem land als stütze.....meine meinung..... :danke:

man kennt doch den spruch,so wie es in den wald hineinschallt,so kommts auch wieder raus!!!!!!!!!!!!!!

übrigens haben wir rausgefunden,nach vier jahren hihihi,daß es die leute HIER es nicht gerne sehen,wenn landsleute zusammenhocken und nichts mit der bevölkerung zu tun haben will.

dreht den spieß doch mal um.ihr seht ,da kommen neue einwanderer in eure deutsche stadt/dorf und die brödeln nur mit ihresgleichen.findet ihr das gut?

l.g. elke


Das finde ich sehr interessant, Elke. Beschreib' doch mal die Kontakte mit Freunden und Arbeitskollegen genauer, welcher Art sie sind, wie ihr euch kennen gelernt habt, was ihr so in der Freizeit mit ihnen macht; das würde mich sehr interessieren.

Oliver

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Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon Skoghult » 26. März 2008 15:15

Hej Mareike,
habt Ihr die Möglichkeit den Arbeitsplatz vorher anzuschauen.

evtl. in Verbindung mit einem Urlaub.

Ich würde auf jeden Fall dieses Angebot annehmen.

In unserem Ort hatte ich Kontakt mit einem deutschen Arzt, sowie mit einem polnischen Arzt.

Ich bin mit den Ärzten hier sehr zufrieden, auch was spezielle Untersuchungen angeht.
Gruss Marie-Luise

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Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon Imrhien » 26. März 2008 16:06

Hallo Mareike,

Was die Kontakte angeht, da habe ich in den letzten 6 Monaten die Erfahrung gemacht, dass wir recht schnell lockere und lose Kontakte zu den Schweden hatten. Das ging gerade über die Kinder leicht. Das sind keine Freundschaften, aber es tut gut auch in der Anfangszeit einfach jemanden im Ort zu kennen und grüssen zu können. Wenn Du verstehst wie ich das meine...
Und ich habe nun ein zwei engere Kontakte. Allerdings sind das selbst Ausländer.
Was sonst wird, wird sich zeigen. Wir sind offen und nutzen alle Gelegenheiten zu Kontakten. Ob daraus mehr wird, als lose Bekanntschaften, das wird sich ergeben. Mit einer Schwedin treffe ich mich regelmässig zur Fika, aber das würde ich noch nicht als Freundschaft bezeichnen...
Einen Tipp hätte ich. Versucht in der Gemeinde in der Ihr leben werdet eine öppna förskola zu finden. Das ist so ne art offene Krabbelgruppe. Ich bin da eine Woche nach dem Umzug hin, mit wirklich leidlichen Schwedischkenntnissen (Tourismus-Schwedisch). Aber sie haben mich nett aufgenommen. Darüber habe ich ganz schnell sehr viele Mamas mit Kindern und auch ein paar Papas kennen gelernt. Es sind nicht immer die Gleichen und es ist ungezwungen. Aber es gibt viele Treffen und Veranstaltungen. Man hat soziales Leben... Und man lernt die Leute aus dem Ort kennen und vermutlich noch wichtiger, sie lernen Dich kennen.
Es war manchmal sehr komisch und auch ein klein wenig unangenehm da inmitten der ganzen Schweden... ich verstand nicht weshalb man was wie und warum machte. Bei den Festen war ich meist nicht ganz hundert prozentig gekleidet. Mal zu leger, mal zu festlich... Es ist eigentlich lachhaft, aber in den Momenten war es schon auch mal weniger angenehm. Trotzdem waren die immer sehr nett zu mir und haben mich nie spüren lassen, dass ich fremd bin, mit einer Ausnahme... Aber eben, bis auf eine, waren alle sehr nett und hilfsbereit. Sie reden viel engllisch und sind dann ganz erstaunt, wenn sie mich ein paar mal nicht gesehen haben, dass ja nun immer mehr schwedisch kommt. Das wird honoriert, sie reden mehr mit mir. Und sie bemühen sich mir alles langsam zu erklären :)


Und nun noch eins:

stavre hat geschrieben:man kennt doch den spruch,so wie es in den wald hineinschallt,so kommts auch wieder raus!!!!!!!!!!!!!!


Das finde ich schade und ein wenig gefährlich. Unterstellt es doch Menschen mit anderen Erfahrungen, dass sie eigenbrödler sind und alles falsch gemacht haben. Es hängt sicher auch davon ab, wie man sich selbst gibt, aber das allein reicht eben auch nicht immer. Der Gegenüber ist nämlich genauso ein Mensch mit Ecken und Kanten. Und in manchen Gegenden ist es eben einfacher als in anderen, Leute enger kennen zu lernen und Freundschaften zu schliessen.


Grüße
Wiebke
und Mareike, viel Glück Euch, es wird sicher ein schönes Abenteuer werden. Und Euer Kind wird sich sehr schnell gewöhnen. Meine Tochter war eineinhalb als sie her kam und kommt im Kindergarten super klar.

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Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon stavre » 26. März 2008 16:13

ich glaube,wiebke,du interpretierst das geflügelte wort falsch...................

ich meine damit, so wie man gibt ,bekommt man auch was zurück.

besser verstanden?daß jeder ecken und kanten hat ,ist klar.wollte vorhin was posten,aber da du einen so langen thread reingesetzt hast,ist meiner untergegangen.ich werd s heute abend noch mal versuchen.

elke

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Re: Als Arzt nach Schweden

Beitragvon Imrhien » 26. März 2008 16:19

Hej Elke,
ich wäre froh, wenn ich Dich falsch verstanden hab. Ich finde nämlich, dass es etwas hart klang. Kann aber sein, dass es bei mir einfach falsch in die Leitung gekommen ist. Also, Schwamm drüber.
Und das mit den untergegangenen Beiträgen das kenne ich...Sorry. Muss da mal Dietmar zu befragen.
Grüße
Wiebke


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