1 Jahr in Schweden (Arbeit, Familie)

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schwedenley
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1 Jahr in Schweden (Arbeit, Familie)

Beitragvon schwedenley » 5. August 2018 13:56

Hallo zusammen,

Berichte vieler Auswanderer suggerieren, es sei schier unmöglich, in Schweden wohnhaft zu werden.
Ich plane mit meiner kleinen Familie für ca. 1 Jahr nach Schweden zu gehen, um dort zu arbeiten.

Ziel wären - Karriere-bedingt - die Großräume um Göteborg, Stockholm oder Malmö/Lund.

Nun die Frage:
Ist es wirklich "unmöglich", nach Unterschrift eines Arbeitsvertrags eine Unterkunft für 3 Personen in den genannten Städten zu finden?
Der Preis spielt in dieser Zeit nicht die große Rolle.
Gibt es z.B. die Möglichkeit für 1 Jahr ein Ferienhaus zu mieten - quasi als Rückfall-Lösung?

DAnke und VG

vibackup
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Re: 1 Jahr in Schweden (Arbeit, Familie)

Beitragvon vibackup » 5. August 2018 21:28

schwedenley hat geschrieben:Berichte vieler Auswanderer suggerieren, es sei schier unmöglich, in Schweden wohnhaft zu werden.
Ich plane mit meiner kleinen Familie für ca. 1 Jahr nach Schweden zu gehen, um dort zu arbeiten.


Es ist nicht unmöglich, in Schweden wohnahft zu werden; in den meisten Orten ist das relativ problemlos möglich.
schwedenley hat geschrieben:Ziel wären - Karriere-bedingt - die Großräume um Göteborg, Stockholm oder Malmö/Lund.


In den sieben Universitätsstädten ist es schwer, und am schwersten in den drei von dir genannten.
Aber ich vermute, du hast einen Chef?
Der kann da ev mit Tipps helfen, denn in der Regel ist das lokale Wissen das wertvollste, zusammen mit Vitamin B.
Hemnet &Co kennst du, nehme ich an?

//M

schwedenley
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Re: 1 Jahr in Schweden (Arbeit, Familie)

Beitragvon schwedenley » 12. August 2018 11:39

Danke für deine Rückmeldung.

Der Tipp mit dem "Chef" wird natürlich berücksichtigt.

Während der ersten Recherche habe ich zahlreiche Seiten im web gefunden, auf welchen möblierte Appartments angeboten werden: http://www.costockholm.com/stockholm-lo ... ments.html zum Beispiel.

Gibt's da einen Haken? In puncto Verfügbarkeit scheint mir das doch relativ entspannt auszusehen.

Bezieht sich die "Schwierigkeit eine Wohnung zu finden", von der man in allen Foren häufig liest vor allem auf "richtige" Auswanderer, die für immer oder zumindest >3 Jahre in Schweden sesshaft werden wollen?

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sverige_aelg
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Re: 1 Jahr in Schweden (Arbeit, Familie)

Beitragvon sverige_aelg » 20. August 2018 14:35

Hej,

die Schwierigkeit eine Wohnung zu finden hängt nicht vom Aufenthaltsstatus ab.
Egal ob 1 Jahr oder 10 Jahre, die Problematik der Wohnraumfindung stellt sich allen gleichermassen, wenn man nicht Willens oder in der Lage ist, sich ein Wohnrecht/Haus zu kaufen.
Wohnrecht (Bostadsrätt) kann man am Besten mit einer Genossenschaftswohnung vergleichen. Viele Verpflichtungen und kaum Rechte ;)
Aber der Unterschied ist, dass Du für das Bostadsrätt genauso viel bezahlst, als würdest Du Eigentum erwerben.
Wenn das a.G. des nötigen Kapitaleinsatzes nicht in Frage kommt, bleibt nur der Mietwohnungsmarkt bzw. ein Haus mieten.
Da kommt es dann mehr darauf an, wo Du wohnen möchtest (mehr in der City oder im Randgebiet, lieber Haus oder eher Wohnung). Wenn Geld nicht so die Rolle spielt, findet sich immer was. Ein Attefallshus (Gartenlaube mit i.d.R. gehobenem Standard auf dem Grundstück des Vermieters) ist in den letzten Jahren eine Alternative geworden. 24qm für ca. 8-10.000:-SEK im Monat. Normalerweise winterfest und mit allem nötigen für 2 Pers. ausgestattet.
Haus gibt es sehr unterschiedlich sowohl was den Preis wie auch die Lage und Ausstattung angeht. Wenn Du hier mit 12-15.000:- SEK kalkulierst, findest Du was vernünftiges in den Aussenbezirken.
Wohnung in dieser Preisklasse sollte auch machbar sein. Problem ist hier gibt es einige schwarze Schafe, die sich gern auf unwissende Ausländer stürzen, um denen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Also niemals vorab bezahlen und gern auf ein schwedisches Bankkonto überweisen. Nicht unter Druck setzen lassen.
Alternativen gibt es immer.
Mietwohnungen sind von der Warte ein Problem, dass es keine gibt, ohne mindestens einige Jahre in der sog. bostadskö gestanden zu haben. Aber das ist auch mehr langfristig.
Kurzfristig werden alle Wohnungen, die Du findest in 2 Hand vermietet. Id.R. vom Besitzer eines Bostadsrätt und meist für einen nur eng begrenzten Zeitraum (1 Monat - 1 Jahr). Dies wiederum hängt auch damit zusammen, dass man nicht einfach unter-/weitervermieten darf in einer Bostadsrättsförening sondern immer um Erlaubnis beim Vorstand bitten muss. Dieser kann die Erlaubnis gewähren (id.R. max 1 Jahr) sie aber auch jederzeit wieder einkassieren, so dass man schnell auf der Strasse sitzt, sollte es Unregelmässigkeiten oder schlechte Führung im Haus geben. Dies kann auch mit dem Besitzer des bostadsrätt zusammen hängen und muss nicht mal mit Dir als Untermieter zu tun haben.
Du siehst, das ist alles etwas komplizierter hier und hätte ich das vorher gewusst, hätte es mich wohl vermutlich davon abgehalten, hierher auszuwandern/umzuziehen.
Aber da ich es nicht wusste und auch viel Gluck hatte, bin ich jetzt schon recht lange in Schweden und immer noch glücklich.
Ein Optimist ist in der Regel ein Zeitgenosse der ungenügend informiert ist. (John B. Priestley)

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Re: 1 Jahr in Schweden (Arbeit, Familie)

Beitragvon vibackup » 20. August 2018 18:37

schwedenley hat geschrieben:Während der ersten Recherche habe ich zahlreiche Seiten im web gefunden, auf welchen möblierte Appartments angeboten werden: http://www.costockholm.com/stockholm-lo ... ments.html zum Beispiel.

Gibt's da einen Haken? In puncto Verfügbarkeit scheint mir das doch relativ entspannt auszusehen.

Wie der Elch schon geschrieben hat: wenn Geld keine Rolle spielt, dann findest du ziemlich sicher was.

//M


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