Arbeitsmarktsituation

Schweden ist, wie wir wissen, kein Schlaraffenland wo Milch und Honig fließen. Probleme mit Arbeitslosigkeit, Sozialabbau und Alterspyramide sind ähnlich wie in anderen westlichen Ländern auch. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 5% plus 3-4 Prozent, die in staatlichen Förderprogrammen untergebracht sind.

Für viele Stellen ist es wichtig, dass man schwedisch spricht. Einwanderer, vor allem solche mit Sprachproblemen, finden schwerer einen Job als Einheimische, und bleiben länger arbeitslos.

Gefragte Berufe

Das schwedische Arbeitsamt veröffentlicht regelmäßig eine Liste, in welchen Berufsgruppen am meisten offene Stellen angeboten werden. Wer in einem solchen Beruf Arbeit sucht, hat also statistisch etwas bessere Chancen als in den “überlaufenen” Berufen. Gesucht werden Mitarbeiter vor allem in folgenden Bereichen:

  • Zahnärzte
  • Fachärzte
  • Krankenschwestern und Krankenpfleger
  • Hebammen
  • Klempner
  • Maurer
  • Betonarbeiter
  • Dachdecker
  • Psychologen
  • Fliesen-, Laminat- und Parkettleger
  • Installationselektriker
  • Maler und Lackierer
  • IT-Experten, Informatiker
  • Schweißer
  • Feinblech- und Kfz-Mechaniker
  • Lehrer
  • Wachpersonal
  • Köche
  • Bäcker und Konditoren

Die TOP-30-Liste auf schwedisch findet man jeweils hier: http://www.ams.se/go.aspx?c=30950

Stellen suchen

Es gibt viele Möglichkeiten, auch schon von Deutschland aus nach einem Arbeitgeber zu suchen. Leichter fällt das natürlich demjenigen, der bereits schwedisch versteht.

Erste Anlaufstelle sind sicher die Arbeitsämter in Deutschland und in Schweden. Zusätzlich gibt es private Arbeitsvermittlungen, deren Angebot man ebenfalls prüfen sollte. Regelmäßige Stellenangebote findest Du auch in den schwedischen Tageszeitungen.

Die Links zu den genannten Stellen gibt es gesammelt auf der Linkseite!

Arbeitsgenehmigung

Wir EU-Bürger benötigen keine gesonderte Arbeitserlaubnis! Jeder kann sofort nach seiner Ankunft in Schweden anfangen zu arbeiten.

Wieviel verdiene ich ungefähr?

Ob die Löhne in Deutschland oder in Schweden höher sind, ist sicher vom Einzelfall abhängig und kann so generell nicht beantwortet werden. Da es in Schweden weniger Datenschutz gibt, ist das Gehalt aber kein Geheimnis; man kann relativ leicht herausfinden was der Nachbar verdient (www.ratsit.se).

Allgemein läßt sich vielleicht feststellen, dass die Gehaltsunterschiede zwischen verschiedenen Berufen/Branchen in Schweden geringer sind als in Deutschland. Eine recht ausführliche Liste über die gezahlten Gehälter in hunderten von Berufen gibt es bei der gewerkschaftlichen LO-Zeitung:
http://www.lotidningen.se/?id_item=3798

Sozialabgaben und Steuern

Schweden galt lange Zeit als Land der hohen Steuern. Allerdings ist mit der Einkommensteuer für Arbeitnehmer das meiste der Abgaben bereits bezahlt, so etwa auch die allgemeine Krankenversicherung. Nur für die Altersversorgung werden weitere Abgaben fällig.

Die Einkommensteuer wird zum Teil von der Gemeinde festgesetzt; sie ist unabhängig von der Höhe des Einkommens und beträgt durchschnittlich 31%.
Der zweite Teil wird vom Staat erhoben und richtet sich nach der Höhe des individuellen Einkommens (Steuerprogression). Der Grundbetrag von 34.120 € Jahreseinkommen ist steuerfrei. Darüber werden 20% bis 25% fällig.

Die Rentenversicherungsabgabe beträgt 7%. Insgesamt kann für Gutverdiener also ca. 63% Steuern anfallen.

Wer möchte, kann bei ekonomifakta seine Steuerbelastung selber ausrechnen:
http://www.ekonomifakta.se/sv/Fakta/Skatter/Rakna_ut_din_skatt/

Die Mehrwertsteuer ist übrigens immer noch höher als in Deutschland, nämlich 25% (für bestimmte Produkte/Dientsleistungen gibt es einen halben oder geviertelteln Steuersatz).

 

Hier geht es weiter:

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