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CV: Das ist mein Leben

Ein tabellarischer Lebenslauf wird üblicherweise mitgeschickt, sofern in der Stellenausschreibung nichts anderes verlangt wurde.

Du kannst einen normalen chronologisch sortierten Lebenslauf anfertigen (letzter Job zuerst). Das Ganze kurz, knapp, übersichtlich, und ohne zeitliche Lücken. Beschränke dich auf maximal zwei Seiten.
Ein Pluspunkt ist, wenn du bei deinen früheren Jobs eine Kontaktperson / Referenz angeben kannst, zum Beispiel deinen ehemaligen Chef. Diese Person sollte zumindest einigermaßen englisch sprechen können, und natürlich einen guten Eindruck von dir und deinen Leistungen gewonnen haben! Rechne damit, dass diese Kollegen auch tatsächlich einen Anruf aus Schweden erhalten, denn die Schweden legen großen Wert auf persönliche Referenzen. Noch besser ist es, wenn ein Freund / Bekannter / Kollege in Schweden für dich bürgen kann.

In Schweden wird dem CV oder Anschreiben übrigens kein Bewerbungsfoto beigefügt, und der Lebenslauf wird nicht extra unterschrieben.

Abwarten und Tee trinken

Nachdem Deine perfekte Bewerbung per Post oder eMail rausgegangen ist, bist du natürlich nervös und möchtest möglichst rasch ein Ergebnis haben. 

Leider ist es nicht überall üblich, eine schriftliche Zu- oder Absage zu schicken. Wenn es gut gelaufen ist, kann es durchaus sein dass der Chef dich spontan anruft und zu einem Bewerbungsgespräch einlädt. Wenn Du 10-14 Tage lang überhaupt keine Reaktion bekommen hast, rufe ruhig die Kontaktperson an und frage mal nach, ob man sich deine Unterlagen bereits angesehen hat.

Glückwunsch: Die Einladung zum Interview

Das Bewerbungsgespräch in Schweden sollte keine großen Überraschungen bieten. Man kann eine entspannte, freundliche Atmosphäre erwarten.

Man kleidet sich sauber und normal (relativ zur angestrebten Stelle), erscheint pünktlich, und versucht allgemein einen positiven ersten Eindruck zu vermitteln, ohne besonders aufzufallen. Wer von sich selbst eingenommen auftritt und sich als die Lösung aller Probleme präsentiert, wird den Personalchef kaum für sich gewinnen können. 

Natürlich hast du dich vor dem Gespräch eingehend über die Firma und deine zukünftige Stelle informiert. Zeugnisse und Nachweise hast du im Original dabei, und kannst auf Verlangen eine vorbereitete Kopie dalassen.

Möglicherweise wirst du von deinem zukünftigen schwedischen Chef über deinen Alkoholkonsum, Rauchgewohnheiten oder die Familienplanung befragt; kein Problem, antworte einfach gelassen und ehrlich. Da der Arbeitgeber nicht nur deine Fachkenntnisse, sondern auch dich als Mensch kennen lernen möchte, interessieren ihn auch solche eher persönlichen Informationen.

Bei Wertungsfragen, zum Beispiel nach deinen Stärken und Schwächen, deiner Sicht auf deinen Exchef, frühere Jobs und Kollegen, gib am besten ausgewogene Antworten. Es sollten sowohl positive wie negative Punkte enthalten sein, denn: Lagom är bäst!

 

Kommentare  

# Wiebke Stirmann 2013-04-23 16:08
Hilfreich wäre, hier ein Beispiel in schwedischer Sprache und Aufbau zu finden!
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# dietmar 2013-07-01 21:30
Hej Wiebke,
eine gute Idee! Ich habe am Ende des Artikels (Seite 2) mal zwei Beispiele verlinkt, die durchaus typisch sind.
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